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Gold als Krisenwährung

1-Gramm Goldbarren von Emirates Gold

Eines sollten Anleger beim Goldkauf immer beachten: Die Auswahl der Anlageprodukte muss den Vermögensverhältnissen angepasst werden. Anders ausgedrückt: Beim Kauf von Gold sollte man bereits an den Verkauf denken. Denn in Krisenzeiten gilt es, immer liquide zu bleiben.

Budgetfrage
Angenommen, Sie können es sich leisten, 40.000 Euro in Gold zu investieren und kaufen einen 1-Kilo-Goldbarren. Problem: Beim kleinsten Liquiditätsbedarf müssen Sie Ihren Goldschatz komplett veräußern. Sollten Sie zum erlauchten Kreis der Multimilliardäre gehören, deren wöchentliche Unterhaltskosten dem Gegenwert eines Kilo-Barrens entsprechen, dann kann die Sache natürlich etwas anders aussehen.

Liquiditätsbedarf
Das Durchsägen von Goldbarren ist übrigens keine gute Idee. Dadurch sinkt der Verkehrswert. Was macht man also? Richtig, man stückelt beim Kauf die Goldmenge in Portionen, so dass man seine Reserven später bequem Stück für Stück auflösen kann. Eben je nach Liquiditätsbedarf. Sie fahren schließlich auch nicht mit einem 500-Euro-Schein in den Insel-Urlaub. Unverbindliche Faustregel: Mit der kleinsten Stückelung sollte man seinen Wochenbedarf an Liquidität zur Lebenserhaltung decken können. Als Alternative eignen sich Silbermünzen.

Kostensache
Nun wissen Sie als geübter Anleger, dass der Goldkauf umso teurer wird, je geringer die erworbene Goldmenge ist. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Aufgeld. Die Verarbeitung eines 50-Gramm-Barrens ist genauso aufwendig, wie die eines 100-Gramm-Barrens. Der Anteil an den Verarbeitungskosten ist beim 50-Gramm-Barren entsprechend höher. Man zahlt somit ein höheres Aufgeld. Kurz: Zwei 50-Gramm-Barren sind immer teurer, als ein 100-Gramm-Barren. Aus diesem Grund ist es auch nicht sinnvoll, sich nur mit kleinen Barren einzudecken. Die Mischung muss eben stimmen.

Krisengeld
In jedem Fall ist es aber sinnvoll, sich für Krisenzeiten einen Bestand kleinster Goldbarren zuzulegen. Sollte es zum Äußersten kommen und unser Papiergeld von der Masse nicht mehr akzeptiert werden (Währungscrash, Hyperinflation, Krieg), dann benötigen Sie Krisengeld. Bei einem dann vermutlich exorbitant ansteigenden Goldpreis erreichen selbst mittelgroße Barren enorme Werte. Aus diesem Grund ist es unabhängig vom erhöhten Aufpreis sinnvoll, sich beispielsweise 20 oder 30 Goldbarren zu je einem Gramm zuzulegen.

Preisfrage
Das Aufgeld für 1-Gramm-Goldbarren beträgt üblicherweise um die 30 Prozent. Dass heißt, man zahlt einen 30-prozentigen Aufschlag auf den reinen Goldwert. Sie können sehr einfach prüfen, ob ein solcher Barren im Handel teuer oder günstig ist. Multiplizieren Sie den Preis des angebotenen 1g-Barren einfach mit 31,1 (1 Unze) und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem aktuellen Euro-Goldpreis (pro Unze).

Man sollte natürlich nie mehr ausgeben als unbedingt nötig. Im Bereich der 1-Gramm-Goldbarren gibt es immer wieder gute Angebote mit deutlich geringerem Aufgeld. Aktuelle Beispiele: CastellGold und Ophirum.

Zusammenfassung: Kleine Gramm-Barren eignen sich wegen des erhöhten Aufgeldes nicht als Basis für ein Vermögensschutz-Depot. Als Krisen- und Tauschwährung kann man sich aber ein kleines Sortiment anlegen.


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Eingetragen von am 24. Okt. 2010. gespeichert unter Gold, Investment-Tipps. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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