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Goldpreis: Licht am Ende des Tunnels

(Foto: Fotolia)

Für Geldanleger wird es wieder ungemütlich. Goldanleger dürften profitieren.

Der Goldpreis ist am Dienstagvormittag erstmals sechs Wochen wieder über die Marke von € 1.250 gestiegen. Eine neue, alte Krise scheint aufzukeimen.

Von Nadine Smeding, GoldRepublic

Es gab einmal eine Welt, in der die Finanzmärkte durch die Zentralbanken lahmgelegt waren, die Milliarden Dollar, Pfund und Euro in das Finanzsystem pumpten. In der Welt wuchs die Wirtschaft kaum, während die Börsen aber stabil blieben. Und während die Reichen immer reicher wurden, hatte die arme Bevölkerung mit großen Spannungen mit dem mächtigen Öl- und Gasland Russland zu kämpfen – die Börsen reagierten kaum. IS erstarkte im Mittleren Osten, die Gold-, Öl- und Anleihenmärkte und Börsen reagierten kaum …

Börsenrutsch
Bis letzten Mittwoch. Alle Börsen rutschten in den dunkelroten Bereich. Plötzlich flackerten die Sorgen um die südeuropäischen Länder wieder auf und rollten wie eine heftige Flutwelle über die Börsen. Die Meldung von Eurostat, dass die Inflation in der Eurozone letzten Monat mit aktuell 0,3 % ihren niedrigsten Stand seit 5 Jahren erreicht hat, sorgte für einen großen Schock. Der größte Brandherd ist jedoch auch dieses Mal wieder das südeuropäische Staatspapier, bei dem die massive Kaufwelle zu Beginn des Jahres jetzt ganz klar in eine Verkaufswelle umschlägt. Vorige Woche stieg der Zinssatz für griechische Staatsobligationen bereits auf 6,6 %. Innerhalb einer Woche stieg der Zinssatz bereits auf 8,9 % – eine sehr große Differenz für eine Woche.

Müssen wir Angst vor einer neuen Krise haben?
Ob wir bereits jetzt Angst vor einer neuen Krise haben müssen, nein, dafür muss sicherlich noch etwas mehr geschehen. Aber seit dieser Woche verstärken sich die Anzeichen, dass die Finanzmärkte tatsächlich auf die geopolitischen Spannungen, die durch den IS verursachte Unruhe, den Mangel an Wirtschaftswachstum und die Haushaltsdefizite zu reagieren beginnen.  Die Börsen reagierten nämlich nicht positiv auf die extrem positiven Zahlen aus den USA. Die Industrieproduktion verzeichnete ihr stärkstes Wachstum seit den vergangenen zwei Jahren und die Anzahl der Neuanträge für Arbeitslosengeld sank ebenfalls erheblich – auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren… Das müsste doch alles auf eine anziehende Wirtschaft hindeuten. Die rückläufigen Einzelhandelsumsätze gaben letzten Mittwoch jedoch ein entgegengesetztes Signal, so dass dies eigentlich keine Rückschlüsse ermöglicht.

Aber wie werden wir diese Probleme lösen?
Es scheint so, als ob wir nur aus der Krise gelangen können, wenn wir eine Möglichkeit finden, Wachstum zu realisieren – das ist dringend notwendig, um Schulden abzubauen und die Überalterung bezahlbar zu halten. Besonders jetzt, da sich Europa zu lange an Deutschland geklammert hat und des auch dort nicht mehr so rosig zugeht.

Gold hat bereits  in der letzten Woche einen Angriff auf $1.250 gefahren, auch wenn die Marke zunächst nicht geknackt werden konnte, am heutigen Dienstagmorgen war es soweit. Für Goldanleger ist nun möglicherweise wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Nadine Smeding ist Markt- und Rohstoff-Analystin bei www.goldrepublic.de
Bei der international tätigen, niederländischen Handelsplattform für Gold und Silber können Kunden physisches Edelmetall mehrwertsteuerfrei handeln und lagern. Zuvor war Nadine Smeding als Vermögensberaterin bei der niederländischen Bank ABN AMRO tätig. Meinungen oder Empfehlungen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von GoldRepublic oder Goldreporter dar.

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Eingetragen von am 21. Okt. 2014. gespeichert unter Europa, Gold, Goldpreis, Marktkommentare, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

14 Kommentare für “Goldpreis: Licht am Ende des Tunnels”

  1. Christophe de Margerie ist verunglückt,der Total-Chef äußerte sich vor gar nicht langer Zeit über die Verzichtbarkeit der „Weltwährung“ Dollar!Zudem war er ein Gegner der Russlandsanktionen!

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    • @Heiko
      Der russische Schneepflug-Fahrer, in dessen Räumgerät die startende Maschine „crashte“, soll – nach „unbestätigten“ Meldungen mindestens 3,2 pro Mille hochprozentigen Wodka intus gehabt haben.
      Das sollte doch allen Alkoholikern eine Warnung sein; auch denjenigen, die morgens um 08:15 Uhr schon lauthals „hicks“ rufen, nicht wahr, Heiko?

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      • @watchdog,Blödsinn!Der Schneepflug wäre bei soviel Promille explodiert!Anderseits wäre der Pilot auch stramm gewesen ,wäre der alkoholisierte Schneepflugfahrer und das Flugzeug nicht kollidiert!Kosmischer Ausgleich sozusagen!Aber im Ernst ,ist schon seltsam,und dann erade in Russland!

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      • @watchdog
        Es herrschte eine Sicht im Nebel von 350 Metern, also Nullsicht. Wenn man dann ein Hindernis auf die Bahn stellt …….Übrigens ist erstaunlich,dass der Fahrer des Schneepfluges unverletzt blieb.Hat er einfach den Pflug auf die Bahn gestellt und ist abgehauen ? Möglich wärs. Wenn man einen Anschlag planen würde, könnte man es genauso machen.Mich würde jetzt nicht wundern, wenn der angebliche Fahrer des Schneepfluges einen Herzinfarkt kriegt und verstirbt.

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        • @anaconda,ich glaub wir sind im Endstadium des sozialisierten Pseudokapitalismus angekommen.Eliten die sich abwenden werden noch ausgemerzt um die anderen unter Kontrolle zu halten(fliegende Bänker,selbsttätige Nagelmaschinen welche 5mal von alleine im Scheitel hämmern,etc),aber wie lange noch?Wer ringt mit wem im Schwarzen Reich?Und um was?Totale Kontrolle(die ist doch vorhanden),oder Alleinherrschaft einer der Familien?Munteres Abschlachten,wohlmöglich oder erst recht in Europa!Der „steigende“ DAX wird auch täglich wiederbelebt,obwohl jetzt selbst dem dümmsten BLÖD- und Speichel-Leser klar sein sollte das wir in einer Depression/Rezession stecken!Eigentlich wartet der Informierte genervt auf den Crash,andererseits habe ich auch Bammel!

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  2. Ist wohl nur ein kurzzeitiges Aufflackern, da die Inder derzeit ihr Fest haben und dabei traditionell Gold verschenkt wird. Am 24.10. ist alles wieder vorbei und der Goldkurs geht wieder auf ca. 1230 Dollar je Unze.

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    • @bessawissa
      Dann setzen Sie doch schnell einen Put auf 1230, wäre doch für Sie leichtverdientes Geld oder ? Leider wissen Sie es aber auch nicht besser, weil es sonst zu einfach wäre, mit dem Geldverdienen.Das Problem ist eben,dass der Goldpreis gemacht wird, von ein paar wenigen und wir beide sitzen nicht in diesem Zirkel drinnen.Glaube ich wenigstens.

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      • Danke für den Tipp – Puts setze ich bereits seit 6 Uhr morgens. ;-)

        ja aber bei über 1 Milliarde Inder die Gold kaufen macht das schon was aus beim Kurs.

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  3. Wahrlich, ich sage Euch, ab jetzt ist Schluss mit dem lustigen Goldpreis manipulieren.
    Dat Dingens geht auf 3000.- US-$ bis 13.November 2014…
    Ihr werdet sehen!

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    • Unter normalen Umständen vielleicht möglich, aber so wie es derzeit aussieht, eher unwahrscheinlich.

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    • @guguk, warum bist du davon überzeugt und warum benutzt du die Redensweise eines Propheten der vor 2000 Jahren lebte? Oder hast du einfach nur Langeweile?

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  4. Bessawissa@ Für dem Goldkurs ist es völlig egal ob eine Milliarde Inder ein Fest feiern und Tonnen Gold kaufen. Am Papiermarkt wird der Abbau eines ganzen Jahres in nur wenigen Tagen gehandelt. Das gilt auch für Öl, Getreide, Kaffee etc. Das ist das Problem, das Spekulationsvolumen steht in keiner Relation mehr zu den tatsächlich geförderten oder geernteten Mengen.

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    • @Christian
      Völlig korrekt.Genauso ist es.Das Spiel läuft noch dazu in Dollars und die Dollar-Bank verdient daran prächtig.Nun dreht sich aber der Wind und andere wollen auch am Kuchen teilhaben (Asiaten) und installieren ihr eigenen Rohstoffbörsen in eigener Währung.Die USA kann nämlich nicht gegen die ganze Welt Krieg führen um die Hegemonie des Dollars zu bewahren.
      Bessawissa muss verstehen, dass tausend mal mehr „Mona Lisa Bilder“ verkauft werden, als im Luvre hängen.Leider gibt es nur eine,aber das wissen die meisten nicht und deshalb läuft dieses Spiel.

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