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Der Rechenfehler in der deutschen Krisenpolitik

Euro Banknote Spanien

Die europäische Krisenpolitik basiert auf falschen wissenschaftlichen Annahmen.

Die wissenschaftliche Kernstudie der deutschen Konsolidierungspolitik hat sich als fehlerhaft herausgestellt. Ein TV-Beitrag beleuchtet eine mehr als peinliche Panne, die von der Bundesregierung weiter ignoriert wird.

Sparen oder nicht sparen, das ist nach wie vor die umstrittenste Frage in der Staatsschuldenkrise. Unabhängig davon, dass es sich hier um ein systembedingtes Dilemma handelt: die Politik sucht sich gerne die passenden Expertisen zur Untermauerung ihrer favorisierten Politik. Mehr als peinlich aber, wenn sich nachträglich herausstellt, dass die Kernthese der europäischen Rettungspolitik auf einer fehlerhaften Studie basiert.

Das TV-Magazin Monitor legte kürzlich in einem Beitrag dar, dass der US-Ökonom Kenneth S. Rogoff in seiner auch von der Bundesregierung gerühmten Studie schwere Statistikfehler begangen hat. Die Sache ging durch die Medien. Rogoff und seinen Mitarbeitern unterliefen nicht nur einfache Fehler bei der Bearbeitung von Excel-Tabellen. Länder und deren Grunddaten wurden bei den Berechnungen einfach nicht berücksichtigt, weil sie offensichtlich nicht ins gewünschte Bild passten.

Rogoffs Studienergebnis lautete schließlich: Ein Schuldenstand von mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes hat negativen Einfluss auf die Wirtschaft einer Volkswirtschaft. Die Konsequenz lautete also auch für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: Sparen, was das Zeug hält.

Die Konsequenz: Das Spardiktat in den südlichen Euro-Ländern hat deren Wirtschaft förmlich abgewürgt. Der Konjunktureinbruch beförderte die Staatsverschuldung noch, dabei sollte sie mit den Sparmaßnahmen gesenkt werden.

In dem Beitrag wird der US-Professor Robert Pollin als Gutachter zitiert. Er habe nachgerechnet und sei zum Ergebnis gekommen, dass die Studie voller Fehler und deshalb nicht belastbar sei. Er bringt allerdings auch keine Beweise vor, dass überschuldete Krisenländer durch noch mehr Schulden aus der Krise kommen.

Ein starkes Stück war und ist die Sache dennoch. Schließlich beharrt die Bundesregierung weiter auf ihrer Konsolidierungspolitik. Sie sieht zu, wie die südlichen Krisenländer zunehmend in die Depression rutschen und ignoriert dabei, dass die man weiter mit fehlerhaften wissenschaftlichen Annahmen Politik betreibt.

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Eingetragen von am 19. Jun. 2013. gespeichert unter Deutschland, Europa, News, Politik, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

6 Kommentare für “Der Rechenfehler in der deutschen Krisenpolitik”

  1. Sparen oder nicht sparen, das ist NICHT die umstrittenste Frage in der Staatsschuldenkrise.
    Die Verschuldung hat Sinn und Zweck – die Versklavung und Manipulation der Menschen.
    Diese Krise ist geplant und gewollt. Wer das immer noch nicht kapiert hat, wird wohl jetzt sehr bald schmerzlich aufgeweckt.
    Wenn ein Dominostein angestoßen wird – und das wird er – stzt eine weltweite Kettenreaktion ein.
    Nur der benutzte Auslöser und der genaue Zeitpunkt sind ungewiss. Aber alles deutet noch auf dieses Jahr hin…..

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  2. Sparen war immer nur gut für die Familie und die Basis, auf der gearbeitet wird.

    Wenn Unternehmen sparen, dann nur, weil die Basis für das Kerngeschäft noch nicht vorhanden oder wieder zu schwach ist. Das ist noch NIE falsch gewesen.

    Wenn eine Privatperson spart, dann ebenfalls nur, weil die eigene Basis zu klein ist. Dies kann daran liegen, dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben oder der Anspruch des Einzelnen.

    Wenn ein Staat spart, dann nur weil, die Anzahl der Ausgabenfelder und die Auszahlungshöhen sich zu schnell verändert haben. Ein Staat sollte NIE sparen, da er die Grundlagen für das innerstaatliche Wachstum legt.

    In unserem Fall (Deutschland) ist es jedoch so, dass unsere Politiker, kein Interesse mehr an der innerstaatlichen Basis haben sondern alle Hände von Außerstaatlichen Organisationen bedienen wollen und durch selbst gemachte Verträge sogar bedienen müsse.

    Das ist m. M. nach Veruntreuung und Hochverrat am Staat und Volk.

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    • @Michel
      zwischen Sparen auf der einen Seite und exorbitanter Verschuldung liegen aber noch Welten.Natürlich soll der Staat nicht sparen und sich auch nicht Todsparen, aber hyperverschulden auch nicht.Für jeden Dollar an Wert den die USA produziert,werden fast 10 dollar Schulden gemacht.

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  3. Es ist in anbetracht der Tatsache so, dass wir Deutsche (Das Volk) weiter gemolken werden sollen, unter dem Vorwand „Wir müssten sparen“ !
    Doch im Grunde bräuchten wir nicht zu sparen, da das ganze Vermögen von uns Deutschen, an andere Länder der EU verpfändet wird, damit die EU – Politik Ihre Vorgaben erfüllen kann, um den Kabbalen den Weg für Ihr Vorhaben,(NWO) das uns alle Europäer betreffen wird, zu ebnen.

    Deshalb hat auch unsere, so genannte Bundesregierung (BRD-GmbH) kein Interesse für uns, „Dem Deutschen Volke“ etwas gutes zu tun, sondern unterstützt lieber noch einmal tatkräftig die humanitäre Hilfe, für die Opositionellen in Syrien, mit jetzt rund einer halben Milliarde Euro, für den Erhalt und deren Weiterführung von Krieg, aber hier in Deutschland die Hochwassergeschädigten mit einer Armutsabhilfe zu entschädigen, ist schon mehr als genug.

    Leute wacht doch endlich auf; merkt Ihr immer noch nicht dass Wir nur benutzt werden, damit diese Bande Ihre Interessen und die anderer aufrecht erhalten kann, auf Kosten von unserem Schweiß.

    Wir werden verraten, verkauft, ausgebeutet, enteignet und an die Kette gelegt.

    Wollen Wir das weiter zulassen, oder lernen Wir endlich von den Menschen, um uns herum, die schon auf den Straßen Miteinander gehen und etwas besseres im Sinn haben, als sich weiter diesem diktatorischen System unter zu ordnen ?

    Wir haben es doch selbst in der Hand für Deutschland, und ganz Europa, ja sogar für die ganze Welt, damit dieser Schwindel ein Ende hat und Wir alle wieder unsere Freiheit besitzen.

    Infos unter:
    http://reichsamt.info/

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  4. Was für uns gilt sollte für die anderen Staaten, in und außerhalb der EU auch gelten: Neuverschuldung nicht höher als das Wirtschaftswachstum, ausgeglichenes Import-/Exportverhältnis.

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