Donnerstag, 17. Dezember 2009 - 09:40 Uhr
US-Großbanken schreiben den Dollar ab

In den letzten 23 Tagen hat der US-Dollar gegenüber dem Euro gut 5 Prozent an Wert gewonnen. Der Beginn einer Dollar-Rally? Zwei US-Großbanken sind da ganz anderer Meinung. Die Analysten von Citigroup und Goldman Sachs empfehlen, den Dollar zu verkaufen und dafür auf den Euro zu setzen.
Die amerikanische Großbank Goldman Sachs erwartet, dass der Euro innerhalb der kommenden drei Monate auf 1,55 Dollar steigen wird, weil die Erholung der US-Wirtschaft "kraftlos" sei. „Der positive Wachstumseffekt, der kurzfristig durch den Aufbau von Lagerbeständen und den Stimulus der Fiskalpolitik ausgelöst wurde, wird sich 2010 abschwächen“, heißt es in der Goldman-Sachs-Analyse, die am gestrigen Mittwoch auf Bloomberg.com zu lesen war. Der Griechenland-Schock sei nun voll in das Euro/Dollar-Verhältnis eingepreist, da die Spreads bei den Staatsanleihen in den vergangenen Wochen bereits gestiegen seien. Fazit: Ein attraktiver Einstiegslevel für Euro-Investoren.
Auch die Finanzexperten der Citigroup rieten am vergangenen Mittwoch zum Euro-Einstieg, da der Euro kurzzeitig von seinem Unterstützungsbereich zwischen 1,4480 Dollar und 1,4440 Dollar nach oben zurückgesprungen sei.
Die Einschätzung der Devisenabteilungen beider US-Banken widerspricht der Meinung vieler ihrer Kollegen, die in den kommenden Wochen eine Dollar-Rally erwarten. Dafür sprechen auch die aktuellen charttechnischen Implikationen.
Der Goldpreis, der bei steigendem Dollar in der Regel fällt, hielt sich in den vergangenen Tagen trotz der Greenback-Erholung recht stabil in der Region um 1.130 Dollar. Der Kurs des Edelmetalls fiel allerdings von seinem Höchststand bei 1.218,25 (London Fix A.M. am 3.12.) innerhalb der letzten 14 Tage um 7 Prozent zurück.
Besser sieht es für den Goldpreis in Euro aus. Gegenüber ihrem Jahreshoch bei 805 Euro am 3. Dezember, ist die Feinunze Gold mit 784 Euro aktuell nur 2,6 Prozent günstiger.
Goldreporter
Quellen: Bloomberg, LBMA
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Mittwoch, 16. Dezember 2009 - 11:23 Uhr
Video: "Schuldenabbau unmöglich"
Wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise nimmt der Bund im nächsten Jahr voraussichtlich zirka 86 Milliarden Euro neue Kredite auf. Das ist gut das Neunfache dessen, was die Schuldenbremse ab 2016 als strukturelles Defizit zulässt. Eine Strategie für die Zurückführung des Haushaltsdefizits gibt es aber nach wie vor nicht.
Der Präsident des Bundesrechnungshofs, Dieter Engels, erläutert (zugegeben etwas trocken) die prekäre Lage der deutschen Staatsfinanzen.
Der Bundesrechnungshof kommt zu dem Ergebnis: "Wir müssen uns der Einsicht beugen, dass der Bundeshaushalt nicht kurzfritig durch Kürzungen saniert werden kann, weil die Bundesausgaben zu mehr als 90 Prozent gesetzlich, vertraglich oder faktisch festgelegt sind."
Goldreporter
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Dienstag, 15. Dezember 2009 - 19:58 Uhr
Goldpreis unter Beschuss – Wie lange noch?

Nach der Kurskorrektur der vergangenen Tage finden immer wieder Erholungsphasen bei Gold und Silber statt. Doch sie halten nicht lange an. Die Edelmetall-preise prallen nach kurzem Anstieg immer wieder an Kursbarrieren ab. Wie kommt das? Goldreporter analysiert das aktuelle Marktgeschehen.
Der Goldpreis kletterte Anfang Dezember bis zum seinem Rekordhoch von 1.218,25 Dollar (London A.M. Fix vom 03.12.) und legte in kurzer Zeit eine beeindruckende Rally hin. Alleine im Monat November stieg der Preis für die Feinunze um mehr als 12 Prozent. Dass früher oder später eine Korrektur fällig ist, konnte man ahnen. Wann der Rückschlag eintreten würde und wie heftig er ausfällt, war aber kaum abzusehen. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass vor allem politische Interessen hinter den aktuellen Kursbewegungen stehen.
Chronologie
Vordergründig waren es die US-Arbeitslosenzahlen vom 4. Dezember, die besser ausfielen, als der Markt erwartet hatte. Die offizielle Arbeitslosenquote sank von 10,2 Prozent auf 10 Prozent. Betrachtet man die Zahlen genauer, dann muss man zur Erkenntnis kommen, dass sie alleine genommen kaum taugten, um massive Kursveränderungen auszulösen. Dennoch verlor der Euro gegenüber dem US-Dollar in wenigen Tagen gut 3,5 Prozent. Und der Goldpreis trat - wie wir es seit langer Zeit gewohnt sind – eine rasante Gegenbewegung an.
Nutznießer
Während Goldinvestoren erst einmal lange Gesichter machten, kam der US-Regierung die Kursentwicklung von Dollar und Gold geradezu gelegen. Sie hat derzeit sogar ein ausgesprochenes Interesse daran, den Dollar steigen und Gold fallen zu sehen. Schließlich gilt es mehr denn je darum, langfristige Staatsanleihen in großer Menge im Markt zu platzieren.
Staatsinteressen
Vor dem Hintergrund des aktuellen Verschuldungsgrades der Vereinigten Staaten, der Schwäche des US-Dollars und der bestehenden Inflationsrisiken in den kommenden Jahren, muss ein Verkäufer schon einiges an Überzeugungskraft aufbringen, um US-Anleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren zu einem durchschnittlichen Zinssatz von 4,420% im Volumen von 13 Milliarden Dollar (wie vergangenen Donnerstag) an den Mann zu bringen.
Ein kontinuierlich steigender Goldpreis ist in dieser Situation sicher kein gutes Verkaufsargument. Und die USA müssen in den kommenden Wochen jede Menge weiterer Bills, Notes und Bonds verhökern, damit alte Schulden bedient und neue gemacht werden können.
These: Alleine, um die Finanzierung der eigenen Staatsfinanzen nicht zu gefährden, musste der Goldpreis aus Sicht der US-Regierung nun schleunigst sinken und der Dollar damit in besserem Licht erscheinen. Aber wenn das tatsächlich so wäre, wie stellt man das mit der Goldpreisdrückung an?
Das PPT
Nun, um das Vertrauen der amerikanischen Anleger in Krisenzeiten zu stärken, schraubt seit Ende der 80er-Jahre ein prominentes Team regelmäßig im Hintergrund an den Märkten herum. Es nennt sich Working Group on Financial Markets.
Landläufig spricht man auch vom Plunge Protection Team (PPT). Zu diesem elitären „Absturz-Verhinderungs-Club“ gehören der US-Finanzminister, der Fed-Präsident und die Chefs der Börsen- und Terminmarktaufsicht. Sie haben gemeinsam das Recht, in die Märkte einzugreifen, wenn sie glauben, dass das Vertrauen der Anleger im großen Stile flöten geht. Man könnte sehr wohl meinen, dass ein explodierender Goldpreis das Anlegervertrauen in Sachen US-Dollar und US-Staatsanleihen beschädigen kann. Eine Entwicklung also, die den Zielen des PPT - vor dem Hintergrund eines hohen Finanzierungsbedarfs des Staates über Geldmarktpapiere - deutlich im Wege steht.
Perfektes Timing
Über den Terminmarkt lassen sich mit genügend Kapital - vor allem in sehr kleinen Segmenten, wie dem Goldmarkt – Preise kurzfristig in die gewünschte Richtung drehen. Gutes Timing ist natürlich auch gefragt. Eine positive Konjunkturmeldung als Auslöser. Lang laufende Aufwärts- (Gold) und Abwärts-Trends (Dollar). Da reicht ein kleiner „Schupps“, um eine sich selbst beschleunigende Gegenbewegung einzuleiten.
Alles nur Spekulation, Verschwörungstheorie? Die politische Grundlage für solche Markteingriffe sind durch die parlamentarische Legitimation des PPT gegeben, die Instrumente ohnehin vorhanden. Warum sollte man also auf entsprechende Maßnahmen verzichten, wenn es für Amerika im wahrsten Sinne ums Überleben geht?
Kursrutschbeschleuniger
Nun, wie auch immer. Der Kursrutsch kam in Gang. Spekulative Investoren nutzten den Kursrückgang zunächst einmal, um Kasse zu machen oder wurden mit einer Longposition auf dem falschen Fuß erwischt. Verängstigte Anleger stiegen ebenfalls aus. So kam es zur deutlichen Korrektur am Goldmarkt, die Silber (-7% in einer Woche) noch stärker erfasste. Durch den starken Anstieg des US-Dollars fiel der Verlust für Euro-Anleger bei Gold und Silber am Ende nicht ganz so heftig aus.
Auf dem aktuellen Kursniveau - um 1.120 Dollar - sucht der Goldpreis nun Halt für einen Wiederanstieg. Und wird immer wieder wie er von unsichtbarer Hand nach unten gedrückt.
Ausblick
Ende Dezember stehen noch einmal US-Anleihen mit einer Laufzeit zwischen 2 und 10 Jahren zur Auktion. Wir gehen deshalb davon aus, dass der Goldpreis auch noch für den Rest des Jahres weiter unter den Rekordständen vom November notiert.
Die Entwicklung des US-Dollars wird weiterhin starken Einfluss auf die Edelmetallkurse haben. Viele Analysten rechnen jetzt mit einer Dollar-Rally. Charttechnisch betrachtet, spräche nichts dagegen. Der Verlauf des Dollar-Index (Dollar-Wert gegenüber einem Währungskorb) zeigt, dass der seit März 2009 bestehende Abwärtstrend des Greenback bereits gebrochen ist.
Unterstützungsniveau
Im Bereich von 1.060 US-Dollar sehen wir die untere Haltezone für den Goldpreis, sollte das Edelmetall in den kommenden Tagen noch stärker unter Druck geraten. Auf diesem Niveau dürften große Investoren mit neuen Positionen in den Goldmarkt hinein gehen. Die Zentralbank von China gehört höchstwahrscheinlich mit dazu. Großvolumigen Goldkäufen und starken Fundamentaltrends hat auch das PPT langfristig nichts entgegenzusetzen. Spätestens dann dürfte der Goldpreis also vor neuen Höhenflügen stehen.
Denn die Gründe für einen langfristigen Goldpreisanstieg liegen weiter auf der Hand. Lesen Sie hierzu unseren Artikel „Von A bis Z …“. Wir haben die wichtigsten Argumente für den Kauf von Gold und Silber noch einmal übersichtlich zusammengefasst.
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Dienstag, 15. Dezember 2009 - 15:05 Uhr
Von A bis Z: Warum der Goldpreis langfristig weiter steigt

Die aktuelle Goldpreis-Korrektur hält weiter an. Anleger sollten sich davon nicht irritieren lassen, sondern die langfristigen Perspektiven im Auge behalten. Goldreporter präsentiert die wichtigsten Argumente für ein Edelmetall-Investment, in Stichpunkten und alphabetisch sortiert.
Angebot - Rückläufige Produktion, überlastete Prägeanstalten, gefälschte Goldbestände: Gold wird immer stärker nachgefragt und immer weniger davon ist frei verfügbar.
BayernLB – ist ein neues Beispiel dafür, wie Banken Milliarden verzocken, Staat und Steuerzahler dafür gerade stehen und das System sich so langsam selbst erledigt.
China – ist hungrig nach Gold. Die riesige Bevölkerung sorgt für steigende Schmuck- und Investitionsnachfrage, die Notenbank versichert sich damit gegen den Dollar-Verfall.
Dubai-Schock – hat die Finanzkrise 2.0 eingeläutet.
Edelmetallnachfrage – steigt.
Finanzkrise 2.0 – wird so manchen Staat von den Füßen hauen, weil die Hosen nach dem ersten Teil der Finanzkrise schon bis auf die Fußknöchel herunter hängen.
Griechenland – wird zur zusätzlichen Last für die Europäische Union, für die Staatsschulden der Region und den Euro.
HSH Nordbank – und andere Landesbanken werden die Steuerzahler weiter belasten und die deutschen Staatsschulden weiter erhöhen.
Inflationsrisiken – sind absehbar und werden den Goldpreis beflügeln, auch wenn die Deflation möglicherweise vorher noch ihr Unwesen treibt.
Japan – kommt wirtschaftlich nicht auf die Beine und fällt demnächst vielleicht sogar als einer der großen Käufer von US-Anleihen aus. Das ist schlecht für den Dollar und gut für Gold.
Kriege - Afghanistan lässt die Staatsschulden weltweit weiter explodieren, zusätzliche Krisenherde (Iran?) treiben beunruhigte Anleger einmal mehr ins Gold.
Liquidität – Das reichlich vorhandene Papiergeld will gut investiert sein und fließt damit auch in den kleinen Goldmarkt.
Minenproduktion – steigt kurzfristig, lässt aber langfristig stark nach („Peak Gold“).
Notenbanken – haben sich von Nettoverkäufern zu Nettokäufern entwickelt. Sie sichern sich mit Gold nun verstärkt gegen Währungsrisiken ab – mit gutem Grund.
Obama - muss die Staatsschulden der Vereinigten Staaten auf ein historisches Rekordniveau erhöhen, damit sein Land nicht vorzeitig in die Pleite rutscht. Das schwächt den US-Dollar und manifestiert sich in der Stärke von Gold.
Papiergeldsystem – ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt, Geldwerte werden vernichtet, Gold schützt davor.
Risikovorsorge - wird schon bald zu einem immer größeren Thema für immer mehr Menschen werden, Gold ist ein wesentlicher Bestandteil davon.
Systemrisiken – sind hoch, solange die Spielregeln für Geldpolitik und Finanzwesen nicht fundamental geändert werden.
Technische Analyse – Gold befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend, daran ändern auch kurzfristige Kurseinbrüche nichts.
US-Dollar – befindet sich in einem langfristigen Abwärtstrend, der Goldpreis zeigt dies als Wertmesser an.
Versicherung – Es gilt für Investoren auf Notenbankebene ebenso, wie für Privatanleger weltweit: Gold kann nicht Pleite gehen und schützt vor Geldwertverfall.
Währungsschnitt – ist nur eine Frage der Zeit.
Zinseszinseffekt – macht die Entwicklung der Staatsverschuldung zur Exponentialfunktion und führt mit mathematischer Gewissheit früher oder später zu einem Währungszusammenbruch.
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Montag, 14. Dezember 2009 - 14:37 Uhr
Russische Zentralbank kauft 30 Tonnen Gold von der Regierung
Die Zentralbank Russlands nimmt dem Finanzministerium 30 Tonnen Gold im Wert von 1 Milliarde Dollar ab und erhöht seine Goldreserven damit um gut fünf Prozent.
Der Schritt war angekündigt worden und soll nun Ende des Jahres durchgeführt werden. Die Russische Zentralbank übernimmt 30 Tonnen Gold, das die staatliche Verwahrungsstelle Gohkran zum Verkauf freigab. Kurzzeitig hatte die dem Finanzministerium untergeordnete Einrichtung einen Verkauf des Goldes am freien Markt in Erwägung gezogen. Die russische Regierung will mit dem Erlös die Staatsfinanzen aufbessern. Die Russische Zentralbank sichert ihre Währungsreserven mit den Goldkäufen weiter gegen Entwertung ab.
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Samstag, 12. Dezember 2009 - 13:21 Uhr
Geschenke für Goldliebhaber

Nur noch wenige Tage, dann ist Heiligabend. Suchen Sie noch verzweifelt nach passenden Geschenkideen?
Wir haben einige Vorschläge für Sie!
Ganz egal, ob Sie anderen eine goldige Freude bereiten wollen oder sich selbst mit einer Kleinigkeit belohnen. Im Sortiment des Goldreporter-Partnershop bei Midainvest befinden sich neben Gold und Silber zur Geldanlage auch einige tolle Geschenk-Ideen für Goldliebhaber oder Menschen, die sonst schon alles besitzen. Hier Unsere Last-Minute-Geschenk-Tipps für Goldfreunde!
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Vergoldete Geldschein-Serien
Goldige Andenken, an Papiergeld, das nicht mehr und vermutlich bald nicht mehr existiert: D-Mark- oder Euro-Geldscheine, 24-Karat vergoldet, in hochwertigem Massivholz-Rahmen. Sehr geschmackvoller und dekorativer Wandschmuck.
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Samstag, 12. Dezember 2009 - 12:18 Uhr
Jim Rogers: „Gold weiter ein großartiges Investment“ (Video)

Der bekannte Rohstoff-Experte Jim Rogers erkennt derzeit keine Anzeichen einer Blasenbildung bei Gold und sieht nach einem Preisrückgang erneut gute Einstiegschancen.
In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC erklärte Star-Investor Jim Rogers am vergangenen Freitag, dass er derzeit keine Blasenbildung im Goldmarkt erkennen könne. Da die Zentralbanken sich nun zu Nettogoldkäufern entwickelt hätten und viele Menschen sich Sorgen um das Papiergeld machten, sei Gold auch innerhalb der kommenden zehn Jahre ein großartiges Investment. Nur relativ wenige Leute seien bislang in Edelmetallen investiert.
Er selbst besitze Gold und Silber und denke nicht daran, es zu verkaufen. „Wenn Gold auf 1.000 Dollar fällt – oder nehmen Sie irgendeine Zahl – dann hoffe ich klug genug zu sein, mehr davon zu kaufen“, so Rogers. Er gehe davon aus, dass der Goldpreis auf mehrere Tausend Dollar steigen wird.
Aber er bevorzuge derzeit weiterhin Silber. Der Preis liege 70 Prozent unterhalb seines Allzeithochs, Gold notiere dagegen (nominal) nahe seines historischen Rekordpreises. Beides in Dollar pro Unze, wohl gemerkt.
Kurzfristig rechnet Rogers aber mit einem stärkeren US-Dollar.
Jim Rogers fordert in dem Interview zudem die Abschaffung des Federal Reserve Systems. „Die Federal Reserve hat ihre Bilanzsumme verdreifacht, mit lauter Müll. Wir müssen dafür zahlen und jeder sieht bei dieser Vorstellung zu. Sie drucken gigantische Mengen an Geld. Warum wollen wir die Fed? Sie machen alles nur noch schlimmer für uns alle.“
Hier das Original-Interview:
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Samstag, 12. Dezember 2009 - 11:44 Uhr
Anzahl der US-Bankenpleiten steigt auf 133
Am Freitag wurden erneut drei US-Banken geschlossen. Die drei Institute verfügten zuletzt über Aktiva in Höhe von knapp einer Milliarde Dollar. Der US-Einlagensicherungsfonds wird mit 252 Millionen Dollar belastet.
Bei den drei US-Banken, die am Freitag schließen mussten handelt es sich um die SolutionsBank im Bundestaat Kansas, Valley Capital Bank aus Arizona und die Republic Federal Bank aus Florida. Mit den drei Pleiten stieg die Anzahl der in diesem Jahr aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise zusammengebrochenen US-Banken auf 133.
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Freitag, 11. Dezember 2009 - 13:59 Uhr
Alarm im Euroraum - Kettenreaktion durch Griechenland?

Finanzexperten rechnen bei einem Staatsbankrott Griechenlands mit massiven Verwerfungen im Euroraum. Auch der so genannte Double Dip, mit einem erneuten massiven Einbruch der Weltwirtschaft, wird wieder für möglich gehalten. Zunächst einmal gibt es aber die Sorge, dass nach Griechenland weitere europäische Länder in starke finanzielle Nöte geraten und von den Ratingagenturen herabgestuft werden. Das könnte die Finanzkrise noch einmal deutlich verschärfen und auch europäische Banken ins Straucheln bringen.
Griechenland schockierte die Märkte mit einem überraschenden Schuldbekenntnis. Das Land hat 300 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten angehäuft. Das entspricht 120 Prozent des griechischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die EU-Kommission rechnet für 2009 mit einer Neuverschuldung Griechenlands von 12,7 Prozent des BIP. Erlaubt sind EU-Staaten lediglich 3 Prozent. Kurzum: Das Land steht kurz vor der Pleite.
Keine EU-Hilfen
Finanzhilfe soll es von den übrigen europäischen Ländern allerdings nicht geben. Dass machten EU-Vertreter während des Gipfeltreffens in Brüssel noch einmal deutlich. Man forderte das Land stattdessen dringend zu einer Sanierung des Staathaushalts auf. Dass dies gelingt, darf durchaus bezweifelt werden. Schließlich kämpft Griechenland nicht nur mit der Wirtschaftskrise sondern auch mit hohen bürokratischen Hürden und der Korruption im eigenen Land.
Die Ratingagentur Fitch hat das Bonitätsrating Griechenlands von „A-“ auf „BBB+“ mit einer negativen Aussicht herabgestuft.
Das verschärft die Lage zusätzlich. Denn gleichzeitig steigen damit die Kosten der Staatsfinanzierung, da deutlich höhere Zinsen für die eigenen Staatsanleihen angeboten werden müssen. Griechischen Banken droht dadurch ebenfalls Ungemach. Sie haben jede Menge griechischer Staatsanleihen im Portfolio. Und die werden von der Europäischen Zentralbank aufgrund des schlechten Ratings möglicherweise bald nicht mehr als Sicherheiten für Kredite akzeptiert.
Weitere Länderratings wackeln
Doch Griechenland ist nicht mehr das alleinige Problem des Euroraums. Die Ratingagentur Standard & Poors (S&P) hat den Ausblick auf das Rating Spaniens reduziert. In Österreich zittert man vor einer Pleite der Hypo Group Alpe Adria, die für das Land als systemrelevant gilt (wir berichteten). Von Österreich aus wird der größte Teil Osteuropas finanziert.
Es ist nun zu befürchten, dass weiteren Ländern in der Euro-Zone eine Abstufung des Bonitätsratings durch die Ratingagenturen droht.
Ausgewählte Bonitäts-Ratings europäischer Länder im Vergleich (Fitch Ratings)
Deutschland: AAA
Frankreich: AAA
Großbritannien: AAA
Österreich: AAA
Spanien: AAA
Irland: AA+
Italien: AA-
Tschechien: A+
Slowakei: A+
Polen: A-
Griechenland: BBB+
Neue Bankenkrise?
Neben den höheren Kreditkosten für die Länder wird die zunehmende Staatsverschuldung auch zum erneuten Problem für die europäischen Banken. Bei einer Herabstufung von Länderratings müssen die Kreditgeber höhere Kapitalrücklagen bilden. Kein schöner Ausblick für die nach wie vor angeschlagenen Bilanzen der Finanzinstitute.
Wie Finanzexperte und Buchautor Artur P. Schmidt („Unter Bankstern“) heute gegenüber dem Nachrichtensender n-tv erklärte, seien deutsche Banken alleine in Spanien mit einem Kreditvolumen von 240 Milliarden Euro involviert. Das Zusammenspiel zwischen staatlichen Schuldenexzessen und der weiteren Verschlechterung der Kreditportfolios bei Banken könne die Wirtschaft ein zweites Mal in einen Abwärtsstrudel zwingen. „Das kann durchaus zu Kettenreaktionen führen. Die Bankenbilanzen sind angeschlagen. Wenn solche Exzesse auch noch auf die Banken zukommen, dann könnte das zu einem ganz großen zweiten Dip der Weltwirtschaft führen, eine Double Depression ist somit nicht auszuschließen“, so Schmidt.
Was bedeutete ein Staatsbankrott Griechenland für den Euro? Ein Auseinanderbrechen der europäischen Währung wird zunächst nicht befürchtet. Mit einer deutlichen Schwächung des Euro muss jedoch in der kommenden Zeit gerechnet werden. Bei weiteren Herabstufungen von EU-Ländern drohen dann allerdings ernste Verwerfungen im Eurowährungsraum.
Links:
„Griechen wachsen die Schulden über den Kopf“, Handelsblatt, 08.12.09
Zum Artikel
„Griechische Banken im Strudel der Krise“, Handelsblatt, 10.12.09
Zum Artikel
„Zehn Gründe für die griechische Tragödie“, FTD, 10.12.2009
Zum Artikel
„EU nimmt Griechenland in die Pflicht“, Zeit Online, 11.12.09
Zum Artikel
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Donnerstag, 10. Dezember 2009 - 12:38 Uhr
Europa droht desaströse Bankenpleite (Update 6)

Die Hypo Group Alpe Adria ist in ernsten finanziellen Schwierig-keiten. Die Bank gilt als system-relevant, da sie mit Großkrediten in Osteuropa engagiert ist und nach Experten-Meinung ganze Länder mit in den Abgrund reißen könnte. Das Problem hierzulande: Die BayernLB ist mit zwei Dritteln an der HGAA beteiligt.
Die Bedrohung kommt aus Österreich, aber auch Osteuropa und Deutschland könnte ein gewaltiger finanzieller Schaden bevorstehen. Die Hypo Group Alpe Adria (HGAA) mit einer Bilanzsumme von 43 Milliarden Euro muss gerettet werden und zwar bis zum morgigen Freitag.
Über Finanzhilfen für das Institut streiten derzeit der Freistaat Bayern (Die HGAA gehört zu zwei Dritteln der BayernLB), das Land Österreich und das österreichische Bundesland Kärnten (Hauptsitz der Bank). Die HGAA benötigt dringend 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital. Und niemand will zahlen, da bereits viel Geld in das marode Institut gepumpt wurde und es vor einiger Zeit noch hieß, die Bank sei im Grunde gesund und ausreichend kapitalisiert.
Österreich schoss bereits 900 Millionen Euro zu und fordert nun ein zukunftsträchtiges Sanierungskonzept. Bayern sprang zuvor ebenfalls mit Milliardenbeträgen ein und hat kein Interesse daran, noch mehr deutsche Steuergelder nach Österreich zu überweisen. Nun droht der HGAA im Zweifel die Verstaatlichung. Die könnte dem Land Österreich einen herben Schlag versetzen. Und auch die bereits deutlich angeschlagene Bayern LB dürfte schwer an diesem Brocken zu schlucken haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unseren Artikel zur deutschen Einlagensicherung und die finanziellen Verflechtungen der deutschen Sparkassen mit den Landesbanken. Wenn die BayernLB blutet (es stehen 5 Milliarden Euro auf dem Spiel), dann bluten auch die bayrischen Sparkassen, weil Sie an der Landesbank beteiligt sind.
Der Fall HGGA zeigt einmal mehr, dass die Finanzkrise noch lange nicht ausgestanden ist. Im Gegenteil. Bankenpleiten dieser Größenordnung werden nun zur Systembedrohung, weil die hoffnungslos verschuldeten Staaten die zusätzlichen Lasten nicht mehr tragen können. Nach dem Schock aus dem Emirat Dubai kommen die Einschläge nun offensichtlich immer näher.
Der Fall HGGA zeigt einmal mehr, dass die Finanzkrise noch lange nicht ausgestanden ist. Im Gegenteil. Bankenpleiten dieser Größenordnung werden nun zur Systembedrohung, weil die hoffnungslos verschuldeten Staaten die zusätzlichen Lasten nicht mehr tragen können. Nach dem Schock aus dem Emirat Dubai kommen die Einschläge nun offensichtlich immer näher.
Links:
FTD, 10.12.09: "Alpenglühen wird zum Grauen"
Zeit Online, 10.11.09: "BayernLB rechnet mit Milliardenverlust"
Süddeutsche, 07.12.09 "Es sieht fürchterlich aus"
UPDATE, 13.12.09
Der Standard.at 12:30 Uhr
"Zähe Hypo-Verhandlungen gehen heute weiter"
Die Republik wird bei der Rettung der angeschlagenen Kärntner Bank laut Pröll "am Ende des Tages dabei sein" - Bisher keine substanziellen Fortschritte.
"BayernLB - Bank-Debakel kostet drei Milliarden Euro"
Sueddeutsche.de 22:00 Uhr
Die Regierung Seehofer erwartet hohe Kosten durch die missglückte BayernLB-Expansion - und bei der Hypo Alpe Adria werden Betrugsfälle bekannt.
14.12.09, 8:30 Uhr
"Österreich verstaatlicht BayernLB-Tochter"
Sueddeutsche.de
Österreich rettet in letzter Minute die Hypo Alpe Adria. Der Freistaat Bayern verzichtet deswegen auf 825 Millionen Euro - und tritt seine Anteile für einen symbolischen Euro ab.
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Mittwoch, 9. Dezember 2009 - 15:40 Uhr
Video: Was bedeutet Staatsbankrott?
Nach dem Dubai-Schock nun Griechenland. Auch Spanien steht plötzlich in den Schlagzeilen und weitere Staaten werden folgen. Den überschuldeten Ländern droht der Staatsbankrott. Deutschland war schon mehrfach Pleite. Der ZDF-Beitrag vom Februar zeigt historische Bilder der Währungsreform von 1948 und bringt die wesentlichen Probleme horrender Staatsverschuldung auf den Punkt.
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Dienstag, 8. Dezember 2009 - 13:46 Uhr
Gefahr für Ihr Erspartes: Deutsche Einlagengarantie ist nicht sturmsicher
Aus dem Statut des im Deutschen Bankenverband organisierten Einlagensicherungsfonds geht hervor: Es gibt bei einer Bankenpleite über die gesetzliche 50.000-Euro-Garantie hinaus keinen rechtlichen Schutz für Erspartes. Auch Inhaber von Konten bei Sparkassen und Genossenschaftsbanken sollten sich nicht in absoluter Sicherheit wiegen.
Man muss der Gefahr ins Auge sehen. Die Finanzkrise kann sich jederzeit dramatisch zuspitzen. Auch deutsche Banken können von heute auf morgen Pleite gehen. Hierzu reicht es aus, wenn aufgrund bestimmter Nachrichten ein Ansturm auf die Bank einsetzt und die Kunden ihre Einlagen abziehen. Das hat man zuletzt wieder beim Zusammenbruch der holländischen Privatbank DSB feststellen müssen. Solche Dinge geschehen über Nacht. Darauf sollte man vorbereitet sein.
Wenn die Konten leer sind
Im Fall eines Bankenansturms geht jedes Institut in kürzester Zeit bankrott. Hierfür sorgen die laxen Bestimmungen zur Mindestreserve für Spar- und Sichteinlagen. Die Geschäftsbanken müssen nur 2 Prozent ihrer kurz- und mittelfristigen Kundeneinlagen als unverzinsliches Guthaben bei der Bundesbank zurücklegen. Die restlichen 98 Prozent können sie weiterverleihen. Wenn also nur 3 von 100 Bankkunden gleichzeitig ihr Geld wollen, ist das Geldhaus zahlungsunfähig.
Dennoch wird den Menschen immer wieder gesagt, dass ihr Erspartes bei der Bank zu 100 Prozent sicher sei. Was diese „Garantien“ rund um die deutsche Einlagensicherung angeht, ist jedoch äußerste Vorsicht geboten! Goldreporter hat recherchiert, was tatsächlich hinter den Sicherungsversprechen deutscher Institute steht und ist zu einem alarmierenden Ergebnis gekommen.
Gesetzliche Einlagensicherung
Die Banken garantieren bei einer Pleite generell die Sicherung der Kundeneinlagen bis zu einem Betrag von 50.000 Euro pro Kunde und Konto. Dies entspricht der gesetzlich vorgeschriebenen Grundabsicherung. Grundlage hierfür ist das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG).
Um es vorwegzunehmen: Von einem höheren Betrag sollte man unter keinen Umständen ausgehen, auch wenn viele Banken mehr "versprechen"! Man muss im Grunde bis in die Tiefen der AGBs recherchieren und dort auch noch das Kleingedruckte lesen, um zu dieser Erkenntnis zu kommen.
Privatbanken - Odyssee durchs Kleingedruckte
Stellvertretend für alle übrigen Banken untersuchten wir die "Einlagengarantie" des Onlinebankers ING-DiBa. Auf der Internetseite des Finanzunternehmens heißt es diesbezüglich: "Zusätzlich ist die ING-DiBa AG dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. angeschlossen. Die Höhe der Einlagensicherung richtet sich nach dem Eigenkapital der jeweiligen Bank. Aufgrund der Eigenkapitalausstattung der ING-DiBa sind über diesen Fonds die Einlagen jedes einzelnen Kunden bis zu 1,18 Milliarden Euro pro Kunde abgesichert."
1,18 Milliarden Euro! Hört sich toll an.
Recherchiert man weiter in den separaten AGBs von ING-DiBa dann erfährt man hier unter "20. Einlagensicherungsfonds":
(3) Ergänzende Geltung des Statuts des Einlagensicherungsfonds
"Wegen weiterer Einzelheiten des Sicherungsumfangs wird auf § 6 des Statuts des Einlagensicherungsfonds verwiesen, das auf Verlangen zur Verfügung gestellt wird."
Wir recherchieren weiter im Statut der Einlagensicherung des Bundesverband deutscher Banken und stoßen im Abschnitt "§6 Umfang der Einlagensicherung" auf Punkt 10.
Hier heißt es lapidar (von uns unterstrichen und gefettet): "Ein Rechtsanspruch auf ein Eingreifen oder auf Leistungen des Einlagensicherungsfonds besteht nicht."
Was sagen Sie jetzt? Kein Rechtsanspruch! Alles nur schöne Worte. Wenn es also morgen bei Ihrer im Bankenverband organisierten Hausbank zum Äußersten kommt, dann muss der Einlagensicherungsfonds also keinesfalls greifen.
Klar, ein herber Reputationsverlust für Bank und den Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) wäre die Folge. Doch die haben im Ernstfall vermutlich größere Sorgen.
Der Pott ist leer
Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass die Einlagen des Sicherungsfonds des BdB nicht ausreichen, um Kunden bereits bei einer mittleren Bankenpleite zu entschädigen. Beispiel: Die Entschädigungszahlungen in Höhe von rund sechs Milliarden Euro im Rahmen der Abwicklung des deutschen Lehman-Ablegers konnte der Fonds seinerzeit nur mithilfe des staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin stemmen.
Es heißt außerdem, die Pleite der Schmidt-Bank im Jahr 2002 habe der Sicherungsfonds nur mit Mühe auffangen können. Damals mussten "nur“ geschätzte 3 Milliarden Euro aufgebracht werden.
Über die finanziellen Mittel im Einlagenfonds des BdB schweigen sich die Verantwortlichen aus. Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück nannte im Frühjahr den Betrag von 4,6 Milliarden Euro. In Finanzkreisen wird inzwischen gemunkelt, dass der Pott quasi leer sei. Der Bankenverband arbeitet derzeit an dessen Reformierung. Die sieht aber vor, die angeschlossenen Banken im Rahmen des Einlagensicherungsfonds zu entlasten!
Aber selbst wenn tatsächlich Geld aus dem Fonds an geschädigte Bankkunden fließt, es dürfte nach einer Pleite sehr lange dauern, bis die Mittel verfügbar sind. In der Zwischenzeit kann man als Bankkunde selbst in ernste Zahlungsschwierigkeiten geraten.
Sparkassen und Genossenschaftsbanken
Während die Privatbanken ihre Garantien über die gesetzliche Sicherung hinaus auf bis zu 30 Prozent des Eigenkapitals des Mitgliedsinstituts beschränken, werben die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken grundsätzlich mit 100 Prozent Einlagenschutz.
Sparkassen
Sparkassen sind öffentlich-rechtliche Kreditinstitute, mit Ausnahme einiger „freier Sparkassen“. Geht eine Sparkasse pleite, dann übernehmen die stärkeren Institute der Finanzgruppe üblicherweise die Lasten.
Volks- und Raiffeisenbanken
Der Bundesverband der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken unterhält eine genossenschaftliche Sicherungseinrichtung. Sie umfasst den Garantiefonds und den Garantieverbund. Im Wesentlichen garantiert der Verbund damit den Bestand jeder einzelnen Bank.
Systemrisiko
Bei beiden nicht-privaten Bankenvereinigungen hängt die Sicherheit der Einlagen am (Verbund-)System. Bricht es zusammen, dann ist jede Garantie für einzelne Institute ebenfalls Makulatur.
Die Sparkassen leiden derzeit vor allem unter dem Finanzierungsbedarf der Landesbanken, an denen sie beteiligt sind.
Das Zentral-Institut der Genossenschaftsbanken ist die DZ Bank, sie ist in Besitz der einzelnen Volks- und Raiffeisenbanken. Auch die DZ Bank musste im Zusammenhang mit Fehlspekulationen und dem Handel mit toxischen Wertpapieren bereits Milliardenbeträge abschreiben (siehe Links unten).
Auf den Zentral-Instituten liegen weiterhin schwere Lasten. Die Eigner, also die einzelnen Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken, müssen im Zweifel für die Verluste einspringen.
Aus diesem Grund ist die Einlagengarantie der Sparkassen und VR-Banken nur solange etwas wert, wie die finanziellen Lasten im Gesamtverbund tatsächlich tragbar sind. Von einem rechtlichen Anspruch auf die Rückzahlung der Einlagen im Krisenfall kann also auch hier keine Rede sein.
Versprochen, gebrochen
Aber was ist mit dem Merkel-Versprechen? Dass man skeptisch gegenüber Zusagen von Politikern sein muss, ist nichts Neues. Wie viele Wahlversprechen wurden in der Vergangenheit gebrochen? Das Kanzlerin-Versprechen aus dem vergangenen Jahr ("Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind ...") ist ohnehin zweifelhaft. Einen gesetzlichen Rechtsanspruch darauf gab es nie. Und die Regierung hat inzwischen auch gewechselt. Es ist ohnehin Unsinn, wenn die Bundesregierung die Einlagen der Sparer mit Geld garantiert, dass der Sparer in seiner Rolle als Steuerzahler später ohnehin wieder selbst aufbringen muss (Inflation, Währungsschnitt).
Fazit
Als sicherer gesetzlicher Garantie-Anspruch bleiben somit (seit Juli 2009) 50.000 Euro pro Kunde und Konto!
Erst ab dem 31. Dezember 2010 ist eine weitere Anhebung auf 100.000 Euro geplant. Lesen Sie hierzu die Details auf der Webseite des Finanzministeriums.
Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse ist es ratsam, seine Ersparnisse auf verschiedene Geldhäuser und Konten bis zu einem Maximalbetrag von jeweils 50.000 Euro aufzuteilen. Lesen Sie hierzu unseren Artikel zum Thema Tagesgeldkonten.
Links zum Thema:
„DZ Bank braucht frisches Kapital“, Spiegel vom 20.01.2009
„DZ-Bank-Chef vom Aufsichtsrat gerügt“, Handelsblatt vom 26.11.2009
"Schrumpfkur für Landesbanken", Pforzheimer Zeitung vom 18.11.2009
"Auch Sparkasse Düre...LB zahlen", Aachener Zeitung vom 3.11.2009
Goldreporter
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Dienstag, 8. Dezember 2009 - 13:40 Uhr
Geld sicher parken: Tagesgeldkonto

Da man auf dem aktuellen Niedrigzinsniveau gegenüber Festgeld oder Sparverträgen ohnehin kaum Rendite verschenkt, sind Tagesgeldkonten derzeit die sinnvollste Lösung, um Geld sicher zu "parken". Wenn die Krise sich zu verschärfen droht, hat man hier im Zweifel schnellen Zugriff auf sein Geld.
Ein Tagesgeldkonto ist online schnell eröffnet und kostenlos. Das Geld ist täglich verfügbar. Zur Sicherheit sind mehrere Tagesgeldkonten bei verschiedenen Banken empfehlenswert, weil man bei einigen Banken pro Tag nur einen Betrag von maximal 10.000 Euro online überweisen kann. Außerdem sind nur maximal 50.000 Euro pro Kontoinhaber im Fall einer Bankenpleite staatlich gesichert. Lesen Sie dazu unseren exklusiven Artikel: "Gefahr für Ihr Erspartes"
Tipp: Bei Gemeinschaftskonten hat im Falle einer Pleite des Instituts jeder Kontoinhaber jeweils separaten Anspruch auf die Einlagengarantie von maximal 50.000 Euro (§ 4 V EAEG)! Wenn man in einer Ehegemeinschaft lebt, so empfiehlt es sich, den Partner als Kontoinhaber mit einzutragen.
Wir haben für Sie eine Liste aktueller Tagesgeld-Angebote zusammengestellt. Die aufgeführten Banken sind (mit einer Ausnahme) Mitglieder des Bankenverbandes (BdB) und in damit dessen freiwilliger Einlagensicherung organisiert.
1822 direkt (100%-ige Tochter der Frankfurter Sparkasse)
ING-DiBa (Mitglied des BdB)
DAB Bank (Depot + Tagesgeldkonto; Mitglied des BdB)
.comdirect (Mitglied des BdB)
Citibank (Mitglied des BdB)
Mercedes-Benz Bank (Mitglied des BdB)
SEB-Bank (Mitglied des BdB)
Alle Angaben ohne Gewähr!
Und denken Sie daran: Wir empfehlen, mindestens 20 Prozent des Ersparten in echtem Gold und Silber anzulegen. Unsere Devise: Wenn Gold seinen wahren Wert offenbart, ist es egal, ob Sie bei 500 oder 1.500 Dollar gekauft haben. Dann ist es nur wichtig, welches zu besitzen!
Goldreporter
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Montag, 7. Dezember 2009 - 15:57 Uhr
Gold- und Silbermünzen werden wieder knapp

Der amerikanischen U.S. Mint geht das Gold aus. Die Prägeanstalt gab am Freitag bekannt, man werde bis auf weiteres keine 1-Unzen-Münzen mehr ausgeben. Auch die Versorgung mit Silber Maple Leafs gerät ins Stocken
Im Zeitraum von Ende vergangenen Jahres bis Anfang 2009 gab es im deutschen Einzelhandel einen extremen Engpass bei Edelmetallen zur Geldanlage. Die Edelmetallshops waren wie leer gefegt, viele Goldmünzen wie Krügerrand und Maple Leaf über Monate hinweg nicht verfügbar. Beim Kauf von Gold- und Silberbarren gab es Wartezeiten von bis zu 14 Wochen. Grund: Die enorme Nachfrage seitens der Anleger traf auf unzureichende Produktionskapazitäten bei Präge- und Scheideanstalten.
Nun gibt es erste Anzeichen einer erneuten Verknappung von Gold- und Silbermünzen.
Die amerikanische Prägeanstalt U.S. Mint gibt ab sofort keine American Gold Eagles und keine American Buffalos mehr aus. Dies betrifft jeweilis die 1-Unze-Münzen. Das berichtet die Internetseite Mineweb in Berufung auf ein Schreiben, das an Großhändler gerichtet war. Die Ausgabe stockte in den vergangenen Wochen schon mehrfach, ist aber nun wieder aufgenommen worden.
Lieferprobleme gibt es zudem bei den American-Buffalo-Münzen mit niedrigeren Nominalen. Das Stück zu 1/10 Unze ist derzeit vergriffen. 1/2 Unze und 1/4 Unze sind angeblich nur noch begrenzt verfügbar.
Die U.S. Mint stellt die Lieferung der American-Buffalo-Münzen mit einem Gewicht unterhalb einer Unze nun bis Mitte Dezember in Aussicht. Auch dann werde man aber die Nachfrage nicht in vollem Umfang befriedigen können, heißt es.
Der Grund für den Lieferengpass: Die U.S. Mint hat eigenen Aussagen zufolge nicht mehr genügend Gold zur Verarbeitung auf Lager.
Auch beim American Silber Eagle stockte bereits mehrfach das Angebot. Diese Silbermünze ist aber nun wieder verfügbar.
Derweil kommt es auch zu Engpässen bei der Versorgung mit dem Silber Maple Leaf. Hier gibt es bei Händlern, die ihre Ware direkt beim Produzenten Royal Canadian Mint bestellen, wie zum Beispiel Anlagegold24, bereits wieder Wartezeiten von 14 Tagen und mehr. Auch beim Münchner Händler pro aurum ist die Silber Maple Leaf derzeit ausverkauft.
Als einen der Gründe für angespannte Lierfersituation in Deutschland nennen Marktkenner rein wirtschaftliche Überlegungen seitens der nordamerikanischen Prägeanstalten. So geht Gerrit Homrighausen, Geschäftsführer des deutschen Anbieters MP Edelmetalle, davon aus, dass die Münzhersteller derzeit die amerkanischen Märkte bevorzugt beliefern. Dort erzielten sie schlichtweg höhere Margen. Deutsche Kunden gelten im Edelmetall-Sektor als preisbewusster und besser informiert.
Die Angebotssituation beim Hersteller Münze Österreich gilt bei deutschen Händlern derzeit noch als gut. Das Unternehmen stellt den Wiener Philharmoniker in Gold und Silber her. Aber auch hier wird in Kürze mit einem vorübergehenden Auslieferungsstop des "Silber Philis" gerechnet, spätestens mit der Umstellung auf den Prägejahrgang 2010.
Goldreporter
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Montag, 7. Dezember 2009 - 12:06 Uhr
Vier US-Banken verkaufen 414 Tonnen Gold auf Termin
Anfang Dezember steigerten die US-Banken das Volumen ihrer Vorwärtsverkäufe von Gold an der Warenterminbörse COMEX noch einmal um 8 Prozent auf ein neues Jahreshoch. Die Anzahl der US-Banken, die am Futures-Markt im Short-Selling von Gold engagiert sind, hat sich von zwei auf vier erhöht.
An der Warenterminbörse COMEX besteht weiterhin eine hohe Konzentration an Vorwärtsverkäufen von Gold, getätigt von nur vier US-Banken. Gegenüber dem Vormonat sind allerdings zwei amerikanische Banken dazu gekommen.
Laut aktuellem Bericht der Warenterminbörsenaufsicht U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat die Gesamtzahl aller im Gold-Futures-Handel eingegangenen Kontrakte (Open Interest) Anfang Dezember noch einmal gegenüber dem Vormonat um 5,5 Prozent zugenommen. Anders ausgedrückt: Es wurde mehr Gold auf Termin gehandelt als zum gleichen Zeitpunkt des Vormonats. Konkret: Die Anzahl aller Futures-Kontrakte (Open Interest) ist laut Bank Participation Report der CFTC im Vergleich zu Anfang November von 493.991 auf 521.433 gestiegen. Gold wird damit so stark auf Termin gehandelt, wie noch nie in diesem Jahr.
Die Short-Positionen der vier US-Banken alleine repräsentieren 25,6 Prozent aller Futures-Verträge an der COMEX. Da mit jedem einzelnen Kontrakt 100 Feinunzen Gold gehandelt werden, haben die vier Banken Anfang Dezember umgerechnet 414,48 Tonnen Gold auf Termin verkauft (+ 8% gegenüber Anfang November). Das entspricht einem aktuellen Zweitwert von zirka 15,36 Milliarden US-Dollar.
Die Entwicklung der Gold-Vorwärtsverkäufe durch US-Banken ist folgenden Grafiken zu entnehmen.
Quelle: Bank Participation Report der CFTC vom 01.12.2009; Grafik: Goldreporter.de
Weiter gestiegen sind auch die Vorwärtsverkäufe von Silber. US-Banken hielten Anfang November 42.733 Short-Futures auf das weiße Metall, 3,4 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vormonats. Das entspricht einer physischen Silbermenge von erstaunlichen 6.644,98 Tonnen (Kontraktgröße: 5.000 Unzen). Zum Vergleich: Im Jahr 2008 lag die gesamte weltweite Silberförderung bei 21.175 Tonnen. Die Anzahl der US-Banken, die Anfang Dezember an diesen Vorwärtsverkäufen beteiligt waren, wurde in diesem Monat nicht veröffentlicht. Im vergangenen Monat waren es lediglich zwei.
Hintergrund: Banken betreiben mit Warentermingeschäften Eigenhandel, bauen damit aber auch Gegenpositionen zu anderen Derivate-Geschäften auf, bei denen sie als Kontrahenten ihrer Kunden auftreten. Die starke Konzentration auf der Short-Seite bei Gold und Silber wird von Kritikern jedoch seit langem als marktbeherrschend und manipulativ angesehen.
Short-Positionen auf dem Futures-Markt können im Prinzip täglich mit Gegenpositionen, also entsprechenden Kaufvereinbarungen, glattgestellt werden. Mit großvolumigen Vorwärtsverkäufen besteht aber die Möglichkeit, Kurse an der Warenterminbörse kurzfristig stark zu drücken. Durch Arbitrage-Geschäfte zwischen Spot- und Terminmarkt korrespondieren die Kurse auf beiden Märkten eng miteinander.
Im Rahmen der aktuellen Konsolidierung der Gold- und Silber-Preise spielen diese Short-Engagements der Banken eine nicht unbedeutende Rolle. Gold zur Lieferung im Februar (meistgehandelter Gold-Future) wurde am Montagmorgen zu 1.145 Dollar gehandelt. Der Goldpreis liegt damit rund 70 Dollar oder etwa 6 Prozent hinter dem Jahreshöchstkurs zurück.
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Montag, 7. Dezember 2009 - 10:40 Uhr
Nach Zukäufen im November: Russland will noch mehr Gold

Nach Angaben der Tageszeitung The Moscow Times hat die Russische Zentralbank alleine im November ihre Goldreserven um rund 21 Tonnen erhöht. Weitere Goldkäufe sollen folgen.
Die Russische Zentralbank hat ihre Goldkäufe im November deutlich beschleunigt. Wie The Moscow Times in Berufung auf einen Moskauer Analysten schreibt, hat Russland seine Goldreserven in der Woche vom 27. November um 790 Millionen US-Dollar auf insgesamt 23,1 Milliarden US-Dollar erweitert. Zum Tagespreis bewertet, entsprach dieser Betrag am 1. Dezember einer Gesamtmenge von 602,69 Tonnen.
Am 27. November wurde der Goldpreis in London bei 1.166,50 Dollar pro Unze fixiert. 170 Millionen Dollar entsprachen an diesem Tag 677.239 Unzen oder 21,06 Tonnen Gold.
Russland plane, die Goldreserven weiter zu erhöhen, um die Währungsreserven des Landes als Alternative zum schwächelnden US-Dollar weiter zu diversifizieren, heißt es.
Goldreporter
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Samstag, 5. Dezember 2009 - 11:31 Uhr
6 neue Bankenpleiten: US-Einlagensicherung muss erneut Milliarden stemmen

Nachdem in der vergangenen Woche keine US-Bankenpleite gemeldet wurde, mussten am Freitag erneut sechs amerikanische Institute abgewickelt werden.
Zu den Pleite-Kandidaten gehören Greater Atlantic Bank aus dem Bundesstaat Virgina, Benchmark Bank aus Illinois,
AmTrust Bank aus Cleveland/Ohio, The Tattnall Bank sowie First Security National Bank und The Buckhead Community Bank (alle Georgia). Gemeinsam wiesen die Banken zuletzt Aktiva in Höhe von 13,42 Milliarden US-Dollar und Einlagen in einem Umfang von 9,37 Milliarden Dollar.
Die AmTrust Bank stellt mit 12 Milliarden Dollar an Aktiva und 8 Milliarden Dollar an Einlagen die größte Pleite des Wochenendes dar.
Der amerikanische Einlagensicherungs-Fonds wird durch diese Pleiten mit insgesamt 2,39 Milliarden Dollar belastet.
Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), die den Einlagensicherungsfonds verwaltet, gab für das dritte Quartal ein Defizit von 8,2 Milliarden US-Dollar bekannt und verbucht damit erst zum zweiten Mal in der Unternehmensgeschichte einen Verlust.
50 Banken meldeten in diesen drei Monaten Insolvenz an. Im gesamten Jahr 2009 sind bereits 130 US-Banken zusammengebrochen. Die Liste der als Problembanken geltenden US-Institute wurde von 416 auf 552 Institute verlängert.
Goldreporter
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Freitag, 4. Dezember 2009 - 15:25 Uhr
10 Gründe, warum es keine "Gold-Blase" gibt
Soll ich jetzt noch einsteigen? Ist der Goldpreis nicht schon viel zu hoch? Diese Fragen stellen sich zögerliche Anleger mittlerweile seit mehreren Jahren. Nach dem kräftigen Kursanstieg der letzten Monate kommen nun erste Befürchtungen auf, wir könnten uns schon am Ende einer "Gold-Blase" befinden. Goldreporter nennt 10 triftige Gründe, warum es für solche Bedenken derzeit keinen Anlass gibt.
1. Zentralbanken
Warum kaufen die Zentralbanken (China, Indien, Russland, Mauritius etc.) derzeit massiv Gold zu (nominal) historischem Höchstkursen? So schlecht kann der Tausch von Papiergeld gegen Edelmetall auf dem aktuellen Niveau für die Institute nicht sein. Gold zu teuer? Dafür findet man auf Zentralbankebene keine Spur!
2. Kaufkraftvergleich
Inflationsbereinigt ist der Goldpreis noch meilenweit von seinen historischen Höchstständen entfernt. Im Januar 1980 kostete Gold 852 US-Dollar. Berücksichtigt man den Wertverlust des Dollars bis zum heutigen Tag, dann entspricht dieser damalige Betrag heute rund 2.500 US-Dollar. Insofern müsste sich der Goldpreis vom jetzigen Niveau aus noch einmal verdoppeln, um wirklich als historisch hoch gelten zu können.
3. Deutschland
Deutschland ist laut World Gold Council mit rund 3.408 Tonnen Gold und einem Gold-Anteil an den gesamten Reserven von 69,2 Prozent nach den USA offiziell der größte Goldeigner weltweit. Die Bundesbank könnte Gold verkaufen, um finanziellen Spielraum in der Krise zu schaffen. Oft hat man darüber nachgedacht. Doch man hält „zu Höchstkursen“ an den Goldbeständen fest, weil sie in den Währungshütern in der Krise offensichtlich lieb und teuer sind.
4. China
China ist weiterhin scharf auf das wertbeständige Edelmetall. Das Land diversifiziert weiter seine Währungsreserven, um sich gegen den Dollar-Verfall zu schützen. Eine Überhitzung des Marktes durch eigene unlimitierte Goldkäufe schließt die dortige Zentralbank aus (wir berichteten). So wirkt China als Regulator am Goldmarkt und baut auch auf hohem Kursniveau seine Goldreserven kontinuierlich aus.
5. Inflation
Der Goldpreis profitiert in Zeiten hoher Inflationsraten besonders stark. Derzeit befinden wir uns jedoch in einer Phase stagnierenden oder sinkenden Preisniveaus. Was geschieht mit dem Goldkurs, wenn die Inflationsraten auf das Niveau der letzten großen Goldhausse steigen? In den USA lag die offizielle Inflationrate im Frühjahr 1980 bei 14,5 Prozent. In Deutschland waren es Ende 1974 7,5 Prozent. Hiervon sind wir derzeit noch weit entfernt.
6. Marktkapitalisierung
Wie weltweit bislang geförderte Goldmenge wird auf 160.000 Tonnen geschätzt. Das entspricht 5,145 Milliarden Unzen. Diese haben derzeit bei einem Goldkurs von 1.200 US-Dollar einen Marktwert von 6,17 Billionen US-Dollar. Das Volumen allen Geldes, das in Aktien und Geldmarktpapieren steckt beläuft sich dagegen grob geschätzt auf 150 Billionen US-Dollar. Wenn nur 1 Prozent dieser Summe in physisches Gold investiert würde, dann entspreche dies derzeit (bei konstanten Preisen) ungefähr einer Goldmenge von 16 Jahres-Produktionen á 2.400 Tonnen oder dem 36-fachen der aktuellen Goldreserven Chinas. Der Preis-Effekt einer solchen theoretischen Nachfrage in diesem verhältnismäßig kleinen Markt wäre exorbitant. Die Marktverhältnisse zeigen: Der große Run auf Gold hat noch nicht eingesetzt.
7. Systemrisiko
Gold wird vor allem zum Schutz gegen Geldentwertung und Systemrisiken gekauft. Das Thema Geldentwertung wurde bereits in Punkt 5 erwähnt. Das Ende des aktuellen Schulden- und Papier-Geldsystems ist jedoch nur eine Frage der Zeit. Der bestehende Zinseszinseffekt macht die weltweite Staatsverschuldung zu einer Exponentialfunktion, dass die Zahlungsversprechen der Staaten (unser „Geld“) irgendwann wertlos macht. These: Solange wir keine Hyperinflation und oder neue Währungsreform erleben, wird der Gold als Versicherung gegen dieses Systemrisiko nachgefragt. Und wenn der Wert des Papiergeldes gegen Null strebt, strebt der nominelle Wert des Goldes faktisch gegen unendlich. Davon sind wir derzeit buchstäblich noch unendlich weit entfernt!
8. Öffentliche Wahrnehmung
Sprechen Sie einmal mit ihren Kollegen, Freunden und Verwandten. Wie viele Menschen wissen, was ein Maple Leaf oder ein American Gold Eagle ist? Weiterhin ist nur ein Bruchteil der Bevölkerung in Gold investiert. Solange die Bild-Zeitung die Goldkurse nicht täglich auf der Titelseite präsentiert und solange man dort keine fantastischen Gold-Geschichten liest („Gold sei Dank: Frau zahlte Eigentumswohnung mit Krügerrand“ ), kann von "Gold-Blase" keine Rede sein.
9. Definitionssache
Durch nichts gedecktes Papiergeld lässt sich unendlich vermehren, Gold nicht. Gold ist aber nichts anderes als ein Maßstab für den Wert der Währung, mit der es in Relation gesetzt wird. So kann man aktuell vielleicht von einer "Geld-Blase" sprechen, mit "Gold-Blase" hat das nichts zu tun. Siehe auch Punkt 7 (Stichwort „Unendlichkeit“).
10. Papiergold vs. physisches Gold
Das Volumen der Goldderivate, also Lieferversprechen oder Wetten auf das Edelmetall stieg zuletzt kontinuierlich an. Die Notenbanken haben teilweise ein Vielfaches der tatsächlichen physischen Goldbestände, so genannte Goldforderungen, in ihren Büchern stehen. Gold wurde wie Sichteinlagen einer Geschäftsbank mehrfach verliehen. An der Warenterminbörse werden große Bestände nicht vorhandenen Goldes "leer" verkauft.
Diese "Papier-Gold"-Geschäfte wickelt man derzeit bei Fälligkeit oft in Form des Barausgleiches ab. Wenn die Gold-Gläubiger - wie zuletzt immer häufiger geschehen - auf physische Lieferung bestehen, dann wird die wahre Knappheit des physischen Goldes die Märkte überraschen und der Goldpreis erst richtig durch die Decke gehen.
Goldreporter
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Donnerstag, 3. Dezember 2009 - 12:49 Uhr
Wie China den Goldpreis diktiert

Nachdem das Land zluetzt innerhalb eines Jahres seine Goldreserven verdoppelte, lautet die Politik der chinesischen Zentralbank nun offensichtlich „Gold kaufen, bei Kursrücksetzern“. Sie diversifiziert damit kontinuierlich ihre Währungsreserven, stabilisiert den Kurs des Edelmetalls und verhindert gleichzeitig dessen Überhitzung.
„Buy the Dips“, lautet die englische Bezeichnung einer Investment-Strategie, bei der man in Phasen kontinuierlich steigender Preise bei Kursrücksetzern nachgekauft. Nach dieser Devise handelt derzeit offensichtlich die Chinesische Zentralbank. Und zwar in Sachen Gold. Man schätzt, dass das Land des Lächelns Währungsreserven von umgerechnet 2,3 Billionen US-Dollar angehäuft hat. Der größte Teil dieser Mittel aus Exportüberschüssen wird nach wie vor in US-Dollar beziehungsweise amerikanischen Staatsanleihen gehalten. Der rasante Wertverlust des Greenback bereitet den Verantwortlichen in China bekanntlich seit geraumer Zeit gehöriges Unwohlsein. Aus diesem Grund kauft das Land seit Jahren werthaltige Assets, wie ausländische Firmen, Rohstoffe und natürlich Gold.
Klammheimlich verdoppelt die People's Bank of China innerhalb eines Jahres ihre Goldreserven auf offizielle 1.054 Tonnen. Das wurde im Sommer bekannt. Inzwischen dürften sich die Edelmetall-Bestände erneut vergrößert haben.
Nachdem der Preis pro Feinunze Gold die Marke von 1.200 US-Dollar überschritten hat, kauft jedoch auch China nicht mehr wahllos und zu jedem Preis. Der Vize-Präsident der Chinesischen Zentralbank, Hu Xiaolian, äußerte sich laut Medienberichten kürzlich wie folgt: „Wir müssen die langfristigen Effekte im Hinterkopf behalten, wenn wir überlegen, was wir als Reserven verwenden. Wir müssen nach einer möglichen Blasenbildung bei bestimmen Anlagen Ausschau halten und dort vorsichtig agieren“.
China ist sich seiner Rolle im Goldmarkt sehr bewusst. Massive Käufe innerhalb dieses in Sachen Marktkapitalisierung überschaubaren Segments lassen den Preis für das Edelmetall schnell ansteigen. Chinas potenzielle Kaufkraft könnte den Goldmarkt in kürzester Zeit überhitzen. Aber gerade einmal 1,9 Prozent der gesamten Reserven hält das Land in Gold. Zum Vergleich: Bei den großen europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien) sind es offiziell rund 70 Prozent.
Eine Strategie „Buy the Dips“ ist somit für die chinesische Zentralbank das Gebot der Stunde. Immer wenn der Goldpreis etwas nachgibt, steigt man als Käufer ein. Das verhindert einen schnellen Anstieg des Goldkurses und stützt den Preis gleichzeitig auf hohem Niveau.
Insofern herrscht auch auf dem Goldmarkt eine starke Wechselbeziehung zwischen den USA und China. Während die Vereinigten Staaten mit ihrer Schuldenpolitik den Dollar schwächen und damit den relativen Wert des Goldes erhöhen, sorgt China mit echter Gold-Nachfrage für einen weiterhin positiven Kursverlauf.
Goldreporter
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Mittwoch, 2. Dezember 2009 - 17:11 Uhr
Video: „Bankenaufsicht - Wie Kontrolle versagt“
Rating-Agenturen und Bankenaufsicht wird eine Mitschuld an der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise angelastet. In zahlreichen Fällen wurde Instituten noch kurz vor ihrer Pleite von Wirtschaftsprüfern hervorragende Finanz-Atteste ausgestellt.
Der Bericht des TV-Magazins Monitor vom 24. September enthüllt anhand geheimer Dokumente, wie echte Bankenkontrolle aufgrund von Interessenkonflikten zwischen Anlegern, Bankeigentümern und der Politk scheitert.
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Mittwoch, 2. Dezember 2009 - 09:17 Uhr
Gold kostet erstmals mehr als 800 Euro

Gold kostete am heutigen Mittwoch erstmals mehr als 800 Euro. Die Gemeinschaftswährung wurde 1999 als Buchgeld eingeführt. Gold war in Euro gerechnet noch nie so teuer.
Am Dienstag ist der Preis für die sofortige Lieferung des Edelmetalls erstmals über 1.200 US-Dollar gestiegen. Am Mittwochmorgen setzte Gold seine Rekordjagd im asiatischen Handel fort und erreichte 1.215 Dollar.
Aktuelle Chartansicht Gold
Der US-Dollar, der gestern gegenüber dem Euro ein weiteres 15-Monats-Tief markierte, erholte sich dagegen etwas. Dies ist auch der Grund für den neuen Euro-Rekord bei Gold. Die Gemeinschaftswährung wurde heute nur noch knapp über 1,50 US-Dollar gehandelt, während am Tag zuvor bereits mehr 1,51 Dollar gezahlt werden mussten.
Aktuelle Chartansicht Silber
Silber hält sich weiter über 19 US-Dollar. Diese Marke hatte das weiße Metall am Dienstag im Sturm erobert. Am Morgen rangierte Silber charttechnisch an der oberen Begrenzung einer Dreieck-Formation (siehe Chart). Wird diese nach oben durchbrochen, dann darf mit einem weiteren Kursanstieg gerechnet werden.
Das Euro-Hoch bei Silber liegt auf Basis des Londoner Fixing bei 13,57 Euro und stammt vom 6. März 2009. Gestern schloss Silber in London bei 12,42 Euro.
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Dienstag, 1. Dezember 2009 - 15:35 Uhr
Gold-Historie: So verhält sich der Goldpreis im Dezember!
Am heutigen Dienstag hat der Goldpreis die Marke von 1.200 US-Dollar überquert und damit ein neues Allzeithoch markiert. Wird jetzt die nächste Stufe der Goldkurs-Rakete gezündet oder kommt es in diesem Monat doch zu einer größeren Korrektur? Diese Frage kann derzeit niemand so genau beantworten. Eins ist allerdings sicher: Der Dezember ist statistisch gesehen kein schlechter Monat für steigende Goldpreise.
Der Dezember ist historisch gesehen kein Monat der großen Goldpreissprünge. Derbe Einbrüche hat es jedoch ebenso nicht gegeben. Über die vergangenen Jahre hinweg brachte der letzte Monat des Jahres dem Goldkurs etwa zu gleichen Teilen Gewinne und Verluste ein. Eine Analyse der Kursentwicklung seit 1972 auf Basis des Londoner Fixings (A.M.) ergab folgendes Ergebnis.
Im Zeitraum von 1972 bis 2008 ist der Goldpreis im Monat Dezember um durchschnittlich 1,72 Prozent gegenüber dem Vormonat November gestiegen. In 19 der letzten 37 Jahre stieg der Goldpreis im Dezember, 18 Mal fiel er gegenüber dem Vormonat.
Eine komplette Übersicht über die Goldpreisentwicklung im Dezember seit 1972 erhalten Sie in der folgenden Grafik.
Der beste Dezember in dieser Betrachtung war jener im Jahr 1979. Damals, kurz vor dem Höhepunkt der letzten großen Goldhausse, zog Gold um 25,6 Prozent gegenüber dem November des selben Jahres an. Den historisch schlechtesten Dezember verzeichneten wir 1983 mit einem Minus von 5,98 Prozent. Ein Blick auf die jüngere Vergangenheit zeigt, in den letzten zwei Jahren ist Gold im Dezember jeweils gestiegen.
Goldreporter
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Montag, 30. November 2009 - 18:07 Uhr
China wird zur ultimativen Gold-Macht

Nach dem Titel des größten Goldproduzenten, strebt das Land in diesem Jahr nun auch die Vorherrschaft bei der weltweiten Goldnachfrage an.
China wird Indien als weltweit größter Goldkonsument ablösen. Zu diesem Schluss muss man nach der aktuellen Prognose der China Gold Association kommen. In diesem Jahr rechnet die Vereinigung für das eigene Land mit einer Goldnachfrage von mehr als 450 Tonnen. 2008 waren es 395,6t.
China hat sich 2007 bereits zum größten Goldproduzenten hinter den Vereinigten Staaten gemausert. Die rund 310 Tonnen, die das Land durch eigene Minenproduktion in diesem Jahr zum Goldangebot beisteuert (2008 waren es 288 Tonnen), reichen jedoch nicht aus, um die eigene Inlandsnachfrage zu befriedigen. China muss somit weiterhin bedeutende Mengen Gold am Weltmarkt zukaufen.
„Die Inflationssorgen haben die chinesische Konsumentennachfrage in diesem Jahr hoch getrieben, für Dinge wie Eigenheime, Autos und Gold“, so Zhou Shijan, Professor an der Tsinghua Universität gegenüber dem Wirtschaftsdienst Bloomberg. Die Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren ist in China dieses Jahr um 34 Prozent gestiegen. Mit 29 Tonnen wurde im Land des Lächelns so viel Anlagegold gekauft wie in keinem anderen Land der Welt. Auch bei der Schmucknachfrage macht China dem Weltrekordler Indien immer stärker Konkurrenz. In den ersten neun Monaten haben die Chinesen 19 Prozent mehr Gold- und Silberschmuck angeschafft. Im dritten Quartal lagen sie mit 99,5 Tonnen Goldschmuck nur noch 10 Prozent hinter der Nachfrage Indiens zurück.
Goldreporter
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Montag, 30. November 2009 - 16:33 Uhr
Investment-Tipp: Die Gold-Rente

Die Rente ist sicher? Sicher nicht! Wenn Sie heute recherchieren, was Sie einmal an staatlicher Rente erhalten werden, dann kommt keine Freude auf. Denn abgesehen von der nominellen Höhe Ihres künftigen Rentenanspruchs, was ist das Geld in 10, 20 oder 30 Jahren überhaupt noch wert? Von einer staatlich geförderten privaten Vorsorge nach dem Schema "Riester" oder "Rürup" ist vor diesem Hintergrund ohnehin abzuraten. Doch wie sichert man sich fürs Alter am besten ab, wenn auf dem Weg dorthin schleichende Geldentwertung und/oder Währungsreform drohen? Schon mal an eine Goldrente gedacht?
Gold als langfristiger Wertspeicher
Wie wäre es, wenn Sie jeden Monat einen gewissen Betrag in Gold und Silber investieren? Damit sichern Sie einen Teil Ihres zukünftigen Finanzbedarfs dauerhaft ab. Denn unabhängig vom aktuellen Wert des Edelmetalls an den Börsen, Gold hat über Jahrhunderte hinweg seine Kaufkraft erhalten.
So werden Sie auch in 25 Jahren für eine Unze Gold noch einen hochwertigen Herrenanzug erhalten, genau wie Anfang des 19. Jahrhunderts. Als historisch überliefert gelten auch die Kosten einer Toga inklusive Gürtel und Sandalen zur Zeit den Römischen Reiches: 1 Unze Gold.
Hungrige Inflation
Was wird man im Jahr 2034 wohl noch für 780 Euro Papiergeld (heutiger Wert einer Unze Gold) erhalten, wenn man bedenkt, dass die europäische Einheitswährung alleine seit ihrer Einführung 1999 stattliche 23 Prozent an Wert verloren hat? Und das sind nur die offiziellen Zahlen.
Die Zusammensetzung des zur Konsumentenpreisentwicklung herangezogenen Warenkorbs wird bekanntermaßen von Währungshütern und Politik gerne so strukturiert, dass die Inflationsraten niedrig bleiben.
Vieles spricht dafür, dass der Euro in einigen Jahren ohnehin bereits Geschichte ist, und mit ihm die nominellen Ansprüche aus Renten- und Lebensversicherung, die Sie jetzt als sicher erachten!
Goldsparen fürs Alter
Wenn Sie jetzt aber regelmäßig Gold und Silber kaufen, dann können Sie den Edelmetallbestand später Monat für Monat in Form einer Rentenauszahlung liquidieren oder größere Mengen in eine dann vielleicht stabilere Währung umtauschen. Ganz egal was passiert, Sie haben auf jeden Fall ein werthaltiges Polster geschaffen, das sich der Entwertung durch staatliche Schuldenpolitik und geldpolitisches Harakiri der Notenbanken entzieht.
Münzrente
Gold- und Silbermünzen eignen sich am besten für einen privaten Goldsparplan. Wählen Sie dazu die gängigsten und am meisten gehandelten Stücke z.B.: Krügerrand, Gold Maple Leaf, Silber Maple Leaf oder Silber Philharmoniker.
Dazu kann man regelmäßig einige Silberbarren erwerben. Größere Goldbarren eignen sich weniger für einen solchen Rentensparplan, da man später gezwungen ist, diese Barren auf einmal zu verkaufen und Zersägen sicher keine gute Alternative der Stückelung ist.
Goldsparpläne
In diesem Zusammenhang kann man sich auch einmal mit Goldsparplänen vertraut machen, die von Einkaufsgemeinschaften angeboten werden. Hierbei erfolgt der monatliche Kauf von Gold und Silber automatisiert, bereits ab einem Betrag von 25 Euro. Man erwirbt physisches Edelmetall, das extern aber bankenunabhängig gelagert wird. Hier können Sie kostenlos und unverbindlich Informationen für ein solches Angebot anfordern! Wir empfehlen allerdings Gold und Silber im eigenen Tresor oder Bankschließfach!
Fazit
Die persönliche Zukunft von Papiergeld-Nominalen abhängig zu machen, ist im höchsten Maße fahrlässig. Physisches Gold und Silber müssen als essentieller Bestandteil der Altersversorgung angesehen werden. Mit der Goldrente kann man einen Teil seiner persönlichen finanziellen Zukunft sichern. Davon sollte man unbedingt Gebrauch machen.
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Montag, 30. November 2009 - 12:19 Uhr
Dubai-Krise: Versicherungen gegen Bankenpleiten verteuern sich deutlich

Die westlichen Banken halten sich weiter bedeckt, was ihr Kredit-Engagement in den Emiraten angeht. Die Versicherungsprämien für Zahlungsausfälle europäischer und amerikanischer Institute sind am Freitag allerdings deutlich gestiegen. Vor allem die WestLB muss große Aufschläge bei den Credit Spreads hinnehmen.
Der Deutsche Derivate Verband (DDV) veröffentlicht normalerweise täglich die so genannten Credit Spreads. Sie stellen einen Bewertungsmaßstab für die Bonität von Finanzinstituten dar. Hierzu werden die Basispunkte der Versicherungsprämie aufgeführt, die zu entrichten sind, um sich gegen einen Ausfall der Schuldverschreibungen des jeweiligen Unternehmens abzusichern.
Diese Werte sind am Freitag für sämtliche in dieser regelmäßigen Aufstellung enthaltenen Banken zum Teil deutlich angestiegen, nachdem mehrere Tage in Folge keine neuen Daten veröffentlicht wurden.
Geht man rein von den aktuellen Zahlenwerten aus, dann könnte man zur Auffassung gelangen, die West LB leide besonders stark unter dem Dubai-Schock. Die Versicherungsprämie für die West LB ist von 92,24 Basispunkten um nicht weniger als 63 Prozent auf 150,38 angestiegen. Laut Finanzkreisen hat die WestLB aber angeblich keine Kreditbindung mit dem angeschlagenen Staatsunternehmen Dubai World.
Auch für eine Ausfallversicherung von Anleihen der Deutschen Bank (+16,58%) und der Bayrischen Landesbank (+18,54%) müssen nun deutlich höhere Prämien gezahlt werden. Im Vergleich zu den Prämien nach der Lehman-Pleite Ende vergangenen Jahres sind die Werte dagegen geradezu auf moderatem Niveau. Damals notierten die Credit Spreads bei einzelnen Banken über 400 Basispunkten.
Die Entwicklung der Credit Spreads vom 23.11.2009 auf den 27.11.2009 in der Übersicht:
Hinweis: Die Informationen beziehen sich auf Credit Default Swaps mit einer Laufzeit von fünf Jahren und Unternehmensanleihen als Referenzprodukt.
Quelle: Deutscher Derivate Verband; eigene Recherche
Foto: Goldreporter.de
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