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Goldman Sachs: Gold-Prognose erhöht, ETF-Anteile abgestoßen

HSBC USA ist mit der Lagerung von Goldbeständen des weltgrößten Gold-ETFs SPDR Gold Trust beauftragt (Foto: SPDR)

Die Goldbestände des SPDR Gold Trust werden bei HSBC in London gelagert.

Die Abflüsse aus dem weltweit größten Gold-ETF SPDR Gold Trust haben wesentlich zur schwächeren Goldnachfrage im dritten Quartal beigetragen. Aktuelle Daten der US-Börsenaufsicht SEC zeigen, wer die größten Verkäufer waren.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Anteile am größten Gold-ETF SPDR Gold Trust im dritten Quartal um 61 Prozent oder 2,72 Millionen Anteile abgebaut. Das entsprach dem Verkauf von 8,45 Tonnen ETF-Gold. Jeder SPDR-Anteil wird offiziell mit 1/10 Unzen Gold gedeckt.

Einmal mehr scheinen die Kundenempfehlungen des Geldhauses damit nicht zu den eigenen Handelsaktivitäten zu passen. Denn Goldman-Sachs-Analysten hatten Anfang September noch ihre Goldpreis-Prognose angehoben (Goldreporter berichtete).

Auch andere große Geldhäuser trennten sich im dritten Quartal in erheblichem Umfang von SPDR-Anteilen. JP Morgan stieß 1,3 Millionen Shares ab. Das entsprach 15 Prozent der Bestände, die die Bank per Ende Juni gemeldet hatte. Die Bank of America reduzierte ihr Engagement um 870.612 SPDR-Anteile. Die Schweizer Institute UBS und Credit Suisse meldeten einen Rückgang um jeweils rund 600.000 Shares.

SPDR Investoren Q3 2013

Zu den größten Käufern gehörten die Hedgefonds CTC LLC (+1,2 Millionen Anteile), der Neueinsteiger CI Investments Inc. (+1,1 Millionen Anteile) sowie Morgan Stanley (+553.,749) und HSBC (+181.477).

Der größte SPDR-Investor Paulson & Co. Inc. hielt im dritten Quartal an seinen 10.234.852 Anteilen fest. Ihr Wert per 30. September: 1,27 Milliarden US-Dollar. Im Vorquartal hatte der Fonds des US-Milliardär John Paulson die Hälfte seiner Bestände abgestoßen.

Die Daten stammen von der SEC. Die größten amerikanischen Investmentgesellschaften melden ihre Wertpapierbestände einmal pro Quartal die US-Aufsichtsbehörde.

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Eingetragen von am 18. Nov. 2013. gespeichert unter Banken, Gold, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

9 Kommentare für “Goldman Sachs: Gold-Prognose erhöht, ETF-Anteile abgestoßen”

  1. Das witzige ist, das ZB an der Comex, der größten Terminbörse der Welt sich 69
    Besitzer eine Unze physisches Gold teilen.Nimmt man mal den Preis von 1.000
    Euro oder so als Basis, müßte dann eine Unze eigentlich wieviel kosten ?
    69.000 EUR oder liege ich da völlig falsch ? Na, zumindest mehr als 1.000 Dollar.
    Gut, wenn die „Besitzer“ eben mit der Eintrittskarte ins Comex-Museum zufrieden sind und dort ihre Unze nur besichtigen,aber nicht anfassen dürfen, ist es wieder OK.Dazu muss man eben die Unze und die Eintrittskarte zur Comex kaufen. Wenn es denn nicht mehr ist,na dann.
    Wäre doch was für Chrysler. Die Leute kaufen ein Auto, dürfen es aber nicht fahren und nur das Hochglanzprospekt in den Händen halten.Dieses müssen sie natürlich dazukaufen.So könnte man einen Chryler auch 69 mal verkaufen zu jeweils 25.000 Dollar das Stück.Macht zusammen 1.725.000 Einnahmen pro Auto.Denkt man weiter, bräuchte es sogar gar keine Autobauer und keine Fabrik. Man müßte den Leuten nur glaubhaft machen, dass die Autos tatsächlich da sind .Fotos als Beweis genügen sicherlich und die Aussage des CEO.
    Unglaublich ? aber bei Gold glauben es die Leute doch auch.

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    • @anaconda
      Die Anzahl Claims/Unze Gold (69:1) ergeben sich man aus den COMEX-Daten, die bisher als glaubwürdig erachtet wurden: aus der Anzahl Kontrakte des Comex-Future-Terminmarktes, dividiert durch die Anzahl der registrierten Goldunzen aus dem COMEX-Goldlager.

      Nun könnte man glauben, daß die 587.234 Unzen Gold, die angeblich im COMEX-Lager zur Auslieferung bereitliegen, „nur“ 69 Gutscheinen zugeordnet wären; es kommt aber noch schlimmer,
      wie kürzlich berichtet: denn auch diese Unzen werden „verleast“ und damit nach dem Schneeballprinzip mehrfach verkauft, sodaß am Ende niemand weiß, wieviel Anspruchscheine auf eine Unze Gold zeigen.

      Im Dezember werden viele „Goldbugs“ ihren Ehefrauen (wie in Indien auch) reichlich Goldschmuck um den Hals hängen wollen, das heißt, man möchte die Ware auch sehen und anfassen.

      Hoffentlich bestehen viele Kunden auf physischer Auslieferung, wenn am 29.11.2013 die „Short-Seller“ an der Comex bekannt geben müssen, wie sie ihre offenen Dezember-Kontrakte abwickeln wollen, nachzulesen in der „Notice of Intention to Deliver“,
      siehe Seite 4, Firma 661 für JP Morgan.
      http://www.cmegroup.com/delivery_reports/MetalsIssuesAndStopsYTDReport.pdf

      JPM hat angeblich noch 234.450 Unzen Gold in seinem Regal liegen, sodaß
      im November maximal 2344 Kontrakte physisch ausgeliefert werden können,
      etwa soviel wie im März dieses Jahres (2209).

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      • @Watchdog
        Unglaublich. Aber wie mein Vater immer sagte (Anwalt) Wo kein Kläger auch kein Richter. Wenn sich die Inhaber der Unzen das gefallen lassen, kann man das Spiel immer weiter treiben.
        Schauen Sie, die USA druckt jeden Monat 80 Mrd U$ neue Staatsanleihen. China kaufte allein im August für 80 Mrd U$ amerikanische Anleihen. Dafür dürfen sie nach USA exportieren. Es gibt keinen Ausweg, das Spiel muss weitergehen, alle stecken zu tief drinnen und alle sitzen im Glashaus. Keiner kann den ersten Stein werfen ohne gleichzeitig auch Selbstmord zu begehen. Jeder weiß das.
        Das ist der real existierende Wahnsinn.
        Wenn das Gold nicht geliefert werden kann, müssen sich die Gläubiger eben mit dem Papier zufrieden geben. Was sollen sie auch sonst tun.
        Was heißt Papier ! Schön wärs ja. Der Kontoauszug ist auf dem I-Phone.
        Wer druckt sich den noch auf dem Brother Drucker aus ? Der wird doch in der Cloud gespeichert.
        Klasse, nicht ?

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        • Solange die Blöden daran glauben werden die Amis weiterhin Ihre spielchen treiben, ja sogar neue erfinden (wie eben mit dem Trackern von angeblichen gigantischen Ölfeldern im eigenen Land. Diese werden dann in irgend einer Form zB. als Zertifikaten / Aktien oder weiss ich was alles, dem Rest der Welt vermarkten, wie dazumal mit den Immobilien Hedgefonds!
          Offensichtlich stecken (USA / China) in der Zwickmühle!
          Es wird aber für die Goldbugs und Bargeldhorter sicherlich in den kommenden Monaten sehr spannend werden.

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        • @anaconda
          Ja, Klasse – dabei könnte das Leben so schön sein.

          Habe noch einen Artikel zum Thema gefunden:

          Der Autor des nachfolgenden Artikels geht zwar bei seiner Berechnung der 700t Gold von der Maximalanzahl der „Open Interest“-Kontrakte aus;
          es reichen jedoch schon 3,5% der Kontrakte für eine eine physische
          Auslieferung der Goldunzen, damit die COMEX die rote Flagge aufziehen
          muß (nur noch Barauszahlung; deshalb wird Gold diese Woche wahrscheinlich immer unter der 1300,-$ Linie bleiben (müssen)).

          „In exakt 7 Tagen ab heute, am 26. November, ist wieder einmal
          Verfallstag an der Comex. Dann sind 700t Gold auszuliefern –
          bei einem Bestand von nur 20t!“

          http://www.goldseitenblog.com/wolfgang_arnold/index.php/2013/11/19/title-14

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          • @Watchdog
            Wenn das so ist, also man eine Ware verkauft hat und nicht hat, dann muss man normalerweise Entschädigung zahlen.Wenn man sich aber vertraglich im Kleingedruckten abgesichert hat, reicht eine Kaufpreisrückerstattung.Ich denke,so wird es kommen.Man speist die Wartenden mit ein paar Dollars ab.Ich hatte das mal auf einer Genfer Bank erlebt.Ich verlangte physische Auslieferung meines gekauften,bezahlten und sogar noch für die Verwahrung mit happigen Gebühren belegten Platin-Barren.Ich bekam Schweizer Franken zum Tageskurs.Nichts zu machen.Im Kleingedruckten stands.Ein neuer Barren hatte 4 Wochen Lieferzeit ! und wurde auch nur zum Tageskurs der Lieferung, also dann teuerer geliefert. Klagen, Anwaltskosten, Prozessrisiko…. kann man alles vergessen.
            Wer soetwas kauft, weiß es entweder nicht besser (wie ich) oder nimmt das Risiko bewußt in Kauf. Möglicherweise sollen die 700 Tonnen nur an einen Strohmann oder Vasallen der Comex geliefert werden.
            Jetzt sage ich es auch schon: Man wird sehen.

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          • @anaconda
            An der Comex gibt es für den Fall einer Barauszahlung sogar „Großgedrucktes“ in einer separaten Regelung „(Rule 719 – TRANSFER OF CASH FOR FUTURES CONTRACTS)“

            Fazit: Käufer und Verkäufer sollen sich einigen, wenn nicht, drohen jahrelange Gerichtsverfahren, und hier hat JPM eindeutig beste Erfahrungen.

            Dennoch würde ein solcher Fall der Comex erheblich schaden und Signalwirkung haben, weil dann offensichtlich wird, daß das „Goldpreisfixing“ dort stattfindet, wo nur noch Papiergold gehandelt wird, und nicht dort, wo es physisch nachgefragt wird (Shanghai, Hongkong).
            Jetzt sage ich es erst recht: Gold bleibt Gold,- man wird sehen.

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    • Also ich kann mir nicht vorstellen, dass die Comex so einfach davon kommt, das würde ja einen Aufstand geben, was glauben Sie wie viele Leute damit rechnen, dass sie das Gold auch bekommen, zumal sie einen Vertag abgeschlossen haben und dafür bezahlt haben ! Ganz so einfach sie mit Geld statt Gold abzuspeisen wird nicht möglich sein ! Da wird es bestimmt eine Lösung geben, sonst wäre ja das Vertrauen in die ganze USA verloren !!!

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      • hanny@
        Genau das ist das Problem: das Vertrauen in die USA (-Regierung) ist schon seit Jahren verloren gegangen.

        Der „Blindenverein“ der US-Börsenaufsicht (CFTC) hat sich mehrere Jahre Zeit gelassen, Untersuchungen zu Manipulationen desGold-und Silberpreises an der Comex-Terminbörse zu veröffentlichen und – wie zu erwarten war, keine Hinweise gefunden.
        seit gestern werden in London an der LBMA-Goldbörse ebenso Vorwürfe zur Manipulation von der britischen Finanzaufsicht FCA untersucht, nachdem die US-Börsenaufsicht CFTC keine, aber auch gar keine Anzeichen … von einer Manipulation erkennen konnte. (wie auch).
        Der britische Finanzbeamte wurde in London von Bloomberg begleitet, als er mit einer gelben Armbinde und mehreren schwarzen Punkten auf derselben in der Sicherheitszone zur LBMA gesichtet wurde.
        Wir sind gespannt, ob an diesem (unglaublichen) Gerücht etwas Wahres sein sollte.
        Bis zum Ende des Jahres soll es dauern, bis die Briten den Prüfbericht ihrer US-Kollegen der CFTC kopiert haben…

        http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/19/londoner-aufsicht-ueberprueft-manipulationen-im-gold-markt/

        http://www.zerohedge.com/print/481616

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