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Ehemaliger EZB-Chefvolkswirt Issing rechnet mit Euro-Austritten

Aufspaltung des Euro: Eines der am heißesten diskutierten Themen im Rahmen der aktuellen Krise (Foto: Fotolia)

Der deutsche Volkswirt Otmar Issing äußerte sich diese Woche kritisch zur Stabilitätspolitik in Europa.

„Als ich für die EZB arbeitete, litt ich jedes Mal, wenn ein Land nicht die Kriterien erfüllte“, sagte Otmar Issing, Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bundesbank und der Europäischen Zentralbank diese Woche während einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Er äußerte scharfe Kritik an den Regierungen der Problemländer. „Griechenland hat betrogen, um rein zukommen und es ist schwierig, wie man mit Betrügern umgehen sollte“, so Issing.

Griechenland habe vor dem Euro-Beitritt vorgegeben ein Staatsdefizit von weniger als 1 Prozent des Brutto-Inlandsproduktes zu besitzen. In Wirklichkeit habe es nie unter den in den Maastricht-Kriterien geforderten 3 Prozent gelegen.

Zudem warnt Ökonom davor, dass Griechenland seine Schulden nicht wird vollständig zurückzahlen können, da das Land jetzt mit der Insolvenz kämpfe.

Issing kritisiert aber auch die Europäische Zentralbank und Vertreter der EU. Die Krise sei nicht unvermeidbar gewesen. „Es hätte bessere Kontrolle und Prüfung sowie mehr Sanktionen geben müssen“, meint er. Deutschland und Frankreich hätten dazu beigetragen, die Regeln aufzuweichen, da sie diese selbst gebrochen hätten.

Dennoch glaubt Issing, dass der Euro überleben wird, er wette jedoch nicht darauf, dass alle 17 Länder in der Währungsunion verbleiben werden. Ob er mit einem Austritt von Kern- oder Randländern rechnet, ging aus seinen Äußerungen nicht hervor.

Als ehemaliger Chefvolkswirt und Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (1998 bis 2006) war Otmar Issing maßgeblich am Entwurf der geldpolitischen Strategie in Europa beteiligt.

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Eingetragen von am 27. Mai. 2011. gespeichert unter Euro, Europa, EZB, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “Ehemaliger EZB-Chefvolkswirt Issing rechnet mit Euro-Austritten”

  1. Da ist Griechenland ja in guter Gesellschaft. Auch Täuschland hat am Anfang nicht die Kriterien erfüllt. Und es würde mich nicht wundern, wenn die Zahlen der BRD zu den Kriterien ebenso gefälscht sind wie die Arbeitslosenzahlen der Bundesregierung. Nur sind die Täutschen eben besser was das fälschen angeht. Im übrigen halten von allen EU Vasallen nur die wenigsten die Kriterien ein. Also was soll das ´Geheule?

  2. Das ganze EU Konstrukt ist mitlerweile pervers. Entmündigung und Kontrolle der Bevölkerung, bei gleichzeitiger Versklavung durch die Geldelite, geduldet und in die Wege geleitet über die Gesetzgebung, enstanden durch gekaufte Politiker. Geld ist macht, gibt es wirklich Leute die das immer noch nicht kapiert haben. Wir brauchen eine französiche Revolution, nur so kann man die Typen wieder los werden. Es werden zwar andere kommen, aber das dauert dann wieder etliche Jahre , eventuell sind die Menschen dann soweit es im Vorfeld gar nicht so weit kommen zu lassen, das sich andere solche Macht über den Staat und das Geldsystem aneignen.

  3. Helmut Josef Weber

    Wenn bis 2014 (EU-weit) die fälligen 3 Billionen refinanziert sind und hunderte von Milliarden neue Schulden entstanden sind, dann sehen wir weiter.
    Ich denke, dass die 168 Milliarden Aufstockung für den Rettungschirm schneller verbraucht sein werden, als die Bareinlage von 22 Milliarden eingezahlt werden kann/wird.
    Sein wir ehrlich: Jeder weiß, dass es in einem Desaster enden wird.
    Aber wir möchten alle noch vorher schnell unser kleines Vermögen retten, bzw. in Sicherheit bringen.
    Ich habe für die bald ungültigen Euroscheine 2009/10 Gold und Silber gekauft und Ihr?
    Auch Edelmetalle?
    Oder:
    Immobilien?
    Aktien?
    Wirklich gekniffen sind die kleinen Sparbuchbesitzer, die mit ihren fasst
    5 Billionen die Zeche bezahlen müssen; egal ob durch eine Währungsreform oder galoppierende Inflation.
    Die Anderen machen dann dort weiter, wo sie vor der Währungsreform aufgehört haben.
    Altes Spiel, neues Glück, neues Geld, neue Milliardengewinne und neue Boni.
    Und der geplünderte Sparbuchbesitzer schaut zu und versteht wieder einmal die Welt nicht mehr und legt ein neues Sparbuch an.
    Nach 2 bis 3 Generationen, wird er die Welt wieder nicht verstehen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

    • Absolut grandios geschrieben, Herr Weber. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Nur noch eine kleine Anmerkung. Falls wir wieder die gleichen Lumpen und Ganoven dulden, wie solche, die ihr Präsidentenamt von einem Zimmermädchen nicht unterscheiden können und solche die auf ein solches Amt aspireiren, obschon sie Amtsmissbrauch betireben haben (in dem Falle gilt allerdings noch die Unschuldsvermutung), werden wir keine bessere Welt schaffen!!!
      Die Interessen müssen klar entflechtet werden. Ich kann ja auch nicht ein halbes Duzend Jobs machen¨. Wie könnte ich da meine Arbeitgeber richtig vertreten? Aber in der Politik ist sowas (leider immer noch) möglich. Wie heisst es doch so schön: „Wessen Brot ich ess. . . . „

  4. http://www.bundesbank.de/statistik/statistik_zeitreihen.php?first=1&open=&func=row&tr=AV3712&showGraph=1

    „Die Ursache für das Sinken des Zinsfußes wird vorzüglich darin gefunden, daß die besonders rentablen Kapitalanlagen großen Maßstabes heute erschöpft sind und nur Unternehmungen von geringer Ergiebigkeit übrig bleiben. …Nur ein allgemeiner europäischer Krieg könnte dieser Entwicklung Halt gebieten durch die ungeheure Kapitalzerstörung, welche er bedeutet.“

    (Aus der Zeitschrift des Sparkassenverbandes, 1891)

    Kein vernünftiger (nicht religiös verblendeter) Mensch wäre dazu bereit, in einer fehlerhaften (kapitalistischen) Marktwirtschaft zu arbeiten, wenn er weiß, dass ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – unvermeidlich ist.

    Also wurde – durch die gezielte Programmierung des kollektiv Unbewussten – der Prototyp eines Kulturmenschen (Adam) erschaffen, der einigermaßen angstfrei in einer a priori fehlerhaften Makroökonomie überleben konnte, in der der Krieg der Vater aller Dinge war – bis zur Erfindung der Atombombe!

    Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich „Auferstehung“. Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:

    http://www.deweles.de/willkommen.html

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