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Goldpreis-Katapult: Warum „Quantitative Easing 3“ unvermeidlich ist

Die Zentralbanken müssen die Zinsen weiter niedrig halten, damit sich die Staaten günstig verschulden können. Am Ende führt dies zu höheren Edelmetallkursen.

Die Renditen spanischer und italienischer Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren  liegen wieder über 5 Prozent. In den vergangenen Monaten hat die Europäische Zentralbank alle Kräfte mobilisiert, um die Zinsen niedrig gehalten. Sie tat dies durch eigene Anleihen-Käufe und über den Umweg unlimitierter Zentralbank-Liquidität für Geschäftsbanken, die das billige Geld wiederum kurzzeitig in diesen Markt investierten.

Derzeit ist in der Presse wieder häufiger von der Gefahr eines Bond-Crashs zu lesen. Konkret würde dies bedeuten, dass Anleger in Scharen aus Anleihen „flüchten“. Der mögliche Grund: Verbesserte Konjunkturerwartungen, steigende Risikoneigung und anziehende Börsenkurse veranlassen Investoren, ihr Geld wieder stärker in Aktien und andere Vermögenswerte umzuschichten. In solche, die eine höhere Rendite versprechen.

Hintergrund: Ist die Nachfrage nach einer Staatsanleihe groß, dann steigt deren Kurs an der Börse, aber die Rendite fällt. Steigende Renditen signalisieren also eine fallende Anleihen-Nachfrage.

Diese Entwicklung wird in letzter Konsequenz bedeuten, dass die Staatsfinanzierung wieder teurer wird (steigende Anleiherenditen/Zinsen). Dass Staatsanleihen seit geraumer Zeit nicht mehr als bombensicheres Investment angesehen werden, erschwert die Lage für Geld- und Realpolitik ohnehin.

Die Notenbanken dürften deshalb gezwungen sein, ihre Ankaufprogramme für diese Papiere erneut aufzustocken. Denn: Aus Sicht der Währungshüter und Staatslenker darf eines in der aktuellen Schuldenkrise nicht passieren: Die Zinsen dürfen keinesfalls dramatisch steigen! Ansonsten würden alle Sparbemühungen der Staaten durch höhere Finanzierungskosten konterkariert. Die Schuldenkrise käme mit voller Wucht zurück, obwohl sie ja eigentlich nie verschwunden war.

Das gilt natürlich auch und insbesondere für die USA (Stichwort: „Quantitative Easing 3“ oder wie auch immer man es nennen wird). Sollte ein solches Maßnahmenpaket von der US-Notenbank auch nur angedeutet werden (neues Ankaufprogramm für US-Staatsanleihen), dann wird dies dem Goldpreis mit großer Wahrscheinlichkeit den nächsten großen Schub verleihen.

Zinsen niedrig zu halten, ohne eine neue Geldflut auszulösen: das dürfte sich für die Notenbanken langfristig als schier unlösbare Aufgabe herausstellen. Am Ende werden die Zentralbank-Bilanzen weiter verlängert, die Papierwährungen weiter geschwächt und Gold und Silber weiter steigen.

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Eingetragen von am 24. Mrz. 2012. gespeichert unter Banken, EZB, Fed, Gold, Goldpreis, Marktkommentare, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

8 Kommentare für “Goldpreis-Katapult: Warum „Quantitative Easing 3“ unvermeidlich ist”

  1. Mit größter Wahrscheinlichkeit ist es sicher: Zinsen bleiben niedrig, weil sonst die Finanzierungskosten die Staatshaushalte zu sehr belasten. Eine Lösungsvariante wurde hier jedoch nicht erwähnt: Staaten kaufen gegenseitig ihre Anleihen: über alle Staaten der Welt müsste handelsbilanziell eine Null herauskommen; wenn man das verbindet mit ausgeglichenen und flexiblen Staatshaushalten, dann müsste es klappen, dass die Staaten sich gegenseitig die Anleihen aufkaufen.

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  2. Staaten kaufen gegenseitig ihre Anleihen?!:
    Aber woher käme denn jeweils das Geld dafür?
    Wirklich nur eine Frage…

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    • @darius
      Staatsanleihen sind nichts weiter als Schulden.Wenn ich Schulden bei Dir habe und Du Schulden bei mir, na, dann könnten wir doch einen Deal machen.öhm und wo ist der Haken ? Staatsanleihen halten auch Herr Müller und Herr Meier und auch seine Lebensversicherung,Betriebsrente und Pensionskasse.Und die schreibt man eben ab.Denn der Bürger hat keine Möglichkeit im Keller sein Geld zu drucken und Anleihen dafür zu kaufen.
      Nicht der Staat geht pleite, lieber Darius, nur der Bürger des Staates geht pleite.

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      • 0177translator

        Deshalb mein glühend heißer Dank an Frau Ursula von der Laientruppe. Ich darf nun wohl bald – bin Selbständiger – 200 oder 400 Euro monatlich „investieren“ in solche Klo-Papiere, von denen ich nach diversen Rasuren und Haircuts im Alter nichts haben werde. Oder nein – ich erkläre der wilden Ursula, daß ich mir seit 2000 jeden Monat für 700-800 Euro Edelmetall-Münzen zugelegt und mich damit abgesichert habe, und eine Kopie des Schreibens schicke ich gleich noch ans Finanzamt, damit die wissen, wen sie nach dem EM-Verbot fleddern dürfen.

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        • Die Selbständigen werden schon zahlen. Die haben bisher immer ihr Portemonnaie weit aufgemacht, wenn es die Regierung befiehlt. Massiver Protest ist auch nicht zu erwarten, sie werden es murrend hinnehmen.

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  3. Staatsanleihen ist Geld, das ich dem Staat, also mir selber zur Verfügung stelle und dafür ein Papier, den Schuldschein erhalte. Für mein Geld, das ich dem Staat, also mir, leihe, bekomme ich vom Staat Zinsen, die er von den Steuern, die ich zahle, gibt.
    Ich verleihe also mein Geld mir selber und zahle mir den Zins dafür.
    Wenn das mehrere Staatsangehörige machen, leihen sich diese Personen das Geld eigentlich nur untereinander.
    Nur, zahlen muss auch der Steuerzahler, der dem Staat kein Geld leiht. Habe ich also keine Staatsanleihen, zahle ich Deine Zinsen.
    Ein Dreckssystem. Ein Schneeballsystem.Oder?

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    • ….Und von den Zinsen kauft man wieder Staatsanleihen usw. Natürlich ein Schneeballsystem das platzen muss, eine einfache mathematische Zinseszinsrechnung. So nach etwa allen 2 Generationen platzte das System. Resettet es, würde man heute neudeutsch sagen.Oder Neustrukturieren oder sonst was. Durch Krieg oder Depression meistens. Denn der Krieg lenkt vom Problem ab und die Menschen erhalten Beschäftigung,und wenn es die Front ist.
      Nun ist es wieder soweit,dass das System „resettet“ Neue Währung,neues Spiel,neues Glück.Beim nächsten „Mann,Frau“ wird alles anders,glaubt man.
      Wer schlau ist,wandelt Papier in Sachwerte um.am besten in Sachwerte,die
      leicht zu verstecken sind,bis das Gewitter vorbei zieht.Und dazu eignen sich seit Jahrtausenden nur Edelmetalle.Unverrottbar,diskret,immer was wert und ohne leere Versprechen,sprich Schulden.

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  4. Selbstverständlich handelt es sich bei Staatsanleihen um ein Schneeball – System. Das ist mir seit Jahren klar und deshalb beträgt mein Investment in diese Anlageklasse null Euro. Man investiert doch nicht in Schulden, hinter denen – siehe Griechenland – nur ein wachsweiches Versprechen auf Rückzahlung steht, sondern in Sachwerte wie Aktien und Edelmetalle.

    Und auch hier gilt: Volatilität ( Schwankungsbreite ) bitte nicht mit Risiko verwechseln! Schwanken dürfen die Preise dieser Assets entspechend Angebot und Nachfrage und das tun sie auch.

    Mit Staatsanleihen reitet man ein totes Pferd oder noch besser: man glaubt, es reiten zu können. Finger weg, so was fasst man nicht einmal mit der Kneifzange an!!!

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  • EN: Catpaw, nun Sie schleichen sich mit leichten Pfoten hinford. Sicher nicht an einen Fjord, um mit einer Eis...
  • alter schussel: Taube, ja, sehr interessant!!! – dann kann dir ja gar nix mehr passieren. – NUR BEI EINEM...
  • Taube: 1. der Krügerrand, er hat keinen Nennwert und ist somit von Staaten Unantastbar nicht einziehbar selbst bei...
  • Taube: Ich mag nur den Krügerrand, deine Aussage über diese Münze ist leider provozierend so auch falsch, mein...
  • catpaw: @randnotiz Der, welcher schon ein kleines Rettungsboot hat,der kann natürlich auf der Lauer liegen.Wer aber...
  • IrgendeinTyp: Sieg auf ganzer Linie für das Kartell. Und wenn man sich das Verhältnis von Shorts zum Goldpreis der...
  • Marco Wi: Juhu, dann geht es bald dem Spiegel, Focus und der Blöd an den Kragen. Diese Fake News sind ja nicht mehr...
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