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Bernanke vor dem US-Kongress: Das Ergebnis der Anhörung

Der Dollar hält Bernanke für recht stabil. Der Goldpreis als mögliche Referenz erwähnte er allerdings in keinem Wort.

Dem wenig erkenntnisreichen Auftritt von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke in Washington folgten Goldpreis und Silberpreis am Dienstag in einer kurzen Achterbahnfahrt.

Im Rahmen der turnusmäßigen Anhörung vor dem US-Kongress äußerte sich Fed-Präsident Ben Bernanke am Dienstag verhalten über eine mögliche Fortsetzung von Maßnahmen zur „quantitativen Lockerung“.

Man darf aber inzwischen davon ausgehen, dass QE3 kommt, sobald die Fed sich in der Pflicht sieht. Denn der Ankauf von US-Staatsanleihen sieht Bernanke als wirksames Mittel zur Stützung der Wirtschaft, wie aus seinen Aussagen in Washington hervorging.

Beide Phasen des Quantitative Easing seien erfolgreich gewesen, so Bernanke. QE1 habe seinerzeit Wachstumsimpulse gesetzt.  QE2 habe dazu beigetragen, das Risiko einer Deflation zu begrenzen. Seit 2009 hat die Fed im Rahmen dieses Programms Wertpapiere im Volumen von rund einer Billion US-Dollar gekauft.

Zu konkreten Aussagen bezüglich eines QE3 ließ sich Bernanke aber nicht hinreißen. Er verwendete erneut den bekannten Notenbank-Jargon. Die Fed sei für weitere geldpolitische Maßnahmen gerüstet, sollte es die konjunkturelle Situation erfordern. „Wenn wir keine nachhaltige Verbesserung des Arbeitsmarktes sehen, dann sind wir bereit für weitere Maßnahmen“, so Bernanke wörtlich.

Weitere Einschätzungen des Fed-Präsidenten: Die Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt mache nur schleppend Fortschritte. Bernanke erwartet in den kommenden Monaten eine Abschwächung der US-Konjunktur. Deflationsrisiko sei derzeit relativ gering. Auch das Inflationsrisiko sieht er für die kommenden beiden Jahre begrenzt. Er ist zuversichtlich, dass die Fed auch künftig ihr Mandat zur Erhaltung der Preisstabilität des US-Dollars gerecht werden kann, mit Inflationsraten unter oder nahe 2 Prozent.

Kleine Notiz am Rande: Ben Bernanke scheint international schlecht vernetzt zu sein. Von den Libor-Manipulationen in Großbritannien, von denen auch die Bank of England wusste, will er erst aus der Presse erfahren haben.

Wie reagierten die Edelmetalle? Goldpreis und Silberpreis sackten im Verlauf der Anhörung zunächst etwas ab. Gold erreichte bei 1.571 Dollar sein Tagestief. Silber gab bis auf 26,82 Dollar nach. Nach 17 Uhr zogen die Kurse aber wieder deutlich an. Um 19:45 Uhr notierte Gold bei 1.588 Dollar (1.293 Euro). Silber kostete wieder 27,37 Dollar (22,29 Euro) pro Feinunze. Die Angelsachsen bezeichnen so etwas als „Non Event“. Außer Spesen nix gewesen!

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Eingetragen von am 17. Jul. 2012. gespeichert unter Banken, Fed, Gold, Goldpreis, News, Silber, Silberpreis, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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