Gold-Engpass in Asien: “Keine Kilobarren mehr auf dem Markt”

Aus Asien wird eine anhaltend starke Goldnachfrage gemeldet. Die knappe Warenversorgung lässt das Aufgeld in Hongkong, Singapur und China steigen.

Aus Asien wird eine anhaltend starke Goldnachfrage gemeldet. Die knappe Warenversorgung lässt das Aufgeld in Hongkong, Singapur und China steigen.

Der Münchner Edelmetallhändler Pro Aurum meldet eine weiterhin rege Nachfrage nach Gold und Silber. Der starke Verkaufsboom unmittelbar nach dem Goldpreis-Crash hat sich dagegen gelegt. Es wird verstärkt Silber nachgefragt.

Laut einem aktuellen Branchenbericht wird die weltweite Goldsuche immer schwieriger. Alleine innerhalb des vergangenen Jahres wurden 55 Prozent weniger aussichtsreiche Bohrprojekte gemeldet.

Die Zentralbank der Türkei hat für März erneut eine deutliche Zunahme ihrer Goldreserven gemeldet. Das Land steigt in der Rangliste der größten Gold-Nationen nun erneut einen Rang nach oben.

Noch vor dem Goldpreis-Crash Mitte April trennten sich eine ganze Reihe großer US-Investoren im großen Stil von Anteilen des größten Gold-ETFs SPDR Gold Trust. Wir zeigen die größten Verkäufer.

Während die Goldnachfrage in Asien und in den USA im ersten Quartal deutlich anzog, ging der Goldkonsum in der Euro-Krisen-Region zurück.

In Deutschland wurden im ersten Quartal 2013 Goldbarren und Goldmünzen im Wert von 981 Millionen US-Dollar nachgefragt, rund ein Drittel weniger als in Q3 2012.

Nicht nur die Goldminen-Produktion ist rückläufig, mit dem sinkenden Goldpreis kam zuletzt auch immer weniger Altgold auf den Markt.

Anfang Mai haben US-Banken an der Warenterminbörse COMEX bei Gold erhebliche Terminkäufe getätigt, während sie die Short-Positionen auf das Edelmetall nur noch leicht reduzierten.

Im vergangenen März hat China eine neue Rekordmenge an Gold über Hongkong importiert. Und schon vor dem Goldpreis-Einbruch wurde in China fast 50 Prozent mehr Anlagegold verkauft.