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Euro-Zone: 15 Prozent mehr Goldbarren und Goldmünzen verkauft

Folge der Euro-Krise: Europäer haben – anders als Asiaten – im zweiten Quartal mehr Gold gekauft.

Laut aktuellen Zahlen des World Gold Council ist die Goldnachfrage im zweiten Quartal weltweit um 7 Prozent gefallen. In den Euro-Ländern wurden allerdings mehr Goldbarren und Goldmünzen gekauft als vor einem Jahr.

Der World Gold Council (WGC) hat neue Marktzahlen veröffentlicht. Demnach ist die Goldnachfrage im zweiten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent gefallen. Weltweit wurden 990 Tonnen nachgefragt. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Quartal noch 1.065,8 Tonnen. Wertmäßig ist die Nachfrage jedoch mit 51,2 Milliarden US-Dollar konstant geblieben. Sie lag nur 0,7 Prozent unter Vorjahr.

In der Euro-Zone stieg allerdings die private Nettonachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen um 15 Prozent auf 77,6 Tonnen. Die Zahl lag damit 19 Prozent höher als im Durchschnitt der letzten fünf Quartale. Er beläuft sich laut WGC auf 65,2 Tonnen.

Das weltweite Goldangebot wird für das zweite Quartal 2012 mit 1.059,1 Tonnen beziffert,  6 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, laut WGC vor allem aufgrund geringerer Recycling-Mengen.

Weitere Erkenntnisse des WGC-Berichts für Q2 2012:

  • Durchschnitts-Goldpreis: mit 1.609,49 Dollar/Unze, 7 Prozent über Q2 2011
  • Schmucknachfrage: 418,3 Tonnen, 15 Prozent unter Q2 2011
  • Investment-Nachfrage: 302 Tonnen, 23 Prozent unter Q2 2011
  • Industrie-Nachfrage: 112,3 Tonnen, 5 Prozent unter Q2 2011
  • Die Schmuck- und  Investmentnachfrage in Indien fiel um 38 Prozent auf 181,3 Tonnen, die Investmentnachfrage ging mit 56,5 Tonnen um mehr 50 Prozent zurück, die Schmucknachfrage sank um 30 Prozent.
  • Chinas Schmuck- und  Investmentnachfrage fiel um 7 Prozent auf 144,9 Tonnen, die Gold-Investments sanken dabei um 4 Prozentauf 51,1 Tonnen, die Schmucknachfrage ging um 9 Prozent auf 93,8 Tonnen zurück.
  • Mit 157,5 Tonnen erreichte die institutionelle Goldnachfrage (Zentralbanken/Währungsinstitute) ein neues Rekordhoch. Sie fragten netto doppelt so viel Gold nach wie im zweiten Quartal 2011.
  • Institutionelle Goldkäufer deckten 16 Prozent der gesamten Goldnachfrage in Q2 2012 ab. Die größten Käufer waren die Zentralbanken von Russland, Kasachstan, Philippinen und der Ukraine.
  • Die weltweiten ETF-Bestände lagen nur 0,8 Tonnen unter Vorjahr

„Eine Schwäche in Indien und China, wo mehr als 45 Prozent der Schmuck- und Investmentnachfrage des zweiten Quartals her stammte, ist weitgehend für die schwächere globale Goldnachfrage verantwortlich“, erklärt Marcus Grubb, Managing Director, Investment beim World Gold Council.

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Eingetragen von am 16. Aug. 2012. gespeichert unter Gold, Goldbarren, Goldmünzen, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

4 Kommentare für “Euro-Zone: 15 Prozent mehr Goldbarren und Goldmünzen verkauft”

  1. Das kann ich mir gut vorstellen. Warten wir mal bis nach den Präsidentenwahlen in den U.S. Es kam zwar schon vor, dass Aktien schon während der Endphase des Wahlkampfs nachgaben. Ich kann mich aber des Eindrucks nicht erwehren, dass neben der Fähigkeit der globalen Unternehmen gutes Business überall zu machen, nicht doch ein wenig mehr Stützung der Indizies mitspielt. Schauen wir mal. Sollte sich der Trend der letzten 15 Jahre bestätigen und die Indizies laufen dem True Money Supply nach in der Praxis, sprich der Ausweitung der Geldmenge. Wie sollte Gold fallen? Dann wären Aktien schlichtes Papier, sind sie heute auch schon, will kaum jemand wahrhaben. Realwert ist etwas anders. Denn bitte was macht man mit den Anteilen an Produktionsanlagen – in den Garten stellen? Keine Sorge die ‚meisten‘ sind sowieso auf Lease Back … Grundstücke und Häuser die sind nicht mehr billig. Was passieren kann ist das man bald ein nettes Häuschen aus Teilen des Preisanstiegs bei Gold in der Vergangenheit kann erwerben nebst Lamborghini für die Grage und hat den inflationsbereinigten Wert des ursprünglich eingesetzten Gegenwerts trotzdem noch erhalten. Oder man wartet länger dann wird es ein kleines Schlösschen.

    0
  2. Umlandt Gerhard

    „Also ich bin entschieden dagegen, dat die Leute
    Gold und Silwa kaufen tun, wah!
    Wenn auch Sie ruhig schlafen und sich auf die
    Sonnenseite des Lebens stellen wollen, dann
    ordern Sie Merkel-Default-Swaps und legen mit
    Regierungs-Ausfall-Sicherungen einen sicheren
    Tanz auf dem Börsenparkett hin, wah.
    Schon die SED hat mir, als ich den Titel meiner
    Doktorarbeit auswendig sagen konnte, eine
    goldene Medaille geschenkt. Ick brauch kein
    Gold mehr!
    Ick werd´ auch wiederjewählt! Bestimmt, wah!
    Mit überlegenen Konzepten – das ganze Geld
    ins Ausland mit Deutschland totgespart –
    iss dat Ding schon jelaufen!
    Ausserdem hab ich jeden mit Hirn und Verstand
    schon lange in die Wüste geschickt!
    Ick habe den internen Beschluss durchgesetzt:
    wer Gold kauft, fliegt aus der CDU! Ick betrachte
    das persönlich als einen Hochverrat an mir und
    meine Politik perönlich, wah! Det is alles
    Verschwörungstheorie! Egal wie, ick regier mir
    da durch.“

    1+
  3. Langsam merken es die Menschen, dass alles andere nur ein Papierversprechen ist.Es gibt keinen anderen sicheren Hafen mehr auf dieser Welt als Gold.Wo soll ein Mensch denn sonst seinen Spargroschen unterbringen ? Komme mir keiner mit Aktien, Immobilien oder Konto im Ausland. Alles ist offensichtlich und kann jederzeit mit Abgaben, Steuern oder Anleihen vernichtet werden und zwar mit sofortiger Wirkung auch rückwirkend, da vom Staat unmittelbar darauf zugegriffen werden kann. Auch auf Auslandskonten, Auslands-Depots, und Auslandsimmobilien.
    Sicher, auf Gold auch, aber und das ist die große Ausnahme, es kann nicht unmittelbar darauf zugegriffen werden, da es eben nicht offensichtlich und nicht transparent ist. Gold kann lange warten, Papiervermögen dagegen nicht.
    Und somit ist und bleibt Gold der letzte Rettungsanker eines Menschen gegen staatliche Willkür.

    1+
  4. Umlandt Gerhard

    @anaconda

    Na, DAS will ich sehen, wie der Staat auf gut versteckte Goldbarren
    „zugreift“! Hat man sich schon mal überlegt, welchen ungeheuren
    Aufwand es bedeutet, einen gut versteckten Goldbarren in einer
    Wohnung oder einem Haus finden zu wollen? Die Möglichkeiten
    etwas zu verstecken sind bei etwas Phantasie endlos! Vom Kloabfluss,
    Fussboden, Einmauern, Einfrieren in Kühltruhe, in Waschmaschine
    (oder andere Geräte) eingebaut, von Garten und Grundbesitzern
    rede ich schon gar nicht!

    WER will das dann finden? Und unter welchem Aufwand?

    Das kann man vielleicht bei ein paar Leuten durchziehen,
    aber NICHT bei einem ganzen Volk!

    Ausserdem würde der Schuss sowieso nach hinten losgehen!

    Papiergeld würde in einer solchen Situation noch mehr
    entwertet und das Gold auf dem Schwarzmarkt noch teurer
    werden! Siehe Prohibition und Alkohol in Amerika.

    Und Gold verbieten? Dass ich nicht lache!

    Dass will ich sehen, wie die Schnapsnasen-Wucherer
    in Deutschland ihre Goldbarren abliefern!

    1+

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