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EZB-Chefvolkswirt Stark begründet seinen Rücktritt

EZB-Zentrale in Frankfurt: Geldpolitische Hardliner sind hier kaum mehr zu finden.

Er konnte die Politik der Europäischen Zentralbank nicht mehr mittragen. Das bestätigte der deutsche Ökonom nun gegenüber der Presse.

Zum Jahresende scheidet Jürgen Stark offiziell aus dem Direktorium der Europäischen Zentralbank aus. Seit 2006 gehörte der Ökonom dem engen Führungsgremium als Chef-Volkswirt an. Seine Kündigung am 9. September dieses Jahres kam für viele überraschend.

„Persönliche Gründe“ hatte er seinerzeit für seinen Abgang genannt. Nun erklärte er gegenüber Wirtschaftswoche die eigentliche Intention hinter seinem freiwilligen Ausscheiden.

„Da gibt es ein großes Thema, das dies begründet: dass ich nicht zufrieden bin, wie sich diese Währungsunion entwickelt hat“, so Stark gegenüber dem Blatt. Er kritisiert insbesondere den Ankauf europäischer Staatsanleihen durch die EZB. In ihrem Ziel, die Stabilität des Euro zu gewährleisten, sei die Zentralbank aber in vollem Umfang nachgekommen, meint Stark im Interview.

Neben dem ehemaligen Bundesbank-Chef Axel Weber galt Jürgen Stark als einer der letzten Hardliner im EZB-Rat. Um seine Nachfolge bewerben sich der Franzose Benoît Coeuré und der von der deutschen Bundesregierung protegierte Jörg Asmussen (Goldreporter berichtete).

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Eingetragen von am 17. Dez. 2011. gespeichert unter Banken, Deutschland, Euro, Europa, EZB, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “EZB-Chefvolkswirt Stark begründet seinen Rücktritt”

  1. Endlich mal einer, der sich traut, auszusprechen, daß die EZB unter Trichet sich in eine tickende Zeitbombe verwandelt hat.

    Die Finanzierung der Olivenländer ist halt nun mal partout nicht die ureigenste Aufgabe der EZB! Den Schrott, den sie da sukzessive eingekauft hat wird sie nie mehr los. Der kann nur noch abgeschrieben werden – auf Schrottwert!

    Das bedeutet für den Euro als Währung: ebenfalls Richtung Süden ! Alle sog. Rettungen gehen an der Realität vorbei. Das auszusprechen traut sich keiner, zumindest kein Politiker – außer Herr Schäffler, dessen grundsoliden Thesen außer mir weitere 8808 FDP – Mitglieder zugestimmt haben.

    • @Nearco
      Natürlich sehen Sie das als Finanzprofi so. Aber bedenken Sie doch, dass hinter dem Olivenbauern Menschen stehen, welche hart arbeiten und gar nichts dafür können, dass die Regierungsvertreter in ihren klimatisierten Büros alles vermasselt haben. Diese Bauern haben sich vielleicht etwas gefreut,dass es ihnen ein wenig besser ging in der EU. Wer kann es ihnen verdenken ?
      Die Bürger, auch die griechischen, können doch nichts dafür. Die müssen es jetzt nur ausbaden. Und die, die das zu verantworten hatten, haben ihr angereichertes Vermögen längst im Ausland versteckt und hinterlassen nun verbrannte Erde.

  2. Euro gegen Süden? Ich muß Euch mal enttäuschen! Euro ist eine schwache Währung. Die anderen Schwachwährungen sind Dollar,Yen usw.
    Daher kann von Schwäche von Euros nicht geredet werden!

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  • SilverSurfer: Nun ja, dass man eine neue Krise bekommt muss man halt erst mal die Zinsen anheben. Daraufhin kippt die...
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