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Der Euro geht zugrunde, langsam aber sicher!

Euro-Crash im Schneckentempo. Dabei wäre ein schnelles Ende mit Schrecken vermutlich für alle besser (Foto: Goldreporter).

Also doch. Irland hat Rettungsgelder aus dem EU-Topf angefordert. Der Fall zeigt erneut, wie leicht die Dinge vorherzusehen sind … und dass der Euro-Crash unvermeidlich ist.

Am 16. November schrieben wir folgendes in unserem Marktkommentar: „Es wird so kommen wie im Falle Griechenlands, daran gibt es keinen Zweifel. Zuerst Dementis, man benötige keine Finanzhilfe. Dann werden mögliche Hilfegesuche nicht mehr ausgeschlossen. Schließlich wird nur noch über die Größe der Finanzspritze spekuliert. Und am Ende müssen die europäischen Steuerzahler mit Milliarden-Beträgen für die Schulden des Landes aufkommen.“

Genau so ist es nun eingetroffen und ebenso leicht lässt sich voraussagen, was als Nächstes kommt.

Der Nächste bitte!
Mit Portugal wird in weiteres, weniger bedeutendes EU-Land auf den Rettungstopf zugreifen müssen. Und daraufhin folgt mit Spanien ein ganz großer Brocken. Spätestens dann wird sich zeigen, wie sehr sich die deutschen Politiker tatsächlich der „Europäischen Idee“ verpflichtet fühlen und wie gut sie diese Interessen dem deutschen Volk verkaufen.

Denn es läuft nun alles auf eine „Transfer-Union“ hinaus. Ein Länderfinanzausgleich auf Euro-Ebene, bei dem die Bürger der starken Staaten ganz offiziell und permanent für Defizite der schwachen aufkommen müssen.

Entsprechende Pläne wurden immer dementiert. Der Lissabon-Vertrag schließt dies sogar aus. Doch war es für die Politik bisher ein Problem, die Dinge in Brüssel so hinzubiegen, wie es die europäischen Machthaber brauchen?
Die Macht des Kredits

Der Fall Irland zeigt gleichzeitig, wie man als Repräsentant des Euro-Establishments den Einfluss in „abtrünnigen“ Ländern erhöht, ja, ganze Staaten dem eigenen Diktat unterwirft. Es geschieht so, wie es die Inhaber des Geldmonopols immer getan haben. Man zwingt den Staaten Schulden auf und macht sich damit selbst zum Herrn im fremden Haus, schreibt Sparpakete vor und mischt sich massiv in die Politik des Landes ein.

Anders, als mit politischem Druck von höchster Ebene aus, lässt sich die Europäische Gemeinschaftswährung und mit ihr die Europäische Union in ihrer jetzigen Form auch kaum mehr halten. Der Euro ist eine Fehlkonstruktion, ein Auslaufmodell. Und man darf gespannt, wie lange Banken und Politiker die Illusion von Geldwert und Vertrauen noch aufrecht erhalten können.

Wenn die Blase platzt
Denn eins ist ebenso sicher: Früher oder später werden alle Euro-Schulden neu verhandelt. Der Zeitpunkt wurde gestern nur ein weiteres Mal in die Zukunft verschoben. Sollte der Fall Irland etwas Gutes beinhalten, dann ist es das Signal für Gold- und Silber-Anleger. Diese wurden erneut in ihrer Strategie bestätigt und haben noch ein wenig mehr Zeit erhalten, Geldvermögen in Sachwerte umzuschichten, bevor die Schuldgeld-Blase mit einem lauten Knall zerplatzt.

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Eingetragen von am 22. Nov. 2010. gespeichert unter Euro, Europa, Marktkommentare. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “Der Euro geht zugrunde, langsam aber sicher!”

  1. Der Euro geht unter- meinetwegen, je schneller um so besser.
    Für mich ist dieser Spuk abgehakt . In meinen Überlegungen und Planungen ist der Euro kein Thema mehr, der ist schon gestrichen- und wird entsprechend umgewandelt.-
    Sollte er dennoch bleiben, na ja, dann habe ich wenistens nichts verloren.
    Wie heißt es doch:“Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“.
    Sollte der Aufruf einiger Org. -aus Frankreich und vielen anderen Org.europaweit– zum Bankrun am 7 Dez. 2010 erfolgreich sein, dann dürfen sich aber einige warm anziehen.
    Wohl dem der vorgesorgt hat.
    Mir reicht das Kaspertheater, diese ewige Irritation, vor allem die Unfähigkeit der Mächtigen, das Rad zu stoppen. Sie alle- die können nur Geld drucken, als könnte man mit Benzin Feuer löschen. Wer jetzt noch nicht geschnallt hat, dass das Ganze ein ganz durchtriebenes, abgesprochenes Spiel ist und auch so gewollt ist, der könnte bald eines Besseren belehrt werden.
    Leute, lasst euch nicht verscheissern. Egal was läuft- jedenfalls ist da ein größeres Ding–im Gange– wir werden als Bürger die Dummen sein, die Gutgläubigen aufjedenfall.
    Rette sich wer kann, bevor uns das Fell abgezogen wird.Was Politiker derzeit zu finanzen und Wirtschaft sagen, kann man abhaken- es sind Lügenmärchen und die beginnen: Es war einmal…..

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  2. Bald wird sie kommen, die Euro-Währungsreform. Wie kann man nur so naiv sein, um soetwas nicht sehen oder erahnen können. Besonders die Deutschen sollten aufgrund ihrer Geschichte hier besonders sensible reagieren müssen. Die Wut über die verlorenen Lebensersparnisse wird grenzenlos sein. Die ganze Uebung betreffend Anschlagsserie dient nur einem Zweck, die Wut der Bevölkerung zu kanalisieren und um Unruhen zu verhindern. Nachher wird den Islamisten die Schuld in die Schuhe geschoben. Wetten ?

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  3. Vor ungefähr 10 Jahren habe ich im Radio eine Diskussion verfolgt, wo es darum ging, wie die riesigen Deutschen Sparvermögen, die „Unnütz rumlägen“, besser in den boomenden Immobilienmarkt investiert werden könnten. Es hiess, der Immobilienmarkt sei auch in Deutschland total unterbewertet. Den Fondsmanagern und Bankenschefs ging dieses viele Geld scheinbar nicht mehr aus dem Kopf und diesen zerbrachen sie sich darüber, wie man da dran kommen könne.
    Irgendwie meine ich, dass genau das mit vereinten, vor allem amerikanischen Kräften über verworrene Umwege gelungen ist und unsere Politik auch noch den Weg dafür freigemacht hat, als die Rotgrüne Regierung genau diese undurchsichtigen „Finanzprodukte“ aus Übersee, die vorher aus gutem Grund verboten waren, damals zugelassen hat! So konnte man den Deutschen Michl straffrei abzocken und die dummen, vertrauensseligen Rentner Reihenweise um ihr gespartes Geld bringen. Mein Pfuiteufl geht hier vor allem an die rotgrünen „Wegfreimacher“!

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