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Goldpreis: Das sind die neuen Prognosen der Großbanken

Goldpreis

Der kurzfristigen Goldpreis-Erwartungen sind vor allem an die erwartete US-Leitzinserhöhung geknüpft.

Die jüngste Goldpreis-Belebung hatte bislang keine durchschlagenden Auswirkungen auf die Prognosen der großen Bullion-Banken – mit einer Ausnahme.

Wie geht es weiter mit Gold? Seit Erreichen des Allzeithochs im September 2011 hat der Goldpreis auf dem jüngsten Tiefpunkt gut 40 Prozent korrigiert. Zuletzt durchbrach der Goldpreis wieder mehrfach die Marke von 1.200 Dollar nach oben. Im ersten Quartal 2015 ergab sich immerhin ein durchschnittlicher Goldpreis von 1.255 Dollar, gemessen an den Monatsdurchschnitten des Londoner Nachmittags-Fixings.

Eine Erhöhung des US-Leitzinses Mitte des Jahres gilt mittlerweile als eingepreist. Ist der Boden bei Gold nun erreicht?

Das sagen die Analysten diverser Großbanken: (Hinweis: Die Prognosen beziehen sich jeweils auf den Jahresdurchschnitt, soweit nicht anders ausgewiesen.)

JP Morgan
Die US-Investmentbank hat ihre Goldpreis-Prognose für 2015 gerade um 3,6 Prozent gesenkt. Sie erwartet einen schwächeren Goldpreis im zweiten und dritten Quartal, aber positive Impulse im vierten Quartal (steigende physische Nachfrage aus Asien). Die antizipierten US-Leitzins-Erhöhung übe zunächst Druck auf den Goldkurs aus.
Prognose 2015: $ 1.188
Prognose 2016: $ 1.168
Medium: Research-Report

Goldpreis seit 2011

Goldpreis in USD seit 2011 (Deutsche-Bank-Indikation)

 

Morgan Stanley

Die niedrigen und teils negativen Zinssätze sowie die schwache Konjunkturentwicklung in Europa treiben Anleger in US-Staatsanleihen, meinen Analysten des US-Geldhauses. Der starke US-Dollar drücke dabei weiter auf den Goldpreis. Positive Impulse für Gold könnten sich aus Asien und aus einer Zuspitzung der Probleme in der Eurozone ergeben, meint Morgan Stanley
Prognose 2015: $ 1.185
Medium: Research-Report

HSBC

Die britische Großbank ist verhalten optimistisch bezüglich Gold: Je länger die Realzinsen niedrig oder negativ blieben, desto besser für den Kurs des Edelmetalls. Das mögliche Ende der jüngsten Dollar-Stärke könne dem Goldpreis ebenfalls Auftrieb verleihen. Dann nämlich, wenn sich herausstelle, dass die expansive Geldpolitik zu keiner Steigerung von Löhnen und Kreditvergabe führe.
Prognose 2015: $ 1.120 bis $ 1.305
Medium: Research-Note

Société Générale

Die Analysten der französischen Großbank waren zuletzt extrem negativ gegenüber Gold eingestellt. Anfang des Jahres äußerte man noch Erwartungen über Durchschnittspreise von $ 925 für den Zeitraum 2016 bis 2019 und $ 1.025 für 2015. Nun hat man die Prognose leicht angehoben. Dennoch: SocGen weiterhin negative Effekte für Gold, vor allem durch die erwartete US-Leitzinserhöhung.

Prognose 2015: $ 1.130
Medium: Research-Report

Bank of America
Ende März erklärte ein BoA-Analyst gegenüber der Presse, man erwarte in den nächsten Wochen eine kurzfristige Dollar-Korrektur. Gepaart mit den niedrigen Zinsen ergebe dies ordentliches Kurspotenzial für Gold. Bis Ende Mai erwarte man einen Goldpreis-Anstieg bis 1.300 Dollar und darüber.

Prognose 2015: $ 1.130
Medium: Interview

Fazit: Sollten sich die US-Konjunkturdaten unerwartet stark eintrüben (erste Anzeichen gibt es bereits) und sich damit auch die für Juni erwartete US-Leitzins-Erhöhung verschieben, dann müssten die meisten Großbanken ihre Goldpreis-Prognose anpassen. Von den neuen offiziellen US-Arbeitsmarktzahlen am morgigen Freitag dürften kurzfristig neue Impulse ausgehen.

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Eingetragen von am 2. Apr. 2015. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

26 Kommentare für “Goldpreis: Das sind die neuen Prognosen der Großbanken”

  1. Prognosen unter der Prämisse „wenn der allg wirtschaftliche Zustand so bleibt,wie er ist.“

    Aber :
    Im Verhältnis zum us qe ist das der ezb,von anfang an, etwas mehr als doppelt so hoch,wie das us qe AM ENDE war,bezogen auf die verbreitung der währung € und $.

    ABER! :
    DA WÄRE JA NOCH DAS JAPANISCHE QE,welches ebenfalls monatlich so hoch ausfällt, wie das LETZTE us qe,wobei die japanische Wirtschaft nur etwa 1/3 der us Wirtschaft darstellt UND der ¥ bei weitem nicht so verbreitet ist wie der $ …und das jap.qe läuft bereits seit okt.2014…
    Das wäre in us verhältnisse verglichen, wie als ob die fed (von anfang an ) 270+ mrd. $ in den markt geworfen hätte.
    Man sehe sich den verlauf des nikkei 225 und den des dow innerhalb der letzten 12 monate an.

    Es ist eine klare sache wie das enden wird…
    Eine scharfe „Korrektur “ NACH UNTEN..die beginnt wahrscheinlich noch 2015….ende2015 … bis spätestens Mitte 2016….was auch an den em Preisen nicht vorbei gehn wird….

    0
  2. und hier meine Prognose für die Samstagziehung der Lottozahlen:

    4, 11, 15, 25, 34, 38, Zusatzzahl 7
    (o. Gewähr)

    0
  3. Wenn ich mir die Zahlen der Bankster so ansehe … die haben eh alle voneinander abgeschrieben ;))

    0
  4. Der nikkei ist in den letzten 6 Monaten um 36,5% gestiegen. Das ist nicht mehr normal … es ist nicht möglich dass das auch nur noch 1 jahr SO! weitergeht.

    0
  5. Mit anderen worten , Prognose = pure Psychologie = demonstrieren dass alles okay ist :-) = perverse lüge = Das Gegenteil der prognose,als wahrscheinlicher betrachten, vom heutigen Preisniveau aus

    0
  6. Prognose = das was man sich wünscht (in diesem Fall die Banken)

    bzw. dito dem Beitrag von Christof777

    Leider sieht die Realität oft ernüchternd anders aus und kann erheblich abweichen

    0
  7. Die qe’s werden so weit getrieben bis der Bogen überspannt ist und zerbricht….man lässt dann durch eine fed zinsanhebung die pure Notwendigkeit entscheiden … noch VOR der nächsten us präs.wahl (nov.2016) wird der BEGINN des crash’s ansetzen …

    0
  8. Supergeldsack

    Wer Banken glaubt glaubt auch an den Weihnachtsmann. Die verkaufen uns nur das wo sie den größten Profit machen. Moral gibt es da nicht; zur Erinnerung : Goldman Sachs wettete sogar gegen seine Kunden. Gold ist für Banken leider nur totes Kapital und Physisches würden sie lieber heute wie morgen abschaffen. Nur leider gewinnt Gold immer ob die das wollen oder nicht. Auch die Staatsverschuldung in Deutschland wird durch die ÖPP Projekte verschleiert. Es wird nur noch gelogen und Bilanzen frisiert. Banken und Politik sind nur noch ein unmoralischer, verlogener Sumpf. Wir fahren mit Schallgeschwindigkeit gegen eine Wand; gut wer dann richtig vorgesorgt hat. Da ist es egal ob der Goldpreis nun 100$ fällt oder steigt.

    0
  9. 14.30 Uhr
    Euro-Dollar
    Silber
    Gold
    zur gleichen Zeit nach unten

    0
    • @NeuImThema
      ‚Same procedure as every day‘.
      „gleiche Zeit“ = Eröffnung des Papiergold-Kasinos an der Comex
      in New York.
      Die „freien Märkte“ reagieren …eben so.

      Auch das ’neue Goldpreisfixing‘ bewegt die EM-Kurse eher nach unten
      als nach oben.
      Wenn der Osten nicht permanent nachkaufen würde, wären wir schon
      längst unterhalb der $1000,- Dollarmarke/Unze Gold.

      0
  10. Der westen ist grade NUR NOCH AUF SÜNDENBOCK-SUCHE, wem die schuld für eine krasse „Korrektur“ ..“anzulasten“ „ist“ .
    Da gibts dann einige alternativen auf die sich die medien-hyänen sturzen können….aber wahrscheinlich wird man dem rest der welt die schuld dafür geben .. brics, moslems, russland, wahrscheinlich sogar dem wetter … die amis den europäern,die wiederum den amis ..und am ende beginnt eine hexenjagd auf Fondsmanager :D

    0
  11. Aber viele fondsmanager sehen es kommen(und verschwinden weit weg.. und so wird sich wohl das volk sich selbst etwas „auf die nerven gehen“ …
    Es sei an das „““““video“-berger“““““ treffen im juni erinnert … gefolgt vom g7 Gipfel …

    0
  12. Volatilste bodenbildung .. oder wie jim rogers sagt „we found a complicated buttom“
    Fraglich ob mit immer größeren auf’s und ab’s,je mehr zeit ins jahr zieht?

    0
  13. @Old Shatterhand, kann ich außerhalb goldreporter Kontakt mit Ihnen aufnehmen?

    0
  14. Goldman Sachs veröffentlicht,dass Gold ein knappes Gut in absehbarer Zeit wird.
    Heute,kurz danach, nach unten… :D
    (Ich nehme an,es gibt einige Landschaften,die wurden noch nicht umgegraben)

    0
  15. Systemverweigerer

    Für voriges Jahr lag die Prognose bei $ 1050.-

    0
  16. 0177translator

    @copa
    Die Eisschmelze der Grönland-Gletscher bewirkt, daß sie dort schon in etlichen Rand-Regionen Kartoffeln anbauen. Und nach Metallen schürfen – Kupfer, so habe ich gehört. Dort wo das Eis verschwunden ist. Und wo Kupfer ist, sind meist auch Gold und Silber als Beifang.

    0
    • hinterfragender

      @0177, jetzt hast du mich.
      ich werde ab Samstag nur noch Blutrote Muscheln sammeln…
      oder doch die Tulpenzwiebeln?
      Scheiße, beides nicht im Vogelsberg verfügbar….

      0
    • Die armen Eisbären……bald wird es ihnen ergehen wie den guten alten Dinos…
      :-(

      0
  17. Was in den meisten Foren zum Thema GOLD völlig untergegangen ist
    (auch der Goldkurs bei Goldreporter zeigt nicht den Freitag-Stand),
    ist der sprunghafte Anstieg (Gold: von $1202 auf $1212,-/Unze) der EM-Kurse
    vom Freitag-Nachmittag (15:30 Uhr), nachdem die neuesten US-Arbeitsmarktzahlen trotz (ODER gerade wegen (!)) Feiertag veröffentlicht wurde, da die Börsen geschlossen hatten.

    http://rohstoffe.finanztreff.de/rohstoffe_einzelkurs_uebersicht.htn?i=2323869

    Nach dem Bericht des US-Arbeitsministeriums (BLS) sank die Zahl der erwerbstätigen Bevölkerung im März auf den tiefsten Stand seit 1978: 93,2 Millionen US-Bürger sind ohne Arbeit.

    Daß diese – viel schwächer als erwarteten Arbeitsmarktzahlen – ausgerechnet
    an einem Feiertag veröffentlicht wurden, an dem die Wall-Street geschlossen
    war, ist sicher kein Zufall: auf die Reaktion der US-Börsen nach den Oster-Feiertagen darf man gespannt sein:
    anstelle der erwarteten 245.000 neuen Arbeitsplätze außerhalb der Landwirt-
    schaft (‚Non farm payroll jobs‘) wurden 50% weniger Jobs gemeldet: nämlich
    nur 126.000 neue Jobs. (US recovery?).

    Spätestens am Dienstag wird sich zeigen, daß das Gespenst von Zinserhöhungen in den USA wegen der immer schlechter werdenden US-Wirtschaftszahlen Platz machen muß für ein neues QE-4-Programm ?, um den US-Dollar für den Export zu schwächen und (schon wieder?) die US-Wirtschaft ‚anzukurbeln‘ (wie schon die vergangenen 5 Jahre…ohne Erfolg).

    0
  18. @Watchdog

    Ähnliche Gedanken hatte ich auch bzgl der nächsten Tage.

    0
    • bin auch gespannt. nur, der wechselkurs usd-chsfr wird wohl einen möglichen em-anstieg wieder glätten. ich armer schweizer:-))

      0
  19. systemverweigerer

    @goldgugi, keine Sorge. Die Papierwährung SFR geht mit dem Euro genauso unter.
    Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null

    0

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