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Euro-Krise: Die Wahrheit kommt langsam ans Licht

Durchgesickert: Zahlreiche Euro-Wahrheiten sind nicht mehr zu verleugnen (Foto: Fotolia).

Plasberg, Illner, Maischberger: Nie wurde so offen über die Probleme der Euro- und Schuldenkrise diskutiert wie in diesen Tagen. Und so langsam sickern Wahrheiten durch, die die meisten Politiker und Ökonomen vor einem Jahr noch vehement bestritten. Doch immer noch fehlt der letzte große Schritt der Bekenntnis.

Wenn man die zahlreichen TV-Talkshows verfolgt hat, die zum Thema Euro-Schuldenkrise nun wieder im täglichen Rhythmus über den Bildschirm flimmern, dann muss man eines feststellen: Es herrscht mittlerweile weitgehend Konsens darüber, dass …

  • Griechenland seine Schulden nicht wird zurück zahlen können.
  • der Euro eine vor allem politisch gewünschte Währung ist, aber eine ökonomische Fehlkonstruktion.
  • Deutschland seinerzeit klare Zugeständnisse gegenüber den anderen Ländern machte (Aufgabe der D-Mark, „Europäische Integration“), um die Wiedervereinigung durchzusetzen.

Die Diskussion in den Medien wird mittlerweile so offen geführt, dass kaum mehr eingefleischte Euro-Protagonisten in den Sendungen zu finden sind. Gestritten wird vor allem noch darüber,

  • was der Euro-Ausstieg Griechenlands kosten würde.
  • ob nicht besser Deutschland die Euro-Zone verlassen sollte.
  • ob die Aufspaltung in einen Nord- und Süd-Euro sinnvoll wäre.
  • wie man die Gläubiger/Banken an einem Schuldenschnitt beteiligen kann und welche Folgen das hätte.
  • ob es sich hier um eine Euro-Krise oder eine Schulden-Krise handelt.

Man kann die Sache ganz einfach zusammenfassen. Wir haben es hier kurzfristig zu tun mit:

  1. einer Euro-Krise, denn wirtschaftlich zu sehr unterschiedlich leistungsfähige Volkswirtschaften wurden in einen gemeinsamen Währungsraum gepresst.
  2. einer Schuldenkrise, denn es gibt seit der Aufgabe des Gold-Devisen-Standards 1971 keine natürliche Begrenzung der Geldmenge und der öffentlichen Verschuldung mehr.

Wem nützt das Ganze?

Vor allem denjenigen, die das Monopol zur Geldschöpfung besitzen: die Notenbanken und die mit ihnen verhafteten großen Privatbanken.

Warum?

Je mehr Länder ein und dieselbe Währung verwenden, die ich selbst kreieren kann, desto größer ist meine Macht. Deswegen wurden und wird der Euro-Raum auch kontinuierlich erweitert. Die verborgene Strategie des Banken-Establishments: Die Regierungen werden zum Schuldenmachen animiert und mit Geld überschwemmt (Aufkauf von Staatsanleihen).

Das Ergebnis für die Schuldner:

  • Die Schulden-Staaten werden ihrer politischen Selbstbestimmung beraubt. Denn die Regierungen unterliegen klar einem fremden Diktat (dem Diktat des Geldes), wenn sie jetzt harte Sparprogramme durchführen und Staatseigentum veräußern müssen!

Das Ergebnis für die Gläubiger:

  • Unsagbarer Reichtum durch grenzenlose Geldschöpfung, Schulden-Initiierung, Förderung von Staatsbankrotten und späterer Tausch realer Werte („Akropolis“) gegen Schuldenerlass/selbstgeschöpftes Geld. Bricht das Geldsystem am Ende zusammen, dann besitzen die Gläubiger die realen Werte.

Klar ist auch, dass die politische Klasse von dem Geldsystem profitiert (z.B. schuldenfinanzierte Wahlgeschenke).

Fazit: Wer das Geld kreiert und Kredite vergibt, der hat die Macht. Dem kann es egal sein, wer die Regierung in dem kontrollierten Währungsgebiet stellt: in Anlehnung an ein überliefertes Zitat des Bankiers Mayer Amschel Rothschild (+1812).

Das Geldschöpfungsmonopol der Banken, das ist der Kern des Problems!

Gerne verweisen wir in diesem Zusammenhang auf ein MMnews-Interview mit Frank Schäffler, Bundestagsabgeordneter der FDP:

Wir sind gespannt, wie lange es dauert, bis sich auch zu dieser Wahrheit eine breite Mehrheit von Politikern und Ökonomen öffentlich bekennt.

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Eingetragen von am 19. Mai. 2011. gespeichert unter Banken, Euro, Europa, Hintergrund, Marktkommentare. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

12 Kommentare für “Euro-Krise: Die Wahrheit kommt langsam ans Licht”

  1. „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.“

    Jesus von Nazareth

    „Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut.“

    Silvio Gesell

    „The greatest tragedy in mankind’s entire history may be the hijacking of morality by religion.“

    Arthur C. Clarke

    Die Aussagen von wahren Genies bleiben für gewöhnliche Menschen unverständlich, und selbst den Gelehrten und ernsthaften Studenten können sie nur mit Mühe sinnhaftig werden:

    http://www.deweles.de/willkommen/cancel-program-genesis.html

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  2. Die Frage, ob Deutschland die Euro-Zone verlassen sollte, stellt sich doch nicht, denn sobald derartige Pläne bekannt werden, kollabiert die Gemeinschaftswährung innerhalb kürzester Zeit. Deutschland ist der größte Nettozahler und ohne Deutschland bricht Europa bzw. die Eurozone doch zusammen. Deswegen war es ja auch so wichtig, Deutschland innerhalb Europas so einzubinden, daß alle anderen von uns profitieren und wir weiterhin für die Grauen des 2. Weltkriegs auch heute noch büßen müssen, damit wir die Wiedervereinigung bekommen haben. Diesen politischen Deal sollen die Bürger auf ewig durch steigende Staatsverschuldungen und Abwertungen des erwirtschafteten Vermögens hinnehmen, nur damit es dem Rest Europas nicht ganz so schlimm ergeht.

    Auch eine Aufspaltung in einen Nord- und Süd-Euro ist nicht realisierbar, denn auch solche Pläne würden zu einer gewaltigen Kapitalflucht führen, die im armen Süden nur die armen Bürger zurücklassen würde, während die Reichen ihr Geld rechtzeitig vor einer Abwertung schützen würden. Dann hätten wir alsbald Revolten direkt vor unserer Haustüre und nicht nur in Afrika und ich hätte sogar Verständnis für die Menschen, die selber nichts dafür können, daß ihre Regierungen den Banken zugespielt haben. Eine neue Völkerwanderung können aber Länder wie Deutschland nicht mehr verkraften, denn es gibt hier nicht genügend Arbeit für all diese Menschen. Ergo müßte man die Grenzen sichern und was das bedeutet, will man sich gar nicht erst im Detail vorstellen.

    Eine Beteiligung der Gläubiger/Banken an einem Schuldenschnitt ist sehr unwahrscheinlich, da die Banken bei den europäischen Regierungen ein- und ausgehen und mehr Kontrolle über die Staaten haben als viele vielleicht ahnen. Ein Ackermann kommt doch nicht einfach so zum Frühstücken ins Kanzleramt. Wer das glaubt, dem kann man auch ein seit Jahren leerstehendes Gebäude im Osten als lohnende Investition andrehen.

    Wir haben eine Währungs- und Schuldenkrise. In Europe auf der Grundlage des Euro, in den USA auf Basis des Dollars, usw. Selbst China ist nicht sicher. Währungen müßten durch reale Werte abgesichert sein. Wer einfach mehr Geld drucken lassen kann, weil er klamm ist, der wird niemals begreifen, daß immer mehr Schulden keine Lösung sind.

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  3. Bailoutbefürworter Strauß-Kahn wird matt gesetzt, intensive Aufklärung über die Medien auf allen Sendern. Da kommt ganz kurzfristig was Entscheidendes auf uns zu, und keiner kann sagen, „ich hab‘ das nicht gewußt“.

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  4. Strauss-Kahn hat sich schon selber ausgeschaltet. Es spricht doch mehr dafür, daß er eine Frau vergewaltigen wollte als für die Verschwörungstheorie, daß ihm seine politischen oder sonstigen Gegner ein Bein gestellt haben. Das mediale Interesse ist natürlich riesig, inklusive der leider dabei auftretenden Vorverurteilung, denn es geht hier immerhin um den zukünftigen Ex-IWF-Chef und nicht um irgendeinen Verdächtigen. Er hat sich aber wohl selber aus dem Spiel genommen.

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  5. reiner tiroch

    Die gaudi mit Strauß-Kahn kommt Amerika sehr gelegen, weil es massiv von der pleite Amerikas ablenkt. Da wird über Griechenland und portugal gesprochen, doch weitere 13 EU-Pleiteländer wurden vom Markt ausgemacht. Japan ist mit 240% BIP ebnfalls und sogar verstrahlt am Boden. Die nutzlose Dauerretterei unserer blinden politiker in ihrem rettungswahn sind alle zu feige den Völkern die wahrheit zu sagen um hinterher völlig überrascht zu sein.

    1+
  6. Aus dem Artikel: „Doch immer noch fehlt der letzte große Schritt der Bekenntnis.“

    Richtig, ich habe die oben erwähnten Sendungen gesehen, und ein Satz hat leider gefehlt: Herr Henkel, Sinn und co. hätten mal ganz klar aussprechen sollen: „Der euro war ein riesen Fehler und ist ein desaster.“

    Man muss das so klar sagen, das sollte den Leuten klar werden. Dann kann man überlegen wie man aus dem Euro aussteigt.

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  7. Martin Fabian

    Ich schreibe seit 2002 (Euroeinführung) meine Arbeitszeiten auf und sammle nebenher meine Lohnzettel. Ich wollte einmal wissen wie sich der Euro im Wert verändert hat darum nahm ich zwei Fixgrößen.
    Arbeitszeit und Preis je Unze Gold
    2003 musste ich 30h arbeiten für 1 Unze gold 2010 schon 106h.
    Stundenlohn 2003 10,5€
    Stundenlohn 2010 11,01€
    der Stundenlohn hat sich geringfügig verändert

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  8. Oh Mann!

    Also wer seit 7 Jahren 10 EUR Stundenlohn bekommt UND davon in Gold investiert, ist echt ne ganz kleine Lampe.
    Ich will kein Gold kaufen, ich will leben und Brot. Ich will eine Gemeinschaftswährung und zahle dafür auch gern. Je mehr uns verbindet, desto seltener schießen wir aufeinander. Und ich meine jetzt nicht so einen Stuß wie „Leitkultur“. Wenn die Krise und der Untergang wirklich kommt, wie alle immer hier orakeln was dann? Ich würde lieber im Keller Zigaretten horten, dafür kriegt man dann (trotz Rauchverbot) im Zweifelsfall mehr als wie wenn man mit Goldbarren winkt…

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  9. Ok Matsen, dann zahle du auch für die Pleitestaaten, aber bitte aus eigener Tasche und lass die anderen damit in Ruhe, die nicht für fremde Völker blechen wollen. Du bist auf ein schönes Lügenmärchen reingefallen, nämlich Euro=Friede.

    Hatten wir zu D-Mark Zeiten Krieg? Oder eine Schulden- oder Währungskrise?

    Hör mir mit dem Euro auf …

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  10. @Matsen: Wer vor 7 Jahren angefangen hat regelmäßig in Gold zu investieren ist nicht ne kleine Lampe, er hat alles richtig gemacht. Und da Herr Fabian den Beitrag hier posten konnte, denke ich mal, dass er noch genug Geld für Brot übrig hatte, denn er konnte ihn ja noch tippen und ist zwischenzeitlich nicht verhungert :-).

    Und wenn Sie ein Fan der Gemeinschaftswährung sind und gerne dafür zahlen, dann geb ich Ihnen den Tipp für all Ihr Geld griechische Staatsanleihen zu kaufen. Dann kann nix mehr schiefgehn!

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  11. ein ungewöhnlich offenes Interview. Und das von einem fdp Politiker. Schaut ihm in die Augen – da ist die Angst schon zu sehen. Weil ein paar von denen nur zu gut wissen, dass es nicht mehr lange geht.

    wobei ich sehr gerne noch die ein oder andere Frage gehört hätte.
    z.Bsp.: Warum decken unsere Volksvertreter den Schwindel nicht einfach auf, und zwar umfassend.
    Sobald eine breite Bevölkerungsschicht die Zusammenhänge versteht verschieben sich automatisch die Machtverhältnisse. Dann wird der Druck der Massen so groß, dass sich die Selbstreinigung verselbständigt.
    Welche Macht hält sie davon ab?
    Qui Bono???

    Dann hätte doch die Politik wieder das Zepter in der Hand und wäre in der Lage eine neue Ordnung herzustellen.
    Dazu bräuchten wir dann halt auch noch richtige Volksvertreter.

    Stellt Euch doch mal das Szenario vor. Die Merkel macht eine Rede an die Nation und sagt: „Leute, Bürger, Untertanen – also Steuerzahler, ääähmm.
    Also, wie eine von mir beauftragte Expertenkommision festgestellt hat – wurden wir, also hat man uns – ääähmm – auch mich, seit Jahrhunderten mit der Kohle – also das mit dem Geld läuft eigentlich ganz anders – tja-jaaaaa – – – – – – – – und so haben wir uns Jahrhunderte lang über den Tisch ziehen lassen.

    Ein paar von uns wussten es – – – – – – – – – – – – ich auch.

    Aber ich durfte nix sagen – ääähmm. Und deshalb sage ich jetzt und hier – also sage ich – ganz bewusst – – – -wir müssen eine gemeinsame Lösung finden“.

    und dann fällt der erste Schuss….

    schönen Sonntag Ihr Lieben….

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