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Goldpreis-Fixing: BaFin-Ermittlungen dauern an

Seit Mitte 2013 untersucht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) neben Libor und Euribor auch das Gold- und Silberpreis-Fixing. Goldreporter erkundigte sich über den Stand der Ermittlungen.

BaFin (Foto: Kai Hartmann Photography / BaFin)

BaFin-Zentrale in Bonn: Die deutsche Aufsichtsbehörde ermittelt seit Mitte 2013 auch im Falle des Londoner Goldpreis-Fixings.

„Es trifft zu, dass sich die BaFin neben Libor und Euribor auch andere Benchmark-Prozesse wie das Gold- und Silberpreisfixing bei einzelnen Banken anschaut. Die Untersuchungen laufen seit Mitte letzten Jahres und dauern noch an“, erklärte Ben Fischer, stellvertretender Leiter der BaFin-Pressestelle am gestrigen Mittwoch auf Anfrage von Goldreporter.

Ende vergangenen Jahres hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht in dieser Sache Informationen von der Deutschen Bank angefordert. Die BaFin besuchte laut Medienberichten bereits mehrere Male die Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt, um Manager des Instituts zu befragen. Es geht um den Verdacht der Manipulation im Zuge des Londoner Fixing-Prozesses.

Die Deutsche Bank war jahrelang als eine von fünf internationalen Großbanken am Londoner Preis-Fixing beteiligt und hatte im Januar überraschend angekündigt, sich aus dem Prozess zurückziehen zu wollen (Goldreporter berichtete).

„Der BaFin stehen dabei alle Instrumente zur Sachverhaltsaufklärung zur Verfügung, also Aufsichtsgespräche, (formelle) Auskunftsverlangen und Sonderprüfungen“, erklärt Fischer. Über weitere Details der Ermittlungen wollte die BaFin allerdings nichts verraten. „Zum Stand der Untersuchungen und den betroffenen Banken kann sich die BaFin mit Blick auf die Verschwiegenheitspflicht nicht äußern. Dafür bitte ich um Verständnis“, so Fischer. Er gab uns aber Auskunft über mögliche Stafmaßnahmen, sollte die BaFin tatsächlich Verstöße durch nationale und internationale Finanzinstitute bei der Goldpreis-Bildung ahnden.

Fischer: „Welche Konsequenzen mögliche Verstöße gegen das Aufsichtsrecht haben, hängt stark vom Einzelfall ab. Generell gesprochen hat die BaFin ein breites Aufsichtsinstrumentarium. Dieses umfasst beispielsweise Kapitalzuschläge, Bußgelder und Verwarnungen bzw. Abberufungen von Geschäftsleitern, um nur einige zu nennen. Um zu beurteilen, ob und wenn ja welche Maßnahmen tatsächlich getroffen werden müssen, ist jedoch der Ausgang der Untersuchungen abzuwarten.“

Goldreporter

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Eingetragen von am 24. Apr. 2014. gespeichert unter Banken, Deutschland, Gold, Goldpreis, News, Silber, Silberpreis. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

31 Kommentare für “Goldpreis-Fixing: BaFin-Ermittlungen dauern an”

  1. Wo nichts rauskommen darf, kommt halt nixraus raus. So ist das im ehem. Vierzonenland.

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  2. Jetzt wird ermittelt :
    Da fällt mir der alte Song von Falco – der Kommissar ein.
    Gustav 1 an Gustav 2 – heut machma ane Razzia – bitte haltet euch bereit – es is
    wieda amoi so weit.
    Jeder der bis 3 zählen kann , weiß bei diesen Ermittlungen kommt null raus.

    0
  3. sind wir doch ehrlich , die finden nie etwas, dafür werden sie bezahlt, wer glaubt wird seelig.

    0
  4. Das Fixing ist nicht das Problem. Wenn hierbei der Preis ein paar Punkte zu hoch/niedrig „berechnet“ wird, schadet das höchstens dem Daytrader. Der Kurs pendelt sich schnell wieder ein. Der normale Goldhändler merkt das kaum.

    Das Problem ist die leider völlig legale Kursmanipulation durch Gold-Futures („Papiergold“) an der Comex. Solange man diese nicht per Gesetzt verbieten lässt, werden die Edelmetalle ein Spekulationsobjekt bleiben.

    0
  5. Was sind den das für Sprünge beim Goldpreis heute wieder? Sind die Amis gerade aufgestanden und haben Nachrichten gesehen?

    0
    • Ja, Wahnsinn!
      Silber von 13,80 auf fast 14,40
      von -0,25cent auf +0,16cent :))
      Mensch Jutta! Das war der falsche Knopf!!!!

      0
    • Den ganzen Tag über hat die Großbankenverbrecherelite ( nettes Wort, ist so einprägsam) versucht, den Goldkurs unter die 1270,-$-Marke zu drücken, und fast wäre es ihnen geglückt.
      Dann aber hat Putin und die Ukrainekrise ihr Spielchen kaputtgemacht, Gold legt wieder zu.
      Solange die Chinesen unterhalb 1200,-$ alles Gold kaufen, was sie bekommen können, sollen sie (die Fed-Clowns) ruhig manipulieren und drücken – es wird ihnen nicht helfen.

      0
    • @Peter L

      „Was sind den das für Sprünge beim Goldpreis heute wieder?“

      Das ist der Schusszähler im Donbas

      0
  6. ladygaga_berlin

    @watchdog

    „Großbankenverbrecherelite“… ich ziehe die Bezeichnung Flachwi++ser vor

    0
    • @ladygaga-berlin
      Es läßt sich zwar nicht eindeutig nachweisen, wer im Auftrag der Fed die Klopapier-Goldfuture-Kontrakte zur Preisdrückung verjubelt, aber ich denke, ein ehemaliger, stellvertretender US-Finanzminister (Paul C. Roberts) hat gute Kontakte und glaubwürdige Info-Kanäle, wenn er offiziell die Geld-Schekel-Klitschen von JP.Morgan und Goldman Sucks als devote und beflissene Gehilfen der Fed für die Manipulationen der Edelmetalle nennt.

      Der Begriff „Bank“ sollte schon irgendwie zu erkennen sein, natürlich in Verbindung mit „krimineller Energie“.

      0
      • ladygaga_berlin

        @watchdog

        Meine Bezeichnung ist immerhin noch wohlwollend: erst verbocken die mit CDS, MBS etc. Billionen, lassen sich retten auf Kosten der Steuerzahler, graden dann die Retter down, damit sich die Staaten nur teuer refinanzieren können, machen Zentralbanken zu BadBanks, vergnügen sich weiter an Boni, Dividenden, Nutten und Champagner, während die breite Masse in den USA und Europa unter den Sparpaketen verarmt.

        Keine „Sorge“, wir Deutschen werden das auch noch erleben dürfen, wenn der ESM erst mal richtig losgelegt hat. Und diese US-gesteuerten Kack-Medien, die wir über die Rundfunkgebühr auch noch finanzieren müssen, rauben mir langsam den Rest einer Countenance. Die statistischen Lügen, die Halbwahrheiten, wer wieder kreditwürdig ist, sind da eher nur lächerlich, würden sie nicht auch noch geglaubt werden!

        Und so kann die Verbrecherelite (hört sich auch gut an!) weiter machen, während das Schweigen der Hammel nur durch deren Seufzen, dass Gold Gott-sei-Dank wieder fällt, unterbrochen wird.

        0
        • Ich habe mal eine ernsthafte Frage an Euch.
          Welches Land würdet Ihr bevorzugen?
          Australien, Südafrika, Russland, China, Arabien, Schweiz…
          Natürlich stellt die Sprache für eine gewisse Zeit eine Barriere dar
          Habe schon positives über Wirtschaft Dänemark gelesen, bei der auch die Älteren nicht zu kurz kommen (bezüglich Job+Rente)
          Wenn dieses rausgeschobene „Finanz+was auch immer Desaster“ kommt, wird es überall krachen??
          Danke im Voraus!

          0
          • Definitiv Australien. Ich habe vor kurzem eine Goldgräber-Doku gesehen wo zwei Männer einen Tagesausflug in die Wildnis gemacht haben (mit Metalldetektoren) und am Abend zurück waren mit mehreren Gold-Nuggets, ich glaube es waren fast 3 Unzen Gold zusammen gekommen.

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          • @copa
            Kommt drauf an was man vorhat.

            Gold suchen ?
            Geruhsam die Rente geniessen ?
            Eine Existenz aufbauen ?
            Experiment für einen begrenzten Zeitraum oder „für immer“ ?

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          • ladygaga_berlin

            @copa

            In anderen Ländern gilt neben dem Sprachproblem, dass man die Gesetze, Gepflogenheiten und typischen Eigenarten erst (er)lernen muss.

            Von AUS und NZL weiss ich, dass man nicht älter als 35 Jahre sein darf und eine anerkannte Berufsausbildung mitbringt.

            Aber-und das ist das Entscheidende-: es wird weltweit krachen. Ich werde hier bleiben. Wenn ich den Gedanken hätte auszuwandern, nur nach Australien. Kenne ich zwar nur aus dem Urlaub, aber mit den offenen Menschen kommt man gut klar; auch in Großstädten nehmen die sich die Zeit. NZL war mir zu provinziell; wer´s ländlich, fast Texas-mässig liebt… nicht meine Sache. Adelaide, Sydney und Melbourne sind tolle Städte. An Ihrer Stelle würde ich mich an Konsulate versch. Länder wenden wegen Aufenthaltsbestimmungen.

            0
            • Australien finde ich top. Diese hochgiftigen Tiere überall,naja…
              Sind dort speziell eingerichtet überall. Was machen,wenn weiter weg..
              Habe von Einigen gehört,dass sich die Menschen dort anders drehen! (Idioten gibts überall..)
              *das war mir auch wichtig*:
              Es wird überall krachen.
              Wieso sollte ich dann weiter auswandern. Österreich finde ich ganz gut.
              Aber die Preise ziehen teilweise enorm an.
              Die Berge sind auch ganz schützlich?

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            • Sunshine- oder Goldcoast! Aber Achtung: AU ist verdammt teuer.

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          • Eine Existenz aufbauen (ausserhalb der Eusa)
            Bin bereits seit einigen Jahren nicht mehr im Heimatland. Ist besser aber immernoch Eusa)
            Lohndumping, Arbeitsvermittlung durch private Vermittlungsfirmen innerhalb der Arbeitsagentur,unbezahlte Überstunden,kein Urlaubs/Weihnachtsgeld sagte ich tschüss vor einiger Zeit.

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          • Es gibt noch one-way-tickets zum Mars.
            Wer das Klima mag – allerdings habe ich schon Gerüchte gehört, daß auf der Passagierliste der ersten 1000 Bewerber auch Bankster von Goldman und JP.Morgan sein sollen.
            Das heißt: die machen da oben wie gehabt weiter.
            Als Währung wird die neue „Utopia“ gehandelt – bezahlt wird mit „Hand-Scan“, nicht beliebig vermehrbar.
            http://www.n24.de/n24/Wissen/d/4067698/mars-one-hat-vorentscheidung-fuer-besiedelung-getroffen.html

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          • @Copa
            Im Ausland ist man immer ein Fremder. Es fehlt das Vertraute und die sozialen Kontakte.All das neu zu knüpfen,daran scheitern viele.Ich empfehle eher im Rentenalter seinen Hauptwohnsitz außerhalb der EU zu verlegen und in ein billiges warmes Land zu zeihen.Aber mit der Möglichkeit,jederzeit zurückzukommen.
            In Indonesien, Phillippinen oder Thailand kann man sehr gut und preiswert überwintern.Das mit den Visa ist heute auch kein Problem mehr.Man spart Heizungskosten und die Lebenshaltung ist sehr preiswert.Ich kenne genügend, welche als Rentner dort 6 Monate und mehr leben, Könige sind während sie sich hier mit der Rente kaum was leisten können.So nebenbei:Bleibt man mehr als 6 Monate außerhalb der EU, fällt die Steuer weg.(Steuerberater fragen)

            0
            • Soweit sind wir schon,daß man sein Heimatland verläßt! In 1000 Jahren nicht.

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            • Da fällt mir gerade ein ital. (Genua)Sprichwort ein; Helft den Reichen,die Armen schaffen es schon. Amen! Und Schluß.

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            • Jeder kann sein Leben akzeptieren,selbst bestimmen.
              Nur wer sich ändert bleibt sich treu ;D

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          • Vielen Dank für Eure Antworten!!!
            :)))
            Klingt vieles interessant. Das neu anfangen…ja
            Ich vermisse oft die Sonne hier und die Wärme,
            ebenfals Leute die nicht so aufs Materielle abfahren,eher das Leben geniessen und die kleinen Dinge noch sehen!

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            • Auch die Sprache mit Spanisch ist für uns viel einfacher als Indonesisch, Phillippinisch oder Thailändisch. Ja und auch ist es südliche Hemisphäre was im Falle von weiteren Nuklearkatastrophen viel besser ist,da sich südliche und nördliche Hemisphäre kaum mischen.In ganz Latainamerica gibt es nur 2 Atomkraftwerke bei Buenos Aires Condor 1 und Condor 2 und Brasilien hat einen kleinen Forschungsreaktor. Manko allerdings.Wird viel Monsantodreck angebaut,so da man schauen muss wo man vernünftige Lebensmittel auftreibt. Ist aber auch lösbar.

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  7. Hallo copa
    Ich bin schon seit vielen Jahren in Paraguay und pendele noch hin und her.Habe dort aber auch einen Wohnsitz.Denke das ist gut wenn man ausserhalb der EU einen Wohnsitz hat um irgendwann schnell die Kurve zu bekommen.Auch im Falle von Besteuerung,a la Amiland,was ja hier auch schon diskutiert wurde in Deutschland. Paraguay ist eigentlich das sicherste Land Südamericas von der Kriminalität her gesehen. Einkommenssteuer fing erst dieses Jahr überhaupt an und liegt bei 10%. Aber auch erst ab 140 Millionen Guaranies Einkommen. Naja und Tricksen kann man dort noch gut. Deutsche sind die größte Einwanderungsgruppe und man sagt 800000 Deutsche leben schon dort,bei 7 Millionen Einwohnern.Deutsche sind gerne gesehen dort und gelten etwas.Anders als in unserer Bananenrepublik,wo wir ein Inländerdiskriminierung haben.Auch die Einwanderungsbestimmungen sind traumhaft.Pro Person einmalig 5000 Dollar nachweisen,Führungszeugnis und Gesundheitsnachweis und fertig.Das ganze Jahr ist es warm und man braucht keine Heizkosten.
    Im Gegensatz zu anaconda den ich sonst sehr schätze,denke ich aber das Indonesien, Phillippinen oder Thailand doch ganz andere kulturelle Hintergründe haben und Latainamerica eben europäisch geprägt ist,womit wir besser zurechtkommen.
    Dazu ein interessantes Video auf Youtube was übrigens von Brasilianern gemacht wurde http://www.youtube.com/watch?v=qJ06wUtSlA8

    0
  8. Die Medientendenz, gegen Gold, und das „Warum“.
    http://www.goldseiten.de/artikel/204403–Medientendenz-gegen-Gold-verstehen-und-ignorieren.html
    Das beschriebene Bankenkartell wird heute mit aller Macht versuchen, die „Sprungleiste“ von 1300,-$ beim Goldpreis „nach unten“ zu verteidigen.

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