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Goldman Sachs leiht sich 14 Tonnen Gold von Ecuador

Die asiatischen Zentralbanken kumulieren weiterhin Gold.

Was macht Goldman Sachs mit den 14 Tonnen Gold?

Der Gold-Notstand bei Goldman Sachs muss groß sein. Warum leiht sich die US-Investmentbank 466.000 Unzen Gold aus dem Staatsschatz von Ecuador?

Die Zentralbank von Ecuador leiht der US-Investmentbank Goldman Sachs 466.000 Unzen Gold für einen Zeitraum von drei Jahren. Zu aktuellen Marktpreisen sind die umgerechnet rund 14,49 Tonnen Gold 580 Millionen US-Dollar wert. Das meldet der Nachrichtendienst Bloomberg.

Im Gegenzug soll Ecuador „Instrumente von hoher Sicherheit und Liquidität“ erhalten. 16 bis 20 Millionen US-Dollar an Einnahmen sollen für das Land dabei herausspringen. Gemessen am Wert des Goldes entspräche dies einer Rendite von 3,4 Prozent auf den gesamten Vertragszeitraum gerechnet. Über weitere Details der Transaktion wurden keine Angaben gemacht. Man geht aber davon aus, dass im Rahmen des Deals weiteres Geld fließt.

Vom südamerikanischen Staat werden die üblichen Argumente vorgebracht. Das Gold bringe keine Zinsen und verursache sogar noch Lagerkosten, heißt es in einem Statement der Zentralbank. Mit dem Verleih könne man zusätzliche Liquidität schaffen. Vor fünf Jahren war Ecuador in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert. Laut aktuellen Zahlen des World Gold Councils besitzt Ecuador 26,3 Tonnen Gold. Das Land verleiht damit also mehr als die Hälfte seiner Goldreserven.

Das Goldman Sachs dieses Geschäft nicht aus reiner Gefälligkeit abschließt, dürfte klar sein. Warum benötigt die US-Bank so dringend Gold, wenn es sich doch um „nutzloses“ Metall handelt? Hat man zu viel des Edelmetalls leer verkauft und muss bald liefern? Was sollte Goldman Sachs anderes tun, als das Gold sofort am Markt zu verkaufen, um den Erlös alternativ zu investieren? Will man den Goldpreis mit dem Metall weiter drücken, um den mehrfach wiederholten Goldpreis-Forecast zu realisieren (1.050 Dollar bis Jahresende)? Der Deal trägt in jedem Fall einen mehr als bitteren Beigeschmack.

Bereits im vergangenen Jahr plante Goldman Sachs eine ähnliche Vereinbarung mit Venezuela. Gold im Wert von 1,85 Milliarden Dollar sollte geswapt werden. Doch der Deal sei am Ende doch nicht zustande gekommen.

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Eingetragen von am 3. Jun. 2014. gespeichert unter Banken, Gold, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

19 Kommentare für “Goldman Sachs leiht sich 14 Tonnen Gold von Ecuador”

  1. 0177translator

    Zitat: „Vor fünf Jahren war Ecuador in die Zahlungsunfähigkeit geschlittert.“
    Wie haben sie denn das geschafft? Als Erdöl-Land?

    0
    • Linkspopulistische, sozialistische Regierung.
      Da kann „nix gscheits“ rauskommen.

      0
  2. Wie wohl, die USA haben ganz uneigennützig dabei geholfen.

    0
  3. 0177translator

    @Federico
    Das Gold sehen die doch nie wieder. Arme Irre.

    0
    • Wenn das Gold in New Yorg lagert, hätten sie es sowieso nicht wiedergesehen. Von daher ein kluger Schachzug.

      0
    • @0177translator
      Die vorausschauende, kluge Strategie der Ecuadorischen Nationalbank ist ein Super-Deal: nach meinen „unseriösen Berechnungen“ wird der Goldkurs am 1.6.2017 bei „aufgerundet“ 67.923 Yuan pro Goldunze liegen.
      US-Dollar und Euro gibt es nicht mehr; wenn Goldman&Blankfein-Sucks dann die 466.000 Unzen zu diesem Kurs liefern muß, wird das Weihnachtsgeld für die Goldfrauen gestrichen.

      0
      • Watchdog:
        Warum erwähnen Sie genau dieses Datum.1.6.2017?
        Den US-Dollar und Euro gibts dann nicht mehr?
        Was halten Sie von der angeblichen Währungsreform im August 2014?
        Der R. Leuschel sagt, es schein so, dass alle auf dieses Datum hin, arbeiten???

        0
        • Da schaut jeder in seine eigene Kristallkugel.
          Bisher hat noch kein einziger vorhergenannter Termin das gehalten was andere dazu versprachen. Siehe vor allem Thema „Blutmonde“.
          Die Eurasische Union sollte auch erst 2035 kommen. Dann sagte man, sie wird vorgezogen auf 2015. Und was war? Letzte Woche hat Putin den Sack zugemacht.
          Also bin ich der Meinung, dass man sich auf solche Terminunkereien nicht versteifen sollte. Ich kaufe EM sobald ich etwas Papierwährung übrig habe und es in der nahen Zukunft nicht benötigen werde.
          Der Kurs ist mir Conchita, solange es keine Rohstoffblase in EMen gibt.

          0
          • Luctus:
            Da haben Sie völlig recht.
            Aber trotzdem nimmts mich wunder.
            Silber erachte ich als ein sehr gutes langfristiges Investment!
            Das Ratio Gold Silber stimmt von mir aus gesehen überhaupt nicht!

            0
            • Das sehe ich genauso. Daher kaufe ich momentan bevorzugt Silber.
              Dass ich mich dabei in guter Gesellschaft befinde zeigt mir die Onlinepreisliste bei Pro Aurum. Seit Tagen sind keine differenzbesteuerte, einunzige Philharmoniker mehr verfügbar.

              0
        • @Kondor
          Die Laufzeit dieses Goldleasings zwischen G&S und Ecuador liegt bei 3 Jahren; beginnend mit dem 1.6.2014 – deshalb 2017.
          Die 14 Tonnen Gold sind jedoch kaum der Rede wert, wenn China über die Schweiz täglich 5 Tonnen Gold importiert.

          0
  4. Kommt drauf an, wo es gelagert ist. Wenn in US, dann sehen sie es sowieso nie wieder, dann hätten sie alles richtig gemacht

    0
  5. Comment-0815

    „Wir empfehlen allen Lesern, sich mit Edelmetallen einzudecken“.
    Ja, ok,- noch kann man sich eindecken.
    http://www.propagandafront.de/1219090/sprott-neubewertung-der-edelmetallpreise-ist-seit-langem-ueberfaellig-anleger-sollten-sich-mit-gold-silber-absichern.html

    0
  6. Ich denke 2017 wird der Mietvertrag einfach verlängert, so dass Goldman-Sucks kein physisches Gold liefern muss.

    Und sich ihr Gold ansehen lassen wird man die Ecuadorianer auch nicht: Man kennt das von der FED.

    0
  7. Harhar, im Gegenzug “Instrumente von hoher Sicherheit und Liquidität” :D
    Ja nee iss klaaaaaaaaaar!

    0
  8. Goldman Sachs, lasst die Hosen runter!
    Man sollte über die Social Medien eine Initiative starten, nachder zu einem bestimmten Zeitpunkt viele Menschen eine Unze Gold zu kaufen beabsichtigen (z.B. in 2 Monaten, damit jederman Zeit zum Ansparen hat).
    Sollten da 466.000 Menschen weltweit mittun, müsste der physische (!!!) Goldmarkt entsprechend handeln. Die Teilnehmer an der Aktion hätten nicht viel zu verlieren, man bekommt halt für seine Papierlappen einen echten physischen Sachwert. Die Manipulatoren an den Papiermärkten müssten aber die Hosen runter lassen. Wer startet mal eine solche Kampagne? Ich bin sicher, dass da weltweit viele teilnehmen würden!

    0
    • Nett, aber zu kurz gedacht. Auch wenn sich genug finden. würden sicherlich nicht alle für den Goldpreis bei Start der Aktion kaufen können…

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  9. Dass Goldman Sachs der verlängerte Arm der Fed ist, weiß man schon lange. Bei diesem Minideal von 14 Tonnen ist die Verzweiflung herauszulesen: man pfeift auf dem letzten Loch.

    Worum geht es (meiner Meinung nach)?

    Russland/China sind die Gängelung durch die USA leid. Ende. Was sie machen, ist mehr als konsequent und eine Gefahr für den westlichen Imperialismus:
    – ein Gegenpol zum IWF beginnt ab 2016
    – Russland realisiert gerade ein Kreditkartenunternehmen
    – Russland und China beauen gerade eine eigene Ratingagentur auf
    – Russland und China beschließen Warenhandel in Landeswährung
    – Russland und China beschließen bessere Abstimmungen in Militärfragen
    – Russland und China beschließen verstärkten Warenhandel untereinander
    – Russland beginnt 2015 mit der Euroasischen Union (China auch dabei?)

    Die WELT schrieb dazu: „Russland und China scheinen mit Hochdruck daran zu arbeiten, zweitschlagsfähig zu sein, also auf einen Finanzkrieg des Westens antworten zu können“. In Wahrheit ist es eine Erstschlagfähigkeit.

    Die EU, Speerspitze des Pentagon, hat in den letzten 10 Jahren ihre wirkliche Funktion gezeigt: der Westen muss weitestgehend nach Osten ausgedehnt werden; die Amerikaner pflastert die Ostgrenze mit schlimmsten Waffen zu, um Russland zu bedrohen, wohl wissend, dass sie keine, gar keine Abwehrwaffen haben, um die Interkontinentalraketen der Russen abzuwehren.

    Dahinter steckt immer noch der Kampf der Systeme oder, anders gesagt, Russland und China sind die einzigen Länder, die bisher dem Druck des Geldes widerstehen. Ziel ist, überall in der Welt den Kapitalismus entstehen zu lassen.

    Es wird Gold gedrückt, um China und Russland zu schaden. Dafür ist man bereit, jegliches westliche Staatsgold zu nutzen.

    0
    • Werner:
      Sehr guter Bericht.
      Alle sind auf Gold fokussiert und vergessen dabei das Silber.
      Silber wird schlussendlich das echte Gold für uns sein, da bin ich aber sehr überzeugt.
      Eine Unze für lächerliche 19 Dollar!
      Eine Cromstahl-Metallrondelle mit demselben Durchmesser kostet fast gleichviel wie die oz Silber.

      0

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