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Goldpreis-Alarm: Was passiert am Wochenende in „Jackson Hole“?

Vor zwei Jahren kündigte Fed-Chef Ben Bernanke während des jährlichen Notenbanker-Treffens „QE2“ an. 2011 wurden die Erwartungen enttäuscht. Welche Impulse kommen in diesem Jahr aus dem Berg-Dörfchen in den Rocky Mountains?

Am Freitag kommen treffen sich Vertreter diverser Zentralbanken im US-amerikanischen Berg-Ressort Jackson Hole. Offiziell heißt die Veranstaltung Federal Reserve Bank of Kansas City Economic Symposium. Es ist eine jährliche Veranstaltung, zu der auch Notenbanker außerhalb der USA eingeladen sind. Der Präsident des Federal Reserve Systems, derzeit Ben Bernanke, hält dort traditionell eine viel beachtete Rede.

Das Symposium dient zum Meinungsaustausch unter Geldpolitkern und Volkswirten. „Jackson Hole“ war zuletzt wiederholt eine Veranstaltung, von der bedeutende Signale an die Finanzwelt ausgingen.

2010 kündigte Bernanke während des Event die zweiten Runde der Quantitativen Lockerung („QE 2“) an, im Rahmen derer die US-Notenbank US-Staatsanleihen im Gesamtvolumen von rund 1 Billionen US-Dollar kaufte (QE1 + QE2). Die Edelmetallpreise stiegen in den folgenden Wochen stark an, wie die Abbildung unten zeigt.

Goldpreis und Silberpreis (indexiert), Zeitraum 01.09.2010 bis 31.10.2010

 

Im vergangenen Jahr war es umgekehrt. Im Umfeld dieses Symposiums gaben Gold und Silber stark nach. Auch damals hatte man im Hinblick auf das Vorjahr mit weiteren Anleihenkäufen gerechnet. Aber bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass in dieser Hinsicht nichts passieren wird.

Goldpreis und Silberpreis (indexiert), Zeitraum 01.09.2011 bis 31.10.2011

 

Wie sieht es in diesem Jahr aus? Da auch das Protokoll des letzten Fed-Meetings Erwartungen auf eine Fortsetzung dieser Offenmarktgeschäfte schürte, sind die Erwartungen in diesem Jahr besonders hoch. Die Meldungen aus Jackson Hole könnten Einfluss auf die Edelmetallpreise haben. Wir sehen das Abwärtspotenzial dabei aber begrenzt, während die Kurse für Gold und Silber vielmehr positiv profitierten könnten. Warum?

Die technische Situation bei Gold und Silber hat sich in den vergangenen Wochen sehr stark aufgehellt. Die Charts bildeten einen Boden aus und die Notierungen ließen zahlreiche wichtige Widerstände hinter sich. Diese dienen nun als Unterstützung. Viele Investoren warten nun auf die Bestätigung dessen, was sich zuletzt andeutete: Dass die US-Notenbank – angesichts der fehlenden Impulse für die US-Wirtschaft – nun erneut die Druckerpresse anwirft.

Selbst wenn die Erwartungen zunächst enttäuscht werden sollten, so bleibt die Hoffnung auf steigende Edelmetallpreise weiter fundamental begründet. Wir bewegen uns auf die für Gold und Silber stärkste Jahreszeit zu. Seit dem Jahr 2002 gewann der Goldpreis in den Monaten zwischen August und Februar durchschnittlich 21 Prozent. Die weltweite Geldmenge muss zwangsweise weiter steigen. Der Realzins (Leitzins minus Inflation) ist in den meisten Volkswirtschaften negativ.  Die Inflationsrisiken steigen. Staatsanleihen werden zunehmend kritisch beäugt.

Fazit: Was auch immer in Jackson Hole passiert, die Edelmetallpreise sind langfristig weiter zum Steigen verdammt. Kurzfristig können die Kurse immer wieder einmal nervös auf aktuelle Ereignisse reagieren. Aber das ist schließlich nichts Neues.

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Eingetragen von am 29. Aug. 2012. gespeichert unter Fed, Gold, Goldpreis, News, Silber, Silberpreis, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

6 Kommentare für “Goldpreis-Alarm: Was passiert am Wochenende in „Jackson Hole“?”

  1. Erinnert mich irgendwie an Jekyll Island, nur das da damals größere Bedeutung geplant war und dann durchgeführt wurde!
    Ohne jetzt groß auf Zusammenhänge einzugehen, denke auch ich, dass die Edelmetallpreise weiter steigen werden.
    Je wertloser Papiergeldwährungen und ihre anderen, damit ausgedrückten Werte werden, desto mehr nimmt Gold im Wert und wiederum in Preisen dieser Währungen an Fahrt auf!
    Und es gibt einige der ganz großen Reichen, die das genauso sehen. Eine einfache Regel des Vermögenserhalts (nicht mal Vermehrung) lautet längst: Mache es, wie die großen (verschwörten) Eliteanleger, denn sie wissen ganz genau, was sie tun!

    LG,
    paddy

    0
  2. Und wenn mich nicht alle eindeutigen Nachrichten ueber die US Treasury und damit ueber den den „neuen“ US TRN“ , den goldbasierten Dollar, der bereits in der ganzen Welt verteilt sein soll getaeuscht haben sollten und worueber detaillierte Notenbeschreibungen kursieren von Menschen, die z.B. bei WF (Wells Fargo) solche Noten in der Hand hielten, frage ich mich, warum niemand ueber diese offensichtlich nur hinter der Hand bei Insidern bekannte Abkehr in aller Kuerze vom „Fiat money“, dem „FED Dollar“ laut redet??
    Wir werden es in Kuerze wohl schon allgemein sehen, dann ist es zu spaet fuer grosse Vorbereitungen beim Abstossen der alten im Wert schnell sinkenden Papier Dollars der FED und der Goldpreis wird garantiert dann auch steigen, damit die Amerikaner im Fort Knox die Luft rauslassen und den urspruenglichen Verwendungszweck fuer eigene Goldbarren hernehmen, es sollen ja lt. Geruechten nur noch Kleinmengen drn liegen, ausser z.B. u.a. dem deutschen
    Gold.
    Schaum wir mal, dann sehen wir sehen wir schon! Zitat

    0
    • Das ist reines Wunschdenken des US-Schatzamtes und der Weltbank sowie IWF, daß die USA bei der neuen Welt-Leitwährung noch eine Rolle spielen „dürfen“; gewiß – sie würden den Rest der Welt nach einem Welt-Währungs-Reset sehr gerne dominieren.
      Der angeblich “ neue TRN“ hätte schon seit April aktiviert werden sollen, doch die BRICS-Staaten haben das zeitlich geschickt torpediert, indem sie ihre eigene Entwicklungs-Weltbank und eigenen IWF in’s Leben gerufen und den US-Dollar damit auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen haben.

      Die ausgerufene De-Amerikanisierung und De-Dollarisierung ist nicht mehr aufzuhalten; das Mächtespiel in der Ukraine wird es zeigen, weil der Rest der Welt sich von den USA abwendet.

      0
      • @Watchdog
        Ja, die USA hat es vermasselt. Dazu passen auch die angeblich steigenden Job-Zahlen.Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen.Da feuerte man tausende und abertausende qualifizierte Facharbeiter (Detroid als Beispiel) und diese müssen nun in Billig-jobs Bratwürste und Hot-dogs verkaufen um nicht zu verhungern.Aber egal, Hauptsache ein neuer Job für die US Statistik und die Börsianer feiern das angeblich.Ich frage mich, welche Börsianer, sicher nicht die mit Verstand.
        Es gibt kein Job Wunder in den USA, das ist Lug und Betrug.

        0
        • @anaconda

          Weisst Du wie viele Jobs von der nach den USA auswandernden europäischen Industrie laufend geschaffen werden ? Speziell im Süden der USA sind das eine ganze Menge.

          0
          • @Federico
            …soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass genügend Billigjobs geschaffen wurden.Übrigens auch bei uns ! ein Euro Jobs und unter Mindestlohn-Jobs gibts genügend.Die ganzen Aufstocker gar nicht mitgerechnet.Will damit sagen, dass man bei der Statistik schon genau hinsehen muss, was da bewertet wurde.Tut man leider in der schnellebigen Börsenwelt nicht. „Zahl“ kommt rein, man drückt auf den Kauf oder Verkaufs-Knopf ohne viel nachzudenken bevor es die anderen tun.

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