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Gold in deutschen Depots: BaFin fragt Daten ab

BaFin Gebaeude

Wozu fragt die BaFin Informationen zu den Gold-Investments ab?

EXKLUSIVNach Informationen von Goldreporter hat die BaFin deutsche Banken und Anlagevermittler in einem Schreiben aufgefordert, bis Mitte Juli Daten über die Edelmetall-Investments ihrer Kunden zu liefern.

Der Staat will wissen, wie viel Geld die Deutschen in Gold und Silber investiert haben. Nach Informationen von Goldreporter hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von deutschen Finanzinstituten und Vermögensverwaltern umfangreiche Informationen zu den Edelmetall-Investments ihrer Kunden angefordert. Es geht allerdings nur um Derivate.

In einem Schreiben an die Institute, das Goldreporter zur Ansicht vorlag, heißt es:

„Untersuchungsgegenstand dieser Anfrage sind Wertpapiere gemäß § 2 Abs. 1 WpHG mit einzelnen Edelmetallarten oder Gruppen von Edelmetallarten als Referenzwert sowie Edelmetallfondsanteile gemäß § 2 Abs. 2b WpHG, § 1 Abs. 1 KAGB mit einzelnen Edelmetallarten oder Gruppen von Edelmetallarten als Referenzwert“

Ausdrücklich genannt werden: börsengehandelte Investmentfonds (Exchange Traded Funds), börsengehandelte Rohstoffprodukte (Exchange Traded Commodities) und Zertifikate. Zu den betroffenen Edelmetallen werden Gold, Silber, Platin und Palladium gezählt. Von der BaFin abgefragt werden Informationen für das Jahr 2013.

Die angeschriebenen Finanzinstitute sollen im Rahmen der Untersuchung unter anderem angeben, welche der genannten Produkte angeboten wurden, wie vielen Kunden und in welchem Umfang man die Produkte verkauft hat (Auftragsvolumen) und in welcher Form diese Produkte Kunden empfohlen wurden. Dem Schreiben liegt eine Tabelle zum Ausfüllen bei. Liege keine Vermittlung solcher Produkte vor, so bittet die BaFin die Adressaten um eine „Fehlanzeige“.

Aus dem Dokument geht nicht hervor, wofür die BaFin die Daten genau benötigt. Eine Antwort auf unsere Nachfrage bei der Aufsichtsbehörde steht noch aus.

Die BaFin ermittelt seit mehr als einem Jahr in Sachen  mutmaßlicher Goldpreis-Manipulation – insbesondere bei der Deutschen Bank (Goldreporter berichtete). Möglicherweise steht die Untersuchung der deutschen Gold-Investments mit dieser Angelegenheit in Zusammenhang. Man könnte ein Interesse daran haben, das Ausmaß einer potenziellen Anleger-Schädigung durch Goldpreis-Manipulation abzuschätzen.

Wichtig: Die Datenabfrage bezieht sich nicht auf physisches Edelmetall. Und es werden auch keine Kundeneinzeldaten abgefragt.

Die BaFin übt ihre Tätigkeit satzungsgemäß im „öffentlichen Interesse“ wahr.  Sie  untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Wörtlich heißt es auf der BaFin-Homepage: „Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht […] – vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Sie ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts und unterliegt der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Sie finanziert sich aus Gebühren und Umlagen der beaufsichtigten Institute und Unternehmen.“ Zuletzt wurden der BaFin mehr Rechte im Bereich des Verbraucherschutzes eingeräumt.

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Eingetragen von am 8. Jul. 2014. gespeichert unter Banken, Deutschland, Gold, News, Politik, Silber. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

27 Kommentare für “Gold in deutschen Depots: BaFin fragt Daten ab”

  1. Na, die würden doch auch gerne….. wenn sie nur könnten, auch das physische Metall gemeldet bekommen.Nur leider liegt das Depot außerhalb der Reichweit der Bafin. So ein Pech aber auch.Wird aber demnächst kommen, die Aufforderung nämlich, seine Goldbestände bei der Jahres-Steurerklärung anzugeben.
    Dann trennt sich die Spreu vom Weizen.(Die Steuerehrlichen von den Stuerbetrügern) wird man uns weismachen wollen. (aber nicht können).

    0
    • genau so einen Text wollte ich gerade schreiben. Der gierige Moloch erfindet neue Steuern, Gebühren und Abgaben, hierzu wird im Vorfeld schon einmal eine harmlose Anfrage platziert. Wo das enden wird ist klar: Der umsatzsteuerfreie Handel mit physischem Anlagegold wird beendet. Das in Krisenfällen geltende Goldbesitzverbot soll auf Ag, Pt und Pa ausgedehnt werden. Mit diesem netten Erkläriungsversuch die Schädigungshöhe durch die Goldpreismanipulationen zu ermitteln dürften jetzt endlich alle wach gerüttelt sein. Und das an dem Tag, wo der Normalverdiener für den Rest des Jahres sein Gehalt für sich hat, 51% wurden bis dahin vom Staat abkassiert.

      0
  2. Es geht also los. Immer einen Schritt nach dem anderen.
    Der Weg, einmal begonnen, wird auch bis zum Ziel gegangen. Und das Ziel ist klar.
    Enteignung durch Besteuerung oder Konfiskation.
    Als Vorwand müssen die „Ermittlungen“ wegen Goldpreismanipulation herhalten. Da muss alo ein Feigenblatt gleich für mehrere „Genitalien“ herhalten.
    Bei den Bankstern wird man – wie immer – nichts finden, aber den Kleinen Mann wird man dafür umso kräftiger abfetten. Wenn nötig mit Hilfe von Kriminalisierung.
    Es wird nicht mehr lange dauern bis der Goldhandel dem Vertrieb von Anlageinstrumenten gleichgestellt wird und die Händler eine Art Bankenlizenz benötigen werden. Damit unterfallen sie dann den entsprechenden miniteriellen Aufsichtsbehörden und sind en Detail auskunftspflichtig.
    DAS Ganze dann europaweit und das Problem „unautorisierter Goldbesitz“ ist geklärt.
    Neulich fand ich ein schönes Gedicht, das den Nagel auf den Kopf trifft:

    Die drei Gewalten
    von Peter Hacks

    Der Staat will Deinen Schaden nur,
    Er möge säuseln oder toben,
    Er bleibt Dein Gegner von Natur.
    Der Feind steht oben.

    Regierung, Parlament,
    Justiz, die drei Gewalten,
    Sind, was man Diebstahl nennt,
    In drei Gestalten.

    0
    • @ Luctus; Bei den genannten Gewalten fehlt mir eine! Kann ja wohl nicht sein das der Klerus vergessen wurde. Na das sind Zeiten! Hacki war wohl ein Atheist.

      0
    • Was keiner wagt, das sollt ihr wagen.
      Was keiner sagt, das sagt heraus.
      Was keiner denkt, das wagt zu denken.
      Was keiner anfängt, das führt aus.
      Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen.
      Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein.
      Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben.
      Wenn alle mittun, steht allein.
      Wo alle loben, habt Bedenken.
      Wo alle spotten, spottet nicht.
      Wo alle geizen, wagt zu schenken.
      Wo alles dunkel ist, macht Licht.

      0
  3. Solange sie nur wissen wollen, wie viel Papiergold jeder hat, kann es ja egal sein aber das echte Gold wird keiner preisgeben ! Was ein Blödsinn, kein Mensch wird seinen Goldbesitz freiwillig beantworten !! Sie können ja bei sich selbst mal anfangen und sich erklären wie viel Gold sie selbst besitzen, das würde mich auch mal interessieren.

    0
    • hanny, ist es nicht so, dass du die Barren als Schmuck betrachtest? Jeden Tag eine andere Nummer um den Hals! ;-)

      0
    • @hanny.Sowas unnützes wie Gold besitzen nur barbarische Vollidioten!Als politicall correct kastrierter Deutscher besitze ich ein Sparbuch!

      0
    • Old Shatterhand

      @hanny
      Niemand wird erfahren wie viel EM Old Shatterhand hat und wo er sie hat !

      0
  4. Ihr wollt meinen Schatz? Den könnt ihr haben! Sucht ihn doch! Irgendwo hab ich den größten Schatz der Welt versteckt!

    0
  5. Jedes Regime arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Zuerst registrieren, dann besteuern und zum Ende beschlagnahmen. Ich vertraue nur noch dem Bargeld und der physischen Unze EM und beides in meiner Hand. Ein gut bestückter Waffenschrank kann auch nicht schaden.

    0
  6. Neues aus der Muh-Barrack-Gerüchteküche…(„YES, I can“)

    Nach BNP Paribas (frz. Bank) soll nun auch die Commerzbank eine
    willkürliche Strafe von 500 Mill. US-Dollar zahlen (BNP: 8,9 Milliarden
    US-Dollar), weil die Banken angeblich gegen US-Sanktionen verstoßen
    haben.
    Als Nächstes wird die Deutsche Bank in’s Visier genommen, und diese
    Vorgänge zeigen die Absurdität amerikanischer Hollywood-Justiz.

    Die Verunreinigten Staaten von Amerika haben im Alleingang und ohne
    UN-Mandat sowie völkerrechtliche Begründung Sanktionen gegen den Iran,
    Jemen und Kuba verhängt.

    Wegen fehlender Rechtsgrundlage wird die französische Bank BNP gezwungen,
    ein Schuldeingeständnis zu unterschreiben, weil ihr sonst droht, ihre
    Lizenz zum Handel auf US-Dollarbasis in den USA zu verlieren.

    US-Banken und Konzerne, die zur Zeit im Iran Geschäfte abwickeln, werden
    dagegen von den US-behörden verschont und müssen keine Strafen erwarten.

    Der CEO der größten US-Bank, Jamie Dimon (J.P.Morgan Chase) soll Insidern
    zufolge über den Nachrichtendienst Bloomberg „vorsorglich“ mit einer
    getürkten Nachricht in Deckung gegengen sein (plötzlich wurde Kehlopfkrebs
    bei ihm diagnostiziert, was Mitarbeiter in den Chefetagen jedoch dementieren),
    weil die US-Banken derzeit wegen Manipulationen am Devisenmarkt im Fokus
    der US-Behörden stehen.

    Wollen die USA mit den Strafzahlungen für die europäischen Banken in Europa
    einen Finazcrash provozieren, um vom eigenen, absehbaren Dollar-Kollaps
    abzulenken?
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/08/verbotene-geschaefte-mit-dem-iran-usa-planen-mega-strafe-gegen-commerzbank/

    Wie sagte die US-amerikanische Politikerin Nuland so richtig: „Fu** the USA!“

    0
    • @watchdog
      Beurteile mit Verstand die vertrottelten Kommentare in den „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ dann wird klar wer diesen Schmarrn überhaupt liest.

      0
    • 0177translator

      @Watchdog
      Fällt alles in die Kategorie „Gier frißt Hirn“. Mir hat mal einer erklärt, daß es nur einen Grund gibt, warum das Führungspersonal deutscher Konzerne spitz wie Lumpi darauf ist, daß das Unternehmen an die Wall-Street-Börse geht. Einzig die Manager-Gehälter, die in den USA um ein Vielfaches höher sind. Wenn ich aber als Dämler-Stenz an die US-Börse gehe, unterzeichne ich einen Pakt mit dem Teufel – ich akzeptiere, daß das Unternehmen jetzt der US-Casino-Rechtssprechung unterliegt. So hatte die NSA mitbekommen, daß der Konzern mit dem guten Stern hohe Amtsträger in Borats Kasachstan geschmiert hatte, damit dort eben Mercedes-Lkw eingekauft werden. Das Ergebnis war genau so eine fette Geldstrafe seitens der Amis.
      Dummheit stirbt eben nie aus. Frag die Leute, die immer noch Staatsanleihen von Bulgarien, Griechenland, USA usw. kaufen.

      0
  7. LottoSpieler

    Diese BaFin-Aktion könnte mit der aktuellen Umorganisation der Weltbank wegen einer neuen Welt-Währung zusammenhängen:

    Brief der Weltbank an seine 188 Mitglieder, das Fiat-Geldsystem abzuschaffen
    und durch eine Gold-gedeckte neue Welt-Leitwährung zu ersetzen.

    Geht nicht, gibts nicht.

    Der Wechsel kommt, denn die USA sind seit 2008 bankrott: der Krebs hat
    mittlerweile zu viele Metastasen gebildet, der Patient liegt in hohem
    Fieber auf der Isolierstation, während seine Kettenhunde sich noch in der
    Ukraine und im Irak tollwütig im Todeskrampf gebärden…

    In Englisch: https://s3.amazonaws.com/khudes/ltokyoembassiesoutoftokyo.pdf

    0
  8. Die ganzen Diskussionen zeigen aber auch, was Gold als so Besonderes ausmacht. Es ist diskret.Und deshalb ist es auch so teuer und für den einen oder anderen eine Enttäuschung gewesen. Diese Diskretion kostet eben.
    Keines der sogenannten Papier-Assets kann das.Weder Immobilien, noch Aktien, Spargelder schon gar nicht. Physisches Papiergeld steht noch, und ich sage noch, dazwischen. Aber nicht mehr lange, dann ist Schluss damit. Zunehmend wird in der Öffentlichkeit darüber gesprochen, wie man Bargeld Zahlungen bestrafen oder gar ganz verbieten kann. Man treibt damit die Sparer in das Giralgeld und da kann man es dann leichter abgreifen oder enteignen.
    Wir werden es noch in diesem Jahrzehnt erleben.

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