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Montag, 2. August 2010 - 17:33 Uhr

TV-Tipp: "Die Welt des Josef Ackermann"

Die ARD zeigt heute (Montag, 02.08.) um 21 Uhr eine 45-minütige Dokumentation über den umstrittenen Chef der Deutschen Bank. Der Titel: "Die Welt des Josef Ackermann - Wie die Deutsche Bank das Land umkrempelt".

Programmtext: "Er gilt als mächtigster Wirtschaftsführer in Deutschland. Und in Politik wie Wirtschaft heißt es: Geht es der Deutschen Bank gut, geht es Deutschland gut. Wer ist der 62-jährige an der Spitze einer der mächtigsten Banken? Was treibt ihn an?

Der Banker ist ebenso umstritten wie bekannt und für viele das Sinnbild des kalten Kapitalisten. Sein Einkommen ist eines der höchsten hierzulande. Er verdient zwischen elf und 20 Millionen Euro im Jahr. Dabei bescheidet er sich öffentlichkeitswirksam durchaus auch mit nur 1,5 Millionen Euro im Jahr, wenn die Geschäfte mal nicht so gut laufen. Es war Josef Ackermann, der seit seinem Amtsantritt das traditionelle Kreditgeschäft der Deutschen Bank zurückfuhr und ganz auf das lukrative Investment-Banking und dubiose Finanzderivate setzte. Ihm reichten zehn Prozent Rendite nicht mehr. 25 Prozent hieß die neue Devise. Und die Politik applaudierte. Gleich, ob Gerhard Schröder oder Angela Merkel. Doch Ackermann düpiert die Politik zuweilen, so zum Beispiel, wenn er für die Milliarden-Rettung von Griechenland plädiert und gleichzeitig bezweifelt, dass Griechenland das Geld überhaupt jemals zurückzahlen kann.

Autor Hubert Seipel (Deutscher Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis) begleitete den Bankenmanager über Monate."

Jetzt abrufbar in der ARD Mediathek.

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Montag, 2. August 2010 - 11:40 Uhr

Warum Notenbanker Gold so hassen

Was ist ein sicheres Investment? Lange Zeit galten Staatsanleihen als das ultimative Auffangbecken für Geld verunsicherter Investoren. Seit Ausbruch der Finanzkrise rückt das Gold stärker in den Mittelpunkt des Anlegerinteresses, mehr als den meisten Politikern und Notenbankern lieb ist.

Dass Währungshüter den Anstieg des Goldpreises mit Argusaugen verfolgen und seinen allzu starken Anstieg regelrecht bekämpfen, ist eine häufig gemachte Feststellung.

Eigene Transaktionen, die das Gold betreffen, werden totgeschwiegen oder erst mit großer Verzögerung kommuniziert (z.B. die BIZ-Swaps, Goldverkäufe des IWF).

Auf der anderen Seite wurden Goldverkäufe durch Zentralbanken oder den Internationalen Währungsfonds immer wieder weit im Vorfeld angekündigt. Das übte wiederholt Druck auf den Goldpreis aus, führte aber sicher nicht zu besseren Veräußerungs-Erlösen für das jeweilige Finanzinstitut.

Der Goldbesitz der Notenbanken wird mit der Zusammenfassung von Bilanzpositionen verschleiert („Gold und Goldforderungen“, „Gold und Sonderziehungsrechte“). Wie viel echtes Gold sich in den Notenbank-Tresoren tatsächlich befindet, ist für Außenstehende schlichtweg nicht mehr nachvollziehbar.

Im Januar äußerte sich der Präsident der US- Notenbank öffentlich zu den möglichen Gefahren asiatischer Goldkäufe für die amerikanische Staatsfinanzierung. Während eines Vortrags stellte man ihm die Frage, ob er es als Zeichen eines Vertrauensverlustes in den US-Dollar und in das Finanzsystem ansehe, wenn Indien und China als Nettogoldkäufer auftreten.

Mit einem erkennbaren Stocken in der Stimme betonte er, dass der Dollar weiterhin eine dominante Reservewährung sei und der Greenback in Krisen immer noch als sicherer Hafen gelte. Auf Gold geht er in seiner Antwort praktisch gar nicht ein.



Erkenntnis: Gold konkurriert mit Staatsanleihen als sichere Anlage in Krisenzeiten und muss deshalb diskreditiert werden.

Geld, das in Gold statt US-Anleihen fließt, verringert die Funktionalität des Schuldgeldsystems.

Ein hoher Goldpreis entlarvt die Schwäche der Währung, in der es gehandelt wird.

Käufer von physischem Gold entziehen ihr Kapital dem Einfluss der Notenbankpolitik.

Deswegen wird das Edelmetall von den Vertretern der Zentralbanken und von den Regierungen behandelt wie ein Onkel, über den man nicht spricht.

Der ungarische Ökonom Anatol E. Fekete zog ein anderes Familienmitglied zum Vergleich heran: „Wie ein Kind, dass in gemütlicher Runde unangenehme Wahrheiten ausplaudert.“ Und wie gerne bringt man solche „Verräter“ mit allen verfügbaren Mitteln zum Schweigen …

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Montag, 2. August 2010 - 09:24 Uhr

Starke Gold-Investment-Nachfrage aus Asien erwartet

Ein großes europäisches Marktforschungsinstitut hat sich mit der Frage befasst, welche Geldanleger in den kommenden sechs Monaten in Gold investieren werden. Eine Umfrage hat ergeben, dass Asiaten weit positiver gegenüber Gold eingestellt sind als ihre Kollegen aus den westlichen Industrieländern.

Das Marktforschungsunternehmen Ipsos hat weltweit 18.594 Investoren nach ihrem künftigen Anlageverhalten in Sachen Gold befragt.

Ein Viertel der Interviewpartner gab an, sie wollten innerhalb der kommenden sechs Monate "in gewissem Maße oder sehr wahrscheinlich" physisches Anlagegold oder andere Goldanlageprodukte kaufen. 53 Prozent dieser Probanden nannten spekulative Gründe, 47 Prozent erklärten, sie beabsichtigten ihr Vermögen mit diesen Goldkäufen abzusichern.

Besonders stark für Gold interessierten sich asiatische Investoren. Drei Viertel der Befragten aus Indien und Indonesien - Nummer 2 und Nummer 4 in der Rangliste der weltweit bevölkerungsreichsten Staaten - erklärten, in den kommenden sechs Monaten Gold kaufen zu wollen. Auch 50 Prozent der chinesischen Probanden äußerten sich in entsprechender Form. Dagegen bekannten sich nur 11 Prozent der US-amerikanischen Anleger und 7 Prozent der befragten Europäer als wahrscheinliche Goldinvestoren.

Rund zehn Prozent der Interview-Teilnehmer haben eigenen Angaben zufolge in den vergangenen sechs Monaten Gold gekauft.

Ipsos führte die Umfrage zwischen dem 7. Juni und 20. Juni 2010 in 24 Ländern durch, die gemeinsam 75 Prozent der Weltwirtschaftsleistung repräsentieren.

Goldreporter

Bild: Heraeus

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Sonntag, 1. August 2010 - 13:01 Uhr

So entwickelt sich der Goldpreis im August

Im vergangenen Monat fiel der Goldpreis um 5,8 Prozent. Wie geht es im August mit dem Kursverlauf weiter? Goldreporter wirft einen Blick auf die 38-jährige Goldpreis-Statistik.

Der Juli brachte Goldanlegern deutliche Verluste. 5,84 Prozent ging der Preis für die Feinunze zurück. Noch stärkere Einbußen stehen zu Buche, wenn man die Verluste in Euro umrechnet. Ein Minus von 11,29 Prozent gilt es zu verdauen. Die Sommermonate gehören allerdings auch traditionell zur schwächsten Jahreszeit für Gold. Was verrät die Statistik der vergangenen 38 Jahre über den Kursverlauf im Monat August?

Durchschnittlich stand der Goldpreis Ende August 0,17 Prozent niedriger als zum gleichen Zeitpunkt im Vormonat. Gewinn- und Verlustmonate gab es allerdings in exakt gleicher Anzahl. Und oft kam es zu starken Kursausschlägen. Den größten gab es im August 1982. Damals schoss der Goldpreis um 19,59 Prozent nach oben. Das größte Minus ergab sich 2003 mit 10,89 Prozent Verlust.

Viermal wurde im August ein Jahrestief gemessen (1976, 1981, 1982 und 1998). Dreimal fiel das Jahreshoch auf einen Tag im August (1972, 1985 und 1993).

Die beste August-Performance seit 1972 (Top-5)
1982: +19,59%
1986: +7,90%
1979: +7,58%
1981: +5,00%
2004: +4,75%

Die schlechteste August-Performance seit 1972
(Top-5)
2003: -10,89%
1973: -9,72%
1976: -8,32%
2008: -8,28%
1993: -8,20

Eine komplette Übersicht über die Goldpreisentwicklung im Juni seit 1972 erhalten Sie in der folgenden Grafik.



Zur Erinnerung: Für den Juli wies die Statistik ein durchschnittliches Plus von 0,48 Prozent aus. Mit einem Minus von 5,84 Prozent gehorchte der vergangene Monat damit so gar nicht den Vorgaben der Kursstatistik.

Hinweis: Alle Daten in US-Dollar auf Basis des Londoner A.M.-Preis-Fixings

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Freitag, 30. Juli 2010 - 10:51 Uhr

SPDR Gold Trust: Bedeutende Mittelabflüsse am Dienstag – Zufall?

Vom weltweit größten Gold-ETF SPDR Gold Trust wurden in dieser Woche erstaunliche 19,78 Tonnen Gold abgezogen. Bemerkenswert ist auch das Timing.

In dieser Woche verringerten sich die Goldbestände des weltweit größten Gold-ETFs SPDR Gold Trust (Börsenkürzel: GLD) durch Anteilsverkäufe von Investoren um 19,78 Tonnen oder 1,52 Prozent. Die Anteile des Fonds sind offiziell zu 100 Prozent mit physischem Gold hinterlegt, das den Anlegern auf Wunsch physisch ausgeliefert wird.

Bemerkenswert ist, dass alleine 18,55 Tonnen von Dienstag auf Mittwoch verschwanden. Zuletzt wurden im April 2008 GLD-Tagesabflüsse in dieser Größenordnung verzeichnet.

Wir fragen uns: Ist es Zufall, dass dieser bedeutende Goldabfluss vom 27. Juli auf den 28. Juli erfolgte, also exakt zu dem Zeitpunkt, an dem an der Warenterminbörse COMEX Lieferverträge fällig wurden (Option/Futures Expiry am 27./28.07.). Haben hier einige Banken dringend echtes Gold benötigt, um ihren Lieferverpflichtungen physisch nachzukommen, weil die Kontrahenten sich nicht mit einem Barausgleich zufriedenstellen ließen?

Wenn das so wäre, dann müsste man die Mittelabflüsse beim GLD nicht als Rückgang der Investmentnachfrage interpretieren, sondern eindeutig als Bestätigung der hohen physischen Nachfrage nach Edelmetall.

Hierfür spricht auch die Tatsache, dass die Silberbestände des größten Silber-ETFs iShares Silver Trust mittlerweile seit zwei Wochen unverändert sind. Es kam zu keinerlei Mittelabflüssen.

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Foto: SPDR Gold Trust

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Donnerstag, 29. Juli 2010 - 14:27 Uhr

Angst vor Hyperinflation: Darum wollen alle dieses geheimnisvolle Buch!

Es heißt „Dying of Money: Lessions of the Great German an American Inflations“, stammt aus dem Jahr 1974 und kostet auf eBay bis zu 700 Dollar. Es erklärt, warum sich eine Hyperinflation auch heute noch rasend schnell einstellen kann.

“Dying of Money: Lessions of the Great German an American Inflations” heißt es. Zu Deutsch: „Sterben des Geldes: Lektionen der großen Deutschen und Amerikanischen Inflationen“. Es wurde 1974 als Hardcover-Ausgabe veröffentlicht und erzielt derzeit überall Rekordpreise. Auf eBay werden bis zu 700 Dollar für das Buch gezahlt. Einzelstücke sind in Deutschland unter anderem bei Amazon für rund 300 Euro zu haben.

Was ist dran an einem 36 Jahre alten Buch, das unter angelsächsischen Bankern einen solchen Hype auslöst?

Die britische Tageszeitung Telegraph berichtete kürzlich über die entscheidende Passage des Buches. Man findet sie in Kapitel 17, das „Velocity“ („Geschwindigkeit“) lautet.

Dort wird beschrieben, wie jede der großen Inflationen mit einer langsamen Ausdehnung der Geldmenge begann. Diese blieb zunächst für eine überraschend lange Zeit ohne sichtbare Folgen. Die Preise bestimmter Vermögenswerte stiegen vielleicht, aber die latente Preisinflation blieb im Verborgenen.

Buchautor Jens O. Parsson beschreibt die bedrohliche Situation mit einer Metapher: „Wie das Gas in einem Camping-Kocher, bevor man das Streichholz entzündet“.

Denn: Das Bedürfnis, Geld aufzubewahren könne sich plötzlich aus psychologischen und völlig spontanen Gründen ändern. Das führe zu einer Explosion der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Und dies passiere innerhalb nur weniger Wochen.

So habe es sich im Deutschland der 1920er-Jahre abgespielt und ähnlich, mit nicht ganz so verheerenden Folgen, in den USA, während der Kriege in Korea oder Vietnam.

Und jetzt?

Die amerikanische Notenbank hat die Geldbasis in den USA innerhalb von nur zwei Jahren von 871 Milliarden auf 2,024 Billionen Dollar ausgedehnt. Dass ein plötzliches Anziehen der Umlaufgeschwindigkeit dieses Geldes eine Hyperinflation auslösen könnte, erscheint Kennern des Buches nicht mehr ganz so unwahrscheinlich.

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Donnerstag, 29. Juli 2010 - 10:18 Uhr

Gold zu Schlussverkaufspreisen

Über die kurzfristigen Einbrüche des Goldpreises ärgern sich nur Spekulanten. Erfahrene langfristige Anleger erkennen in der aktuellen Kursentwicklung bekannte saisonale Muster, die zum Goldkaufen einladen.

Im Grunde kann es langfristig orientierten Goldanlegern egal sein, ob die Kurse in diesen Tagen immer wieder stoßweise abbröckeln. Langfristige Investoren agieren nach dem Motto "Regelmäßig kaufen und liegen lassen". So konnten die widerholten Turbulenzen am Terminmarkt – wie vergangenen Dienstag im Rahmen des Verfallstermins für Optionen - nicht verhindern, dass der Goldpreis in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen ist.

Dennoch gibt es immer wieder Phasen, in denen die Edelmetallkurse über längere Zeit hinweg den Rückwärtsgang einlegen. Dazu gehören auch die traditionell schwachen Sommermonate. Für Anleger ist deshalb die Frage besonders interessant, wann sich günstige Nachkaufgelegenheiten bei Gold und Silber ergeben.

In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal auf einen interessanten Chart verweisen, der die Saisonalität des Goldpreises besonders gut deutlich macht.



Abb. 1: Statistische Goldpreisentwicklung im Jahresverlauf (2000-2006)
Quelle: ZEAL LLC

Demnach ergeben sich die besten Kaufzeitpunkte im Zeitraum März/April, Ende Juli und Anfang November.
Sehen wir uns jetzt zum Vergleich den aktuellen Goldkursverlauf seit Januar an.



Abb. 2: Goldpreisentwicklung seit Januar 2010

Wir erkennen eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem saisonalen Verlaufsmuster in Abbildung 1.

Ergo: Wie immer sich die Kurse in den kommenden Monaten tatsächlich entwickeln, rein statistisch gesehen, kann es kein Fehler sein, bei den aktuellen Kursen noch einmal Gold einzukaufen. Indische Goldhändler tun das derzeit ebenso.

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Mittwoch, 28. Juli 2010 - 16:18 Uhr

Deutsche Staatsschulden steigen auf € 1,863 Billionen

Die öffentlichen Haushalte haben sich im 1. Quartal weiter verschuldet. Der Staat türmte offiziellen Zahlen zufolge per Ende März 2010 erneut 114 Milliarden Euro mehr an Verbindlichkeiten auf. Das Privatvermögen steigt dagegen weiter an.

Die Deutsche Bundesbank hat die aktuellen Zahlen der gesamtwirtschaftlichen Finanzierungsrechnung veröffentlicht. Der Bericht enthält Angaben über die private und öffentliche Verschuldung in Deutschland.

Nicht enthalten sind freilich die künftigen Verpflichtungen des Staates in Sachen Pensionen, Renten und gesetzlicher Krankenversicherung. Der Bund der Steuerzahler geht deshalb von einer Gesamtverschuldung von Bund, Ländern und Kommunen in Höhe von 7,85 Billionen Euro aus.

Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Bundesbank-Zahlen in Stichpunkten (jeweils gültig für das 1. Quartal 2010):

Staatssektor
• Im Vergleich zum Vorjahr ist die Verschuldung des Staatssektors (Bund, Länder und Gemeinden) um 114 Mrd. Euro auf nun 1.863 Billionen Euro gestiegen.
• Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Staats-Verschuldung um 20 Mrd. Euro und damit stärker als in den beiden vorherigen Quartalen.
• Das staatliche Geldvermögen ist um 12 Mrd. Euro gefallen (Abbau von Bankguthaben, Verkauf von Rentenpapieren)

Privatsektor

• Private Haushalte steigerten ihr Geldvermögen gegenüber dem Vorquartal um 51 Mrd. Euro auf insgesamt 4,739 Billionen Euro
• Bankeinlagen (einschl. Bargeld): +16,5 Mrd. € (gegenüber Vorquartal)
• Wertpapiere: + 9,5 Mrd. €
• Versicherungsansprüche: +24 Mrd. €
• Die private Verschuldung fiel um 8 Mrd. Euro auf insgesamt 1,526 Billionen Euro (Schulden bei Banken und Versicherungen).
• Das Nettogeldvermögen der privaten Haushalte entspricht damit 3,212 Billionen Euro.

Goldreporter

Bild: (c) Goldreporter

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Mittwoch, 28. Juli 2010 - 10:00 Uhr

20 alarmierende Daten aus den USA

Die USA sind auf den Weltmärkten nach wie vor als Konsument gefragt. Doch trotz gigantischer Stimuluspakete schwächelt die amerikanische Wirtschaft so stark wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Wir präsentieren 20 alarmierende Fakten, die allzu oft im Schwall der positiv gefärbten Konjunkturmeldungen untergehen.

1) Im Verlauf der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise sind in den Vereinigten Staaten 8,5 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen.

2) Im Februar 2010 entfielen auf jeden offenen US-Job statistisch gesehen 5,5 arbeitslose Amerikaner. Der republikanische Kongress-Abgeordnete Ron Paul schätzt die tatsächliche Arbeitslosenquote in den USA auf mittlerweile 22 Prozent (offiziell: 9,5%).

3) Nach Angaben des U.S. Census Bureau besaßen Ende 2009 nur 26 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren einen Job. Das ist das niedrigste Niveau seit Beginn der Datenaufzeichnungen im Jahr 1948.

4) Die Anzahl der Anträge auf einen Hypotheken-Kredit sind im Juli um fast 40 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen, auf den niedrigsten Stand seit April 1997.

5) Im kalifornischen Regierungsbezirk Central Valley befindet sich 1 von 16 Eigenheimen im Prozess einer Zwangsversteigerung.

6) Zum ersten Mal in der US-Geschichte besitzen Banken einen größeren Anteil am Nettowert aller Wohnimmobilien als amerikanische Privatleute.

7) Die Preise für US-Gewerbeimmobilien sind seit 2007 um zirka 40 Prozent gefallen.

8) 18 Prozent aller Büroflächen in den USA sind derzeit nicht vermietet.

9) Acht von 58 Regierungsbezirken Kaliforniens weisen offiziell eine Arbeitslosenquote von mehr als 20 Prozent aus.

10) 40,43 Millionen Amerikaner, also rund 13 Prozent der US-Bevölkerung, erhielten im April so genannte Food Stamps („Essensmarken“) aus dem Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP). Es handelt sich dabei um Lebensmittelhilfen über spezielle Kreditkarten. Diese können US-Staatsbürger beantragen, die nicht mehr als 2.000 US-Dollar an Haushaltsvermögen (Erspartes, Wertgegenstände) besitzen.

11) Im Jahr 1950 verdiente ein Top-Manager in den USA durchschnittlich 30-mal mehr als ein Arbeiter. Heute beträgt das Verhältnis bis zu 500 zu 1.

12) Ungefähr 40 Prozent der amerikanischen Konsumausgaben entfällt auf die 20 Prozent der Haushalte mit den höchsten Einkommen.

13) Die gesamten Kreditschulden der Amerikaner (Staat, öffentliche und private Organisationen, private Haushalte) umfassen rund 360 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (ca. 51 Billionen Dollar) und entsprechen damit annähernd dem Wert der globalen Wirtschaftsleistung von 2009 (Welt-BIP = 58,13 Bio. Dollar).

14) Einer aktuellen Universitäts-Studie zufolge beträgt die Summe aller künftigen Pensions-Verpflichtungen der US-Regierung für die Beschäftigten ihrer 50 Bundesstaaten insgesamt 3,2 Billionen US-Dollar.

15) Mindestens sechs US-Staaten haben zuletzt angekündigt, Steuerrückzahlungen aufschieben zu müssen, weil das Geld fehlt. Darunter: New York, Hawaii, Minnesota, North Carolina, Iowa und Rhode Island.

16) Nach Angaben des Economic Policy Journal sind 32 US-Bundesstaaten bereits die Mittel zur Zahlung von Arbeitslosengeld ausgegangen, so dass die US-Regierung für die Ansprüche aufkommen muss.

17) Die US-Staaten Kalifornien und Illinois rangieren derzeit beim Finanzmarktforscher CMA Vision neben Venezuela, Griechenland und Argentinien unter den 10 Schuldnern mit der größten Ausfallwahrscheinlichkeit.


Quelle: CMA DataVision, 27.07.2010

18) Der aktuelle US-Staatsetat sieht Militärausgaben von 695 Milliarden US-Dollar vor (+12,7% gegenüber Vorjahr). Das sind 18,6 Prozent des Gesamthaushaltes, der sich auf insgesamt 3,55 Billionen US-Dollar beläuft.

19) Die USA werden im Jahr 2010 annähernd so viele neue Schulden aufnehmen, wie die Regierungen aller restlichen Länder der Welt gemeinsam (1,17 Billionen US-Dollar).

20) In den vergangenen zwei Jahren wurden im Rahmen der amerikanischen Geld- und Konjunkturpolitik 3,7 Billionen US-Dollar ausgegeben. Dennoch ist die Arbeitslosigkeit deutlich gestiegen und der Präsident der US-Notenbank, Ben Bernanke, sprach zuletzt von einem „ungewöhnlich unsicheren“ Ausblick für die US-Konjunktur.

Quellen: Bureau of Economic Analysis , CMA DataVision, Coto Report, Department of Labour Statistics, Economic Policy Journal, Financial Services Hearing (22.07.2010), RealtyTrac, U.S. Census Bureau

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Dienstag, 27. Juli 2010 - 21:35 Uhr

TV-Tipp: "Let's Make money - machen wir Geld"

Die ARD sendet heute (Dienstag, 27.07.) um 22:45 Uhr den Dokumentarfilm des Österreichers Erwin Wagenhofer über die Auswüchse des internationalen Finanzhandels.

Programmtext: Der Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer begleitete Investmentbanker und Fondsmanager über mehrere Jahre durch die oft undurchsichtige Finanzwelt. Sein ernüchterndes Fazit: Alle haben die Krise kommen sehen - nur hat es keinen interessiert, solange die Rendite stimmte.

Die Dreharbeiten zu "Let's make money" führten Wagenhofer unter anderem in das Finanzzentrum London, auf den afrikanischen Kontinent, nach Indien, auf die Kanalinsel Jersey, in die Berge der Schweiz und an die Costa del Sol. Der Film zeigt deutlich: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise - die wir mit unserem Geld beeinflussen können.

Laufzeit: 105 Minuten



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Dienstag, 27. Juli 2010 - 19:29 Uhr

Geldmenge M3 wächst wieder

Nach einem mehrmonatigem Rückgang hat das wichtigste Geldmengen-Aggregat M3 im Juni wieder zugelegt. Auch die Kreditvergabe steigt.

Die Geldmenge M3 ist im Juni gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat um 0,2 Prozent gestiegen. Im Dreimonatsdurchschnitt (April bis Juni) blieb M3 jedoch unverändert. Dies geht aus den Zahlen hervor, die die Europäische Zentralbank am heutigen Dienstag veröffentlicht hat.
Im November 2009 war erstmals in der Euro-Geschichte eine M3-Schrumpfung gemeldet worden. Die Geldmenge M3 hat für Notenbanken größte geldpolitische Bedeutung, weil sie - im Gegensatz zu den Teilgeldmengen M1 und M2 - Geldkomponenten mit längerer Laufzeit beinhaltet. Diese längerfristigen Geldarten sind ausschlaggebend für die in unserem Schuldgeldsystem wichtige Kreditvergabe.



Abb.: Geldmenge-Aggregate (Quelle: Wikipedia)

In den ersten Monaten des Jahres wurde viel Zentralbankgeld als kurzfristige Termineinlagen gehalten, die in M2 Berücksichtigung finden.

Die Geldmenge M1 steigt weiter deutlich, zuletzt um 9,2 Prozent in den vergangenen 12 Monaten. Im Mai lag das Plus aber noch bei 10,3 Prozent.

Auch die Kreditvergabe an den Privatsektor stieg im Juni um 0,3 Prozent (Vormonat +0,2 Prozent). Die aktuellen EZB-Zahlen zur Bankenliquidität zeigen außerdem, dass die Übernachteinlagen der Finanzinstitute bei der EZB (Deposit Facility) seit Ende Juni um rund 77 Prozent zurückgegangen sind. Das Sicherheitsbedürfnis der Banken hat somit nachgelassen.

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Dienstag, 27. Juli 2010 - 17:20 Uhr

Reduzierte Goldbestände in der Eurobanken-Bilanz

Die konsolidierte Bilanz des Eurosystems weist in dieser Woche einen um 123 Millionen Euro reduzierten Betrag in der Position "Gold und Goldforderungen" aus. Zentralbanken haben mit Gold gehandelt.

Per 23. Juli 2010 ist die Position „Gold und Goldforderungen“ in der konsolidierten Bilanz des Eurosystems um 123 Millionen Euro zurückgegangen.

Der Veränderung resultiert laut den Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) aus der Veräußerung von Gold durch eine Zentralbank des Eurosystems. Die Transaktion sei in Übereinstimmung mit der Vereinbarung der Zentralbanken über Goldbestände erfolgt. Gleichzeitig habe jedoch eine andere Bank des Eurosystems Gold erworben.

Detaillierte Angaben zu den Goldgeschäften machte die EZB nicht. In der vergangenen Woche notierte der Goldpreis umgerechnet bei rund 920 Euro. 123 Millionen Euro entsprachen demnach einer Goldmenge von rund 4,16 Tonnen.

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Dienstag, 27. Juli 2010 - 11:18 Uhr

20-Euro-Goldmünze „Eiche“: Auslieferung verzögert sich weiter

Die Nachfrage ist groß. Im Handel werden bereits Mondpreise verlangt. Viele Vorbesteller warten immer noch ungeduldig auf ihre „Eiche“ aus der neuen Goldmünzen-Serie „Deutscher Wald“. Für die Lieferverzögerung gibt es aber gute Gründe.

Die Nachfrage nach der ersten Ausgabe der neuen 20-Euro-Goldmünzen-Serie „Deutscher Wald“ ist riesig. Offizieller Ausgabetermin der ersten Auflage „Eiche“ war 23. Juni 2010. Aber immer noch warten einige Kunden auf die bereits zugeteilten Münzen.

Bis Mitte August sollen nun die restlichen Stücke ausgeliefert werden. Laut Angaben der Verkaufsstelle für Sammelmünzen (VfS) in Weiden wird nach wie vor jeder Vorbesteller zumindest ein Exemplar der „Eiche“ erhalten.

In einer ersten Auslieferungsphase wurden bereits Münzhändler und einige Privatpersonen beliefert. Im Handel und auf Auktionsplattformen wie eBay wird für die „Eiche“ bereits ein Vielfaches des Ausgabepreises verlangt. Während der offizielle Ausgabepreis 151 Euro beträgt, muss man im freien Handel bis zu 470 Euro zahlen. Und das für eine Goldmünze, deren reiner Materialwert (1/8 Unze) sich derzeit auf lediglich rund 114 Euro beläuft.

Der besondere Clou ist allerdings die schicke Holzkassette zur Aufbewahrung der Münze. Sie ist nur bei der Erstlieferung aller sechs Münzen der Serie enthalten. Laut VfS ist dies auch einer der Gründe für die verzögerte Auslieferung. Denn der Hersteller konnte die Schatullen nicht sofort in der erforderlichen Menge bereitstellen.

Wer mehr als eine Münze geordert hat, kann sich übrigens noch Hoffnungen machen, weitere Exemplare zu erhalten. Denn vier bis sechs Wochen nach der Erstauslieferung nimmt die VfS weitere Zuteilungen vor. Das wird vermutlich erstmals Ende August passieren.

Kunden erhalten in diesem Fall eine weitere Benachrichtigung und können dann entscheiden, ob sie das Angebot annehmen oder nicht. Bei der aktuellen Wertentwicklung sollte dies aber nur eine rein formelle Frage sein.

Wer Goldmünzen alleine zur Geldanlage kaufen will, findet im Edelmetallhandel allerdings permanent weit günstigere Angebote.

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Dienstag, 27. Juli 2010 - 08:53 Uhr

Durch Gold gedeckte Schulden: Das sind die kreditwürdigsten Länder!

Wie stark sind die Staatsschulden westlicher Industrieländer theoretisch durch ihre nationalen Goldreserven gedeckt? Goldreporter hat sich die offiziellen Zahlen vorgenommen und nachgerechnet.

Angenommen, es käme zum Äußersten. Der Staat müsste seine Goldbestände verkaufen, um einen Teil seiner Schulden zu begleichen. Wie weit würden die Edelmetallbestände der EU-Länder reichen? Wie schlagen sich andere westliche Industrie-Nationen im Vergleich?

Wir haben anhand aktueller Zahlen nachgerechnet und eine Rangliste erstellt. Die Prozentzahlen in der Tabelle (unten) geben den aktuellen Wert der offiziellen Goldreserven im Verhältnis zum Schuldenstand der jeweiligen Länder an. Beispiel: Der Wert der deutschen Goldreserven beträgt derzeit 5,72 Prozent unserer Staatsschulden. Anders: Hätten wir eine eigene Schuldenwährung, dann wäre unser Geld zu 5,72 Prozent mit Gold gedeckt.

Das Ergebnis unserer Analyse: Die Schweiz und Portugal sind die goldenen Musterschüler Europas. Aber auch diese Länder könnten nur einen Bruchteil der Verbindlichkeiten mit dem angehäuften Gold tilgen.

Übersicht
Wert der nationalen Goldbestände im Verhältnis zum aktuellen Schuldenstand in Euro. Referenzkurs: 1 Unze Gold = 920 Euro. Quellen: Wikipedia/eigene Recherchen



Abb.: Golddeckung der Staatsschulden

Überraschend ist sicherlich die Position Portugals im internationalen Vergleich. Die Portugiesen haben dies ihrem einstigen Diktator Antonio de Oliveira Salazar zu verdanken. Denn der häufte während seiner 36-jährigen Regierungszeit bis 1968 den größten Teil der Goldbestände des Landes an. Damals waren das Industriemetall Wolfram und Dosenfisch portugiesische Exportschlager, die zu Handelsüberschüssen führten.

Weiterhin erwähnenswert: Für die miserable Platzierung Großbritanniens ist der ehemalige Premier Gordon Brown verantwortlich. Er verkaufte um die Jahrtausendwende herum mehr als die Hälfte der britischen Goldreserven zu Tiefstpreisen. Heute sprechen die Angelsachsen ironisch vom „Brown Bottom“, wenn sie das Goldpreistief 1999/2000 meinen.

Link: Die weltweiten Goldreserven

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Montag, 26. Juli 2010 - 13:35 Uhr

Platin und Palladium profitieren vom Auto-Aufschwung

Beides sind Edelmetalle, aber ebenso wichtige Rohstoffe für die Automobil-Industrie. Diese profitiert derzeit von den Konjunkturprogrammen in Fernost. Auch den Preisen für Platin und Palladium ist das anzusehen.

Kein Zweifel, Gold gilt als Inflationsschutz Nummer 1. Aber auch die Edelmetalle Platin und Palladium sind nicht beliebig vermehrbar. Deren Preise profitieren also ebenso von der zügellosen Geldpolitik der Notenbanken.

Mittlerweile kann man sie problemlos in Form von Münzen und Barren erwerben. Aber neben dem Interesse von Investoren, erfreuen sich die beiden Metalle derzeit auch einer steigenden Nachfrage aus dem Automobil-Sektor.





Ihre diesjährigen Kurshöhepunkte markierten Platin und Palladium bereits Ende April. Nach dem steilen Anstieg innerhalb von 12 Monaten - um rund 30 Prozent (Platin) und beeindruckenden 120 Prozent (Palladium) - kam die Korrektur. Palladium verlor innerhalb weniger Wochen 25 Prozent, der Platin-Preis rutschte um mehr als 6 Prozent ab.

Doch jetzt befinden sich beide Metalle wieder im Aufwind. Der staatlich geförderten Sonderkonjunktur (vor allem in Asien) sei Dank. Die Autobranche freut sich über zahlreiche Neuaufträge. Platin und Palladium werden dringend im Katalysatorenbau gebraucht.

So sprangen die Kurse der beiden Rohstoffe am Freitag deutlich an. Denn Ford gab zum fünften Mal hintereinander einen Quartalsgewinn bekannt. Die Auto-Verkäufe der Amerikaner stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres um 28 Prozent.

Die Kursrally der „P“-Edelmetalle war im vergangenen Jahr vor allem auf die Finanzmarktrisiken und der daraus resultierenden Investment-Nachfrage zurückzuführen. Das duale Kurspotenzial (Vermögensschutz und Industriemetall) von Platin und Palladium zeigt sich jetzt einmal mehr.

Es schadet also nicht, zur Diversifizierung des Edelmetall-Portfolios einige Münzen oder Barren (19% MwSt.) anzuschaffen. Wenn es der Krise nicht gelingt, Platin- und Palladium-Kurse zu beleben, ein handfester Konjunkturaufschwung hilft bestimmt.

Links:

Platin-Angebot bei TG Gold-Super-Markt

Palladium-Angebot bei TG Gold-Super-Markt

Platin und Palladium bei Anlagegold24


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Montag, 26. Juli 2010 - 10:27 Uhr

Goldpreisrutsch nur vorübergehend

Die Analysten sind sich weitgehend einig: Langfristig wird der Goldpreis weiter steigen. Dabei sprechen zahlreiche fundamentale Gründe für anziehende Kurse schon in den kommenden Wochen.

Seit dem letzten Rekordhoch am 28. Juni, als der Goldpreis im Londoner Nachmittags-Fixing 1.261 Dollar erreichte (€1.023,54), hat der Kurs des Edelmetalls rund 5 Prozent abgegeben. Da der Euro seit dieser Zeit etwa vier Prozent gegenüber dem US-Dollar an aufholte, ergab sich für Euro-Anleger ein deutlich größeres Minus von gut 9 Prozent.

Während einige Rohstoffanalysten bis zum Jahresende von weiter fallenden Edelmetallpreisen ausgehen (Goldreporter berichtete am 13.07.), gibt es nun vermehrt Börsenhändler, die den Preisrückgang nur für ein vorübergehendes Phänomen halten. Sie erachten die aktuelle Gold-Nachfrage für robust genug, um einen anhaltenden Kursrutsch verhindern.

„Der Drang vom Euro in sichere Anlagen, also US-Dollar und Gold hat vorübergehend abgeschwächt“, so Jeffery Nichols, Geschäftsführer von American Precious Metals Advisors. „Allerdings hat dies in keinster Weise unsere langfristigen Erwartungen in einen steigenden Goldpreis reduziert“, erklärt Nichols im Rahmen eines Marktberichts seines Beratungsunternehmens. Den kürzlichen Abverkauf und möglicherweise weitere kleine Kursrücksetzer in den kommenden Tagen und Wochen, mache Gold für langfristige Investoren umso attraktiver.

Auch die Analysten von Barclays Capital sehen die Konsolidierung als zeitlich begrenzt an. Den Rücksetzer bewerten sie als vorübergehend und erkennen darin lediglich eine kurzfristige gegenläufige Trendbewegung. Gegenüber Wall Street Journal erklärt deren Analyst Suki Cooper, dass das langfristige Interesse an Gold robust bleibe. „Wir erkennen derzeit enormes Interesse seitens langfristiger Investoren, und wir erwarten nicht dass dies nachlässt“, so Cooper.

Die Argumente für einen anziehenden Goldpreis in den kommenden Wochen:

- Steigende Goldnachfrage in China, auch über neu aufgelegte Gold-ETFs (Exchange Traded Funds)
- Indische Händler bereiten sich im Rahmen der kommenden Festival-Saison auf eine steigende Schmucknachfrage vor.
- Derzeit gehen weltweit die Verkäufe von Altgold zurück (-43% im 1. Quartal 2010). Dieses Segment trägt immerhin rund 40 Prozent zum gesamten Goldangebot bei.
- Die Zentralbanken – vor allem asiatische - gelten weiter als Kaufinteressenten, da deren Goldanteil an den gesamten Währungsreserven gegenüber den westlichen Nationen teilweise immer noch verschwindend gering ist (China, Indien, Russland)

Fazit: Die Sommermonate könnten sich nachträglich als sehr gute Kaufgelegenheit für langfristig orientierte Goldanleger erweisen.

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Samstag, 24. Juli 2010 - 09:59 Uhr

7 US-Banken geschlossen, darunter eine Milliarden-Pleite

Der Freitag bescherte den USA erneut sieben Bankenpleiten. In diesem Jahr musste die amerikanische Einlagensicherung FDIC damit bereits 103 Institute abwickeln.

Die größte Banken-Pleite des Wochenendes wurde im Bundesstaat Georgia gemeldet. Die Crescent Bank and Trust Company mit Aktiva im Umfang von 1,01 Milliarden Dollar und Einlagen von 965,7 Millionen Dollar schloss ihre Pforten. Die Kundeneinlagen wurden von der Renasant Bank in Tupelo übernommen.

Die weiteren Schließungen:

Sterling Bank in Florida ($ 407,9 Mio. Aktiva, $ 372,4 Mio. Einlagen)
Home Valley Bank in Oregon ($ 251,8 Mio. Aktiva, $ 229,6 Mio. Einlagen)
SouthwestUSA Bank in Nevada ($ 214 Mio. Aktiva, $ 186,7 Mio. Einlagen)
Williamsburg First National Bank in South Carolina
($ 139,3 Mio. Aktiva, $ 134,3 Mio. Einlagen)
Community Security Bank in Minnesota ($ 108 Mio. Aktiva, $ 99,7 Mio. Einlagen)
Thunder Bank in Kansas ($ 32,6 Mio. Aktiva, $ 28,5 Mio. Einlagen)

Die Anzahl der amerikanischen Banken, die in diesem Jahr pleitegingen, steigt damit auf 103. 2009 gingen insgesamt 140 bankrott. Bis zum gleichen Zeitpunkt waren seinerzeit aber erst 64 Häuser geschlossen worden.

Auch die Liste der als "problembehaftet" angesehenen Banken wurde nun von 702 auf 775 Einträge verlängert.

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Samstag, 24. Juli 2010 - 09:19 Uhr

Überraschender Nachfrageschub: Gold-Engpass in Indien

Der Rückgang des Goldpreises im Juli führte in Indien zu einer unerwartet hohen Edelmetall-Nachfrage. Indische Banken und Händler sprechen von Lieferengpässen.

Die indische Goldnachfrage ist äußerst preiselastisch. Das beweist einmal mehr die aktuelle Nachricht von Reuters India. Demnach haben indische Konsumenten den gedrückten Goldpreis der vergangenen Wochen unerwartet stark genutzt, um sich vor den kommenden Festivitäten mit Gold einzudecken. Der Nachfrageschub hat Goldanbieter überrascht.

“In der Monsun-Zeit halten die Lieferanten ihr Inventar eher niedrig. Die bedeutende Preiskorrektur sorgte für eine erhöhte Goldnachfrage, auf die die Raffinerien nicht vorbereitet waren”, Pinakin Vyas, vom indischen Goldimporteur Induslnd Bank.

Der Sprecher einer indischen Staatsbank spricht gegenüber Reuters von ungewöhnlichen Lieferzeiten ausländischer Anbieter, die teilweise bis zu sieben Tagen reichten. “Im Mai und Juni war die Nachfrage geringer, die Wende im Juli führte zu Versorgungsengpässen”, zitiert Reuters den Banker.

Am 24. August startet in Indien mit Raksha Bandhan ein weiteres großes Festival, dass von der Bevölkerung zu Goldkäufen genutzt wird. “Die Käufer sind gegenüber niedrigen Preise sehr aufgeschlossen. Wenn der Goldpreis in der Region um 1.190 Dollar bleibt, rechnen ich mit einer anhaltend großen Nachfrage”, sagt Lokesh Kumar Agrwal, Chef des Großhandelsunternehmens Brijwasi Bullions and Jewellers.

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Freitag, 23. Juli 2010 - 11:29 Uhr

Aktuelle Gold-Artikel: Wer sind die Ahnungslosen?

Die Publikumspresse hat sich auch in dieser Woche mit mehr oder weniger wertvollen Artikeln zum Thema Gold hervorgetan. Goldreporter präsentiert drei bemerkenswerte Beiträge.

„Manipulierte Preise?“, Focus Money vom 23.07.2010

Vortext: „Drücken Notenbanker und Politiker heimlich den Goldpreis? Welche Gründe dafür sprechen und welche Indizien Experten erkennen.“

Kommentar: Artikel über mögliche Manipulation durch Notenbanken auf dem Goldmarkt vor dem Hintergrund der Gold-Swap-Geschäfte der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Die ausgewogenen Erkenntnisse stammen aus einem Gespräch des Redakteurs mit dem durchaus kompetenten Gold-Fachmann Ronald Stöferle von Erste Group Bank. Lesenswert. Zum Artikel


„Wann platzt die Blase?“, Manager Magazin, 22.07.2010

Vortext: „Gold wird seit Jahren immer teurer. Erst in den vergangenen Wochen kam die stete Wertsteigerung des Edelmetalls zu einem Halt. Nur eine kurze Wachstumspause oder der Anfang vom Ende? Noch hört kaum jemand auf die Mahner. Viele verweisen auf die steigende Bedeutung von `Papiergold´.“

Kommentar: Schon der im Artikel verwendete Begriff „Gold-Gläubige“ verrät, wie der Autor tickt. Auf wesentliche Mechanismen des Goldpreisanstiegs (z.B. Geldmengenausweitung, Goldpreis als Indikator für Papiergeldqualität) wird nicht eingegangen. Man beschränkt sich auf die Nachfrage-Perspektive und ordnet den Goldbesitz in die Schublade "Glaubensbekenntnis" ein. Zum Artikel


„Glänzend nur in der Krise“, Cicero – Magazin für politische Kultur, Juli-Ausgabe

Vortext: „In schwierigen Zeiten gilt Gold als sicherer Hort für Anleger. Derzeit erreicht das mythisch besetzte Edelmetall Rekordmarken. Allerdings schwankt der Preis bisweilen heftig. Das Risiko bleibt beträchtlich.“

Kommentar: Typischer Anti-Gold-Artikel. Erst wird über die reichhaltige Aufzählung von Marktdaten Objektivität verkauft und dann sucht man fast krampfhaft nach Gründen, warum Gold wieder fallen muss. Zitat: "Wenn auch der letzte Ahnungslose kauft, ist das Ende der steigenden Kurse meist nicht mehr weit." Fazit: Bestens geeignet für eine Runde „Bullshit Bingo“. Bitte abhaken: „Wirtschaftlicher Nutzen begrenzt“, „Schlechtes Investment“, „Keine Zinsen“, „Goldstandard führt zu Deflation“. Zum Artikel


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Donnerstag, 22. Juli 2010 - 13:18 Uhr

Goldhandel in London: 32 Prozent höhere Umsätze als im Vorjahr

Nach den Rekord-Umsätzen im Mai wechselte im vergangenen Monat zwar 15,8 Prozent weniger Gold am Londoner Bullion Market den Besitzer. Rein wertmäßig sind die Handelszahlen aber weiter auf historisch hohem Niveau.

Am Londoner Bullion Market, dem weltweit größten Handelsplatz für physisches Gold, wurden im vergangenen Juni durchschnittlich 20,8 Millionen Unzen Gold (646,88 Tonnen) pro Tag gehandelt. Das entsprach einem Gegenwert von 25,6 Milliarden US-Dollar pro Tag.

Gegenüber dem Vormonat gingen die Zahlen damit 15,8 Prozent (mengenmäßig) und 14,09 Prozent (wertmäßig) zurück. Die Anzahl der Transaktionen sank um 17,1 Prozent auf durchschnittlich 1.740 pro Tag. Im Vergleich zum Juni 2009 stieg der durchschnittliche Tagesumsatz in US-Dollar vergangenen Monat allerdings um 32,64 Prozent.

Der Mai 2010 war ein Rekordmonat am London Bullion Markt. Zwar wechselte seit 1996 (Beginn der Online-Statistik) in zahlreichen Monaten schon mehr Gold den Besitzer, nie jedoch war der Gegenwert so hoch. Der tägliche Durchschnitt der letzten 14 Jahre liegt bei lediglich 10,76 Milliarden US-Dollar.



Abb.: Wertmäßige Goldumsätze am London Bullion Market seit 1996
(Monatlicher Tagesdurchschnitt in Mrd. USD)

Grundsätzlich kann man grob feststellen, dass in London an vier Tagen durchschnittlich so viel Gold den Besitzer wechselt, wie alle Bergbau-Unternehmen der Welt in einem Jahr fördern.

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Mittwoch, 21. Juli 2010 - 14:44 Uhr

Goldpreis in Euro: Status und Ausblick

Gold wird an den Börsen nur in US-Dollar gehandelt. Für Investoren ist aber vor allem interessant, wie sich der Goldpreis in der jeweiligen Landeswährung entwickelt. Denn daran orientieren sich die Preise für Münzen und Barren. Hierzulande ist also der Euro-Goldpreis ausschlaggebend. Goldreporter liefert aktuelle Hintergründe zur Orientierung.

Berechnung
Der Goldpreis in Euro berechnet sich wie folgt:
Aktueller Goldpreis in US-Dollar geteilt durch den aktuellen Euro-Kurs in US-Dollar.
Beispiel, heute (Mittwoch) 12:30 Uhr: 1.192 Dollar / 1,2834 Dollar je Euro = 928,78 Euro pro Feinunze

Effekte
Gewinnt der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert, dann wird Gold (bei konstantem Goldpreis in US-Dollar) hierzulande günstiger. Man bekommt mehr Gold für seine Euros. Beim Verkauf erhält man aber gleichzeitig weniger Euros für sein Gold.

Charts
Da der Euro keine Goldhandelswährung ist, gehören Euro-Gold-Charts nicht zum Standard-Repertoire von Finanzportalen. Wir empfehlen das Angebot des Goldbrokers Bullionvault in der Rubrik "Gold News" auf Goldreporter.de (oben rechts). Hier lassen sich Goldcharts für verschiedene Währungen und über unterschiedliche Zeitspannen in Echtzeit ausgeben.

Darüber hinaus erstellen wir zur Analyse eigene Charts auf Basis der Londoner Preis-Fixierung, die wir auch hier und im Rahmen unseres kostenlosen Newsletters regelmäßig präsentieren (siehe unten).

Charttechnik
Bei 1.046 Euro liegt das aktuelle Allzeithoch. Es wurde am 8. Juni erreicht. Danach verlor der Euro-Goldpreis gut 11 Prozent. Bei 912 Euro drehte der Kurs nun wieder nach oben. Am Mittwochvormittag wurden 926,61 Euro erreicht. Der jüngste Aufwärtstrend wird erst unterhalb von 900 Euro gebrochen. Im heutigen Tagesverlauf wurden auf Basis des Spotmarkt-Preises bereits wieder 930 Euro erreicht. Der Euro notierte gegen 14 Uhr bei knapp über 1,28 Dollar.



Goldpreis in Euro seit 2007 (London Fix A.M.)


Fundamental
Nach der Kurs-Rally des Euro bis auf das Niveau von 1,30 US-Dollar, kamen in dieser Woche Dämpfer von der Nachrichtenfront. Das Kreditrating von Island wurde herabgestuft. Ungarn streitet sich mit dem IWF über das auferlegte Sparpaket und konnte am Kapitalmarkt nicht die erwünschte Summe aufnehmen, weil die Nachfrage nach den Anleihen des Landes nicht ausreichte. Dies rückt das bekannte - aber zuletzt vernachlässigte - Staatsschulden-Problem in Europa erneut in den Vordergrund. Und am Freitag werden die Ergebnisse des europäischen Bankenstresstests veröffentlicht.

Der Euro könnte also in den kommenden Tagen wieder verstärkt gegenüber dem Dollar an Boden verlieren, mit entsprechenden Auswirkungen für die hiesigen Münz- und Barrenpreise.

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Mittwoch, 21. Juli 2010 - 10:17 Uhr

Wenn Gold wieder zu Geld wird (Video)

Wenn das gesetzliche Zahlungsmittel seinen Dienst versagt, geben Händler ihre Ware nur gegen echte Werte heraus. Gold ist Geld. Wer daran zweifelt, dass dies auch in unserer „modernen“ Welt noch gilt, der musste zuletzt nur nach Simbabwe schauen.

Bis Anfang 2009 wütete in Simbabwe eine Hyperinflation. Geldscheine mit schwindelerregenden Nominalbeträgen von bis zu 100 Billionen Simbabwe-Dollar wurden in Umlauf gebracht. Am Ende erhielt man für eine solche Banknote gerade mal ein Brot.

Wenn es zu einer solch drastischen Geldentwertung kommt, dann etablieren sich Ersatzwährungen. Das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. In Simbabwe war es das Gold.

Wer im Februar 2009 ein Brot kaufen wollte, der benötigte dafür 0,1 Gramm des Edelmetalls. Das entsprach zu dieser Zeit einem Gegenwert von rund 2,30 Euro. Zirka 0,3 Gramm Gold am Tag benötigte man auf dem Land, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Heute wird in Simbabwe mit US-Dollar und dem südafrikanischem Rand gezahlt. Ein TV-Beitrag (in Englisch) zeigt, wie auf dem Höhepunkt der Hyperinflation Gold wieder zum präferierten Zahlungsmittel wurde.



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Dienstag, 20. Juli 2010 - 16:10 Uhr

Die US-Goldreserven: Eine Geschichte voller Missverständnisse

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind in Besitz der weltweit größten Reserven an physischem Gold. So die offizielle Story, die in einem aktuellen US-Artikel nachzulesen ist.

Immer wieder haben kritische Journalisten Zweifel aufgeworfen, ob in Fort Knock und auf dem Areal der Federal Reserve Bank of New York tatsächlich so viel Gold auf Schwerlast-Regalen gestapelt ist, wie die amerikanische Notenbank behauptet.

Gründe für entsprechendes Misstrauen wurde immer wieder geliefert. Schließlich fand nach 1933 keine unabhängige Prüfung der US-Reserven mehr statt. Hinzu kamen Hinweise, die Barren in Fort Knox könnten überwiegen aus minderwertigem Gold bestehen, da sie zu großen Teilen aus den 1933 eingeschmolzenen und unraffinierten amerikanischen Eagle-Münzen (nur 22 Karat) bestünden.

Ein aktueller Artikel auf CNET schildert die Geschichte der amerikanischen Goldbestände aus der Sicht des Federal Reserve.

Demnach waren im Jahr 2008 in New York rund 20 Meter unter der Erde angeblich 6.717 Tonnen Gold gelagert, dass anteilig 37 Ländern inklusive der USA gehört. Aktueller Marktwert: 255 Milliarden US-Dollar (198 Mrd. Euro).

Hinweis: Die gesamten offiziellen amerikanischen Goldbestände betrugen in Juni dieses Jahres laut den Zahlen des World Gold Council 8.133, 50 Tonnen.

Der komplett unkritische Bericht verweist auch auf die dazugehörige 24-seitige Image-Broschüre der Federal Reserve Bank of New York, die man hier downloaden kann.

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Dienstag, 20. Juli 2010 - 09:14 Uhr

China ist weiter auf Goldimporte angewiesen

In den ersten fünf Monaten des Jahres haben chinesische Minengesellschaften rund 6 Prozent mehr Gold gefördert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dennoch nicht genug, um die große Inlandsnachfrage zu decken.

China hat sich in den vergangenen Jahren zum größten Goldproduzenten der Erde gemausert. Gleichzeitig konsumiert das Land annähert so viel Gold wie das traditionell goldverliebte Indien. Doch die beiden bevölkerungsreichsten Territorien der Erde haben eins gemeinsam. Das im Land produzierte Gold reicht nicht aus, um die Inlandsnachfrage zu befriedigen.

Während Indien ohnehin kaum eigene Goldvorkommen aufweist, ist China in diesem Sektor kontinuierlich gewachsen. In den ersten fünf Monaten förderten chinesische Bergbau-Unternehmen 127,34 Tonen Gold. Das waren rund 6 Prozent mehr, als im gleichen Zeitraum 2009.

Und die Goldnachfrage ist ungebrochen. Hou Huimin, von der China Gold Association rechnet in diesem Jahr mit einem chinesischen Goldkonsum im Umfang von 440 bis 450 Tonnen, was einem Anstieg von 11 bis 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.

Rechnet man die Produktion der ersten fünf Monate auf das gesamte Jahr hoch, dann ergeben sich rund 305 Tonnen Gold (2009: 313 Tonnen) als Gesamtjahres-Output. Damit bliebe eine Versorgungslücke von mehr als 100 Tonnen, die China mit Goldimporten schließen müsste, sofern die Nachfrage nicht mit Altgold gedeckt wird.

China dürfte also weiterhin als bedeutender Goldkäufer auf den internationalen Märkten auftreten. Vor allem dann, wenn die Zentralbank selbst große Teile der landeseigenen Produktion vereinnahmt. Entsprechende Äußerungen waren in den vergangenen Monaten zumindest immer wieder in der Finanzpresse zu lesen.

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Montag, 19. Juli 2010 - 19:41 Uhr

Bloomberg: Hypo Real Estate bei Bankenstresstest durchgefallen

Der Nachrichtendienst Bloomberg berichtet, dass die verstaatlichte Hypo Real Estate den europäischen Bankenstresstest nicht bestanden hat. Das könnte für den Steuerzahler erneut teuer werden.

Am Freitag sollen die Ergebnisse des europäischen Bankenstresstests veröffentlicht werden. Wie der Nachrichtendienst Bloomberg vorab erfahren haben will, hat die vom Bund verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) den Test nicht bestanden.

Dem Stresstest mussten sich 91 europäische Banken unterziehen, darunter 14 deutsche. Zahlreiche Medien, darunter auch Der Spiegel, hatten sich im Vorfeld kritisch über die Datenerhebung geäußert, da die Banken die Kriterien bei der Zeugnis-Erstellung entscheidend mitbestimmt hätten.

Umso schwerwiegender wäre es, wenn die HRE bei der Prüfung tatsächlich durchgefallen ist. Das Institut musste 2008 mit vorwiegend staatlichen Bürgschaften und Kreditlinien im Gesamtumfang von 105,5 Milliarden Euro vor dem Kollaps gerettet und später vom deutschen Staat komplett aufgefangen werden.

Die HRE ist eigenen Angaben zufolge mit Krediten im Volumen von insgesamt 72 Milliarden Euro in Griechenland, Spanien und Italien engagiert.

Für den deutschen Steuerzahler könnte es teuer werden, wenn nun Garantien fällig würden oder erneut staatliche Kapitalspritzen erforderlich sind, um die HRE "endgültig sturmsicher" zu machen.

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