Guter und schlechter Monat für Goldanleger

Die April-Bilanz für Gold und Silber: Starke Verluste für Spekulanten, am Ende günstige Nachkaufgelegenheit für langfristig orientiere Gold- und Silberkäufer.

Die April-Bilanz für Gold und Silber: Starke Verluste für Spekulanten, am Ende günstige Nachkaufgelegenheit für langfristig orientiere Gold- und Silberkäufer.

Der starke Kursrückgang bei Gold und Silber hat nicht nur zu einer deutlichen Nachfragebelebung im deutschen Edelmetallhandel geführt. Auch Aufgeld und Spreads für beliebte Anlageprodukte sind teilweise deutlich angestiegen.

Der starke Kursrückgang bei Gold und Silber hat Anleger zum verstärkten Kauf von Barren und Münzen veranlasst. Händler melden gegenüber Jahresbeginn ein bis zu zehnmal höheres Orderaufkommen. Und es werden erste Lieferengpässe gemeldet.

Mit dem Kurssturz am Freitag erreichte der Goldpreis das Niveau vom Juli 2011. Der Kursrückgang mit einem Tagesverlust von mehr als 5 Prozent wurde von einem deutlichen Bestandsrückgang im größten Gold-ETF begleitet.

Anfang April haben US-Banken ihre Leerverkäufe von Gold und Silber weiter zurückgefahren. Der Druck auf die Edelmetallkurse könnte sich damit abschwächen.

Der Euro-Börsenpreis für eine Unze Gold ist im März um 3,3 Prozent gestiegen. Silber gewann gegenüber dem Euro 1,27 Prozent. Und die Gemeinschaftswährung hat sogar gegen sich selbst verloren!

Die Feinunze Gold kostete am Montagmorgen erstmals seit Ende Februar wieder mehr als 1.600 Dollar. Physisches Gold als sicherer Hafen dürfte jetzt wieder stärker an Attraktivität gewinnen.

Die britische Investmentbank sieht vor allem die industrielle Nachfrage als treibende Kraft für den Silberpreis.

Der Silberchart rückt wieder deutlich näher an die obere Begrenzung des 34-monatigen Abwärtstrends heran.

Die US-Wirtschaft ist im vierten Quartal 2012 erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder geschrumpft. Ein schnelles Ende der ultralockeren Geldpolitik wird vor diesem Hintergrund noch unwahrscheinlicher.