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Gold als Währungsspekulation: Eine gefährliche Entwicklung

Internationaler Goldhandel

Gold: Währungsspekulation statt Rohstoffinvestment, wohin wird das führen?

Mehr Banken steigen aus dem Rohstoffhandel aus und verlagern ihr Goldgeschäft auf die Forex-Abteilungen. Die Kluft zwischen physischem Knappheitspreis und dem Papiergoldkurs droht sich immer mehr zu vergrößern.

Goldhandel kann man nicht nur physisch betreiben, also in Form von Barren gegen Geld. Bereits seit 1972 lässt sich das Edelmetall im Rahmen des sogenannten Forex-Handels wie eine Währung traden. So verbirgt sich unter dem Handelskürzel XAU das Währungspaar Gold/US-Dollar. Es handelt sich um einen reinen Buchwerthandel. Keine Unze Gold wird dabei bewegt. Dennoch haben diese Transaktionen Einfluss auf den Goldpreis, weil Arbitrage-Händler Kursunterschiede zwischen den verschiedenen Märkten zur Gewinnerzielung nutzen und die Preise sich dadurch aneinander annähern.

In den vergangenen Monaten haben  bereits viele große Banken ihre Rohstoffsegmente zurückgefahren. Neue Regulierungsvorschriften in den USA bezüglich des Eigenhandels und die mit dem Betrieb der Rohstoff-Desks verbundenen Kosten sind wesentliche Gründe. Wie Reuters berichtet, hat nach Deutsche Bank, UBS, JP Morgan und Morgan Stanley nun auch die britische Barclays angekündigt, sich von den meisten ihrer Rohstoffhandelsabteilungen zu trennen.

Stattdessen zeichnet sich eine Entwicklung ab, in der der Handel mit Papiergold künftig noch mehr Bedeutung zukommen wird. Der Goldhandel wird vielerorts in die Forex-Abteilungen verlagert. Automatisierte, elektronische Handelssysteme ersetzen das Personal. Dass die Schere zwischen dem tatsächlichen physischen Knappheitspreis des Metalls und dem spekulativen Aspekt der Preisbildung durch den Papiergoldhandel immer stärker auseinander driftet, kümmert die Banker wenig. „Die Maschinen haben übernommen. Bei Gold gibt es keinen Grund, warum man es nicht als ein weiteres Währungspaar handeln sollte“, erklärt ein früherer, nicht namentlich genannter Ex-Banker gegenüber Reuters.

Eine unheilige und gleichzeitig explosive Entwicklung, wenn man bedenkt, dass die internationalen Goldkurse damit noch stärker dem Wetteifer der Banker und der möglichen Manipulation ausgesetzt sein werden. Allerdings wird es umso enger auf dem Goldmarkt, je mehr Marktteilnehmer plötzlich das echte Metall haben wollen und Gold-Forderungen die tatsächliche Verfügbarkeit physischen Goldes um ein Vielfaches übersteigen.

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Eingetragen von am 23. Apr. 2014. gespeichert unter Gold, Goldpreis, Handel, Marktkommentare, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

8 Kommentare für “Gold als Währungsspekulation: Eine gefährliche Entwicklung”

  1. wenn schon die ersten Kampfjets über Deutschland fliegen, kann man nicht von G-Spekulation sprechen, im Gegenteil, es wird zum überleben gebraucht, keiner weiß so richtig wann es los geht!!!

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  2. Sollen Sie das Gold zu ihren Spielball machen, ich werde dann immer etwas Gold nachkaufen wenn der Ball mal wieder über den Boden rollt. Irgendwann merkt dann auch der dümmste wenn das Gold plötzlich knapp wird (weil zu billig verkauft) und der XAU den Status von Spielgold hat.

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  3. Und so wird deutlich,dass zuwenig Gold da ist,wenn nämlich alle ihr Papiergold physisch ausgeliefert haben wollen.Dass nämlich die Fotos von den ach so vollen Goldlagern nur Fotomontagen sind.Desgalb steht ja auch in allen Papiergold Verträgen (ETF, Xetra Gold Bullion Vault etc) drinnen, dass man unter Umständen statt physisches Gold den Wert in Papierschnippsel ausgehändigt bekommt.Nur das liest so genau keiner und die Superreichen vertrauen auf ihren Anlageberater und der schert sich einen Dreck darum. Solange der Mandant und er selbst sein Geld bekommt.Und so wird derjenige,der eine Unze physisch kaufen will , 1000 $ draufschlagen müssen auf den offiziellen Preis.Wegen des Transport und Versicherungs etc Risikos.
    Glaubt man nicht ? als ich eine Aktie zu einem offiziellen Preis von ca 30 EUR ausgeliefert haben wollte, sollte das 100 EUR extra kosten.Für den Druck und den Transport und blabla.Nicht pro Paket, pro Aktie wohlgemerkt !

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    • Wenn die durchschnittliche Nachfrage Chinas pro Monat bei ca. 100 Tonnen Gold liegt, muss der Westen alles verfügbare Gold zusammenkratzen, um die Bestellungen zu „befriedigen“. Schaffen es die LBMA/New Yorker Goldboerse nicht mehr, die Nachfrage zu bedienen, wird das Dilemma des Westens erkennbar: ein „Lieferengpass“ wird deutlich.
      Genau das passiert derzeit an der Londoner LBMA: die Gold Leasing Raten (GOFO, Gold Forward Rates, sind seit einigen Tagen für alle Monate „negativ“, es herrscht also ein Lieferengpass, oder eine Gold Backwardation).
      Dass die Börse in London, LBMA, die bisher frei zugänglichen Leasingraten für private Augen gesperrt hat ( nur. Per Anfrage und Lizenz erhältlich), sagt eigentlich Alles: möglichst diese negativen Auswirkungen verstecken.
      die Notenbanken kämpfen derzeit an so vielen Fronten, dass ein einzelner Front Durchbruch – egal wo – zum Zusammenbruch führt; auch das Plunge Protection Team wird über rollt, ob sie wollen, oder nicht.

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    • Old Shatterhand

      @anaconda
      Die Banker wollen ihren Kunden die Aktien nicht gerne aushändigen, deswegen die hohen Aufschläge. Besitzer ist doch nur der welcher die Aktien in Händen hat. Im Fall des Falles hätte der Kunde der seine Aktien in Bankverwahrung lässt keinen Anspruch auf Herausgabe der Aktien sondern einen Geldanspruch gegen die Bank. Im Konkursfall gibt es kein Geld. Der Kunde geht leer aus. Mit den EM ist es genauso. So ist das und nicht anders…

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      • @Old Shatterhand
        Gott sei gedankt, Sie sind einer der wenigen, welche das erkennen.Ich rede mir manchmal den Mund fuselig.Bei Aktien kommt noch dazu,dass diese von der Firma nicht zurückgenommen werden müssen.Man kann sie nur am Markt verkaufen.Ich weiß auch nicht, wieso man das dann Firmenanteil nennt.Das wäre so, wie wenn einer sich an meinem Auto beteiligt, es aber weder fahren noch anfassen darf.Ich könnte es zu Schrott fahren oder verkaufen und der Anteilsinhaber könnte nichts dagegen tun,außer seinen Anteil wieder an jemand anderen verkaufen, in der Hoffnung,dass daraus ein wertgesteigerter Oldtimer wird.Dazu kommt noch,dass der Anteilsinhaber seinen Anteilsschein nicht mal in Besitz hat sondern bei mir deponieren muss.
        (Federico wird mich gleich verfluchen).

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  4. anaconda , ich kann mir nicht vorstellen, dass die, die bei der LMBA wirklich damit rechnen, dass sie das Gold auch wirklich ausgehändigt bekommen, sonst hätte man da schon längst etwas gehört! Das wird nur eine Spekulation sein wie jede andere.

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    • @hanny
      nein,natürlich nicht.Genausowenig wie die Sparkasse in Dinkelsbühl damit rechnet,dass alle Kunden ihr Geld abheben.Doch für diesen Fall hat man vorgesorgt.Moratorium heißt das bei den Banken (auf gut Deutsch geschlossen bis auf weiteres) und bei der LMBA oder Comex wird einfach in Papierdollars abgegolten.(auf gut amerikanisch, die Druckerpresse wird angeworfen).Das ganze System basiert einfach auf Vertrauen und dass die Investoren daran glauben.Deshalb bemüht man sich auch redlich, den Schein zu bewahren.Bis zu dem Tag,an dem irgendeiner ruft:Der Kaiser ist ja nackt.
      Dann ist aus die Maus.Und weil niemand so genau weiß,wann und wer das ruft, setze ich zumindest weiter auf physische Ware.Nicht dass ich mich nackt schäme (dafür treibe ich zuviel Sport), sondern weil ich sehr kälteempfindlich bin. Liegt auch am mangelnden Biopren, zu gut Deutsch Speckschcht.
      Spaß beiseite, auch für Edelmetalle gilt:Nur Bares (physisches) ist Wahres.

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