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Finanz- und Schuldenkrise: DAS ist alles nicht normal!

Businessman yelling at black bear on cliff with sky cloudscape

Alle verrückt geworden! Wie lange lässt sich der Bär noch aufhalten?

Alles spielt an den Finanzmärkten verrückt. Geld- und Finanzpolitiker haben eine Richtung eingeschlagen, die so weit von der ökonomischen Rationalität entfernt ist, dass sich ein unkontrollierter Crash kaum mehr verhindern lässt.

Kann das gut gehen? Sicher nicht! Die Geld- und Finanzpolitik hat in den vergangenen Jahren einen Weg eingeschlagen, der dem gesunden Menschen- und Ökonomen-Verstand eklatant widerspricht. Alle und alles spielt verrückt – allen voran die Zentralbanken, Politiker und Investoren folgen auf dem Fuß.

Verrückte Aktienmärkte
Die Aktienkurse steigen dann, wenn es schlechte Konjunktur-Nachrichten hagelt, insbesondere aus den USA. Der Grund: die Erwartungen, dass die Fed ihre Nullzinspolitik noch länger fortführt und mit selbstgedrucktem Geld die Märkte weiter hochkauft.

Verrückte Geldpolitik
Die Europäische Zentralbank glaubt, mit immer mehr immer billigerem Geld die gesamtwirtschaftliche Nachfrage beleben zu können, kauft problematische Finanzwerte und Staatsschulden auf, nimmt von Geschäftsbanken Wertpapiere minderer Qualität an, lässt die griechische Zentralbank über ELA-Kredite direkte Staatsfinanzierung betreiben und behauptet hartnäckig, sie handele innerhalb ihres Mandats.

Verrückte Risikoprämien
Die Wirtschaftskrise in Ländern wie Spanien, Italien und Portugal hält unvermindert an. Die Schulden dieser Länder sind höher als vor Beginn der Krise und die Bonitätsnoten der großen Ratingagenturen deutlich niedriger. Dennoch müssen diese Staaten für 10-jährige Staatsanleihen am Markt nicht mehr als 1,5 Prozent an Zinsen zahlen. Ausfallrisiken werden schlichtweg ignoriert.

Verrückte Zinspolitik
Die Europäische Zentralbank belegt Geschäftsbanken mit negativen Zinsen, wenn diese Geld als Sicherheit zurücklegen. Einige Großbanken reichen diese Negativzinsen bereits an Privatkunden weiter. Sparen wird bestraft. Auch wer sein Geldvermögen nur erhalten möchte, muss höhere Risiken eingehen als jemals zuvor. Denn der negative Realzins lässt den Wert des Ersparten auf dem Konto Monat für Monat schrumpfen. Die Altersvorsorge steht für viele auf dem Spiel.

Verrückte Rettungspolitik
Obwohl Griechenland spätestens seit 2011 Pleite ist und seine Schulden nie wieder zurückzahlen kann, wird schlechtem Geld immer noch mehr gutes Geld hinterhergeworfen, um das Land unter allen Umständen im Euro zu halten. Und gegenüber dem Steuerzahler spielt die Politik die Kosten und Risiken dieses finanziellen Himmelsfahrtkommandos permanent herunter.

Verrückter Goldpreis
Obwohl der weltweite Schuldenstand unaufhörlich steigt, die Zentralbankbilanzen weiter anwachsen, die Geldhaltung immer weniger Vorteile bietet, Sparer systematisch enteignet werden und die physische Goldnachfrage kaum nachlässt, ist der Goldpreis in den vergangenen drei Jahren um fast 40 Prozent gefallen.

Es gibt noch zig weitere Aspekte, die an dieser Stelle aufgeführt werden könnten. Warum passiert das alles? Weil die Politik glaubt, heilende Marktmechanismen einfach ausgeschalten zu müssen. Keine Bank und kein Staat darf Pleite gehen. Das gescheiterte Geldsystem wird künstlich am Leben erhalten.

Man spielt stattdessen permanent auf Zeit, weil niemand der Verantwortlichen sich traut, mit der Wahrheit herauszurücken: Die Welt hat zu lange auf Pump gelebt. Die Finanzvermögen (und damit auch die Schulden) sind zu schnell und zu stark gegenüber der Realwirtschaft gewachsen. „Normalität“ tritt erst dann wieder ein, wenn hier ein Gleichgewicht hergestellt wird. Und dazu muss einiges an Finanzvermögen vernichtet werden, denn reales Wachstum ist mit Geld alleine nicht zu erreichen.

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Eingetragen von am 7. Apr. 2015. gespeichert unter Banken, Europa, Marktkommentare, News, Politik, Währung, Welt. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

28 Kommentare für “Finanz- und Schuldenkrise: DAS ist alles nicht normal!”

  1. Und was schlagen Sie vor?
    Alles Ersparte auf dem Kopf hauen?

    Ihre Meinung würde mich sehr interessieren.
    Gruß

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    • reiner tiroch

      wer kann, der sollte seine Schulden zahlen, denn diese bleiben zu 90% !!! wer was übrig hat soll sich kaufen was er braucht. ist das Geld erst verreckt, bleibt keines mehr, Schulden bleiben, und Geld für schöne Dinge…. pustekuchen.

      0
  2. der Artikel ist im Großen und Ganzen o.k.
    Man sollte nur nicht glauben, dass Drahgi ein Idiot ist. Er ist nicht blöd, sondern ein „Schlitzohr“. Er war Direktor bei GS. Er weiß genau, was er tut. Er weiß genau, dass demnächst die große „Ernte“ für die Großbanken ansteht und die Kleinsparer ihr Klein-Vermögen verlieren (eigentlich haben sie es schon verloren, sie wissen es nur noch nicht).
    „Die Europäische Zentralbank glaubt, mit immer mehr immer billigerem Geld die gesamtwirtschaftliche Nachfrage beleben zu können…“ Nee, das glauben die nicht, aber irgendwas muss man dem dummen Volk doch erzählen.
    Das Hinauszögern der Insolvenz dient doch nur dazu, dass die Großbanken ihre „faulen“ Anleihen los werden. Die EZB kauft sie ihnen ab.
    Die Aussage „Die Welt hat zu lange auf Pump gelebt“ ist auch nicht ganz korrekt.
    Das Grundproblem ist das Giralgeld. Private Banken dürfen „Geld schöpfen“, oder klarer ausgedrückt, >>Geld erfinden. Viele Banken haben Eigenkapitalquoten von 2 … 3 Prozent, d.h. 97 .. 98 Prozent der verliehenen Geldes existieren gar nicht, sind nur erfunden. Und mit diesem Geld lässt sich trefflich spekulieren.
    Die Lösung ist das Vollgeldsystem von Irving Fisher, bei dem keine Bank (außer Zentralbank und die nur staatlich) berechtigt ist, Geld zu erfinden (siehe http://www.monetative.de).

    0
    • „Das Hinauszögern der Insolvenz dient doch nur dazu, dass die Großbanken ihre “faulen” Anleihen los werden. Die EZB kauft sie ihnen ab.“

      Sehr richtig erkannt, das ist das sogenannte Griechenlandprinzip. Waren 2008 die griechischen Anleihen noch zu fast 100 % in privaten Händen, sprich: Banken, Hedgefonds etc. so ist es nun genau umgekehrt. Durch die „Hilfsprogramme“ hat man die totale Umschichtung vorgenommen.

      Nun läuft das ganze europaweit unter der Schirmherrschaft der EZB bis 2016, ein ambitioniertes Vorhaben. Bis dahin muss der Dampfer noch irgendwie über Wasser gehalten werden mittels hochkrimineller Machenschaften unter Ignorierung aller in der Vergangenheit geschlossenen Verträge. Sollte doch jemand Bedenken haben, öffnet sich pötzlich ein Fenster, steht ein Schneepflug auf der Rollbahn oder das Leben macht plötzlich keinen Spaß mehr und man scheidet sonstwie aus Selbigem.

      In der Zwischenzeit retten sich die Reichen mehr oder weniger unbemerkt in Sachwerte, Stiftungen und Fluchtburgen.

      0
    • Rischdiiisch,
      ich sage es gern immer wieder.
      Die Erzählungen der EZB, man wolle den Euro nur „retten“ und „gesunde Inflation erzeugen“ und „die Wirtschaft beleben“ sind schamlose Lügen von Verbrechern, die GANZ GENAU wissen, was sie tun.
      Aber ganz genau.

      Noch mal: es scheint der Plan dieser Kreaturen zu sein, einzelne Länder und dann die Eurozone hochgehen zu lassen, sobald sie Mehrheitsgläubiger sind und den ganzen Schrott den banken abgenommen haben.

      Teuflisch. Erst waren es „die Märkte“, die gegen die Südländer gearbeitet haben, sprich die Ratings wackelten, die Renditen gingen hoch, denn auf einmal entdeckten „die Märkte“ dass einige Staaten womöglich zahlungsunfähig werden könnten.

      Da bestand noch großes Risiko für die „Finanzelite“ (und auch in kleinerem Maße für uns Kleinsparer und Altersvorsorger…)

      Also hat die EZB den laden übernommen und schindet jetzt Zeit.
      Wenn sie mit dem Job fertig ist, geht die Sch***e wieder los.

      Dann gehen die PIIGS in die Knie – und der Gag: auch BRD, NED, AUT, FI, etc., weil wir ja schließlich BÜRGEN.

      Nie vergesssen,
      wir sind StaatsBÜRGER.
      Und den Bürgen muss man würgen, gelle

      Insofern stimme ich hanny zu: das alles wird böse enden

      0
      • hallo maß-voll,

        gut analysiert, bis auf den Schluß, wir sind keine Staatsbürger in der BRD, sondern „Bewohner in einem Bundesgebiet“ siehe GG Artikel 25, letzter Satz
        uns gehört eigentlich sowieso nix, Kriegsgefangene haben kein Recht auf Eigentum, bitte selbst prüfen.

        0
  3. 0177translator

    @V. Penke
    Ich weiß was !!! Ich weiß was !!!
    Wir nehmen alle unseren Schotter und geben ihn den griechischen Trojanern. Wegen Adolf, Du verstehst schon.
    „Drei mal drei ist sechs wide wide witt und drei macht neune, ich rechne mir die Welt, wide wide wie sie mir gefällt.“
    Offenbar hat man nicht nur bei der Übersetzung von Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ ins Griechische einen Übersetzungsfehler gemacht.
    So oder so, wer jetzt kein Edelmetall oder irgendwas anfaßbar solides hat, dem ist nicht zu helfen. Der Zug ist abgefahren.

    0
    • @0177translator,dann will ich aber auch eine Insel mit Negerhütten und schwarzen Weibern in Baströckchen!Auf nach Takatuka,du bist dann Blut Sventje und ich Messer Jockel!

      0
  4. Was seit einiger Zeit sehr „in“ ist,sind minen und em Lagerstätten.
    Als ob die großen Investoren ein sicherers wissen haben, dass der preis fürs em bald lohnender wird.

    Eine gute Mine zu besitzen, DAS ist doch mal ein Sachwert!

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  5. das Alles wird böse enden !!!

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  6. zu @ego: Ganz schlimm, welchen Unsinn Sie hier als Fazit verbreiten! Zentralbanken sind sozialistische, markt- und menschenverachtende Organisationen u. gehören ersatzlos abgeschafft.

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    • ;) ruhig lauter@CuiBono!Es sind Massenvernichtungswaffen!

      0
    • Ganz so einfach funktioniert das Finanzsystem nicht. Beim Geld muss man immer nachjustieren können, wenn z.B. das BSP steigt. Dann sollte in gleichem Maße auch die Geldmenge steigen, sonst gibt es Deflation (Geldknappheit). Wer sollte sonst nachjustieren?
      Da die monetative Gewalt eine eigenständige Gewalt darstellt, sollten die Zentralbanker direkt vom Volk, unabhängig von dem Parteien-Kasperletheater, gewählt werden. Die nationalen Zentralbanken müssen unabhängig von Politik, von Banken und Wirtschaft agieren. Sie sind ausschließlich der Geldstabilität und dem Volk verpflichtet. Einflussnahme von Wirtschaft solle grundsätzlich untersagt sein. Und genau das sollte in der zukünftigen (deutschen) Verfassung verankert werden. (Irgendwann muss sie ja mal kommen. Spätestens, wenn die USA auf dem Bauch liegen.)

      @CuiBono
      Definiere bitte Sozialismus….

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      • @Ego,das NACHJUSTIEREN ist es gerade!Das ist des Teufelswerk!Stell Dir mal vor ,jeder Baum in der NATUR wird „nachgeschönt“,was würde passieren?Sie würden krank und faulen!So ist das auch mit der Wirtschaft,diese gedeiht von alleine,und sie reduziert sich von selbst!So wie die NATÜRLICHE KOSMISCHE KRAFT es überall im Universum vorsieht!Nachjustieren führt zu Fehlern,zu Krieg und unnötiges Leid!SOZEN ignorieren sowas,das nennt man dann SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT!

        0
        • @Heiko
          Das Finanzsystem ist nichts natürliches, sondern rein ökonomisch bzw. mathematisch. >Eine NATÜRLICHE KOSMISCHE KRAFT soll die Geldmenge regulieren? Soll das ein Witz sein?
          Finanzwesen sollte ausschließlich dem Warenaustausch dienen und dazu muss die Geldmenge der Warenmenge (zur Vereinfachung lassen wir die Werte weg) in etwa entsprechen. Wenn die Geldmenge nicht der meist wachsenden Warenmenge angepasst wird, werden die Waren immer teurer bis sie zum Schluss keiner mehr bezahlen kann.
          Wer also vermehrt die Geldmenge, ersetzt die Geldmenge, die innerhalb des Geldumlaufes verschwinden (Verbrennen, Zerfetzen u.a. Verlustarten) und wer berechnet den Zuwachs des BSP? Wer soll das alles machen, wenn nicht eine Zentralbank? Die Natur …????? :-)

          Kriege werden nicht vom Finanzwesen finanziert, sondern von Großbanken. Der 1.WK wurde hauptsächlich von der Warburg-Bank und der 2.WK von J.P.Morgan-Bank (siehe Buch „Wall Street und der Aufstieg Hitlers“) finanziert. Um den 1.WK zu finanzieren, musste der damals noch geltende Goldstandard 1914 aufgelöst werden. Mit Beibehaltung des Goldstandard wäre der 1.WK nicht finanzierbar gewesen. So viel Gold war damals nicht flüssig. Also hat man den Goldstandard aufgelöst und fleißig Geld erfunden, so wie heute. Abgesehen von Waffenherstellern haben Kriege mit Wirtschaft fast gar nichts zu tun. Sie sind meistens ziemlich zerstörerisch.
          Der Begriff soziale Marktwirtschaft ist Unsinn. Marktwirtschaft ist nicht sozial. Es gibt marktwirtschaftliche Grundgesetze, die eingehalten werden müssen. Das sozale Element wird durch die Politik mittels Gesetze der Wirtschaft aufgesetzt, die Wirtschaft wird politisch kanalisiert. Die Politik kann diese Kanalisierung auch wieder zurücknehmen, wie wir es derzeit gerade erleben und dann spüren wir wieder die „Freie Marktwirtschaft“. Ob sozial oder frei, das entscheiden die Politiker oder besser die Gesetzgeber, nicht die Wirtschaft. Jeder versucht nur, die sich ergebenden Grenzen auszuschöpfen und manchmal auch noch darüber.

          0
          • Super ausgedrückt, EGO.
            War es damals nicht auch schon so, daß die Fürsten zyklisch „ihre“
            Münzen (die sie auch selbst geprägt hatten) wieder einsammelten, einschmolzen und durch neue ersetzten ?
            Auch eine Form „Zentralbank-mäßig“ die Geldmenge zu regulieren.

            Auch darf das „böse“ Zinssystem nicht vergessen werden, die eine „Regulation“ der Geldmenge „unterwandert“, weil die „durch Verleihen“ dafür „sorgt“, daß z.B. aus „10“ – „11“ wird obwohl aber nur 10″ vorhanden sind… (stark vereinfacht ausgedrückt)

            0
          • Hallo EGO,

            es tut mir ja sehr Leid aber ich muss Ihren Ansichten leider deutlich widersprechen.
            Sie sagen die Geldmenge muss ca. der Warenmenge entsprechen und deshalb stetig angepasst werden.
            Dies ist nicht ganz richtig. Es stimmt zwar dass man (als Beispiel) mit nur 1 Geldeinheit (GE) schlecht einen Austausch von 10 Waren-/Dienstleistungseinheiten (WDE) bewerkstelligen kann, allerdings gibt es keine Probleme ob ich für 10 WDE nun 1.000, 10.000 oder 9.999.999.999.999 GE verwende.
            Denn der Wert des Geldes passt sich entsprechend an (oder umgekehrt, der Wert der Güter, je nach Sichtweise).

            Zu Ihrer Fragestellung:
            Zitat: „Wer also vermehrt die Geldmenge, ersetzt die Geldmenge, die innerhalb des Geldumlaufes verschwinden (Verbrennen, Zerfetzen u.a. Verlustarten) und wer berechnet den Zuwachs des BSP? Wer soll das alles machen, wenn nicht eine Zentralbank?“
            Ich denke die Frage sollte nicht lauten „wer…?“ sondern „Ist es überhaupt notwendig?“.

            Ganz richtig haben Sie erkannt dass es vor dem 1. WK einen Goldstandard gab (und zum Teil auch noch/wieder bis zum 2. WK) und dieser für die Rüstungsproduktion aufgegeben wurde um „alles finanzieren zu können“. Das ist ebenfalls korrekt. Hier wurde somit eine starke Inflation in gang gesetzt was einer (versteckten) Sondersteuer gleichkommt. Die Rüstungsproduktion hätte auch mit dem Goldstandard hochgefahren werden können aber da man hier direkt und sehr stark hätte besteuern müssen wäre das Volk davon natürlich wenig begeistert gewesen im Gegensatz zur Inflation wo die Auswirkungen nur indirekt zu spüren waren (Vergleiche hierzu Schwarzmarktpreise und (per Preisbindung festgesetzte) offizielle Preise).
            Siehe hierzu auch:
            „Verdeckte Hyperinflation. Die Zerstörung des Geldwesens durch die Nationalsozialisten“
            http://www.misesde.org/?p=8075
            oder als Video:
            http://www.misesde.org/?p=8239

            Weiter geht’s zum Thema „benötigte Geldmengenausweitung“.
            Wie bereits geschrieben gab es vor dem 1. WK einen Goldstandard.
            Nun zum Punkt:
            Wenn es hier einen Goldstandard gab und die Geldmenge der Gütermenge angepasst werden müsse, wie konnte es davor im 18. und 19. Jahrhundert zur „industriellen Revolution“ kommen?
            Hier ist die Gütermenge stark angestiegen, die Geldmenge ist aber (nahezu) konstant geblieben.
            Dies ist kein Wiederspruch, denn man kann (fast) jede beliebige Gütermenge mit einer (fast) beliebigen Geldmenge abdecken.
            Was sich ändert ist nur das Tauschverhältnis von GE zu WDE.
            Problematisch ist diese Verhältnisänderung für die Wirtschaft allerdings nicht (es sei denn die Veränderung ist sehr plötzlich und stark, dies ist aber nur durch direkte Währungsmanipulation möglich und kommt auf einem Freien Markt so nicht vor, als Beispiel kann hier die Demonetisierung von Silber angeführt werden).

            Weiterhin möchte ich mich zu Ihren Ansichten der „sozialen Marktwirtschaft“ äußern.
            Ich stimme in so fern mit Ihnen überein das der Begriff „soziale Marktwirtschaft“ Unsinn ist. Denn hier müsste auch erst einmal der Begriff „sozial“ definiert werden, momentan wird dieser für alles mögliche missbraucht.
            Die Aussage das „das soziale Element durch die Politik mittels Gesetze der Wirtschaft aufgesetzt“ wird, halte ich für sehr fragwürdig.
            Hier wären wir wieder bei der Definition was man unter „sozial“ versteht.
            Es wir Geld umverteilt (durch Steuern und „Sozialausgaben“) und Sparguthaben durch Inflation entwertet (Begünstigung von Schuldnern).
            Allerdings werden die Steuern ja (meist) nicht freiwillig oder zumindest ungern bezahlt.
            Das heißt man enteignet hier Menschen unter Androhung von Gewalt/Freiheitsentzug (Zahl Steuern oder du kommst in den Knast) Ihres Vermögens.
            Eine gewaltsame Enteignung unter Androhung von Gewalt und die Umverteilung der Vermögen dieser Personen erachte ich nicht als sozial, geschweige denn als moralisch zu rechtfertigen.

            Zu Ihrer Aussage „[…] dann spüren wir wieder die “Freie Marktwirtschaft”.“ bleibt zu sagen dass wir bei weitem keine freie Marktwirtschaft haben. Die Wirtschaft wird drangsaliert mit unzähligen Regulierungen und Vorschriften (und nur der kleinste Teil sind sinnvolle bzgl. Umweltschutz oder ähnlich positives). Ja nicht einmal die Grundlage des freien marktwirtschaftlichen handelns ist frei wählbar: das Geld!

            Ich würde gerne ausführlicher schreiben aber leider ist meine Mittagspause vorbei.

            Ich möchte dir hier jedoch noch die Internetseite des Ludwig von Mises Instituts Deutschland empfehlen.
            http://www.misesde.org/
            Hier findest du gute, kurze und (meist) auch interessante Aufsätze bzgl. Ökonomie/Marktwirtschaft.

            Grüße

            AdrienH85

            0
            • Hallo AdrienH85,
              ich hab mir gerade misesde.org (österreichische Schule) angeschaut.
              Die haben da auch das Island-Vollgeld-Projekt in der Mangel.
              Nur die Gegen-Argumentation von Herrn Polleit und Marquardt ist nicht ganz schlüssig.
              Unter Ad (2): Die Vollgelderweiterung soll durch Güter abgedeckt werden. Das ist Quatsch. Aber der Staat benötigt ständig Geld für Straßenbau, Brückenbau, Schulen, Universitäten usw.
              Das Geld, das durch die Zentralbank geschöpft wird, kann doch dem Staat für diese Infrastrukturmaßnahmen zinslos zum Verbrauch zur Verfügung gestellt werden. Resultat: Der Bürger brauchte weniger Steuern zu bezahlen und die Geldmenge stimmt immer mit der Warenmenge überein. (Unter der Maßgabe, dass die Zentralbank nur den BSP-Zuwachs neu schöpft.)
              Das Brötchen kostet immer 30 Cent, die Milch immer 1 Euro, das Auto immer i.M. 20.000 Euro usw. Keine Inflation … wäre das nicht herrlich?

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  7. Naja….das bestehende System ist nicht „an sich“ schlecht. Es wurde/wird nur missbraucht und die regeln werden missachtet.

    Angefangen hat der Spaß ja mit der „laxen“ Kreditvergabe in großer Zahl, von us banken,in einem apokalyptischen Ausmaß, an eindeutig nicht kreditwürdige private….was natürlich Absicht war, es SOLLTEN „toxische papiere“ erzeugt werden.
    DAS war die Abrissbirne unseres Systems…der rest war/ist nur die folge daraus…bzw das,was man daraus formte…
    Insofern ist das System selber nicht das Problem, sondern ALLEIN die Akteure.

    Es stehen —überall— große Veränderungen an….

    0
  8. ..eigentlich wollte ich hier ja nichts mehr mitteilen (nachdem etliche meiner Posts ohne Kommentar gelöscht wurden).

    Jetzt jedoch, diese Stimmung, selbst hier, lässt mir dazu Anlass, zu bestätigen, dass eine Menge von Menschen in diesem Land zwar mitbekommt, was abläuft, jedoch – und das stimmt mich traurig – aufgegeben hat. Gerade heute habe ich mit einer sehr befreundeten Familie (ca. 70-jährig) über die Situation, den Glaubenskrieg (hier) und die Politik zu reden.

    Diese älteren Menschen sind voller Hoffnungslosigkeit, ohne Glauben und wünschen sich eher das Sterben, als weiter so in diesem Land noch weiter leben zu müssen. (übrigens, beide ü. 45 Jahre hart gearbeitet und heute sog. Grundsicherer). So what!

    0
  9. Alles was hier am 7. April geschrieben wurde macht Sinn!

    0
  10. Zum Thema ‚Verrückter Goldpreis‘ finden sich aktuell durchaus glaubhafte
    Hinweise und Quellen, welche in Richtung Zentralbanken zeigen, um den
    ehemals ‚Sicheren Hafen Gold‘ als ‚unattraktiv‘ aussehen zu lassen,
    um die breite Masse vor einem Investment in EM abzuschrecken:

    es verwundert nicht, daß vom ‚Gold Anti-Trust Committee‘ (GATA) ein
    als ’secret‘ eingestufter IWF-Report veröffentlicht wurde, in dem
    die Zentralbanken vom IWF zur Manipulation des Goldpreises aufgefordert
    werden, um das Fiat-Geldsystem zu unterstützen.
    ( google mit:
    ‚Secret IMF report: Hide gold loans and swaps for market manipulation‘).

    Viel deutlicher zum Thema „Goldpreis-Manipulation“ durch die Zentralbanken
    äußert sich das Vorstandsmitglied und ‚Chief Executive‘ Ruth Crowell der
    Londoner LBMA-Goldbörse in einem bemerkenswerten Bericht vom 30. Januar 2015 an die Bank of England (BOE) zum Thema
    „Fair & Effective Markets Review“
    , was in etwa „Bericht über ehrliche und wirksame (Finanz-)Märkte“
    bedeutet (hört, hört !)

    In dem Bericht beschreibt die LBMA-CEO-Chefin R. Crowell ganz offen,

    „…that Central Banks use “tools” such as gold leasing, gold loans and
    gold swaps in order to “manage“ gold market liquidity“,

    übersetzt:
    daß …die Zentralbanken Werkzeuge verwenden, um den Goldmarkt zu ‚beeinflussen‘, z.B.
    durch ‚GOLD LEASING‘, ‚GOLD ANLEIHEN‘ und ‚GOLD SWAPS‘ (Gold-Wechsel/Tausch),
    z.B. wie vor kurzem berichtet zwischen den Wallstreet-Banken und Venezuela).

    Damit erklärt sie ganz offen, daß die Zentralbanken alle Währungen, Finanz-
    Märkte und auch Edelmetalle manipulieren.

    Positionsbestimmung:
    wir befinden uns alle HIER: im Segelboot…

    0
  11. @goldminer

    In diesem boot sollte man gut rudern können :D

    0
  12. InGoldwetrust

    Dass sich „das Volk“ vom Bashing abhalten lässt, EM zu kaufen, mag ein für die ZB angenehmer Nebeneffekt sein, wichtig scheinen die Instrumente die sie erfolgreich anwenden, in erster Linie dafür, selbst günstig kaufen zu können.

    0
    • @InGoldwetrust
      Alle Märkte sind heute hochmanipuliert und bar jeden Wertes (siehe http://www.macrotrends.net/). Aktien/Anleihen seit 6 Jahren im Dauerboom, dagegen alles Werthaltige (Öl, Gold, Grundbesitz) runter … der Dollar im letzten Hoch bevor er auseinanderfliegt ;))
      Das Gold wird über die Jahre NUR je nach Bedarf rauf- oder runtergebascht wie das US-Finanzkaliphat es gerade will … weitab von Fundidaten und sogar physischer Nachfrage (siehe Rekorddifferenz weltweit Goldangebot- u. Nachfrage 2013) ;))

      0
  13. UND?
    Was glaubt ihr, sollten sich immer die gleichen Leute hier und in anderen Kommentarspalten die Finger wund schreiben mit immer den gleichen Argumenten? Ist es das was euch alle weiter bringt? Ist es das was die 98% anderen, also all denen diese ganze Sache am anderen Ende des Koerpers vorbei geht, hoeren wollen? Meint ihr, dass diese 98% der Bildungsresistenten das ueberhaupt lesen? Wenn ihr das alles glaubt und noch mehr, dann macht weiter so! Good luck!

    0
  14. @Brasil:
    Dann bringe doch bitte mal andere Themen neue „Argumente“.
    Man braucht ja nicht alles zu lesen.
    Ich lerne gern neues dazu, bin aber auch gern bereit von meinem „kleinen Wissen“ etwas abzugeben.
    Wer nur „aufsaugt“ ist dann irgendwann am Ende, weil alles aufgesaugt wurde.
    Ich mag den Dialog lieber, als manche Monologe.
    Dialoge helfen auch andere Standpunkte und Denkweisen zu betrachten.
    Ob diese dann eine „richtige“ ist oder hanebüchen mag jeder für sich entscheiden…

    0
  15. Die ezb ist sehr schlau, muss ich schon sagen. Pumt unsummen in die Märkte und läst sie explodiren. Ich denke, nur wenige sind dabei aber dies ändert sich von Tag zu Tag. Auch die, die sich voller Frust abgewendet haben, jukt es nun wieder in den fingern und genau dies ist Absicht der ezb. Die Leute sehen nur entgangene gewinne und nix zinsen für geld auf dem konto. Wie lange können die Anläger noch widerstehen ? Die werden es sogar noch schaffen, die Bad Banks an die Börse zu bringen und viele werden sich um diesen Müll reißen. Genau darum geht es. Erst nachdem wir denen alles Gift abgekauft haben kommt der große Crash. In Gold investieren, sicherer Hafen, davon wollen die nichts wissen und werden deshalb den Goldpreis ins bodenlose drücken. Sollte dies wirklich die Absicht der ezb sein, bin ich mit puts auf Gold gut gerüstet.

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