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Der Euro – Eine unendliche Rettungsgeschichte

Wie lange hält die Euro-Gemeinschaft?

Reichen Versprechen noch aus, oder gerät der erste Euro-Staat nun unter fiskalische Zwangsverwaltung? In der unendlichen Euro-Rettungsgeschichte wird alle paar Monate ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Die Rettung Griechenlands wird zur „Never Ending Story“. Selbst die Politiker in Brüssel sind mittlerweile genervt. Immer wieder werden Versprechen gemacht und nachher nicht eingehalten. In diesem Fall sprechen wir vom Sparwillen der griechischen Regierung, der bald schon mit Kassenwart und Sperrkonto in Brüssel erzwungen werden könnte.

Die Nerven liegen blank
Doch mit der wachsenden Ungeduld geht es unserem Finanzministers Schäuble kaum anders, als dem gemeinen deutschen Bürger. Auch der ist genervt. Weil unsere Politik permanent von ihren einst getroffenen Zusagen abrückt: Kein Geld für Griechenland, kein weiteres Geld für Griechenland, keine Aufstockung des Rettungsfonds, kein zweites Rettungspaket für Griechenland.

Solange der Wähler die ständigen Ausreden schluckt, kann das Spiel noch jahrelang so weitergehen. Doch vielleicht nimmt die Griechenland-Story das gleiche schnelle Ende, wie die Amtszeit unseres (Ex-)Bundespräsidenten Wulff. Der Druck war zu groß geworden. Und wer den rechten Moment zum Ausstieg verpasst, den bestraft oft das Leben.

Konkursverschleppung
Die Anleihe-Renditen Athens haben nur noch rein symbolischen Charakter. Für 10-jährige Schuldtitel müsste Griechenland mehr als 30 Prozent Zinsen zahlen. Am Markt finden zu diesen Konditionen keine Umsätze statt. Das Signal lautet: Staatsbankrott.

Doch der wird von der Politik bereits seit mehr als zwei Jahren  verschleppt und mit jedem Tag wird es für den Steuerzahler teurer. Man hätte das Land vermutlich schon längst aus dem Euro-Verbund entlassen, wenn den Verantwortlichen in Brüssel, Berlin, Paris und Washington nicht zwei wesentliche Ziele im Weg stehen würden: Das Wohl der Großbanken und die Aufrechterhaltung der europäischen Zwangswährungsunion um jeden Preis.

Machterhalt
Den einen in Brüssel geht es vor allem um ihre Posten – einige glauben sicher auch noch an Frieden und Freiheit in einem vereinigten Europa, dessen Klebstoff der Euro sein soll. Den anderen geht es schlicht um die Vorherrschaft des Geldes, die man mit einer ständigen Vergrößerung des Währungsraumes weiter ausbauen kann.

Geht Griechenland pleite und verlässt den Währungsraum, dann dürften bald weitere Länder folgen. Das ist die Befürchtung der Eurokraten, zu Recht. Aber ein Kranker wird nicht dadurch geheilt, im dem man immer und immer wieder nur neue lebenserhaltende Maßnahmen ergreift. Wenn der Patient nicht wieder beginnt, von selbst zu atmen, dann wird daraus eine Behandlung, die jede Menge Geld und Nerven kostet und den Frieden im Haus am Ende ernsthaft gefährdet.

Neues Kapital
Der politische Wille, aus Angst am Scheitern des Euro und der gesamten Gemeinschaft weiter Geld nach Athen zu schicken, ist groß. Auch wenn die Geduld der Euro-Retter  mit jedem weiteren Tag der Ungewissheit von neuem auf die Probe gestellt wird. Vielleicht kommt es am kommenden Montag tatsächlich (erneut) zum großen Durchbruch und trotz des „Katastrophen-Zeugnis“ (Spiegel Online), dass die Troika Griechenland nun ausstellt, gibt es frisches Geld. Lediglich ein neues Kapital in der „Never Ending Story“ würde aufgeschlagen.

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Eingetragen von am 18. Feb. 2012. gespeichert unter Banken, Euro, Europa, Marktkommentare, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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