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Goldpreis-Rally: Mussten US-Banken massiv Short-Positionen eindecken?

Bevor die jüngste Edelmetall-Rally startete, hatten US-Banken ihre Short-Positionen auf Gold und Silber deutlich aufgestockt. Das zeigen Daten der US-Aufsichtsbehörde CFTC.

Anfang September haben amerikanische Banken ihre Short-Positionen (Futures) am US-Terminmarkt gegenüber Vormonat deutlich aufgestockt. Das geht aus den Daten der Börsenaufsicht CFTC hervor. Laut Bank Participation Report hielten vier US-Institute am 4. September 2012 an der COMEX Short-Positionen auf Gold im Umfang von 122.154 Kontrakten á 100 Unzen. Zum gleichen Zeitpunkt des Vormonats waren es lediglich 94.554 Kontrakte. Daraus ergibt sich eine Steigerung der Short-Positionen um  29 Prozent auf umgerechnet 378,89 Tonnen. Ein höheres Niveau war zuletzt im März 2012 ausgewiesen worden.

Die Long-Positionen der US-Banken stiegen um 16,4 Prozent auf 10.710 Kontrakte (umgerechnet 33,31 Tonnen Gold). Die Geldhäuser waren damit netto 345,58 Tonnen Gold short. Der Wert lag damit um 33,5 Prozent höher als die 265,42 Tonnen Anfang August.

Auch das Gesamtvolumen der an der COMEX gehandelten Gold-Futures (Open Interest) stieg deutlich um 14,5 Prozent auf 444.489 Kontrakte an.

Da die Daten vom 4. September stammen, dürfte sich mittlerweile einiges verändert haben. Denn seither ist der Goldpreis um rund  4,5 Prozent oder 75 Dollar gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass die US-Banken im Zuge der aktuellen Goldrally wieder Short-Positionen eingedeckt und somit sogar zum deutlichen Kursanstieg innerhalb der vergangenen zwei Wochen beigetragen haben.

Wie ist die Situation auf dem Silber-Sektor? Anfang September stiegen die Short-Positionen der US-Banken um 11,5 Prozent auf 30.294 Futures-Kontrakte. Zuletzt wurde dieser Level in unserem Monatsvergleich im November 2010 erreicht (siehe Grafik). Vier US-Institute repräsentierten mit ihren Short-Positionen zu diesem Zeitpunkt 25,3 Prozent des gesamten Handelsvolumens an Silber-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX.

Goldreporter

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Eingetragen von am 17. Sep. 2012. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, News, Silber, Silberpreis, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können auf diesen Eintrag antworten oder ihn verfolgen

1 Kommentar für “Goldpreis-Rally: Mussten US-Banken massiv Short-Positionen eindecken?”

  1. Danke an die Administratoren,

    Könnte man vielleicht hinzufügen, wie die aktuelle Net-Long Positionen sind – nach der Eindeckung.

    Könnte man eine Grafik zeigen, die die NET-Long/Short Position zeigt (und nicht nur die Short Position). Nach Möglichkeit mit dem Goldpreis (um die Korrelation zu zeigen).

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