Dienstag, 2. Februar 2010 - 17:13 Uhr
Gold-ETFs verlieren Anleger - Nachfrageschwäche oder Misstrauen gegenüber Papiergold?

Die Goldbestände des weltweit größten Gold-ETFs, SPDR Gold Trust, sind im Januar um 1,9 Prozent zurückgegangen. Zu den Gründen gibt es ganz unterschiedliche Meinungen.
Um 21,7 Tonnen auf 1.111,92 Tonnen fielen die Goldbestände des Gold-ETFs SPDR Gold Trust am letzten Handelstag im Januar. Das geht aus den offiziellen Zahlen auf der Website des Fondsanbieters hervor. Am 31. Dezember wurden mit 1.133,62 Tonnen noch um 1,95 Prozent höhere Goldbestände gemeldet. Das Allzeithoch stammt vom 1. Juni 2009. Es lag offiziell bei 1.134,03 Tonnen. Bei SPDR Gold Trust (Börsenkürzel: GLD) handelt es sich um einen Fonds, der die Anteile der Investoren eigenen Angaben zufolge zu 100 Prozent in physischem Gold anlegt und in den eigenen Vaults lagert.
Auch der größte Silber-ETF, iShares Silver Trust (SLV), musste Edelmetallbestände abbauen. Im Januar lagerte SLV 107 Tonnen (1,1 Prozent) weniger Silber, als im Dezember 2009. Einen Monat zuvor kaufte der Fonds noch 660 Tonnen für seine Anleger ein.
Banken-Analysten begründen den Rückgang der Fonds-Tonnagen mit der allgemein schwächeren Edelmetall-Nachfrage seit Ende Dezember. „Die Investment-Nachfrage bei Gold und Silber flaute Ende 2009 ab, vor allem weil der US-Dollar gegenüber dem Euro aufwertete", sagt Anne-Laure Tremblay von BNP Paribas. Sie rechnet auch im ersten Quartal 2010 mit einer schwächeren Gold- und Silber-Nachfrage. Entsprechend erwartet ihr Institut auch geringere Mittelzuflüsse bei den ETFs.
Der US-Ökonom James Turk sieht jedoch noch ganz andere Gründe für die schwächere ETF-Nachfrage. Er wundert sich, dass die SPDR-Gold-Bestände im April 2009 bei 1.127 Tonnen lagen und heute kaum höher rangieren. Dabei habe der Goldpreis damals bei 870 Dollar notiert und sei in der Zwischenzeit deutlich über 1.000 Dollar gestiegen. Turk: „Das bedeutet, dass sich der Markt mit Papiergold nicht mehr anfreunden kann“. Er ist der Meinung, Investoren vertrauten immer mehr nur noch echtem Gold in den eigenen Händen.
Mehr brisante Informationen zu möglichen Schieflagen bei großen Gold-ETFs erhalten Sie übrigens in unserem aktuellen Spezial-Report (siehe unten).
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Montag, 1. Februar 2010 - 19:04 Uhr
So läuft Gold im Februar
Trotz eines kleinen Rücksetzers im Januar ist der langfristige Aufwärtstrend des Goldpreises ungebrochen. Der Januar bescherte Euro-Anlegern sogar ein kleines Plus von 1,17 Prozent. Wie geht es in diesem Monat weiter? Wir wissen zumindest, wie der Februar in den vergangenen Jahren für Gold gelaufen ist.
Der Februar ist ein typischer Trendfolger. In Zeiten allgemein steigender Kurse beschert dieser Monat Goldanlegern regelmäßig einen Gewinn. Nach dem Ende der letzten Goldhausse sorgte er dagegen hauptsächlich für Verluste.
Zwischen 1980 und dem Jahr 2000 schloss der Goldpreis jeweils Ende Februar in 16 von 21 Jahren schwächer. Von 1973 bis 1979 stand dagegen ein sattes Plus von durchschnittlich 11,71 Prozent zu Buche. Auch in den vergangenen drei Jahren lief es ziemlich gut. Der Goldkurs notierte im Mittel 4,16 Prozent höher als am Ende des vorangegangenen Januars.
Die Bilanz von 1973 bis heute fällt jedoch leicht negativ aus: Zu 54 Prozent schloss der Februar mit negativen Vorzeichen.
Der Rekord: Im Februar 1973 stieg der Goldpreis um 29,24 Prozent. Mit einem Verlust von 16,55 Prozent fiel der schlechteste Februar auf das Jahr 1983.
Eine komplette Übersicht über die Goldpreisentwicklung im Februar seit 1973 erhalten Sie in der folgenden Grafik.
Alle Preise London Fix A.M. / Quelle: LBMA, eigene Recherche
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Montag, 1. Februar 2010 - 09:06 Uhr
Goldschwäche wegen Dollarstärke
Die Entwicklung des Goldpreises glich in den ersten Wochen des neuen Jahres einer Achterbahnfahrt. Mit einer großen Schwankungsbreite im Verlauf der einzelnen Handelstage und dem gefühlten Mini-Crash, kommt bei manchem Goldanleger Unsicherheit auf. Wenn man die Entwicklung des Goldpreises in US-Dollar mit dem auf Euro-Basis vergleicht, dann können Investoren hierzulande jedoch gelassen bleiben. Der Januar endete mit einem Plus.
Die erste Handelswoche begann für Gold furios. Gut 4 Prozent - auf 1.158 Dollar - stieg der Preis pro Feinunze bis zum 11. Januar. In den folgenden Tagen ging es dann im Zickzackkurs rasant rauf und vor allem runter. Am vergangenen Freitag notierte der Goldpreis zeitweise unterhalb von 1.080 Dollar. Seit dem Rekordhoch am 3. Dezember 2009 verlor das Edelmetall damit immerhin gut 11 Prozent an Wert.
Schuld daran sind jedoch nicht die fundamentalen Daten, wie zum Beispiel eine nachlassende Goldnachfrage. Vor allem der stärkere US-Dollar sorgte für sinkende Kurse bei den Edelmetallen.
Stellt man nämlich den Goldpreis in US-Dollar mit dem entsprechenden Wert in Euro gegenüber, dann erkennt man folgendes. Der Goldkurs in der europäischen Gemeinschaftswährung gerechnet, schwankte weniger stark und gab gegenüber seinem Höchstkurs bei 805 Euro am 3.12.09 auch nur rund 4 Prozent nach.
Die folgende Abbildung zeigt die Veränderung des Goldpreises zwischen dem 1. Januar und dem 29. Januar, jeweils im Vergleich zum Vortag.
Unter dem Strich konnte der Goldpreis in Euro umgerechnet im Januar um 1,17 Prozent zulegen, während der Dollarkurs des Goldes im ersten Monat des Jahres ein Minus von 2,31 Prozent verbuchte.
Die aktuelle Schwäche der Edelmetallkurse ist also vor allen Dingen auf das kleine Comeback des US-Dollars zurückzuführen. Während der Euro am 4. Januar noch 1,44 Dollar kostete, notiert er aktuell nur noch knapp unter 1,39 Dollar und damit gut 3,5 Prozent schwächer.
Ein wirklicher Einbruch des Goldpreises ist nur dann zu erwarten, wenn auch die Preise des gelben Edelmetalls in allen anderen Währungen gerechnet deutlich nachgeben.
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Freitag, 29. Januar 2010 - 11:10 Uhr
Rückläufige Minenproduktion als Treibstoff für den Goldpreis

Laut Bericht des World Gold Council wurden im dritten Quartal 2009 weltweit sechs Prozent mehr Gold zu Tage gefördert. Das Gold-Angebot aus der Minenproduktion wird in den kommenden Jahren jedoch voraussichtlich weiter zurückgehen, mit einem positiven Effekt für den Goldpreis.
Im dritten Quartal 2009 produzierten die Bergbauunternehmen der Welt 670 Tonnen Gold. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einer Steigerung des Minen-Outputs von sechs Prozent. Vor allem Indonesien, das Land verdoppelte innerhalb eines Jahres die geförderte Goldmenge, sowie China und Russland leisteten ihren Beitrag dazu. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des World Gold Council (WGC) auf der Basis von Daten des Marktforschers GFMS hervor. Trotz der zuletzt leicht ansteigenden Fördermengen, ist in den kommenden Jahren jedoch eher mit einem Rückgang des Goldangebots aus dem Bergbausektor zu rechnen.
„Der Ausblick für die Goldminenproduktion bleibt verhalten, mit alternden Minen in den traditionellen Abbauzentren, dem Mangel an neuen großen Goldentdeckungen in den letzten Jahren und durch die größeren Vorlaufzeiten, bevor neue Projekte in Betrieb gehen“, beschreibt der WGC die Lage.
Betrachtet man die Entwicklung der Goldfördermengen innerhalb der letzten 40 Jahre, so drängt sich der Eindruck auf, dass möglicherweise bereits im Jahr 2001 mit einer Weltfördermenge von 2.600 Tonnen der so genannte „Peak Gold“ erreicht wurde.
Dieser Begriff stellt auf die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen ab. In der Theorie wird die zeitliche Verteilung der Goldproduktionsmengen - von der erstmaligen Förderung bis zur Erschöpfung der Goldvorkommen - als Glockenkurve dargestellt. „Peak Gold“ (Dtsch: „Goldscheitelpunkt“) gilt als das Jahr der größten Goldfördermenge in diesem Zyklus. Von diesem Zeitpunkt an sinken die jährlich zu Tage geförderten Goldmengen Jahr für Jahr, solange, bis es aus ökonomischen Gesichtspunkten nicht mehr sinnvoll ist, weiter Gold abzubauen.
Quelle: World Gold Council/GFMS
Man schätzt, dass die gesamte, jemals ausgegrabene Goldmenge rund 160.000 Tonnen beträgt und in den kommenden Jahrzehnten möglicherweise weitere 100.000 Tonnen ans Tageslicht befördert werden.
Der Goldpreis wirkt in Sachen Gold-Output als Regulator. Steigt der Preis pro Feinunze, so lohnt es sich für die Minenbetreiber, schwerer zugängliche Abbaustellen zu explorieren. Fällt der Goldpreis hingegen unter ein bestimmtes Niveau, dann können viele Unternehmen nicht mehr profitabel arbeiten. Es kommt zu Minenschließungen. Das Goldangebot geht somit zurück, was wiederum positive Effekte auf den Goldpreis hat.
Die Kosten der Förderung steigen Jahr für Jahr. Während man Ende der 90er-Jahre zirka 150 US-Dollar kalkulierte, um eine Unze Gold zu produzieren, waren es 2008 bereits durchschnittlich 400 US-Dollar. Und obwohl sich die Gesamtinvestitionen in Gold-Suche und -Förderung seit 2002 verdreifacht haben, führte dies nicht mehr zu einer Steigerung der jährlichen Abbaumenge.
Erkenntnis: Die Goldvorkommen neigen sich langsam aber sicher dem Ende zu. Die Förderkosten steigen. Daraus ergibt sich - ungeachtet aller weiteren Einflusse – langfristig ein positiver Effekt auf den Goldpreis.
Foto: Rand Refinery
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Donnerstag, 28. Januar 2010 - 18:48 Uhr
Bundesfinanzministerium gibt neue 20-Euro-Goldmünzen heraus

Die Bundesregierung hat beschlossen in den Jahren 2010 bis 2015 eine Serie von sechs kleinen Goldmünzen im Nominalwert von 20 Euro herauszugeben. Das Motiv-Thema: "Deutscher Wald".
Voraussichtlich ab Juni 2010 wird das Finanzministerium eine Reihe neuer Goldmünzen herausgeben. Das hat die Bundesregierung in dieser Woche beschlossen.
Geplant ist eine Serie von sechs Goldmünzen im Nominalwert von 20 Euro, die sich dem Thema "Deutscher Wald" widmen und bis zum Jahr 2015 jährlich mit einem neuen Blätter/Zweige-Motiv in folgender Reihenfolge erscheinen sollen:
2010: Eiche
2011: Buche
2012: Fichte
2013: Kiefer
2014: Kastanie
2015: Linde
Die Münzdaten:
Feinheit: 999,9/1000
Gewicht: 3,89 Gramm (1/8 Unze)
Durchmesser: 17,5 mm
Münzrand: geriffelt
Ausführung: Stempelglanz
Auflage: 200.000 Stück
Münzstätten (zu gleichen Teilen): Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg
"Die Serie soll das Gefühl und die Erkenntnis für den Schutz der Vielfalt unserer Wälder wecken und stärken. Sie steht im Kontext zum Internationalen Jahr der Wälder 2011", heißt es in der Pressemitteilung des Finanzministeriums.
Die Entwürfe für das Münzdesign stammen von den bekannten Künstlern Frantisek Chochola aus Hamburg und Heinz Hoyer aus Berlin.
Bild: Bundesfinanzministerium
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Donnerstag, 28. Januar 2010 - 13:10 Uhr
US-Staatspapiere: Wer kauft sie noch? Wann kommt der Crash?

Die USA haben einen riesen Berg an Staatsschulden angehäuft. Um die laufenden Kosten zu finanzieren und alte wie neue Verbindlichkeiten zu bedienen, muss "Uncle Sam" Monat für Monat neue Schuldscheine ausgeben. Der direkte Wettbewerber zu Gold - als potenziell sicheres Investment in Krisenzeiten - wird zunehmend zum Ladenhüter. Die Notenbank Federal Reserve springt immer stärker als Käufer ein und droht damit langfristig die Inflation anzuheizen. Eine Zinserhöhung birgt die zusätzliche Gefahr eines Anleihen-Crashs. Was Goldanleger jetzt wissen müssen!
Sie gelten als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten und konkurrieren deshalb mit Gold und Silber um Investorengeld, das krisensicher angelegt werden will: US-Staatsanleihen.
Für die USA sind sie vitaler Bestandteil der Staatsfinanzierung. Alleine für das laufende Fiskaljahr wird mit einem amerikanischen Haushaltsdefizit von 1,35 Billionen Dollar gerechnet.
Sie heißen Bills, Notes und Bonds – je nachdem, wie lange man die Papiere bis zu Endfälligkeit als Investor halten kann – nur der erfolgreiche Verkauf dieser Staatsanleihen, Monat für Monat, stellt die Zahlungsfähigkeit des US-Staates dauerhaft sicher.
Schulden über Schulden
„Die Zahl der US-Schatzanleihen im allgemeinen Umlauf wird in den kommenden zehn Jahren vermutlich von sechs Billionen auf rund 17 oder 18 Billionen schnellen“, schätzt Clive Dennis vom Investmenthaus Schroders Anfang in einem aktuellen Marktkommentar. Problem: Das Vertrauen in den US-Dollar schwindet immer mehr. „Unserer Ansicht nach birgt das Ausmaß der Verschuldung in der Volkswirtschaft ernsthafte langfristige Gefahren für die Stärke dieser Währung", so Dennis.
China verkauft US-Treasuries
Diese Problematik haben auch die Chinesen erkannt, dem größten Finanzier der Vereinigten Staaten. Die immensen Dollar-Reserven des Landes versuchte man zuletzt mit Firmenbeteiligungen im Ausland und vor allem mit Rohstoffen (Gold!) zu diversifizieren. Im November reduzierte China laut einem Bericht des US-Finanzministeriums seine Investitionen in US-Staatsanleihen um 9,3 Milliarden Dollar auf insgesamt noch 789,6 Milliarden Dollar. So viele US-Staatspapiere hat das Land seit fünf Monaten nicht mehr abgestoßen.
Große Fonds steigen aus
Brisant: Jetzt zeigen sogar große Investmentfonds Dollar-Anleihen zunehmend die kalte Schulter. Vergangene Woche wurde bekannt, dass die weltweit größte Anleihefondsgesellschaft Pacific Investment Management Co (PIMCO) – gehört zur Allianz-Gruppe - verstärkt auf Währungsanleihen von Industrienationen setzt, die nicht in Dollar denominiert sind. Der von PIMCO stammende Total Return Fund (Volumen: umgerechnet 142,1 Milliarden Euro) reduzierte den Anteil der Staatsanleihen von 51 auf 32 Prozent. „Viele Anleihemanager weltweit glauben, dass grenzüberschreitende Investments außerhalb der USA eine riesige Wette darauf sind, dass der Dollar langfristig abwärts tendiert“, zitierte die Financial Times zuletzt Chris Rupkey, Chefökonom bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi in New York.
Die Fed - Gläubiger der letzten Instanz
Doch wer nimmt den USA die Staatspapiere ab, wenn sie am Markt zunehmend unverkäuflich werden? Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) und Zentralbanken anderer Länder müssen zunehmend als Käufer einspringen. Beispiel: Bei der Auktion fünfjähriger US-Staatsanleihen mit einem Volumen von 42 Milliarden Dollar am vergangenen Mittwoch (27.01.2010), nahmen indirekte Bieter – hierzu zählen auch ausländische Zentralbanken – 53 Prozent des Emissionsvolumens ab.
Tritt die Fed direkt als Käufer auf, so bedeutet dies, dass Geld faktisch aus dem Nichts geschaffen wird. Dies führt zu einer Geldmengenausweitung und langfristig zu Geldentwertung (Inflation), wenn die Staatsanleihen zu einem späteren Zeitpunkt nicht wieder in gleichem Umfang von der Fed veräußert werden.
Anschwellende Fed-Bilanz
Laut den aktuellen Bilanzzahlen vom 21. Januar 2010, hält das Federal Reserve US-Staatsanleihen im Gesamtvolumen von 776,6 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Am 22. Januar 2009, standen lediglich US-Staatspapiere im Umfang von 475 Milliarden Dollar in den Fed-Büchern. Innerhalb eines Jahres stieg diese Bilanzposition somit um 63 Prozent.
Crash-Gefahr
Doch wer soll diese gigantische Menge an US-Treasuries abnehmen, wenn sie auf den Markt gelangen? Was geschieht mit den Anleihekursen, wenn es zu einer entsprechenden Angebots-Schwemme kommt? Das sind Fragen, mit denen sich die amerikanischen Währungshüter offensichtlich erst beschäftigen, wenn es soweit ist. Merken Sie sich einfach schon einmal den Begriff, der in diesem Zusammenhang früher oder später die Runde machen wird: Anleihen-Crash! Dieser droht nämlich auch bei einer Erhöhung des Zinsniveaus, weil dann die Alternativen zu den bestehenden Anleihen mehr Rendite bringen. Die Anleihenkurse sinken. Im Extremfall kommt es zu einer Fluchtbewegung auf dem Anleihenmarkt, zu einem Crash.
Gold: Auf Nummer sicher gehen!
Warum hat dies alles Goldanleger zu interessieren? Nun, wie bereits eingangs erwähnt, stehen Staatsanleihen mit Edelmetallen im direkten Wettbewerb um das Geld sicherheitsbedürftiger Anleger. Sollten Staatspapiere als sicherer Hafen irgendwann einmal bei Investoren durchfallen, dann bleibt im Krisenfall nicht mehr viel, worin man sein Geld sicher investieren kann. Dies wird die Flucht in Edelmetalle beschleunigen … wenn dann noch genügend Gold und Silber für potenzielle Käufer vorhanden ist.
Außerdem: Je stärker die amerikanische Notenbank als Käufer von Treasuries auftritt, desto größer werden die Inflationsrisiken weltweit. Und desto wichtiger ist es, sich mit Edelmetallen gegen die anhaltende Geldwertvernichtung zu versichern.
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Mittwoch, 27. Januar 2010 - 17:56 Uhr
Video: Wer das Geld regiert, regiert die Welt!
Dieses dreiteilige, liebevoll gemachte Lehrvideo mit dem Titel „10 Punkte Plan zur effizienten Ausbeutung eines Planeten“ von Max von Bock beschreibt anschaulich, wie unser Geldsystem funktioniert.
Es demonstriert unter anderem, wie Finanzinstitute aus dem Nichts Geld schöpfen. Es beschreibt die Problematik des Zinseszins-Effektes und veranschaulicht die universelle Macht der Banken.
Teil 1
Teil 2
Teil 3
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Mittwoch, 27. Januar 2010 - 12:38 Uhr
Gold-Anteil am globalen Anlagevolumen weiter minimal

Nach den Untersuchungen des Branchen-Beraters GFMS beträgt der Anteil von Gold-Investments am weltweiten, gemanagten Anlagevolumen lediglich 1,1 Prozent. Das lässt Spielraum für weiteres Wachstum.
Geht man von den Zahlen des Marktforschers GFMS aus, dann hat der Goldmarkt noch enormes Wachstumspotenzial. In einer aktuellen Untersuchung hat das Unternehmen die unterschiedlichen Anlagesegmente analysiert, die im dritten Quartal 2009 weltweit in Papierform angeboten beziehungsweise von Finanzinstituten oder Fonds gemanagt wurden. Geschätztes Gesamtvolumen: 81,5 Billionen US-Dollar.
Laut GFMS hatten festverzinsliche Anlagen daran einen Anteil von 50 Prozent. Auf Aktien entfielen 44 Prozent. In alternativen Investments, das sind unter anderem Hedge Fonds, Private Equity, Immobilien und Rohstoffe (ohne Gold), sind demnach fünf Prozent der Investmentgelder geflossen.
Gold-Anlagen waren mit einem Prozentsatz von 1,1 Prozent nur äußerst schwach vertreten. „Daraus ergibt sich [für Gold] ein enormer Wachstums-Spielraum“, lautet die Schlussfolgerung von GFMS.
Im Rahmen einer Erhebung in der zweiten Jahreshälfte 2009 erfasste GFMS auch Daten zum Anlageverhalten von Gold-Investoren. Folgendes wurde festgestellt: Der Goldanteil in den Anlageportfolios dieser Investoren betrug durchschnittlich 5 bis 7 Prozent. 45 Prozent der erfassten Goldanleger planten eigenen Angaben zufolge, ihr Engagement in Gold weiter zu erhöhen.
Als wesentlicher Grund für ihr Goldinvestment nannten laut GFMS rund zwei Drittel der Befragten die Argumente Inflationsschutz/Absicherung gegen Dollar-Verfall. Spekulative/strategische Gründe wurden von weniger als einem Viertel der Befragten angegeben.
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Mittwoch, 27. Januar 2010 - 10:09 Uhr
Private Goldnachfrage weiterhin groß

Der weltweite Umsatz mit Goldmünzen und kleinen Goldbarren hat im dritten Quartal 2009 deutlich zugelegt. Die Verkäufe des American Gold Eagle erreichten zuletzt Rekordniveau.
Die private Nachfrage nach physischem Edelmetall ist nach wie vor groß. Den aktuellen Marktdaten des Branchenanalysten GFMS zufolge stieg der Umsatz mit Goldmünzen und Goldbarren im dritten Quartal 2009 um 17,9 Tonnen auf insgesamt 185,9 Tonnen. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht dies einem Plus von 10,7 Prozent. Die Marktforscher machen vor allem die Investmentnachfrage aus Asien für die Zahlen verantwortlich. China leistete mit 26,8 Tonnen nach Indien mit 26 Tonnen den größten Beitrag zur weltweiten Absatzmenge. Hinweis: Die Daten zur privaten Goldnachfrage werden immer mit einiger zeitlicher Verzögerung publiziert. Entsprechende Informationen über die Ergebnisse im vierten Quartal werden Mitte Februar erwartet.
Während die Menschen in den USA im dritten Quartal auf dem Goldmarkt zurückhaltender investierten, zeigen die Verkaufszahlen des American Gold Eagle im vierten Quartal eine deutliche Belebung der privaten Goldkäufe. Der Absatz der 1-Unzen-Goldmünze stieg um 27 Prozent. Über alle Münzgrößen hinweg konnten gegenüber dem dritten Quartal 2009 66 Prozent mehr Gold Eagles abgesetzt werden. Da es Ende vergangenen Jahres immer wieder zu Lieferstopps kam, laut der US-Prägeanstalt U.S. Mint aufgrund der zu hohen Nachfrage, hätten die Verkaufszahlen durchaus noch besser ausfallen können. So wurden im letzten Quartal 2009 immerhin stattliche 471.000 Unzen (14,6 Tonnen) der US-Anlagemünze unter das Volk gebracht, so viel wie nie zuvor.
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Dienstag, 26. Januar 2010 - 11:06 Uhr
Goldpreisrücksetzer sind Nachkaufgelegenheiten

Der Goldpreis zeigt derzeit auf dem Niveau von 1.090 Dollar eine gewisse „Antriebsschwäche“. Dabei sind wir nach wie vor nicht allzu weit von den Rekordkursen im Dezember entfernt. Wie soll man sich als Goldanleger nun verhalten? Für Ökonomen wie Peter Schiff ist die Antwort eindeutig: nachkaufen!
„Ich kaufe bei jedem Kursrücksetzer Gold und Goldaktien nach. Ich habe einen Job, ich verdiene Geld und muss es irgendwo investieren. Ich bin der Meinung, der Goldpreis wird in naher und ferner Zukunft noch sehr viel höher steigen“, sagte der US-Ökonom Peter Schiff kürzlich in einem Interview mit dem TV-Sender CNBC.
Wer die Hintergründe der aktuellen Goldhausse verinnerlicht und den Besitz von Edelmetallen als Mittel zum Vermögensschutz erkannt hat, der lässt sich von kurzfristigen Kursschwankungen bei Gold und Silber nicht verunsichern. Im Gegenteil. Kenner des Scheingeldsystems, wie Peter Schiff, sehen schwächere Kurse als Gelegenheit an, die Versicherungssumme aufzustocken.
Und bei genauem Hinsehen ist die aktuelle Einschätzung einer Goldpreisschwäche ohnehin relativ. Der Goldspotpreis notiert derzeit um die Marke von 1.090 US-Dollar und liegt damit rund 10 Prozent oder gut 125 Dollar von seinem Allzeithoch vom 3. Dezember 2009 entfernt. In Euro hingegen kostet die Feinunze mit aktuell 775 Euro gerade einmal 3,6 Prozent weniger, als beim Rekordstand von 805,45 am selben Tag (jeweils London Fix).
Tipp: Ungeachtet des aktuellen Preisniveaus regelmäßig Gold und Silber kaufen. Das reduziert bei fallenden Preisen langfristig die Durschnittskosten des Investments (Cost Average Effect) und steigert bei kontinuierlichem Preisanstieg den Gewinn.
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Freitag, 22. Januar 2010 - 19:10 Uhr
Versicherungsprämien für Bankenpleiten steigen deutlich an

Griechenland kurz vor der Pleite, US-Präsident Obama setzt die Institute unter Druck. Die sogenannten Credit Spreads der Banken sind in den vergangenen 10 Tagen deutlich angestiegen. Ein Zeichen für erneutes Misstrauen gegenüber dem Bankensektor. Auch die Bundesrepublik Deutschland büßt Vertrauenspunkte ein.
Der Deutsche Derivate Verband veröffentlicht regelmäßig die so genannten Credit Spreads für große internationale Banken. Dieser Indikator soll Anleger helfen, die Bonität von Zertifikate-Emittenten einzuschätzen. Die Angaben zu den Credit Spreads werden jedoch unter anderem von den Credit Default Swaps mit einer Laufzeit von fünf Jahren (Versicherung gegen eine Pleite der jeweiligen Bank) abgeleitet. Als weitere Referenz gelten die Unternehmensanleihen.
Es gilt folgendes: Ein geringer Spread, bedeutet eine geringe Risikoprämie und spricht damit für eine hohe Bonität und umgekehrt.
In den vergangenen zehn Tagen kam es zu einem signifikanten Anstieg der Credit Spreads. Am stärksten machte sich der Risikoaufschlag bei Morgan Stanley (+46,76%), ING-Bank (+45,54%) und Goldman Sachs (+36,26%) bemerkbar. Auch der Bundesrepublik Deutschland wurde in den vergangenen zehn Tagen ein Aufschlag bei den Credit Spreads von 33,35 Prozent verpasst.
Eine Übersicht der aktuellen Credit Spreads und deren Veränderung innerhalb der vergangenen 10 Tage entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle.
Quelle: Deutscher Derivate Verband; Tabelle: Goldreporter.de
Zum Vergleich: Auf dem letzten Höhepunkt der Finanzkrise (Ende 2008) betrugen die höchsten Credit Spreads einzelner Banken über 400 Punkte. Am 7. Dezember 2008 wurde für die HSH Nordbank 432,50 notiert. Morgan Stanley stand bei 424,71.
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Freitag, 22. Januar 2010 - 17:11 Uhr
Gold und Silber: Kein Grund zur Panik!
Der Kursrückgang an den Börsen hat auch die Rohstoffe mit nach unten gezogen. Geht der Einbruch bei Gold und Silber weiter oder ist das die Gelegenheit zum Nachkauf?
Die Aktienmarkt-Rally der vergangenen Monate war vor allem von den Erwartungen an eine anziehende US-Konjunktur genährt. Die ernüchternden US-Wirtschaftszahlen der letzten Tagen (z.B. gefallener Geschäftsklimaindex, Arbeitsmarkt) sowie Barack Obamas Attacke gegen die US-Banken, bringen die Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Krise plötzlich ins Wanken. Kommt jetzt der lange erwartete Börseneinbruch? Droht doch die Double-Dip-Rezession?
Wenn Geld aus den Märkten abgezogen wird, dann betrifft dies meist auch Segmente, die zuletzt gut liefen. Gewinne mitnehmen nennt man das.
Nach dem guten Jahresbeginn für Gold und Silber, ist es nicht verwunderlich, wenn auch die Preise der Edelmetalle jetzt verstärkt unter Druck kommen.
Doch wie geht es weiter?
Long vs. Short
Auffällig war zuletzt die große Volatilität, vor allem beim Goldpreis. Sie ist meist Ausdruck von Unsicherheiten im Markt. Das "Hin und Her" des Kurses ist nach wie vor geprägt vom "Kampf" zweier kapitalstarker Seiten am Terminmarkt (Long-Investoren vs. Short-Seller). Eine deutliche Richtungsentscheidung steht noch aus.
Chartanalyse
Ein Blick auf das Chartbild (Deutsche-Bank-Indikation) zeigt, dass auf dem Niveau von 1.080 Dollar eine wichtige Unterstützung existiert, die nicht zu unterschätzen ist. Schon mehrfach war hier der Kursrückgang bei Gold im Tagesverlauf zu Ende. Nächste "Haltemarken" auf dem Weg nach unten wären dann 1.062 und 1.028 Dollar.
Aktueller Goldchart
Beim Silber-Kursverlauf der letzen Tage lässt sich eine Parallele zum Kursabschwung im vergangenen Oktober erkennen (siehe Candlestick-Chart unten). 
Aktueller Silberchart
Drei Tage in Folge kam es zu deutlichen Kursverlusten, danach zog der Silberpreis innerhalb von vier Wochen wieder um rund 3 Dollar oder gut 18 Prozent an.
Im Bereich von 17 Dollar sehen wir zudem eine Unterstützung, die zuletzt mehrfach gehalten hat.
Ausblick
Wir sehen somit gute Chancen, dass die aktuelle Bereinigung des Marktes in den kommenden Wochen wieder zu höheren Kursen führen wird.
Am starken fundamentalen Umfeld für Gold und Silber als Inflations- und Vermögensschutz hat sich ohnehin nichts geändert.
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Freitag, 22. Januar 2010 - 11:05 Uhr
Mutter und Sohn verschenken vier Kilo Gold

Skurriles aus Franken: Eine Frau lieferte am vergangenen Dienstag gemeinsam mit ihrem Sohn vier Kilo Gold beim Bürgermeister der Stadt Fürth ab. Warum? Angeblich eine Spende aus Dankbarkeit.
Fünf Goldbarren à 500 Gramm, sechs Barren à 250 Gramm: Die Dankbarkeit gegenüber der Stadt Fürth muss wirklich groß sein. Das Pärchen - Mutter und Sohn - die am vergangenen Dienstag mit einer Aktentasche beim Fürther Bürgermeister Thomas Jung auftauchen, hatten Gold im Wert von rund 100.000 Euro dabei (aktueller Verkaufswert: ca. 98.500 Euro).
Man finde, es sei an der Zeit, mal was für die Stadt zu tun, erklärten die beiden treuen Bürger, die nicht genannt werden wollten ihre Spende. Das schreiben die Fürther Nachrichten. Man fühle sich seit Jahren in Fürth wohl und nun sei es an der Zeit, mal etwas für die Stadt zu tun.
Der zunächst verdutzte aber dann glückliche Bürgermeister ließ die Barren erst einmal bei der städtischen Sparkasse einlagern. Später soll Kasse gemacht werden. "Finanzexperten" hätten Jung dazu geraten, das Gold im Februar zu verkaufen. Der Zeitpunkt sei dazu optimal.
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Mittwoch, 20. Januar 2010 - 23:36 Uhr
Das "Plunge Protection Team" in Aktion
Oft ist im Zusammenhang mit unerklärlichen Kurssprüngen an den Finanzmärkten - auch bei Gold - vom "Plunge Protection Team" die Rede. Was ist es? Was macht es? Wer das Gremium noch nie live erlebt hat, wir haben ein Video!
Häufig ziehen amerikanische Indizes (S&P 500, Dow), nach einem Kurseinbruch während des Tages, kurz vor Börsenschluss plötzlich deutlich nach oben. Wenn um 8:20 Uhr die Terminbörse in New York eröffnet, fällt der Goldkurs häufig wie ein Stein.
Gerne wird dafür eine Gruppe von Leuten verantwortlich gemacht, die sich Working Group on Financial Markets nennt. Der Volksmund bezeichnet sie als "Plunge Protection Team" (dtsch.: Absturzverhinderungsteam; kurz PPT).
Am 18. März 1988 wurde es gegründet, autorisiert durch den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan. Das PPT setzt sich aus folgenden Personen oder deren Vertretern zusammen:
- der US-Finanzminister (Vorsitzender des PPT): aktuell Timothy F. Geithner
- der Präsident des Federal Reserve Systems (Fed): Ben Bernanke
- Präsident der US-Börsenaufsicht SEC: Mary L. Schapiro
- Präsident der Warenterminbörsenaufsicht CFTC: Gary Gensler
Deren Aufgabe: „Die Integrität, Effizienz, Ordnung und Wettbewerbsfähigkeit der Finanzmärkte sowie das Vertrauen der Investoren aufrecht erhalten.“
Was das illustre Team alles darf, weiß kein Mensch. Vorstellen kann man sich allerhand.
Wir präsentieren ein Video der elitären Gesellschaft. Geithner erklärt bei der ersten Zusammenkunft nach Obamas Amtseinführung als US-Präsident, was die aktuelle Aufgabe des Teams ist. Zum Beispiel: Krisen, wie die aktuelle, ein für alle Mal verhindern. Erkenntnis: Fragen werden keine beantwortet!
Dem "Plunge Protection Team" haben wir übrigens ein eigenes Kapitel in unserem aktuellen Spezial-Report "Schieflagen und Manipulation auf dem Goldmarkt" gewidmet. Für Newsletter-Abonnenten gibt es den Report mit deutlichem Preisvorteil.
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Mittwoch, 20. Januar 2010 - 10:07 Uhr
Jetzt erhältlich: Spezial-Report "Schieflagen und Manipulation auf dem Goldmarkt"

"Schieflagen und Manipulation auf dem Goldmarkt - Was Goldanleger jetzt wissen müssen!", so lautet der Titel des aktuellen Spezial-Reports von Goldreporter.de. Er ist ab sofort im PDF-Format erhältlich!
Fort Knox gefüllt mit minderwertigen und gefälschten Goldbarren? Was ist dran an den Berichten über Goldpreismanipulationen, angeordnet von höchster politischer Stelle? Steht der Handel mit "Papiergold" vor dem Zusammenbruch? Kann man beim Kauf von kleineren Barren und Anlagemünzen noch sicher sein, echtes Gold zu erwerben, wenn sich nun Berichte über gefälschtes Notenbankgold häufen?
Der Goldreporter-Spezial-Report "Schieflagen und Manipulation auf dem Goldmarkt - Was Goldanleger jetzt wissen müssen!" beleuchtet die Hintergründe der Goldpreismanipulation. Er liefert auf verständliche Weise Erklärungen für Schieflagen auf dem Goldmarkt und bringt Gründe vor, warum man sich als Goldanleger von all dem nicht verunsichern lassen darf.
Im Report kommen auch deutsche Edelmetallhändler und Top-Manager bekannter Barrenproduzenten zu Wort. Die Informationen sind exklusiv in diesem Spezial-Report enthalten und werden von Goldreporter nicht anderweitig veröffentlicht.
Der Umfang des Spezial-Reports beträgt 28 Seiten (PDF-Format). Er enthält zahlreiche Schaubilder und Grafiken sowie Quellen, Links und Buchempfehlungen zu den besprochenen Themen.
Inhalt
1. Einleitung
2. Besonderheiten des Goldmarktes
3. Gründung und Fall des Londoner Gold Pools
4. Das Ende der letzten Goldhausse
5. Hedging: Vorbild für Goldpreismanipulationen
6. Sinkender Goldpreis als Geschäftsmodell
7. Das Plunge Protection Team
8. Geldpolitische Eingriffe
9. Schlachtfeld Terminmarkt
10. Es fehlt Gold
11. Gefälschtes Gold
12. Geheimniskrämerei
13. Schlussfolgerungen
14. Was Goldanleger jetzt dringend beachten müssen
15. Quellen/Links/Buchempfehlungen/Impressum
Eine Leseprobe (Einleitung) finden Sie hier!
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Montag, 18. Januar 2010 - 19:08 Uhr
Aktuelle Marktstudie: Neuer Goldpreisrekord im zweiten Quartal?

Beratungsgesellschaft und Marktforscher GFMS rechnet mit deutlich anziehenden Goldpreisen in den kommenden Monaten. Das geht aus dem neuesten Marktreport des Industrie-Sprachrohrs hervor.
Der englische Gesellschaft GFMS (früher Gold Fields Mineral Services) rechnet damit, dass der Goldpreis im kommenden Quartal das Allzeithoch von 1.218 US-Dollar erneut ins Visier nehmen wird. "Die Investitionsnachfrage wird getrieben werden durch die Ängste einer Double-Dip-Rezession, anhaltend riesige Staatsdefizite, die sehr lockere Geldpolitik und von dem Glauben, dass wahrnehmbare, wenn nicht galoppierende Inflation einsetzen wird“, so GFMS in einem Kommentar ihres aktuellen Gold Survey.
Hierbei handelt es sich um einem Goldmarktbericht, der regelmäßig erscheint. GFMS liefert auch die Daten für den World Gold Council. Beide Organisationen gelten als Sprachrohr der Goldindustrie.
Einige wichtige Erkenntnisse aus dem aktuellen Bericht:
- Die weltweite Schmucknachfrage ist 2009 um 23 Prozent zurückgegangen.
- Das Altgoldangebot ist um 27 Prozent auf das Rekordhoch von 1.541 Tonnen gestiegen
- Die Minenproduktion stieg um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Die Investmentnachfrage hat sich 2009 mit 1.820 Tonnen mehr als verdoppelt (2008: 855 Tonnen)
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Freitag, 15. Januar 2010 - 14:52 Uhr
Bankengewinne sind Obama peinlich
Im Vorfeld einer neuen Welle der Bekanntgabe von Großbanken-Gewinnen setzt US-Präsident Barack Obama auf Präventiv-Maßnahmen zur Volksbeschwichtigung.
Die US-Großbank JP Morgan Chase hat im letzten Quartal 2009 einen saftigen Gewinn eingestrichen. 3,28 Milliarden US-Dollar verdiente der Bank-Gigant in diesem Zeitraum. Deutlich mehr, als erwartet. Kaum mehr überraschend: Der überwiegende Teil des Profits stammt aus dem Investment-Banking. Die Börsenrally seit März 2009 hat JP Morgen mit billigem Notenbankgeld, Eigenhandel und dem Anleihengeschäft jede Menge Geld in die Kassen gespült.
Dass US-Präsident Barack Obama die US-Finanzinstitute in einem Rundumschlag bereits gestern ungewöhnlich stark angriff und Pläne für eine Sondersteuer für die Banken präsentierte („Wir wollen unser Geld zurück!“), kommt daher nicht von ungefähr. Obama weiß, dass das amerikanische Volk nach wie vor nicht sonderlich gut auf die Bankenbranche zu sprechen ist. Schließlich hat man ihr nicht nur die größte Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg zu „verdanken“. Der ein oder andere ist in diesem Zuge auch sein Häuschen auf unliebsame Weise (Zwangsvollstreckung) losgeworden.
Da die US-Banken heute auch Zahlen über die im Jahr 2009 gezahlten Mitarbeiterboni veröffentlichen, ist die Obama-Rede sicher als präventive Maßnahme zur der Eindämmung der Volksentrüstung zu sehen. JP Morgan hat im vergangenen Jahr 18 Prozent mehr Geld für Provisionen aufgewendet als 2008, obwohl das Personal um 1 Prozent abgebaut wurde.
Dass die Märkte die Gewinnmeldung nicht positiv aufgenommen haben, deutet darauf hin, dass die Markteilnehmer den Banken weiterhin wenig Vertrauen entgegenbringen. Schließlich musste JP Morgan die Rücklagen für zu erwartende Kreditausfälle erneut erhöhen.
Zu diesem Thema haben wir zwei englische Videos verlinkt:
Obama-Rede:
Reaktion der Bankenbranche auf die Bank-Steuer:
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Freitag, 15. Januar 2010 - 10:55 Uhr
Wird jetzt der Terminhandel mit Gold und Silber eingeschränkt?

Am gestrigen Donnerstag fand eine Anhörung statt, in der die amerikanische Warenterminhandelsaufsichtsbehörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CTFC) öffentlich die Limitierung von Geschäften in Futures und Optionen auf Öl und Gas diskutierte. In dem Meeting wurde bekannt, dass die CFTC demnächst auch den Terminhandel mit Gold und Silber genauer unter die Lupe nehmen will.
Konkret ging es bei der CFTC-Anhörung am gestrigen Donnerstag um sogenannte Positionslimits bei Energy Futures, also die maximale Anzahl von Kontrakten in den Händen einzelner großer Händler bei Geschäften mit Öl- und Gas-Futures. Absicht der CTFC ist es, spekulativen Preismanipulationen an den Terminmärkten Einhalt zu gebieten. 2008 war es zu seinem rasanten Anstieg des Ölpreises bis auf 147 US-Dollar gekommen, nachweislich getrieben von Spekulanten an den Terminmärkten.
Als Ergebnis dieser gut zweistündigen Sitzung wurde von der CFTC nur eine leichte weitere Begrenzung dieser Limits vorgeschlagen. Während die Trader im Energie-Markt aufatmeten, spitzten Edelmetallhändler die Ohren.
Denn für Gold- und Silber-Investoren war eine Aussage des Vorsitzenden der CFTC, Gary Gensler, von besonderem Interesse. Seinen Aussagen zufolge plant die Aufsichtsbehörde im März ein Treffen, bei dem speziell Positionslimits für Futures und Optionen bei Edelmetallen diskutiert werden sollen.
Hintergrund: Seit langem gibt es an der Warenterminbörse COMEX permanent eine hohe Konzentration an Short-Positionen in den Händen weniger US-Banken.
Anfang Januar 2010 (die Daten werden nur einmal im Monat veröffentlicht) gingen Vorwärtsverkäufe im Umfang von umgerechnet 404 Tonnen Gold auf die Kappe von lediglich vier US-Banken. Diese hohe Shortposition repräsentierte zu diesem Zeitpunkt 25,6 Prozent aller Futures-Geschäfte mit Gold.
Mit großvolumigen Vorwärtsverkäufen besteht aber die Möglichkeit, Kurse an der Warenterminbörse kurzfristig stark zu drücken. Durch Arbitrage-Geschäfte zwischen Spot- und Terminmarkt korrespondieren die Kurse auf beiden Märkten eng miteinander. Die starke Konzentration auf der Short-Seite bei Gold (auch bei Silber) wird von Kritikern seit langem als marktbeherrschend und manipulativ angesehen.
Nun bleibt abzuwarten, ob eine entsprechende Anhörung tatsächlich stattfindet und zu welchem Ergebnis man kommen wird. Bereits ein Zustandekommen eines solchen Meetings ist in den Augen der Kritiker aber schon als großer Durchbruch anzusehen.
Link1 : Webcast der CFTC-Anhörung vom Donnerstag
Link 2: "Goldpreismanipulation? GATA reicht neue Klage gegen Fed ein"
Link 3: "US-Banken verkaufen weniger Gold auf Termin"
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Mittwoch, 13. Januar 2010 - 09:14 Uhr
Staatsbankrott Griechenland in 100 Sekunden
Der Beitrag des TV-Magazins Galileo behandelt in 100 Sekunden die Möglichkeit und die Auswirkungen eines griechischen Staatsbankrotts und thematisiert auch die Frage, ob Deutschland Pleite gehen kann.
In einigen Punkten müssen die Angaben im Bericht allerdings korrigiert werden.
Griechenland sitzt auf 300 Milliarden Euro Schulden, nicht 30 Milliarden Euro, wie im Video behauptet.
Außerdem: Durch das Änderungsgesetz zum Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz ist die Mindestdeckung für Einlagen ab dem 30. Juni 2009 auf 50.000 Euro angehoben und die bisherige Selbstbeteiligung von Anlegern in Höhe von 10 Prozent abgeschafft worden. Im Video ist noch von einer Einlagensicherung in Höhe von maximal 20.000 Euro pro Konto die Rede.
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Mittwoch, 13. Januar 2010 - 08:54 Uhr
Warum China für einen stabilen Goldpreis sorgt

Jahrelang galt Indien, als das Land mit der größten Goldnachfrage. Nun hat China die Rolle des weltweit bedeutendsten Goldkonsumenten übernommen. Wir erklären, warum Gold für das Land überlebenswichtig ist und wieso die entscheidenden Impulse für den Goldpreis jetzt aus dem "Land des Lächelns" kommen.
China hat Deutschland im vergangenen Jahr als Exportweltmeister abgelöst. Kein anderes Land der Welt lieferte mehr Waren ins Ausland als China. Mit dem erwirtschafteten Handelsbilanzüberschuss wachsen auch die Devisenreserven des Landes. Zu den größten Abnehmern chinesischer Produkte gehören nach wie vor die Vereinigten Staaten von Amerika. Um die Dimension der Abhängigkeit zwischen China und den USA aufzuzeigen, muss man sich nur das Inventar der weltweitgrößten Handelskette Wal-Mart ansehen. 70 Prozent der Waren, die bei Wal-Mart in den Verkaufsregalen stehen, stammen aus China oder haben zumindest irgendeine chinesische Komponente.
Reserven in Gefahr
Die regen Handelsbeziehungen mit den USA führen dazu, dass die chinesische Zentralbank bis dato rund zwei Billionen US-Dollar an Währungsreserven angehäuft hat. Nun, da die amerikanische Regierung gemeinsam mit der Notenbank Federal Reserve US-Schulden in rauen Mengen monetarisiert (ungedecktes Geld wird durch den Ankauf von US-Staatsanleihen aus dem Nichts produziert), schwindet der Wert der chinesischen Reserven mit jedem zusätzlich „gedruckten“ Dollar.
Kein Wunder, dass China seine Ersparnisse nun verstärkt in Anlageklassen investiert, deren Wert nicht von der Geld- und Schuldenpolitik eines einzigen Landes abhängig ist. Chinas Währungsreserven bestehen zum überwiegenden Teil aus Zahlungsversprechen der USA. Sollte dieser Schuldner - aus welchen Gründen auch immer – seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen, dann ist auch Schicht im chinesischen Schacht.
China versichert sich mit Gold
Gold dagegen verfügt über einen eigenen, inneren Wert und ist an kein Zahlungsversprechen gebunden. Wer Gold hat, hat immer Geld. Gold IST Geld. Aus diesem Grund kauft die chinesische Zentralbank praktisch die gesamte Goldproduktion des Landes auf und importiert darüber hinaus Edelmetalle in einem bislang nicht dagewesenen Umfang.
Gleichzeitig wird die Bevölkerung zu Edelmetallkäufen motiviert. So hat man einen triftigen Grund, die Dollar-Bestände - durch entsprechende Importe - in Gold und Silber „umzumünzen“ und sichert gleichzeitig die Zahlungskraft der eigenen Bevölkerung für die Zukunft ab. Ziel Chinas ist es schließlich, das Wachstum des Landes auf eigene Beine zu stellen und sich die Unabhängigkeit von Exporten zu erarbeiten. Sollte es einmal soweit sein, dann heißt es im Übrigen: „Gute Nacht, Amerika!“.
Private Goldnachfrage
Die Bedeutung der chinesischen Nachfrage für den Goldpreis ist immens. Betuchtere Menschen erwerben Gold vor allem in Form von Schmuck und aus Statusgründen. Die Landbevölkerung kauft Edelmetalle, um sich für das Alter abzusichern. Selbst wenn die Chinesen im Durchschnitt nur kleine Mengen an Gold und Silber erwerben, bei der Größe der Bevölkerung Chinas summiert sich der Edelmetallkonsum zu einer beeindruckenden Gesamtmenge. Im vergangenen Jahr waren es beachtliche 430 Tonnen Gold. Laut Marktforscher GFMS sind dies 10 Tonnen mehr, als indische Käufer 2009 investierten. China hat Indien damit als größter Goldkonsument abgelöst.
Mit der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas werden auch immer mehr Goldkäufer die Nachfrage nach dem gelben Metall stimulieren. Die zu erwartende Inflation wird diese Entwicklung in den kommenden Jahren noch beschleunigen.
Zentralbanknachfrage
Der Gold-Anteil der Währungsreserven Chinas beträgt lediglich rund 2 Prozent. Dennoch ist das Land bereits an Position fünf der weltweit größten Goldnationen platziert. Die Chinesische Zentralbank ist sich ihres Einflusses auf den Goldpreis dabei durchaus bewusst. Würde man nun in großem Maße und für die Öffentlichkeit transparent in Gold investieren, so bedeutete dies explosiv steigende Goldpreise. Das will man vermeiden. „Wenn wir kaufen, dann geht der Preis nach oben. Wir müssen es behutsam tun, um den Markt nicht zu stimulieren“, erklärte der chinesische Politiker Cheng Siwei kürzlich gegenüber der Presse.
Fazit
Die chinesische Goldnachfrage hat mehr denn je bedeutenden Einfluss auf den Goldpreis. Auch wenn derzeit nicht zu erwarten ist, dass der Kurs des gelben Metalls durch eine unmittelbare und massive chinesische Nachfrage explodiert. Der Einfluss ist subtiler. Man sollte davon ausgehen, dass die chinesische Zentralbank Kursrücksetzer immer wieder zu Goldkäufen nutzt, um die Währungsreserven zu diversifizieren („Buy the Dips“ = Kauf bei Kursrücksetzern). Die chinesische Bevölkerung wird bei fallenden Preisen ebenso verstärkt zugreifen. Auf diese Weise sichert China den Goldpreis langfristig nach unten hin ab
Interessanter Nebenaspekt. China kann den Goldpreis jederzeit mit gezielten Käufen anheizen und damit ein plakatives Signal Richtung Washington senden. Es lautet übersetzt: "Bringt endlich euren Staatshaushalt in Ordnung, sonst lassen wir den Goldpreis explodieren!"
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Dienstag, 12. Januar 2010 - 00:13 Uhr
Die Kredit-Aufschwung-Entschuldungs-Illusion

Die Regierung butterte Unmengen an geliehenem Geld in das Konjunktur- und Bankenrettungs-Programm und diskutiert trotz Rekorddefizit auch noch über Steuererleichterungen. Man möchte uns glauben machen, dass alles wieder gut wird, wenn nur die Wirtschaft sich erholt. Entschuldung durch Wachstum? Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht!
Sparen können Politiker nicht. Das beweist die Geschichte. Seit 1950 gab es KEIN EINZIGES JAHR, in dem eine deutsche Bundesregierung mehr einnahm, als sie ausgegeben hat! Selbst in guten Zeiten wurden nur noch mehr Schulden gemacht.
Tiefrote Zahlen
Deutschland (Bund, Länder und Gemeinden) steht mit rund 1,6 Billionen Euro in der Kreide. Alleine für Zinszahlungen muss Deutschland jährlich rund 48 Mrd. Euro aufwenden.
Wie baut der Staat die Schulden ab? Ganz einfach: gar nicht! Er schafft es Jahr für Jahr nicht einmal, weniger Geld zusätzlich zu leihen, als in den 12 Monaten zuvor.
Eigentlich müsste die Regierung zur Sanierung des Staatshaushaltes einen harten Sparkurs einschlagen, also Leistungen kürzen und Steuern erhöhen. Was macht sie stattdessen? Sie leiht sich immer neues Geld, um alte Schulden zu begleichen und beschließt das Wachstumsbeschleunigungs-Gesetz.
Das erklärte Ziel: Aufschwung mit neuen Schulden erkaufen, um höhere Steuereinnahmen zu erzielen und so eine langfristige Gesundung der Wirtschaft und der Staatsfinanzen zu sichern.
Klingt nach Perpetuum Mobile oder wie „sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf herausziehen“. Beides ist bekanntlich eine Illusion.
Nach uns die Sintflut
Warum kann das nicht funktionieren? Einer der Gründe ist allzu menschlich. Politiker sind am Erfolg in ihrer eigenen Amtsperiode interessiert. Für die nächste Wiederwahl wird das Volk gerne beschenkt. Was darüber hinaus passiert, ist kaum von Interesse. Denn für mögliche Errungenschaften in der Zukunft ernten im Zweifel nur andere den Dank. Und genau dieses Dilemma verhindert eine nachhaltige Entschuldungspolitik.
Kredit-Aufschwung-Illusion
Wir behaupten zudem: Ein nachhaltiger Aufschwung lässt sich nicht mit Schulden finanzieren. Eine so erkaufte Konjunkturerholung bringt vielleicht kurzfristig zusätzliche Steuereinnahmen, sie erdrückt den Staat aber gleichzeitig durch höhere Finanzierungskosten und noch höherer Schuldenlast.
Beispiel: Wenn die Wirtschaft um 1 Prozent wächst, dann geht man von Steuer-Mehreinnahmen zwischen 1 und 2,5 Prozent aus. Hier streiten sich die Finanzexperten der Parteien noch (Link). Im allerbesten Fall bringt 1 Prozent Wachstum 12 Milliarden Euro mehr an Steuereinnahmen.
Doch wenn die Konjunktur erst einmal anzieht, muss die Zentralbank schnell die Leitzinsen erhöhen, sonst droht desaströse Inflation.
Steigende Zinsen verteuern aber im gleichen Zug die Kosten der Staatsfinanzierung. Denn um seine Staatsanleihen loszuwerden, muss der Fiskus Zinsen auf Marktniveau bieten, ansonsten kauft keiner Staatspapiere mehr.
Zahlenbeispiel
Nun nehmen wir an, die Wirtschaft brummt, die EZB hebt die Zinsen an und der durchschnittliche Zinssatz für Bundesschulden steigt „nur“ auf 4 Prozent. In diesem Fall erhöht sich die Zinsbelastung des Bundes pro Jahr um 16 Mrd. auf 64 Mrd. Euro.
Erkenntnis: Ein Prozent Wachstum bringt im Idealfall 12 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen. Aber 1 Prozentpunkt mehr an Zinsen erhöht die Zinszahlungen bereits um 16 Milliarden Euro.
Rekordverschuldung bei steigenden Finanzierungskosten
Ein vereinfachtes Beispiel, ganz sicher. Aber es zeigt, dass der Nutzen (zusätzliche Steuereinnahmen) auch immens viel kostet (höhere Zinszahlungen) und demonstriert die Verschuldungsdimension.
Und bedenken Sie bitte: Wir befinden uns auf historisch niedrigstem Zinsniveau, verzeichnen aber die höchsten Staatsschuldenstand aller Zeiten. Eine extrem ungünstige Situation, wenn man Schulden in den kommenden Jahren über schuldenfinanziertes Wachstum und damit garantiert drastisch steigenden Zinsen abbauen will!
Aktuell liegt der Zinssatz für deutsche Staatspapiere bei rund 3,4 Prozent. Welche Belastung kommt auf Bund, Länder und Gemeinden erst zu, wenn die Zinsen auf 6 Prozent steigen, wie zuletzt Mitte der 90er-Jahre? Oder gar auf 10 Prozent, wie 1981?
Bei dieser Betrachtung haben wir sogar einen wichtigen Aspekt vernachlässigt: den Zinseszins-Effekt.
Die deutschen Staatsschulden haben sich seit 1950 durchschnittlich alle sieben Jahre verdoppelt. Die Entwicklung der Staatsverschuldung folgt einer Exponentialfunktion. Das System ist zum Kollabieren verdammt! Und die Politiker erzählen uns weiter Märchen aus Tausendundeiner Nacht.
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Sonntag, 10. Januar 2010 - 14:30 Uhr
Betreiber von Xetra-Gold prüft Klage gegen Finanzministerium

Wer in Deutschland physisches Gold kauft und es nach einem Jahr mit Gewinn wieder veräußert, muss keine Steuern zahlen. Nicht so, wenn man mit Goldanleihen handelt. Das geht dem Anbieter von Xetra-Gold gewaltig gegen den Strich. Er überlegt, den Fiskus zu verklagen.
Per 22. Dezember 2009 erging durch das Bundesfinanzministerium folgender Anwendungserlass zur Abgeltungssteuer: Gewinne aus Wertpapieren, die einen Lieferanspruch auf Rohstoffe verbriefen, unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungssteuer.
Diese Regelung gereicht Anbietern so genannter Gold-Anleihen zum Nachteil. Hierzu gehören zum Beispiel Xetra Gold oder ETF Securities. Die Anteile dieser Fonds vollziehen den Goldpreisverlauf 1:1 nach. Die gekauften Anteile kann der Kunde aber jederzeit auf Wunsch in physisches Gold umtauschen. Mit der neuen Regelung sind Investoren schlechter gestellt, wenn sie Goldanleihen kaufen, anstatt das Gold gleich physisch zu erwerben.
Die Deutsche Börse Commodities GmbH, Anbieter von Xetra Gold, sieht diese Regelung als nicht gerechtfertigt an und prüft nun rechtliche Schritte gegen den Fiskus.
Eigenen Angaben zufolge verwaltet Xetra-Gold derzeit 36 Tonnen Gold. 200 Anleger hätten bislang vom Recht der Wandlung ihrer Anteile in physisches Gold Gebrauch gemacht. Ein Sprecher des Unternehmens argumentiert, es mache keinen Unterschied, ob ein Anleger direkt in Gold investiere oder ein Papier mit einem Anspruch darauf erwerbe.
Auch EFT Securities will laut Presseberichten nun rechtliche Schritte prüfen.
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Samstag, 9. Januar 2010 - 08:29 Uhr
US-Banken: Erste Milliardenpleite des Jahres
In den USA gibt es die erste Bankenpleite des Jahres. Die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) schloss am Freitag die Horizon Bank, Bellingham, Washington. Das Institut verfügte zuletzt über Aktiva in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar und Einlagen im Umfang von 1,1 Milliarden Dollar. Durch die Pleite entstehen dem amerikanischen Einlagensicherungsfonds Kosten in Höhe von 539,1 Millionen Dollar.
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Freitag, 8. Januar 2010 - 17:59 Uhr
US-Banken verkaufen weniger Gold auf Termin

Im neuen Jahr ist das Banken-Engagement im Handel mit Gold-Futures an der Warenterminbörse COMEX leicht zurückgegangen. Vier US-Banken verkauften am 5. Januar dennoch weiterhin große Mengen an Gold auf Termin.
An der Warenterminbörse COMEX besteht weiterhin eine hohe Konzentration an Vorwärtsverkäufen von Gold, getätigt von nur vier US-Banken.
Laut aktuellem Bericht der Warenterminbörsenaufsicht U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat die Gesamtzahl aller im Gold-Futures-Handel eingegangenen Kontrakte (Open Interest) Anfang Januar jedoch leicht um 2,7 Prozent gegenüber dem Vormonat abgenommen. Anders ausgedrückt: Es wurde weniger Gold auf Termin gehandelt, als zum gleichen Zeitpunkt des Vormonats.
Konkret: Der Open Interest ist laut Bank Participation Report der CFTC im Vergleich zu Anfang Dezember von 521.433 auf 507.643 Kontrakte gesunken. Dies entspricht allerdings immer noch dem zweithöchsten Stand innerhalb der letzten 24 Monate.
Die Short-Positionen der vier US-Banken alleine repräsentieren dabei 25,6 Prozent aller Futures-Verträge an der COMEX. Da mit jedem einzelnen Kontrakt 100 Feinunzen Gold gehandelt werden, haben die vier Banken Anfang Januar umgerechnet 404 Tonnen Gold auf Termin verkauft (-2,6 % gegenüber Anfang Dezember).
Die Entwicklung der Gold-Vorwärtsverkäufe durch US-Banken ist folgenden Grafiken zu entnehmen.
Quelle: Bank Participation Report der CFTC vom 05.01.2010; Grafik: Goldreporter.de
Leicht rückläufig sind auch die Vorwärtsverkäufe von Silber. US-Banken hielten Anfang Januar 37.871 Short-Futures auf das weiße Metall (Vormonat: 42.733). Das entspricht einer physischen Silbermenge von erstaunlichen 5.889 Tonnen (Kontraktgröße: 5.000 Unzen). Zum Vergleich: Im Jahr 2008 lag die gesamte weltweite Silberförderung bei 21.175 Tonnen.
Hintergrund: Banken betreiben mit Warentermingeschäften Eigenhandel, bauen damit aber auch Gegenpositionen zu anderen Derivate-Geschäften auf, bei denen sie als Kontrahenten ihrer Kunden auftreten. Die starke Konzentration auf der Short-Seite bei Gold und Silber wird von Kritikern jedoch seit langem als marktbeherrschend und manipulativ angesehen.
Short-Positionen auf dem Futures-Markt können im Prinzip täglich mit Gegenpositionen, also entsprechenden Kaufvereinbarungen, glattgestellt werden. Das ist jedoch unter Umständen mit hohen Kosten verbunden. Mit großvolumigen Vorwärtsverkäufen besteht aber die Möglichkeit, Kurse an der Warenterminbörse kurzfristig stark zu drücken. Durch Arbitrage-Geschäfte zwischen Spot- und Terminmarkt korrespondieren die Kurse auf beiden Märkten eng miteinander.
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Donnerstag, 7. Januar 2010 - 17:05 Uhr
Der Schock des Jahres 1929: Wiederholt sich die Geschichte?
Wie in einer Massensuggestion kaufen Menschen Aktien, nur aus einem Grund, weil die Preise steigen. Es passiert etwa alle 20 bis 30 Jahre. „Ungefähr solange dauert es, bis sich eine neue Generation von Dummköpfen gebildet hat, von Menschen, die getrieben von Selbsttäuschung und Illusion auf den Markt strömen und träumen, ohne Arbeit auf völlig neue Art reich zu werden“, sagt der US-Ökonom John Kenneth Galbraith. Er gehört zu den Kommentatoren des folgenden 2-teiligen Videobeitrags über die Finanzkrise von 1929.
Der Bericht lässt einige Parallelen zur aktuellen Entwicklung an den Finanzmärkten erkennen. Auch damals entwickelte sich der Börsenmarkt abgekoppelt von Unternehmensprofiten und Wirtschaftslage. Bis die Kurse am Dienstag, dem 29. Oktober 1929 ins Bodenlose fielen und den Beginn der Großen Depression einläuteten. Zuvor kam es jedoch noch bis Frühjahr 1930 zu einer letzten Börsenrally, bevor die Kurse endgültig abstürzten.
Teil 1
Teil 2
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