Kein Gold mehr für Iran: USA verhängen Verkaufsverbot

Ab dem 1. Juli verschärfen die USA ihre Sanktionen gegen den Iran. Die zuletzt über die Türkei tolerierten Goldlieferungen sollen damit gestoppt werden.

Ab dem 1. Juli verschärfen die USA ihre Sanktionen gegen den Iran. Die zuletzt über die Türkei tolerierten Goldlieferungen sollen damit gestoppt werden.

Nach dem scharfen Goldpreis-Rückgang warten viele Goldhändler in Dubai und Katar offensichtlich auf einen erneuten Kursanstieg. Es ist von künstlicher Warenverknappung die Rede.

Im vergangenen März hat China eine neue Rekordmenge an Gold über Hongkong importiert. Und schon vor dem Goldpreis-Einbruch wurde in China fast 50 Prozent mehr Anlagegold verkauft.

Die Zentralbank Vietnams nimmt seit Jahren starken Einfluss auf den heimischen Goldmarkt. Nun ist man gezwungen, große Mengen an Gold zu importieren, um Goldkonten der heimischen Geschäftsbanken zu decken.

Aktuelle Import-Zahlen der Börse Istanbul verdeutlichen die dramatisch gestiegene Goldnachfrage der Türkei nach dem Goldpreis-Einbruch Mitte April.

Noch bis Juli bleiben die türkischen Gold-Lieferungen in den Iran laut Pressebericht sanktionsfrei. Im vergangenen März tauschte man offensichtlich erneut Edelmetall gegen Erdgas.

Auch in der Türkei sind die Goldkäufe privater Investoren zuletzt deutlich gestiegen. Das Land importierte im April bereits mehr als 18 Tonnen Gold, um die Nachfrage zu decken.

China hat im vergangenen Februar 142 Prozent mehr Gold über Hongkong eingeführt, als vor einem Jahr.

In Dubai soll bis Ende kommenden Jahres eine Gold-Raffinerie entstehen, die jährlich bis zu 1.400 Tonnen Gold veredeln kann. Bauherr ist die Kaloti Jewellery Group.

Die Goldeinfuhr der Türkei lag im März 5,3 Prozent über Vormonat und war mehr als sechsmal so hoch wie ein Jahr zuvor. Es wurde auch deutlich mehr Silber im Ausland eingekauft.