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Apropos Titanic: Das Untergangsszenario für den Euro

Heute vor 100 Jahren sank die RMS Titanic. Bereits im vergangenen September entwarfen Redakteure des Handelsblatts ein Untergangsszenario für den Euro. „Der Euro steuert auf den Eisenberg zu“ lautete die Schlagzeile. Freiwilliger Euro-Austritt von Griechenland und Portugal? Euro-Bonds und „Marschallplan“ für Südeuropa? Einführung des Nord-Euro mit Deutschland und Frankreich als führende Volkswirtschaften? Bis ins Jahr 2013 zeichnete das Blatt hypothetische Ereignisse vor, von denen sich einige bereits bewahrheitet haben und viele immer noch denkbar sind.

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Eingetragen von am 14. Apr. 2012. gespeichert unter Hot-Links. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

9 Kommentare für “Apropos Titanic: Das Untergangsszenario für den Euro”

  1. Ich glaube nicht an den vom Handelsblatt erwähnten Nord-Euro. Es ist auch fraglich, ob wirklich einige Südstaaten die Euro-Zone verlassen werden. Wenn Frankreich unter einem Präsidenten Hollande da dabei wäre, könnte man es auch gleich ganz lassen.
    Stattdessen wird das Establishment der EUdSSR sowieso versuchen, ihr europäisches Imperium im Ganzen zu erhalten.
    Bis auf weiteres wird wohl die EZB die Hauptverantwortung für die Finanzierung der Bankschulden und Staatsdefizite übernehmen. Bisher klappt das noch ganz gut. Die Inflation lässt sich auch noch gut vertuschen. Bei der Unterhaltungselektronik werden die Verteuerungen durch technischen Fortschritt abgefangen und die Hersteller von Lebensmitteln und Drogerieprodukten verschleiern ihre Preiserhöhungen durch Verringerung des Packungsinhalts.
    Die Politiker wissen auch, dass die politische und wirtschaftliche Lage nicht unbedingt gut sein muss, wenn man an der Macht bleiben will. Wichtig ist nur, dass man für die schlechte Situation jemand anderen verantwortlich machen kann und man selbst als der Löser der Probleme angesehen wird.
    Der Euro wird wahrscheinlich dann verschwinden, wenn entweder eine Hyperinflation kommt oder die EZB Pleite geht. Vielleicht haben ja bis dahin Facebook und Google irgendwelche weltweit akzeptierte Parallelwährungen eingeführt und das Monopol von Staaten bei der Geldverteilung endgültig gebrochen.

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    • Seit Jahren verfolge ich meinen Einkaufskorb inclusive Urlaub und Auto.
      Und ich kann Ihnen sagen,dass wir seit Einführung des Euro eine Infaltion von 11,2% haben.Nicht eine gefühlte,die ist noch höher,sondern die echte Infaltion.
      Alles andere ist Selbstbetrug.
      Um etwa diesen Betrag soltle auch der Goldpreis steigen.Dass der aber heute noch höher liegt als die 11% liegt an der Einpreisung (= gefühlte Inflation) der Ängste vor dieser Inflation.

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    • Im Grunde gibt es nur zwei mögliche Ausgänge exponentiellen Schuldenwachstums

      1. Die Kreditbubble wird immer weiter aufgeblasen, bis sie irgendwann in einem gigantischen, hyperinflationären Kollaps platzt.

      2. Es werden kontrollierte, offen ausgerufene Staatsbankrotte durchgeführt.

      Ich selbst halte Variante 2 für wahrscheinlich. Aber ganz gleich, wie es passiert: Am Ende steht eine Währungreform, in der sich Staat und Banken auf Kosten der Allgemeinheit entschulden.

      Mittel und Wege, um das zu bewerkstelligen, gibt es viele. Angefangen bei eingefrorenen Guthaben, die immer mehr an Wert verlieren, über saftige Vermögenssteuern oder miesen Umtauschverhältnissen bis hin zu Zwangsanleihen oder sogar direkter Enteignung ist alles möglich.

      Ziel ist es in jedem Fall, eine noch größere Zentralisierung und einen noch größeren Superstaat herbeizuführen, also einen noch größeren Währungs- und Herrschaftsraum als die EU zu errichten. Vielleicht kommt dann ein „Amero“ oder sogar die Eine-Welt-Währung, wer weiß?

      Wenn die Krise erstmal richtig anfängt und den wütenden Völkern die vermeinlich Schuldigen präsentiert werden (z.B. Länderregierungen, Moslems, Terroristen, Umweltsünder oder Goldbesitzer), werden sie den neuen Superstaat mit Jubel in Empfang nehmen.

      „Monopol von Staaten bei der Geldverteilung endgültig gebrochen.“

      Entscheidend ist nicht das Monopol der Geldverteilung, sondern das Monopol der Gelderschaffung. Die Regierung sorgt nur gewaltsam dafür, daß das gesetzliche Zwangsgeld auch zur Zahlung von Rechnungen benutzt wird. Sie leiht es sich jedoch selbst und ist somit auf Gedeih und Verderb den Geldverleihern ausgeliefert.

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  2. 0177translator

    @Dreamer
    Ich habe das, was Du hier beschreibst, 1990/1991 in der sterbenden UdSSR selbst miterlebt. Genauso ist es damals gewesen! Rasende Geldentwertung, im Monat darf man nur geringe Summen vom Sparkonto abheben, Geldscheine werden über Nacht für ungültig erklärt, Devisenkonten (1998) zwangsweise auf Rubel umgestellt, dessen Wechselkurs dann 3 Tage später ins Bodenlose fällt – am Ende wurde ein ganzes Volk von 240 Mio. Menschen um seine Ersparnisse, um seine Lebens-Arbeitsleistung betrogen. Bürgerkriege, all die alten von Stalin und Breshnjew unterdrückten Zwistigkeiten brechen wieder auf. Massenhafte Auswanderung. Und dann begann das Zeitalter der Oligarchen. Die ehemalige Sowjetrepublik Rußland hat zwar durch ihre Rohstoffbasis langfristig eine Perspektive, der Rest jedoch ist (mit Ausnahme der 3 baltischen Staaten) in einen Dauerzustand von Lethargie und Hoffnungslosigkeit verfallen. Rekorde gibt es nur derart, daß z.B. die HIV/AIDS-Rate in der Ukraine – viel Spaß bei der Fußball-EM – mittlerweile ein afrikanisches Niveau erreicht hat.
    Bin Russisch-Dolmetscher von Beruf und habe zumeist in und um Frankfurt (Oder) für Ämter und Behörden zu tun. Ich sehe fast täglich das ganze Elend, das der Zusammenbruch der UdSSR ausgelöst hat. Das Schlimmste sind die demoralisierten Menschen, die an nichts mehr zu glauben vermögen.

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    • Meines Wissens war das in Argentinien unter Kirchner genauso,wenn auch nicht ganz so drastisch.Und bevor nun alle die Verzweiflung bekommen – man muss dem Menschen eine Lösung aus dem Dilemma aufzeigen – und die lautet:
      Ein rechtzeitig beschaftes und gut verstecktes Edelmetalldepot führt aus fast jeder Krise. Auf rechtzeitig liegt die Betonung.
      Man stelle sich nur das Grinsen desjenigen vor, dessen von Goldkäufen aufgezehrtes Bankkonto staatlich gesperrt wird und der gerade an sein EM Depot denkt.Was ist der Mensch so fröhlich ! Ich glaube, auch in der UDSSR konnten die Behörden nicht Gedankenlesen.

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    • @0177translator

      Danke für den Einblick!

      Dieser Finanzsystemcrash, so groß er auch war, blieb auf die Sowjetunion beschränkt und jene Russen, die ihn kommen sahen, hatten wenigstens noch die Möglichkeit ihr Vermögen in Form von Bargeld (etwa in $, DM oder SFr) zu retten. Besonders fies und hinterhältig war wohl die zwangsweise Umstellung der Devisenkonten auf Rubel.

      Was sich heute anbahnt ist jedoch noch eine ganze Ecke schärfer. Fällt der Euro, dann ist auch bald der Dollar am Ende und mit ihm alle dollargedeckten Währungen. Die dann einzig sinnvolle Möglichkeit, seine Lebensersparnisse zu erhalten, ist der Besitz von physischem Gold und Silber. Alles andere befindet sich innerhalb der Reichweite gieriger, skrupelloser Regierungen und Banker.

      Was ich persönlich nicht verstehe ist, daß Rußland es nicht schafft, wieder auf die Beine zu kommen. Es mangelt dort weder an Arbeitskräften, noch an verfügbaren Rohstoffvorkommen oder fruchtbarem Land. Also an sich die besten Voraussetzungen für Wohlstand.

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      • 0177translator

        @Dreamer
        Warum kommt Rußland nicht auf die Beine? Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen. Tatsache ist, daß mit der Übernahme der Macht durch Lenin und die Partei der Bolschewiki (übersetzt: Mehrheits-Sozialisten) der alte, religiös geprägte Wertekanon radikal ausradiert wurde. Die Zarenfamilie wurde exekutiert, und die Priester kamen als erste in die ab 1919 durch Kriegsminister Leo Trotzki eingerichteten Lager auf den Solowezki-Inseln im hohen Norden – bei der Gelegenheit wurde der Begriff Konzentrationslager erfunden, „Lager zur Konzentrierung der Feinde der Sowjetmacht“ – die Kirchen wurden entweiht, abgerissen und (das Gold in letzteren) geplündert. Die neuen „Werte“, die man den Menschen zu vermitteln versuchte, dieses „vom Ich zum Wir“ – oligarchischer Kollektivismus nannte Orwell das – das funktionierte eben nicht. Und nachdem man einer ganzen Nation – zuletzt hatte die UdSSR 240 Mio. Leute – 74 Jahre lang nur bunten Blütenstaub ins Gehirn blies, haben viele halt nur das Dollarzeichen auf beiden Augen. es ist wie mit dem Tanz ums Goldene Kalb in der Bibel. Das Verrückte dabei ist, daß ich in keinem Land der Welt so viele liebenswürdige Menschen getroffen habe wie dort. Und den traurigen Zustand ihrer Nation ständig mitzuerleben, tut mir in der Seele weh. Der orthodox-christliche Glaube erlebt dort eine wundersame Wiedergeburt. Man kann nur hoffen, daß die orthodoxe Kirche sich nicht für den Staat einspannen und mißbrauchen läßt. Angeblich waren zu Sowjetzeiten 90% der Priester Zuträger des Geheimdienstes. Dennoch glaube ich, daß sie es langfristig schaffen werden, aus dem Dreck herauszukommen, und ich traue der russischen Nation am Ende mehr zu, als unserem inzwischen so multikriminellen, europäisierten Deutschland. Wladimir Wladimirowitsch Putin ist zwar ein fieser, harter Hund, aber ein kluger. Er ist im Augenblick das beste, was der russischen Nation passieren konnte. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte dieses Volkes, daß immer dann, wenn es hoffnungslos verloren schien, jemand erscheint, der das Land aus dem Sumpf zieht. Rußland wird von Gott geliebt, und wen Gott liebt, den züchtigt er, so sagen manche dort. Natürlich ist Putin ein Dorn im Hintern derer, die Rußland auf Dauer in eine Rohstoffkolonie verwandeln möchten, wie Libyen und Irak. Mit einem Michail Chodorkowski als Präsidenten wäre nämlich genau das passiert. Mir platzt desöfteren der Arsch, wenn ich sehe, wie unser Bundeskabarett und unsere staatskonformen, systemhörigen Medien ständig über Rußland Dreck ausschütten – vielleicht sollten wir wegen Adolf einfach mal die Schnauze halten anstatt zu hetzen – weil man den Amis und Netanjahu gefallen möchte.

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        • Ich möchte mich an dieser Stelle mal bei 0177translator bedanken für seine Berichte,welche ich immer sehr interessiert lese.Sie stellen eine echte Bereicherung in diesem Forum dar.Er hat auch mir in manchen Dingen die Augen geöffnet,gerade was den Osten betrifft.
          Auch ich kann bestätigen,dass es da sehr viele Menschen von großer Herzlichkeit und und Fürsorge gibt.Nicht umsonst wird gesagt,dass die russische Seele einem das „Letzte Hemd“ schenken würde.
          Kann man das von den USA und dem Westen auch behaupten ?
          Ich habe noch nie soviel Oberflächlichkeit wie in den USA bei den Menschen dort erlebt. Auch das muss gesagt werden.

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          • 0177translator

            Danke Dir, anaconda. Dostojewskis „Schuld und Sühne“ zu lesen, reicht allein leider nicht aus. Ich hätte mal eher von den Dingen aus der Ökonomie wissen sollen, über die Ihr alle hier schreibt, und von denen ich bis vor kurzem keinen blassen Schimmer hatte. Und sie beherzigen hätte ich sollen. Sonst hätte ich nicht 1998 dem Maschmeyer-Verein AWD 31.500 DM anvertraut für einen „Fonds“, der vor 4 Wochen geplatzt ist.
            Anaconda, es ist wahr, der russische Durchschnitts-Mensch würde einem jeden Gast – selbst einem unbekannten, der sich vorher nicht angemeldet hat – das letzte Hemd opfern, um ihn zu bewirten. Ist mir seit 1990 selbst immer wieder so ergangen. Daß ich Deutscher bin, ist nebensächlich. Die machen kein solches Vergangenheits-Gedöns wie die Herrschaften, die gern anderen Völkern das letzte Hemd vom Leibe zerren. Und die selbst jede Menge Dreck am Stecken haben. Was ich meiner eigenen Nation allerdings ins Stammbuch schreiben muß, ist, daß wir endlich begreifen, wer unsere Freunde und Feinde sind. Und was ich den Amis gern mal stecken würde, steht auf der Webseite http://www.usdebtclock.org zu lesen.

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