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Frankreich: Erstmals seit 1999 über 10 Prozent Arbeitslose

Die Krise in Frankreich verschäft sich zusehends. Die Arbeitslosigkeit in unserem Nachbarland ist im vierten Quartal 2012 erstmals seit 1999 wieder über die Marke von 10 Prozent geklettert. Im vergangenen Jahr legte die Wirtschaft Frankreichs ein Nullwachstum hin. Auch die Prognosen für 2013 sind alles andere als optimistisch. Frankreich ist nach Deutschland die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone und muss einen ebenso großen Anteil an den diversen Rettungsfonds tragen. Mehr

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Eingetragen von am 7. Mrz. 2013. gespeichert unter Hot-Links. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

7 Kommentare für “Frankreich: Erstmals seit 1999 über 10 Prozent Arbeitslose”

  1. Goldreporter sieht folgenden Zusammnhang: „Frankreich: Erstmals seit 1999 über 10 Prozent Arbeitslose…….Frankreich ist nach Deutschland die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Euro-Zone und muss einen ebenso großen Anteil an den diversen Rettungsfonds tragen“
    Angesicht dessen, dass gerade BRD trotz selben europäischen Gesamtszenario keine Erhöhung der Arbeitslosigkeit erfährt, könnte das also nicht eher an etwa… dem französischen festgelegten Mindestlohn liegen?!

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    • Schon möglich, nur was ist denn besser: Mindestlöhne und mehr Arbeitslose oder wenig Arbeitslose und viele Beschäftigungsverhältnisse zu Hungerlöhnen? Ich würde vielleicht zu ersterem tendieren, denn arbeitslos ist nicht in jedem Fall gleich arm.

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      • @Jim Panse, meint apropo Frankreichs Arbeitslosigkeit: „Schon möglich, nur was ist denn besser: Mindestlöhne und mehr Arbeitslose oder wenig Arbeitslose und viele Beschäftigungsverhältnisse zu Hungerlöhnen? Ich würde vielleicht zu ersterem tendieren, denn arbeitslos ist nicht in jedem Fall gleich arm.“
        Ich bin nicht gegen einen anständigen Lohn, der muss aber klar branchenabhängig variieren und nicht nach sagen wir einer „Rasen…Dünger“ Methode, also flächendeckend einen vom Staat bestimmten Minimum nicht unterschreiten, sondern gerade Arbeitnehmer -über die Betriebsräte oder Gewerkschaften- und Arbeitgeber ihn branchenspezifisch aushandeln mit maximal Mediation des Staates, also genauso wie es hier schon immer ziemlich befriedigend für alle Seiten funktioniert
        Das flächendeckende neulich in der BRD diskutiert MIndestlohn ist was rein populistisches und glaube in Frankreich besteht schon länger -und wird hierzulande als „guter“ Beispiel angeführt-…Die Folgen sieht man dort jetzt .
        Das BRD-System ist richtig, wo für solche Branchen wo nicht viel bezahlt werden kann, denn sonst würden die Arbeitsstellen sowieso verschwinden, dann besser wird vom Staat aufgestockt -so hält man die Sozialausgaben logischerweise besser in Schach, als wenn man den KOMPLETTEN Mindest-Lebensunterhalt für dann noch mehr Arbeitslosen finanzieren würde.
        Es ist also ein vernünftiger Kompromiss vom Sozialstaat

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    • @Darius
      Nö, aber an der 35 Stundenwoche, Rente mit 60 und da fast alles Staatsbetriebe sind, Kündigungsschutz und diverse andere Wohltaten. Dazu kommt noch das savoire vivre, auch neudeutsch Schlendrian genannt.

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      • @anaconda über Frankreich: „Nö, aber an der 35 Stundenwoche, Rente mit 60 und da fast alles Staatsbetriebe sind, Kündigungsschutz und diverse andere Wohltaten. Dazu kommt noch das savoire vivre, auch neudeutsch Schlendrian genannt“
        Also „komischerweise“ waren die Franzosen auch schon früher und immer Freunde des „savoire vivre“ und hatten die aktuelle Probleme trotzdem nicht, sondern galten mit als Spitze in Europa..
        Bei „35 Stundenwoche, Rente mit 60…Kündigungsschutz“ könnten wir uns schon einigen, aber diese Phänomene gab es auch in BRD und halb so schlimm, bevor…. die Weltkonkurrenz China kam , mit ihren unmündigen, eigentlich Sklavenarbeiter, aber trotzdem arbeitswilligen -klar: da muss man wirklich was umstellen, BRD hat es zur Jahrtausendwende getan, nämlich durch Umgehung des früher bestehenden Kündigungsschutzes durch zunehmender Leiharbeit und die werden auch zu jeden (Arbeits-)Zeiten zur Arbeit…kommandiert.
        Ja Frankreich konnte anscheinend solche unsoziale, unmenschliche Politik weniger durchsetzen, denn da wird gleich auf die Strasse gegangen und randaliert, in den Betrieben effektiv gestreikt.
        Also wenn jetzt der Masstab für die Wirtschaft wirklich China geworden sein sollte, dann wird es wirklich düster für den „Westen“ (im Sinne von freiheitlichen Werten) ausschauen, oder will man wirklich zurück zur Sklaverei um mithalten zu können?!

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        • @Darius
          Dagegen gäbe es ja soetwas wie Schutzzölle und Einfuhrbeschränkungen.
          Aber das will man ja nicht, wegen des Profits,sitzen doch die meisten Politiker in den Aufsichtsräten und Lobbys diverser Firmen.Und deshalb bleibt Frankreich eben nichts anderes übrig,als mitzuhalten mit den Profiteueren aller Welt, oder unterzugehen.In der französischen Legion gibt es so einen wunderschönen Ausspruch,den sich manche franz.Fremdenlegionäre sogar auf die Haut tätowieren:“Maschiere oder stirb“.Na, da hat Frankreich doch seinen Marschbefehl.Für die Zukunft.

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          • @anaconda, der schrieb apropo China Konkurrenz und wie der Westen dagegen reagieren könnte: „Dagegen gäbe es ja soetwas wie Schutzzölle und Einfuhrbeschränkungen.
            Aber das will man ja nicht, wegen des Profits,sitzen doch die meisten Politiker in den Aufsichtsräten und Lobbys diverser Firmen.“
            Richtig und es waren und sind gerade die westlichen multinationalen Unternehmen welche die „gute“ (Ausbeutungs-)Bedingungen der Dritten Welt, d.h. die möglichen Niedriglöhne wegen grossen Bevölkerungsanzahlen und gerade in China war das auch ideal gepaart mit trotzdem fleissigen Arbeitern, weil die immer sehr staatsdisziplinierte Menschen waren, welche solche Globalisierung vorangetrieben haben, selbstverständlich nicht im Intersse der jeweiligen Völkern oder Nationen, nicht einmal der von solchen Unternehmen jeweils eigenen.

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