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Banken ziehen 400 Mrd. Euro von EZB-Übernachtkonten ab

Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen für Einlagen auf den „Angstkonten“ auf null gesenkt. Wo ist das Geld hingeflossen?

Europäische Banken hatten noch bis zum 10. Juli 2012 einen Betrag von insgesamt 808 Milliarden Euro auf den Übernachtkonten der Europäischen Zentralbank geparkt. Die mittlerweile auch als „Angstkasse“ bekannte Einlagenfazilität wurde bis zu diesem Zeitpunkt noch mit 0,25 Prozent verzinst.

Während der letzten Sitzung hat der EZB-Rat entschieden, den Zinssatz für diese Konten auf null zu senken. Das zeigt nun Wirkung. Am gestrigen Donnerstag wurden in der Einlagenfazilität nur noch 366,18 Milliarden Euro gemeldet. Die europäischen Geschäftsbanken haben somit innerhalb von zwei Tagen rund 442 Milliarden Euro von diesen Konten abgezogen.

Wo ist das das Geld hingeflossen?

Die EZB hatte im Dezember 2011 und Februar 2012 insgesamt ein Kreditvolumen von rund 1 Billion Euro an europäische Banken vergeben. Diese sogenannte LTRO-Liquidität sollte vor allem in den Anleihenmarkt fließen, um die Zinsen zu drücken und die Staaten bei der Haushaltsfinanzierung zu entlasten. Ein Großteil des Geldes landete kurz danach aber in der besagten Einlagenfazilität. Ein Zeichen großer Unsicherheiten innerhalb des Bankensektors.

Es ist davon auszugehen, dass nun tatsächlich ein Teil des Geldes in Anleihen der Staaten mit höherer Bonität geflossen ist. Wie die Tabelle oben zeigt, sind die entsprechenden Renditen gegenüber der Vorwoche teilweise deutlich gefallen, was auf eine steigende Nachfrage für diese Papiere schließen lässt. Der größte Teil des Geldes ist allerdings auf die normalen Sichtguthaben der EZB gewandert. Der entsprechende Saldo stieg von 111,53 Mrd. Euro auf 539,80 Mrd. Euro.

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Eingetragen von am 13. Jul. 2012. gespeichert unter Banken, Europa, EZB, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

6 Kommentare für “Banken ziehen 400 Mrd. Euro von EZB-Übernachtkonten ab”

  1. Eine Möglichkeit wäre, dass diese Banken selbst akute Liquiditätsprobleme haben,
    die andere, dass selbst der EZB nicht mehr getraut wird und das Geld nun in den Dollar als save hafen fließt und damit der Euro in den Sinkflug geht.Vielleicht will man ja gerade das.

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    • 0177translator

      @anaconda
      Die kaufen US-Staatsanleihen? Glaubst Du das echt? Dann haben Barack und Hillary ja endlich genug Knete für ihren Persien-Feldzug. Hurra!!!

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      • @0177translator
        all die Feldzüge der USA kostete denen keinen einzigen Cent.Das Geld verlässt nämlich gar nicht die USA.Egal ob im Irak oder Afganistan, das Geld geht alleine in die heimische Rüstungsindustrie.Das wenige, das die Soldaten ausgeben, müssen die in den eigenen Lagern ausgeben in eigenen Läden ! Und alles fließt zurück in die USA.
        Nein, für Feldzüge brauchen die kein Geld.Die verdienen mit jedem Krieg indem sie damit die Wirtschaft ankurbeln.
        US Anleihen gelten momentan als sicherer Hafen und es ist möglich, dass die Banken mit einem Euro Crash rechnen (Wissen die etwa mehr ? Neue Währung ?) und sich mit Dollars absichern wollen.
        Das wäre durchaus eine Möglichkeit. Raus aus dem Euro, rein in den Dollar.

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        • 0177translator

          @anaconda
          Also eine Währungsreform über Nacht wie anno 48 in den Westzonen, wo jeder 40 neue Mark bekam und über Nacht die Läden voll waren, weil die Schlauen in Erwartung dessen ihre Waren gehortet hatten?
          Ist echt clever von den Amis. Den anderen die Scheune anzünden, und daraufhin muß jeder sein Korn in ihrer Scheune lagern. Wenn ich die Herrschaften bisher noch nicht zum Knuddeln liebhatte, dann jetzt.

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          • @0177translator
            Das mit der Scheune anzünden ist eine bewährte Methode der USA.
            Tatsache ist, dass der Euro zum Dollar in direkter Konkurrenz steht und die Wirtschaft in Europa zu der der USA. Man denke nur an Airbus und Boing.Und da kann man schon versucht sein, ein wenig zu zündeln und Missgunst unter den Europartnern zu streuen.
            Eine Währungsreform des Euro ist durchaus in Betracht zu ziehen.Nämlich dann, wenn die Südländer merken, dass das feste Währungsgefüge für sie zu einer unzumutbaren Belastung führt.
            Griechenland wird es vormachen und zur Drachme zurückkehren.Und geht es bei denen dann aufwärts, werden andere folgen, ermutigt auch durch die USA und deren Währungsfond.
            Wie sagte so schön ein US Finanzminister: Der Dollar ist unsere Währung, aber Euer Problem.

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  2. Wir sind sicher nicht mehr weit weg vom totalen Crash. Man muss uns nur noch ein bisschen zappeln lassen damit auch noch die letzten Menschen ihr Gold an die Banken zurückgeben. Denn dann sind wir wieder am Boden und müssen nach der Kriese wieder zu Kreuze kriechen und um eine milde Gabe betteln. Wir hatten ja schon alles (siehe 1947 letzmals). Lesen sie die letzte Ausgabe der Zeitschrift SPIEGEL. Das wird sicher ein Szenario aber dann ist es zum Umdenken zu spät. Also – Auf Richtung Tag X. Ist doch alles schon vorprogrammiert. Der € wird zerplatzen und danach der Dollar. Dann haben die Ami wenigstens jemanden, den sie für den Dollar-Crash die Schuld zuschieben können.

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