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„Australien sollte seine Goldreserven aufstocken, und zwar schnell“

Die asiatischen Zentralbanken kumulieren weiterhin Gold.

Goldreserven: Die australische Zentralbank stieß 1997 zwei Drittel ihrer Goldreserven ab. Andere Vermögenswerte galten seinerzeit als „rentabler“.

Die Welt befinde sich auf einem Pfad der langfristigen Geldentwertung. Der australische Ökonom Adam Carr hält ein flammendes Plädoyer für die Aufstockung der heimischen Goldreserven.

Anfang der Achtzigerjahre bestanden die Währungsreserven Australiens zu 80 Prozent aus Gold. Seinerzeit verfügte die Reserve Bank of Australia über Goldbestände im Umfang von 246 Tonnen. Heute umfasst der Goldanteil der australischen Reserven mit 79,9 Tonnen nur noch 5,4 Prozent.

Ausgerechnet das Land mit der weltweit zweitgrößten Goldindustrie verlässt sich bei der Rücklage von Volksvermögen zum überwiegenden Teil auf Papiergeld.

In einem Kommentar für die Tageszeitung The Australian hält der australische Ökonom und Kolumnist Adam Carr ein flammendes Plädoyer für die Rückkehr Australiens zu größeren Goldreserven. Insbesondere, weil eine Abwertung der Papiergeldes garantiert sei.

Seit 1980 habe es mindestens zehn Finanzkrisen unterschiedlicher Größenordnung gegeben. Dazu gehörten unter anderem die Finanzkrise in Lateinamerika, die S&L-Krise in den USA, die japanische Finanzkrise, Asienkrise, Dot.com-Blase und natürlich die Weltfinanzkrise von 2008/2009.

„Beim ersten Anzeichen neuer Probleme, werden die Zentralbanken weltweit – in Großbritannien, Europa und in den USA – mehr Geld drucken. Es ist die letzte Verteidigungslinie, die noch besteht. Und das wird über Jahre hinaus so bleiben“

Mit dieser Geschichte im Nacken sei es mehr als töricht, davon auszugehen, dass uns keine weitere erwarte. „Und das ist der Moment, wo Gold voll zur Geltung kommt. Die Tatsache, dass sich die Welt auf einem Pfad der langfristigen Geldentwertung befindet. Das ist keine theoretische Annahme, sondern das alles passiert in Echtzeit, gerade in diesem Moment, und das Risiko besteht darin, dass sie an Geschwindigkeit zulegt. Denn Geld zu drucken ist alles, was übrig ist“, so Carr.

Vor diesem Hintergrund sei es grob fahrlässig, große Mengen an Fremdwährungen zu halten. „Devisen sind keine guten Wertspeicher mehr, das ist eine Tatsache. Wohlgemerkt, nicht wegen der Konsumentenpreis-Inflation, sondern wegen der ungezügelten Inflation der Anlagegüter“. Carr ist deshalb der Meinung: „Australien sollte seine Goldreserven aufstocken, und zwar schnell“.

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Eingetragen von am 23. Jun. 2015. gespeichert unter Australien, Banken, Gold, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

2 Kommentare für “„Australien sollte seine Goldreserven aufstocken, und zwar schnell“”

  1. schneider joachim

    Ja wieder einer mehr der auf Gold schwört, Gold das Bessere Geld. Es werden langsam immer mehr schaun wir mal wann die Dämme Brechen.

  2. Das ganze funktioniert nur so lange, wie der der Geld verleiht ( Gläubiger/Anleger/Sparer) glaubt, daß er sein Geld vom Schuldner zurückerhält.
    So lange kann das ganze weitergehen. Aber wehe der Anleger erkennt, dass sein Geld für immer schon vom Schuldner ausgegeben wurde ist Sense mit dem Spiel.
    Keiner weiß wann es soweit ist. Deshalb bleibt eine gut bestückte Edelmetallreserve ein absolutes muß

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