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Goldpreis: Wie lange setzt sich die Kursschwäche fort?

Im Dezember hat der Goldpreis bereits 3 Prozent abgegeben. Die aktuelle Kursschwäche ist zu großen Teilen charttechnisch bedingt.

Mit einem Kursrückgang von 1,6 Prozent am gestrigen Dienstag setzte Gold seine negative Entwicklung fort, die am Monatsanfang ihren Anfang nahm. Per Tagesschlusskurs am 4. Dezember unterschritt der Goldchart den zuvor seit Juli anhaltenden Aufwärtstrend. 3 Prozent Kursverlust haben sich seit Ende November addiert. Mit einem Kurs von umgerechnet 1.285,57 Euro bei gestrigen P.M.-Goldfixing in London sank der Goldpreis in der Gemeinschaftswährung seit Monatsbeginn um den gleichen Prozentsatz.

Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr (Deutsche-Bank-Indikation)

 

Der gestrige Kursrückgang endete auf der Höhe der kurzfristigen Unterstützung um 1.671 Dollar (Zwischenhoch Mitte August). Sollte die Marke von 1.677 Dollar nicht in Kürze zurückerobert werden, dann drohen weitere Abgaben. So wäre die obere Kante des früheren Abwärtstrends im Bereich von 1.620 Dollar ein kurzfristiges Ziel. Auf der anderen Seite könnte der schnelle Wiederanstieg des Goldpreises – ausgelöst durch vermehrte Short-Eindeckung am Terminmarkt – eine unverhoffte Rally über die Marke von 1.700 Dollar zur Folge haben.

Generell  muss man den aktuellen Kursrückgang vor allem auf technische Aspekte zurückführen. Fundamentale Daten, die einen größeren Kurseinbruch bei Gold rechtfertigen würden, gab es zuletzt nicht. Die Bestände des größte Gold-ETFs SPDR Gold Trust verharrten am Dienstag mit 1.350,51 Tonnen nur knapp 1 Tonne unter dem Allzeithoch.

Die US-Banken besitzen am Terminmarkt allerdings weiter in großem Umfang Short-Positionen auf Gold (Goldreporter berichtete). Seit einigen Wochen findet zudem eine Umschichtung  von risikoarmen in risikobehaftetere Anlageformen statt, insbesondere in Aktien. Spätestens nach dem Jahreswechsel dürften die Karten neu gemischt werden.

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Eingetragen von am 19. Dez. 2012. gespeichert unter Charttechnik, Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “Goldpreis: Wie lange setzt sich die Kursschwäche fort?”

  1. … ich denke eher, dass der gestrige Kursrücksetzer mit dem Haushaltsstreit der USA zu tun hat. Die (Demokraten und Republikaner) gaben an, sich zu finden. Kommischerweise raselte der Dollar gegenüber dem Euro auch nach unten. Eigentlich sollte es doch keine Auswirkung auf den Goldpreis haben, ob die sich finden oder nicht… pleite oder ein bisschen weniger pleite, das kommt doch aufs selbe an. (Vielen Dank für Eure Meinungen.)

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  2. @Det Ach, Sie scheinen neu hier zu sein -;)
    Dann haben Sie die Diskussion hier über Chartechnik nicht verfolgt, wo ich ständig meine Zweifel an der Aussage -aber vor allem Prognosekraft solcher geäussert habe.
    Nur zu Entwicklung dieses Charts und der „darin enthaltenen Aussagen“ -im Internet bleibt das mal Geäusserte für Ewigkeit bestehen ,vor allem wenn es ständig wiederholt wird…: Da wurde nämlich in den letzten Monaten ständig diese steile Gerade nach oben da ganz rechts als klarer Indikator dafür eigentlich nur …heraufbeschworen…, dass nämlich sich der Goldpreis an ihr heraufhangeln werden würde, also genau so steil wie jene Linie ist, auch sein Preis nach oben wachsen werde… Und wo sind wir jetzt denn gelandet?!… Ich glaube ich werde da auch mal eine beliebige Linie zeichnen… Vielleicht passiert dann nur deshalb was mit dem Goldpreis … nach meinen Wünschen!-;)

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  3. @DET. Du und ich werden die letzten in Kette sein, die mit Informationen gefüttert werden, warum gerade Gold jetzt gestiegen, oder gefallen ist. Es ist völlig egal was gerade in diesem höchst manipulierten Markt stattfindet. Wenn Gold 3 Monate unter 1300$ fällt, werden vermutlich 90% aller Minen schließen, da sie nur noch Verluste fördern. Mit jedem Jahr wächst diese „Schwelle“ an. In 2015 wird dieser Wert nach Informationen renommierter Bergbauexperten bei +2000$ liegen, ohne das nur auch 1ct in die Erschließung neuer Projekte fließt. Das ist das einzige was zählt. Der Rest ist völlig egal. In Zukunft muss mehr gesucht, mehr investiert, mehr geschaufelt, mehr Lohn und Energie bezahlt werden und mehr Überzeugungsarbeit/Schmiergeld bei Landerwerb geleistet werden. Das ist, was den Preis treiben wird. Solche kleinen Zacken im Chart wie in den letzten 48h interessieren in ein paar Jahren keinen Menschen mehr. Und da Gold gehortet wird und Ag+Pt+Pd verbraucht werden, wird es sich nicht vermeiden lassen, dass die zuletzt genannten zu ihrem Höhenflug ansetzen werden. Vermutlich mehr als Gold.

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  4. @W @DET
    Mir ging hier nur um allgemeine Kritik an den sehr kurzfristig (wenn überhaupt…) durchblickenden(?) Charts (eher was nur von Tagestrader), nicht um die fundamentale Daten und Aussichten von Gold
    Klar werden diese Kurssprünge dieses ganzen Jahres letztendlich nichts für den sekulären Goldbullenmarkt auf längerer Sicht bedeuten . Aber obwohl ich letztes Jahr bereits einiges daran gewonnen habe, wollte ich dieses Jahr nicht zu leichtgläubig und -sinnig werden, vor allem angesichts der verstärkten Volatiltät im laufenden und so obwohl Anfang November wieder gekauft, dann mit sofortiger Setzung eines Stop-Losses (auch weil ich letztes Jahr durch nicht Einsetzung von solchem automatischen Verkaufsmechanismus einen Höchstgewinn verpasst hatte) nicht zu weit unter dem Kaufpreis… Obwohl die Chartechniker nur noch steigende Kurse sahen.
    So kann ich jetzt ruhig auf einen -etwas beständigeren- Neuanstieg warten

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  5. Mal wieder ein Kaffeesatzartikel: „Die aktuelle Kursschwäche ist zu großen Teilen charttechnisch bedingt“!

    So, das beweisen Sie einmal – aber nicht, indem Sie den Kaffeesatz als Beweis nehmen! Im Übrigen: ich stimme Det und Darius einmal wieder zu! Immer dieselben, die sich nicht täuschen lassen.

    Aber einen Vorteil hat das Kaffeesatzlesen: ich muss nichts von fundamentalen Vorgängen verstehen. Je komplexer Vorgänge je intensiver Kaffeesatz!

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