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Goldpreis: Haben wir das Jahrestief bereits gesehen?

In Jahren steigender Edelmetallpreise tendiert der Goldpreis dazu, sein Jahrestief bereits in den ersten beiden Monaten zu markieren. Wie wird sich der Goldpreis in diesem Jahr entwickeln? Goldreporter hat nach einer Kurssystematik innerhalb der letzten 38 Jahre gesucht und ist auf interessante Ergebnisse gestoßen.

Betrachtet man die Kursschwankungen des Goldpreises innerhalb eines Jahres, so fällt auf, dass in Hausse-Phasen eine hohe Volatilität vorherrscht. Die Differenz zwischen dem Jahreshöchstkurs und dem Jahrestiefstkurs nimmt zu. Wir haben die Goldpreisentwicklung seit 1972 analysiert (jeweils London Fix A.M.). Die folgenden Grafiken veranschaulichen diesen Zusammenhang.

Abb. 1 und 2: Die Differenz zwischen dem Jahreshöchstkurs und dem Jahrestiefstkurs ist in Phasen des Goldbooms am größten.

Die größte Schwankungsbreite innerhalb eines Jahres sahen wir Ende der Siebzigerjahre. Seit dem Jahr 2000 ist die Volatilität erneut signifikant steigend.

Die besten und schlechtesten Monate
In Dekaden mit tendenziell steigenden Goldpreisen (Gold-Hausse) tendiert der Goldpreis dazu, sein Jahreshoch bereits am Jahresanfang zu markieren und Jahreshöchststände im letzten Quartal zu erreichen.

Das war zwischen 1972 und 1980 der Fall (Freigabe des Goldpreises/Ende des Gold-Dollar-Standards; letzte große Goldhausse). In diesen neun Jahren wurde sechsmal der Jahrestiefststand des Goldpreises bereits im Januar festgestellt. Die höchste Kursfeststellung des Jahres erfolgte fünf von neun mal zwischen August und Dezember.

Die aktuelle Lage
Wie hat sich der Goldpreis seit 2000 in dieser Hinsicht verhalten? Ganz ähnlich. Sechsmal mal wurde das Jahrestief im Januar oder Februar erreicht. Das Jahreshoch kam sieben von zehn mal zwischen Oktober und Dezember zustande.

Generell kann man sagen, die größte Kursdynamik erlebt man in den Wintermonaten. Auf den Zeitraum von Dezember bis März fielen in den letzten 38 Jahren jeweils 21 mal das Jahrestief und 21 mal das Jahreshoch. Im Januar wurden die meisten Jahrestiefs erreicht, im Dezember die meisten Jahreshöchststände. Einzelheiten entnehmen Sie den folgenden Listen.

Jahrestiefs
Januar: 12x (1972-1974, 1977-1979, 1986, 1995, 2002, 2006, 2007, 2009)
Februar: 4x (1985, 1987, 2001, 2005)
August: 4x (1976, 1981, 1982, 1998)
September: 4x (1975, 1988, 1989, 1991)
Dezember: 3x (1984, 1996, 1997)
März: 2x (1980, 1993)
April: 2x (1994, 2003)
Oktober: 2x (2000, 2008)
November: 2x (1983, 1992)
Mai: 1x (2004)
Juni: 1x (1990)
Juli: 1x (1999)

Jahreshochs
Dezember: 8x (1974, 1979, 1987, 2002-2005, 2009)
Januar: 6x (1976, 1980, 1981, 1988, 1991, 1997)
Februar: 5x (1975, 1983, 1990, 1996, 2000)
August: 3x (1972, 1985, 1993)
September: 3x (1982, 1986, 1994)
Oktober: 3x (1978, 1999, 2001)
November: 3x (1977, 1989, 2007)
März: 2x (1984, 2008)
April: 2x (1995, 1998)
Mai: 1x (2006)
Juli: 2x (1973, 1992)
Juni: 0x

Was bedeutet dies für 2010?
Wir befinden uns seit dem Jahr 2000 in einem intakten, langfristigen Aufwärtstrend (Edelmetallhausse). Demnach könnte das Goldpreishoch erneut auf das Jahresende fallen. Das Jahrestief wurde möglicherweise bereits im Februar erreicht. Ein erneutes Tief in der Mitte des Jahres wäre statistisch gesehen eher unwahrscheinlich.


Abb. 3: Das aktuelle Jahrestief liegt bei 1.052,50 Dollar, erreicht am 18. Februar.

Ob das historische Zahlenmaterial zur Kursprognose taugt, wird die Realität uns in den kommenden Monaten zeigen.


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Eingetragen von am 3. Mrz. 2010. gespeichert unter Gold, Hintergrund, Marktdaten. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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