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Fonds-Pleite in China schürt Angst vor neuer Finanzkrise

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Der chinesische Schattenbankensektor ist undurchsichtig. Hat die PBOC noch alles im Griff?

Eine aktuelle Fonds-Pleite schürt Ängste einer aufkommenden Finanzkrise in Fernost. Die Deutsche Bank schätzt, dass umgerechnet bis zu 5 Billionen Euro im chinesischen Schattenbankensystem angelegt sind. 

China könnte nach Analysten-Meinung noch in diesem Monat eine scharfe Finanzkrise ins Haus stehen. Es geht um einen chinesischen Investmentfonds, der 2011 mit hohen Renditeversprechen aufgelegt wurde und nun am 31. Januar 2014 zur Auszahlung fällig ist.

Fonds-Pleite
Emittent des Finanzproduktes mit dem Namen „Credit Equals Gold #1 Collective Trust“ ist die China Credit Trust. Die Treuhandgesellschaft wird dem chinesischen Schattenbankensektor zugeordnet. Der Fonds wurde seinerzeit aufgelegt, um Geld für das chinesische Energieunternehmen Zhen Fu einzusammeln. Verkauft wurden die Wertpapiere von der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC). Es wird erwartet, dass es in diesem Jahr noch eine ganze Reihe ähnlicher China-Fonds platzen könnten.

Die China Credit Trust hatte unlängst angekündigt, die Fondsgelder am Fälligkeitstermin nicht in vollem Umfang auszahlen zu können. Es soll insgesamt um umgerechnet 375 Millionen Euro gehen, die von rund 700 Investoren angelegt worden waren. Die ICBC ließ vergangenen Woche verlautbaren, dass sie nicht die Hauptverantwortung am Rückzahlungsausfall tragen werde und verwies auf die Zahlungsverpflichtung des Emittenten. Laut Medienberichten haben  China Credit Trust und ICBC nun vorgeschlagen, jeweils 25 Prozent des Fonds zurückzuzahlen. 50 Prozent des Anlagekapitals wären dann vermutlich verloren.

Chinesisches Neujahr im Fokus
Die Nachrichten über die Fonds-Pleite haben Sorgen über eine generelle Liquiditätskrise in China ausgelöst. Laut CNBC kündigte Citibank China am Montag auf ihrer Website an, dass sich Zahlungen in US-Dollar und Yuan im Zeitraum vom 30. Januar bis 2. Februar verzögern werden. Das Wirtschaftsmagazin Forbes hatte in diesem Zusammenhang berichtet, die People’s Bank of China (PBOC) stoppe in dieser Zeit alle Cash-Transaktionen. Als Grund werden Erfordernisse einer „Systemwartung“ genannt.

Die Meldung wurde von Forbes.com mittlerweile von der Internetseite entfernt. Ein US-Blogger hat die Berichterstattung aber in einem YouTube-Video dokumentiert.Während einige Beobachter von einem ganz normalen Vorgang zum chinesischen Jahreswechsel (31.01.) sprechen, sehen andere den Beginn einer möglichen Kreditklemme in China und einen Zusammenhang mit dem Fälligkeitstermin des oben genannten Pleite-Fonds.

Schattenbanken
Unbestritten bleiben die normen Ausfallrisiken generell durch den stark aufgeblähten chinesischen Finanzsektor und insbesondere im Zusammenhang mit dem chinesischen Schattenbankensystem. Die Deutsche Bank schätzt, dass in diesem Sektor bis zu 21 Billionen Yuan (4,8 Billionen Euro) an Investorengeldern geparkt sind, was etwa 40 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsproduktes entspräche.

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Eingetragen von am 27. Jan. 2014. gespeichert unter Asien, Banken, China, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “Fonds-Pleite in China schürt Angst vor neuer Finanzkrise”

  1. es braut sich überall was zusammen, als wenn von allen seiten eine Art von Hochwasser sich zu einem mega Zunami vereint. es wird gewaltig Crasheln.

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  2. Als ich gestern zum Fluß ging, um Trinkwasser zu holen, hörte ich in der Serengeti die Massai-Trommeln: „es ist etwas im Busch“.
    Die Hongkong Shanghai-Bank HSBC ist in offensichtlich in Zahlungsschwierigkeiten …warum sonst sollte die Bank vom kommenden Wochenende an den Betrieb „wegen Systemumstellungen“ für neun Tage einstellen. In London verweigerte HSBC die Barauszahlung größerer Beträge, wie schon auf DWN kolportiert.
    Zitat: “
    HSBC has been found to have a capitalization black hole (gap between actual cash and obligations) of $80bn.
    The message is simple, get your money out now.“

    http://iacknowledge.net/a-closer-look-at-china-and-hsbc-are-they-running-out-of-cash/

    http://epochtimes.de/Milliardenschwerer-Zahlungsausfall-bedroht-Chinas-Finanzmarkt-a1125742.html

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    • Habe auch von der HSBC erfahren. Auszahlung nur mit Limit. Allerdings wurde die Beschränkung zwischenzeitlich wieder aufgehoben. Eine Geschmäckle bleibt aber dennoch.

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