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Goldnachfrage in Deutschland gegenüber Vorjahr halbiert

Im dritten Quartal 2012 wurden hierzulande 28,8 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen nachfragt. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 59,3 Tonnen.

Aus den aktuellen Zahlen des World Gold Council geht hervor, dass die Goldnachfrage in Deutschland im dritten Quartal 2012 um 51,4 Prozent gegenüber Vorjahr eingebrochen ist.

Von Juli bis September dieses Jahres wurden in Deutschland demnach netto 28,8 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen abgesetzt. Im gleichen Zeitraum 2011 waren es noch 59,3 Tonnen. Wertmäßig sank die Goldnachfrage hierzulande um 53 Prozent.

Im Vergleich zu Q2 2012 fiel die deutsche Goldnachfrage – gemessen nach Tonnen – knapp 16 Prozent niedriger aus.

Wie die aktuellen Zahlen einzuordnen sind, zeigt die folgenden Grafik zur deutschen Goldnachfrage seit 2008.

Die bislang größte deutsche Goldnachfrage wurde im vierten Quartal 2008 unmittelbar nach der Lehman-Pleite mit 71 Tonnen verzeichnet. Bei einer Quartalsnachfrage um oder über 50 Tonnen kam es innerhalb der vergangenen vier Jahre im deutschen Einzelhandel mehrfach zu Engpässen bei Goldbarren, Goldmünzen und Anlagesilber.

Wie verhält sich nun die aktuelle deutsche Goldnachfrage im internationalen Vergleich? Unter allen einzeln aufgeführten Staaten im WGC-Bericht rangierte Deutschland mit den 28,8 Tonnen im dritten Quartal auf Platz 5.

Goldnachfrage nach Länder in Q3
(in Klammern: Veränderung ggnü. Q3 2011)

1. Indien: 223,1 Tonnen (+9 %)
2. China („Großchina“): 185,1 Tonnen (-8 %)
3. USA: 41,3 Tonnen (-24 %)
4. Türkei: 31,3 Tonnen (-32 %)
5. Deutschland: 28,2 Tonnen (- 51 %)
6. Vietnam: 23 Tonnen (-36 %)
7. Russland: 20,9 Tonnen (+2 %)
8. Schweiz: 17,4 Tonnen (-53 %)
9. Thailand: 16 Tonnen (-59 %)
10. Saudi-Arabien: 13,6 Tonnen (-20 %)

Quelle: World Gold Council/Thomson Reuters GFMS

Anmerkung: Während Goldschmuck in vielen asiatischen Ländern eine große Rolle bei der Goldnachfrage spielt – in Indien z.B. 61 Prozent der Gesamtnachfrage – so umfassen die Zahlen für Deutschland ausschließlich die Netto-Verkäufe von Goldbarren und Goldmünzen.

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Eingetragen von am 15. Nov. 2012. gespeichert unter Deutschland, Gold, Goldbarren, Goldmünzen, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

9 Kommentare für “Goldnachfrage in Deutschland gegenüber Vorjahr halbiert”

  1. Viele haben sich schon zu günstigeren Preisen eingedeckt. Was man hier nicht vergessen darf, in EUR ist der Goldpreis bedeutend höher als noch vor kurzer Zeit.
    Mein Einsteigepreis: ca 1.200 EUR der Rand, dann würde ich wieder zuschlagen.(Zur Zeit, trotz heutigem Rutsch -0,81%, immer noch bei 1.380 EUR, gestern noch bei 1.402 EUR). OK, 1.250 würden es auch noch tun um einige Reserven noch locker zu machen. Aber ich fürchte, da wird nichts daraus.Der pendelt so um 1.400 rum, bis der große Ausbruch kommt.Dann ist es sowieso zu spät.
    Ich glaube, es warten auch noch andere mit dem Kaufen.

    • @anaconda
      „Ich glaube, es warten auch noch andere mit dem Kaufen.“
      Ja, dieses Jahr habe zu lange, beschäftigt eher hier mit spassigem Blabla und von allen üblichen Nebengeräuschen abgelenkt und verunsichert und so den fast unbemerkten Anstieg von etwa 10%… in EUR …seit Juni bis dato verpasst.
      Alle Charttechniken und Analysen sind auf Dollarbasis und dieses (ent)täuscht schon, aber in EURO kann man sicher kaufen -weil wenn Dollar stärker, so dann Gold in Euro passiert kaum was oder sogar auch leichter Anstieg, weil i.d.R. Euro überproportional schwächer zum $ wird, als wie Gold zum $- und sich schlafen legen, wenn zwischendurch aufgewacht und vielleicht etwas erschrocken oder desillusioniert, lieber nichts unternehemen und weiterschalfen, denn die Fallhöhe bleibt so in Euro immer realtiv gering, dafür hangelt sich eher schwieriger, aber beständiger nach oben als in Dollar.

  2. Immerhin sind 2009 bis 2012 für rund 23,5 Mrd. Euro Gold gekauft worden ( 2012 hochgerechnet )! Dieses Gold ist physisch da! Andererseits ist die Geldmenge M3 um diesen Betrag geschrumpft, wobei das Schrumpfen durch Nachdrucken mehr als ausgeglichen wurde.
    Wie Anaconda bin ich der Überzeugung, dass wenn den Micheln endlich aufgeht, dass unsere Regierung durch gesteuerte Inflation ( siehe Professor Brachinger, ca. 8% ) den Mittelstand immer mehr enteignet, dann wird ein Run auf Gold und Silber ansetzen! Es ist wirklich ein Skandal, der auch von Medien vertuscht wird, dass die Verminderung der Schuldenquote Deutschlands vom Mittelstand über Geldentwertung bezahlt wird.

  3. @Bernd
    Den berühmten „Michel“ kann ich nicht verstehen… Eher sitzt zu bequem in seiner angeblich finanziell abgesicherten Eigentumswohnung oder beutet damit Mieter aus, sonst beklagt sich schon ständig über Inflation, aber wenn die Hausbank von Goldkauf abrät gehorcht er brav.
    So unflexibel und vor allem schizophren, denn einerseits extrem staatskritisch, andererseits aber extrem staatshörig…marschieren… die „Michels“ sicherlich wieder direkt in Weimarer Verhältnisse und werden sich dann desto stärker beklagen.
    Man muss doch Geld durch Gold der sonst inflationären Spirale entziehen! -Einfach tun und nichr ängstlich warten bis es dann zu spät ist

  4. Richtig Bernd und Darius, aber doch nicht nur mit 10 – max. 15% des Vermögens als „absolute Obergrenze für Gold“, wie immer wieder aus Bankkreisen zu hören ist und von der Presse ohne Nachhacken nach möglichst gleichwertigen Alternativen kritiklos übernommen wird. Was sollen wir mit dem Geld machen? Anleihen, Aktien, Rohstoffe, Immobilien oder cash gehen? Na dann prost, zu all dem Paier!

    • @Goldmann
      Das ist das Problem, wohin mit dem Papieren in einer Zeit, wo ein Abwertungswettlauf weltweit läuft und auf der anderen Seite eine Depression durchaus im Raum steht.Ich bin trotzdem der Meinung. dass für einen kleinen Anleger es eine Obergrenze für Edelmetalle nicht gibt.Wohlgemerkt für kleine Anleger, nicht für Leute mit Vermögen über 10 Millionen und mehr.Die haben Berater, welche sich in Sekunden neu orientieren können und global spielen
      dürfen. Für Kleinanleger zur Zeit also Gold und Silber deutlich über 50 % des
      langfristigen Anlagekapitals.Den Rest würde ich kurzfristig verfügbar halten
      (In breitgestreute Devisen) und auf die Rendite erst mal pfeifen.Es ist einfach ein Geduld und Pokerspiel, wer zuerst nervös wird,fliegt raus.Schön ist das nicht.

      • @anaconda,
        Richtig erkannt und man könnte zusammenfassen: Viel Geld zieht leicht noch mehr Geld an -schon wegen der Grösse der Vermögen mit einem grossen Teil finanziell sowieso schon einigermassen abgesichert sich… fühlend, aber mit trotzdem viel extra Vermögen überall schnell mitspielen zu können- und die richtigen Vermögensgrössen können sogar bestimmen, dass es zu ihnen direkt fliesst, ohne nicht einmal mitspielen zu müssen, etwa durch direkter Beeinflüssung der Poltik oder sogar der Zentralbanken, aber das gilt natürlich nicht für uns relativ Kleinanleger, wir gehen schon eingermassen auf Risiko.
        Nur beim Gold ist die risikoscheu extrem gross, da i.d.R. der (potentielle) Goldanleger ein reiner Angstanleger („Angstwährung“) ist und das scheint sogar so weit zu gehen, dass viele sich nicht einmal trauen…… in Gold anzulegen!
        Obwohl die Ängste z.Z wirklich einen realen Fundament haben und diese ganzen Ängstlichen fehlen uns, welche doch in Gold angelegt haben…
        Aber so was muss man sowieso am Wichtigsten bei Anlagestrategien berücksichtigen, nämlich die ganze Psychologie

    • @Goldman
      Welche sagen 10 bis 15% Prozent in Gold das sind die selber schon in Finanzen weit aufgestiegene und daher selbständig gewordenen „Grössen“, Leute wie etwa Dirk Müller, Marc Faber, etc… Um deren Beratung der Normalbürger aber deshalb sozusagen auch selbständig „(auf)suchen“ muss -in Internetzeiten ist das aber sehr leicht geworden, man findet solche selbstgemachte Erfolgsleute der Finanzen mit ihren Rat also selber überall …- nur der Durchschnittsanleger informiert sich kaum selbständig und hört nur auf seinen Bankberater, der von der Bankleitung sozusagen nur „programmiert“ wird und solche erzählen gar nichts von Gold… Deswegen ist bei der überwiegenden Masse der Anleger der Anteil vom Gold in Portfolio (noch…) gleich 0.

      • @Goldman
        Fehlte noch in meiner vorigen Antwort: 10-15% in Gold bei der Massse der Anleger würde schon reichen um den Goldpreis extrem höher ansteigen zu lassen.
        Das würde schon passen, aber dann müsste man sicher das Gold schon bei sich physisch haben, denn bei solchen Anteilen wäre sicherlich nicht genug Gold da um eventuell massenweisen Ansprüchen auf Lieferung zu genügen…

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