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Brisant: HSBC darf jetzt auch in China Gold auf Termin verkaufen

Asiaten kaufen gerne Gold, wenn der Preis fällt. US-Banken scheinen sich für fallende Goldkurse ansich zu begeistern (Foto: Fotolia).

Die chinesische Niederlassung der britischen Bullion Bank HSBC wurde als erstes ausländisches Institut für den Gold-Futures-Handel in Shanghai zugelassen. Halten die für den Goldpreis oft schädlichen Interessen anglo-amerikanischer Banken nun auch im chinesischen Terminhandel Einzug?

Die britische HSBC gehört zu den größten Goldhandelsbanken der Welt. Als so genannte Bullion Bank ist HSBC ein bedeutender Akteur im Londoner Goldgeschäft. Sie beteiligt sich am täglichen Gold Fixing. In den USA agiert das Unternehmen als Dienstleister, wo es unter anderem signifikante Teile der Goldbestände des weltweit größten Gold-ETF SPDR Gold Trust lagert. Und gemeinsam mit JP Morgan und Bank of America dominiert die US-Niederlassung des britischen Bankenriesen den amerikanischen Terminhandel mit Gold und Silber.

Viele Goldinteressenten verfolgen die Aktivitäten der Bullion Banken mit großem Misstrauen. Nicht zuletzt seitdem gegen JP Morgen und HSBC USA eine Klage wegen mutmaßlicher Silberpreis-Manipulation anhängig ist (Goldreporter berichtete).

Amerikanische Goldpreis-Drücker
Kritische Marktbeobachter – wie etwa Dimitri Speck („Geheime Goldpolitik“) – haben in ihren Publikationen nachgewiesen, dass der Goldpreis  nach der Eröffnung des amerikanischen Terminmarkts seit vielen Jahren statistisch gesehen fällt. Im asiatischen Handel erholen sich Gold und Silber dann typischerweise.

Auch die monatlichen Daten zur Bankenbeteiligung am Gold-Futures-Markt offenbaren klare Interessen vier großer US-Banken an einem fallenden Goldpreis. Schließlich halten sie seit vielen Monaten große Short-Positionen, die zuletzt 31,5 Prozent des gesamten Handelsvolumens (Open Interest) an der Warenterminbörse COMEX repräsentierten („US-Banken reduzieren Short-Positionen, Gold steigt“). Und: HSBC USA wies im ersten Quartal 2011 Goldderivate im Nominalwert von 24 Milliarden Dollar aus (Goldreporter berichtete).

Chinas Goldbullen
Der zunehmende Einfluss Chinas auf den Goldpreis basiert zunächst auf der großen physischen Nachfrage. Immer mehr Chinesen, die zu Wohlstand gelangen, sichern ihr Vermögen mit Goldbarren und Goldmünzen gegen Geldentwertung ab.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich in China allerdings auch im Handel mit Gold-Derivaten einiges getan. Es gibt mittlerweile Fonds mit Edelmetall-Deckung (Exchange Traded Funds = ETFs). Und an der Börse von Shanghai wird seit einiger Zeit auch Gold auf Termin gehandelt. Diese neue Marktstellung konnte man zunächst als gesundes Gegengewicht zu den Interessen der US-Banken verstehen, die offensichtlich ein nachhaltiges Bedürfnis haben, die Kurse für Gold und Silber mit großem Hebel kurzfristig nach ihren Wünschen zu „steuern“.

US-Interessen in Shanghai?
Besonders interessant ist nun eine aktuelle Meldung der Tageszeitung Beijing Daily. Die chinesische Niederlassung von HSBC wurde demnach als erste ausländische Bank für den Handel mit Gold-Futures in Shanghai zugelassen.

Welche Auswirkungen dies auf den Goldpreis im Asienhandel haben wird, bleibt abzuwarten. Man darf jedoch annehmen, dass HSBC China die Interessen ihrer Muttergesellschaft auch im Reich der Mitte wahren wird.

Goldreporter

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Eingetragen von am 2. Aug. 2011. gespeichert unter Asien, Banken, China, Gold, Goldpreis, Hintergrund, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

2 Kommentare für “Brisant: HSBC darf jetzt auch in China Gold auf Termin verkaufen”

  1. Eine Mafia sind im Gegensatz zu den Banken Wohltätigkeitsorganisationen

    0
  2. Prima!
    Konkurrenz belebt das Geschäft!

    Die Chinesen sind nicht so naiv wie die deutschen Schlafschafe und geben sich mit Papier(Gold) zufrieden.

    HSBC geht „zurück“ nach Shanghai denn HSBC bedeutet Hong Kong Shanghai Banking Corporation.

    Alles Großbanken ziehen sich diskret aus England (London) und USA (New York) zurück. Natürlich bleiben dort Büros aber die Macht geht nach Mainland China, Hong Kong, Singapore und Malaysia.

    Was machen der deutsche Michel?
    Er macht sich freiwillig abhängig von den Banken. Er bringt freiwillig sein Geld zu Banken und Versicherungen. Er verschuldet sich freiwillig. Freiwillig lebt er den Konsum aus und lebt auf Kredit.
    Geiz ist geil und die Gier immer größer.

    Selbstverständlich verlieren solche Menschen im Leben auf Dauer immer!

    Bei mir in Asien laufen die Geschäfte gut. Es geht aufwärts. Die Chinesen arbeiten hart und fleissig und ernten jetzt die Früchte ihrer Arbeit.

    Wenn bei der Globalisierung ein chinesischer Facharbeiter in einem Automobilwerk 200Euro verdient und ein deutscher Arbeiter für die gleiche Arbeit 3.000Euro dann geht das irgendwann schief.
    Der Chinese bekommt mehr und der Deutsche weniger. Die Löhne nähern sich einander an.

    Banken sind wie andere Unternehmen auf Profit aus.
    Wenn sich Europa nicht anpasst sieht es bald alt aus.

    Die neue Weltordnung ist bereits installiert.
    Die „Aktivierung“ ist nur eine Frage des richtigen Augenblickes.

    Die Einen gewinnen, die anderen sind die Verlierer.

    JEDER Mensch entscheidet durch seine Handlungen selbst wo er zu gehören möchte.
    Neid, Gier, Mißgunst sind Eigenschaften von geistig unreifen Menschen.

    Anstatt zu meckern sollte jeder das beste für sich Selbst, Seine Familie und Freunde machen!

    Freundliche Grüße
    aus Kambodscha, David

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