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Goldkäufer machen alles richtig

Die Goldpreisentwicklung in den vergangenen Tagen war erneut von erheblichen Turbulenzen begleitet. Immer wieder nach Handelsstart am New Yorker Terminmarkt und auch im weiteren Handelsverlauf kam es zu deutlichen, fast automatisierten Kurseinbrüchen. Anleger, die den Markt schon länger beobachten, kennen das bereits und lehnen sich entspannt zurück.

Wir hatten im Rahmen unseres Newsletters kürzlich auf mögliche Kursstörungen im Zusammenhang mit der aktuellen Schuldenkrise und den Spannungen am Anleihenmarkt hingewiesen und auch auf die Interessen jener, die für Vertrauen in Währungen und Staatsfinanzen verantwortlich sind (Fed, EZB, Regierungen).

Gold wird von diesen Stellen immer stärker als Konkurrenz zu den bestehenden Papierwährungen gesehen und im Zweifel auch durch direkte Markteingriffe immer wieder diskreditiert.

Und so wurde vorerst auch ein weiterer Ausbruch des Goldpreises über die Marke von 1.262 Dollar durch starke Verkäufe am US-Terminmarkt verhindert.

Es gibt gute Gründe, warum die Währungshüter vor allem in Europa derzeit versuchen alle Störfaktoren im Umfeld der eigenen Geld- und Finanzpolitik zu beseitigen. Störend sind neben explodierenden Anleiherenditen auch ein starker Goldpreisausbruch.

Denn in dieser Woche stehen einige sehr wichtige geldpolitische Transaktionen an, in deren Umfeld die Notenbanken einen erneuten finanziellen Kraftakt an den Märkten vollziehen müssen:

• Am heutigen Mittwoch fallen die von den Rating-Agenturen zum „Junk“ herabgestuften griechischen Staatsanleihen aus den Portfolios wichtiger Geldmarkt-Fonds. Die Investmentgesellschaft Pimco rechnet mit einem Verkaufsdruck von 20 bis 30 Milliarden Euro. Käufer dürften vor allem die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken sein.

• Am morgigen Donnerstag laufen Refinanzierungsmaßnahmen der EZB für europäische Geschäftsbanken im Volumen von 442 Milliarden Euro aus. Auch hier dürfte die Europäische Zentralbank ordentlich gefordert sein.

In jedem Fall sind weiterhin ungeheure Mengen an Liquidität erforderlich, um der anhaltenden Schieflage an den Finanzmärkten entgegenzuwirken.

Die kurzfristigen Goldpreiseinbrüche mögen so manchen Spekulanten und viele unerfahrene Investoren verunsichern. Langfristige Anleger, die ihr Vermögen mit Gold gegen Wertverlust absichern, machen aber alles richtig.

Denn folgende Erkenntnisse sind auch im Rahmen der aktuellen Kursentwicklung bedeutend:

• Die Stärke der grundsätzlichen Aufwärtsdynamik bei Gold ist enorm. Denn praktisch jeder kurzzeitige Preisknick wurde im Verlauf der Handelstage wieder schnell aufgeholt. Günstigere Preise werden von großen Investoren sofort zu Käufen genutzt.

• Ungeachtet der kurzfristigen Preisentwicklung, fließt weiterhin viel Geld in den physischen Goldmarkt. In dieser Woche gab es erneut Zuflüsse von Investorengeldern (4 Tonnen) in den weltweit größten Gold-ETF SPDR Gold Trust, der mit insgesamt 1.320,44 Tonnen neue Rekordbestände meldet.

• Gold bewegt sich gegen den (fallenden) Börsentrend, weil ein nun möglicher erneuter Einbruch der Weltwirtschaft die Verschuldungskrise noch einmal erheblich verschärfen würde (Staatsbankrotte, neue Bankenpleiten). Und wohin sollen die Investoren ihr Geld sonst in Sicherheit bringen? Anleihen sind immer stärker ausfallgefährdet, Gold kann nicht Pleite gehen.


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Eingetragen von am 30. Jun. 2010. gespeichert unter Gold, Marktkommentare. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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