Anzeige
|

Großbritannien: Gordon Brown wegen Goldverkäufen unter Beschuss

Als Schatzkanzler verantwortete Premier Gordon Brown zwischen 1999 und 2002 den Verkauf großer Teile der britischen Goldreserven. Der Goldpreis lag damals auf einem 20-Jahre-Tief. Kurz vor den Unterhauswahlen wird die britische Regierung nun gezwungen, Details über die umstrittenen Goldverkäufe zu enthüllen.

Man spricht in Großbritannien vom „Brown Bottom“. Gemeint ist damit das historische Goldpreistief um die Jahrtausendwende. Der damalige Schatzkanzler und heutige Premierminister Gordon Brown veranlasste seinerzeit den Verkauf von 395 Tonnen Gold der damals 715 Tonnen umfassenden britischen Gold-Reserven. Das Gold wurde zwischen 1999 und 2003 im Rahmen von insgesamt 17 Auktionen zu Preisen zwischen 256 Dollar und 296 Dollar veräußert. Seither hat sich der Goldpreis vervierfacht. Kritiker kommen somit auf einen entgangenen Gewinn von geschätzten 7 Milliarden Dollar, für die Brown sich gegenüber den Steuerzahlern nun rechtfertigen soll.

Nicht alleine der Verkauf, sondern auch die Art und Weise, wie sich Großbritannien damals von seinem Zentralbankgold trennte, erhitzt im aktuellen Wahlkampf erneut die Gemüter. Schließlich hatte Brown seinerzeit eigenmächtig gehandelt und die Auktionen sogar einige Zeit vorher angekündigt. Keine gute Idee, wenn man in diesem Markt den bestmöglichen Preis erzielen will. Denn der Goldpreis fiel damit schon im Vorfeld der Auktionen. Faktisch nie bewiesen, aber bis heute von Kritikern gemutmaßt: Großbritannien half im Umfeld der Euro-Einführung vor gut 20 Jahren, den Goldpreis zu drücken.

Trotz zahlreicher Initiativen, Licht in das dunkle Kapitel von Brown Amtszeit zu bringen, verweigerte die Regierung bis heute jegliche Aussage zu den damaligen Goldverkäufen. Doch dies dürfte sich nun ändern.

Der Leiter der britischen Datenschutzbehörde wurde nun auf Initiative der Tageszeitung The Daily Telegraph sowie auf Anfrage der politischen Opposition aktiv. Der Information Comissioner ordnete an, die Regierung müsse bis Ende April Details über den Vorgang vorlegen. „Die britische Öffentlichkeit hat das Recht zu erfahren, was passierte und warum so viel Geld verloren gegangen ist. Die Dokumente müssen sofort veröffentlicht werden“, sagte Oppositionsführer George Osborne von der Conservative Party vergangene Woche gegenüber der britischen Zeitung Telegraph.

Demnächst stehen Parlamentswahlen in Großbritannien an.

Goldreporter

Immer bestens über Gold- und Silbermarkt informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!



Wie man Gold absolut sicher versteckt: Gold vergraben, aber richtig!

Wie man Gold sicher extern lagert: Schließfach- und Depotlagerung

Short URL: http://www.goldreporter.de/?p=1721

Eingetragen von am 28. Mrz. 2010. gespeichert unter Banken, Europa, Gold, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

1 Kommentar für “Großbritannien: Gordon Brown wegen Goldverkäufen unter Beschuss”

  1. Werner Sombart III

    Beugehaft wäre doch das probate Mittel, um diese gouvernementalen Gross-Betrüger zum Reden zu bringen; oder können die Engländer nur dumme deutsche Jungs einsperren, die Lesestoff übers Bombenbasteln in Omas Küche dabei haben?
    Man hat immer stärker den Eindruck, in einer Welt zu leben, die von Imbezillen & Psychopathen bewohnt wird.

……………………………..

Premium Service

……………………………..

Buchtipp


……………………………..

Zuletzt kommentiert

  • Hoffender: @Familienvater Neben den Weihnachtspreisen glauben wir an 6000 Jahre Erfahrung, die immer greift, wenn der...
  • Goldnugget: 1210-1220, meine Einschätzung
  • Familienvater: … und wenn schon. Kurzzeitig würde ich mich richtig freuen, auch wenn es ein wenig die Nerven...
  • Familienvater: und auch das Verschwinden von Gold und Silber lässt sich historisch immer wieder um Inflationen herum...
  • Saxman Gold: Hallo geschätzte Foristen, Spontane Idee, habt ihr Interesse/Lust auf ein kleines Tippspiel? Die...
  • Thanatos: Die Türkei will zum Goldhandelskreuz avancieren, sie kauft aber auch Gold, um die türkische Lira zu...
  • sauriger: Viel darf jetzt dann aber nicht mehr passieren sonst fallen wir unter den langfristigen aufwärtstrend in...
  • Taipan: Das ist sehr freundlich vom lieben Goldkartrll. Nur weiter so. Gerade diese Länder brauchen Gold, viel Gold....
  • Papillon: Bargeld? Pfui= Rechtsextrem , genauso wie Demeter, Gold, Vollkornbrot etc.
  • Watchdog: Man könnte auch sagen, daß die Türkei ganz gezielt ihre Eintrittskarte für die neue Seidenstraße auffüllt,...

………………………………………………………………

Spezial-Reports von Goldreporter

NEU Schließfach- und Depotlagerung

…………………………………………..

▷ Der Falschgold–Report

…………………………………………..

▷ Der Fed-Report

…………………………………………..

▷ Der neue Präsident und das Gold

…………………………………………..

▷ Edelmetall sicher transportieren

…………………………………………..

▷ Gold vergraben, aber richtig!

…………………………………………..

▷ Historisches Gold als Geldanlage

…………………………………………..

▷ Investieren in Goldminen-Aktien

…………………………………………..

▷ Mit Gold durch den Zoll

…………………………………………..

▷ Mit Gold sicher durch den Crash

…………………………………………..

Ratgeber Tresorkauf

…………………………………………..

▷ Spezial-Report Tresore!

…………………………………………..

▷ Strategien für Goldbesitzer

…………………………………………..

▷ Wenn Gold wieder Geld wird

…………………………………………..

▷ Whisky als Geldanlage

…………………………………………..

Goldreporter-Newsletter

Hinweise für Kommentatoren