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Idee: Zentralbanken sollen Staaten alleine finanzieren

Ein neuer Vorschlag zur Staatsfinanzierung wird diskutiert. Sollen Zentralbanken Staaten direkt und kostenlos finanzieren, ohne die Geschäftsbanken als Kreditmittler?

In der Talkshow Maybritt Illner vom 8. Dezember wurde einmal mehr die Euro-Krise diskutiert. In dem Gespräch machte Dirk Müller (Cashkurs.com) einen Vorschlag, den der anwesende ehemalige Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi bereits in dem Buch „Notenbanken-Kredite für den Staat“ ins Feld geführt hat. Die Idee: Unabhängige Notenbanken könnten Kredite direkt an Staaten vergeben. Der Kapitalmarkt würde damit umgangen. Geschäftsbanken könnten mit dem Handel mit Staatsanleihen weder verdienen noch verlieren.

Theoretisch keine schlechte Idee, doch ein Streit zwischen Notenbankern und Regierungen wäre vorprogrammiert. Im schlimmsten Fall würde sich die Zentralbank zum Erfüllungsgehilfen für die Inflationierung per Notenpresse.

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Eingetragen von am 13. Dez. 2011. gespeichert unter Banken, EZB, Fed, News, Politik, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

10 Kommentare für “Idee: Zentralbanken sollen Staaten alleine finanzieren”

  1. So sehr ich Dirk Müller in manchem schätze, doch hier geht er zuweit. Dann könnte man doch auch die EZB abschaffen und jeder Staat druckt sich Geld soviel er braucht.
    Doch dann bitte auch für den Bürger. Drucker gibts preiswert bei Aldi und damit kann sich dann jeder zu Hause die benötigte Liquidität selbst zuführen.
    Was für eine wahnsinns Idee.
    Der Bürger und Investor hat zu entscheiden, welchem Staat und wieviel davon er von seinem sauer verdienten Geld zur Verfügung stellt.Nur so kann man die Staaten dazu anhalten,einigermaßen sparsam und klug zu wirtschaften.Keine andere Kontrolle ist effektiver und die der EZB schon gar nicht.
    Der Grund für diese Krise sind nicht die Ratingagenturen, sondern die jahrelange Misswirtschaft, Schuldenmacherei und lockeren Zügel der Regierungen. Die Wahrheit kann manchmal grausam sein.

  2. Ich glaube es ist nur der übernähste, sich nicht vermeiden lassende Schritt in unserem Geldsystem. Ob es aber eine dauerhafte Besserung bringt, die Banken an diesem totsicheren Geschäft nicht mehr mitverdienen zulassen, sei einmal bezweifelt. Gier und Angst suchen sich immer neue Spekulationsblasen, um was es geht oder mit was hinterlegt ist doch vollkommen egal. Die Menschen müssen endlich begreifen, dass Geld nicht gleich Geld ist. Es war einmal nur ein Schuldschein für echtes Geld. Und das echte Geld wurde dadurch abgelöst und am liebsten für immer vergessen. Denn Geldscheine lassen sich nuneinmal beliebig vermehren, ohne Rücksicht auf Verluste. Nur Gold und Silber sind echtes Geld und sollten es auch wieder werden. Das Bankenkartell und die Staaten werden das aber niemals zulassen, sonst lassen sich Ihre Bilanzfälschungen und aberwitzigen Gewinnwettgeschäfte nicht mehr länger verschleiern und das ganze Karten(ll)haus bricht zusammen.

    • @markus
      Goldgeld wäre das Schlimmste aller Zinsgelder, denn Goldgeld ist immer Zinsgeld.Niemand wird Gold ohne exorbitante Zinsen verleihen. Die wenigen superrreichen Goldbesitzer (Nicht wir, die mit dem Tonnen-Besitz) könnten die anderen förmlich am langen Arm verhungern lassen. Warum ? weil es viel zu wenig Gold auf der Welt gibt und dieses mit der Wirtschaftsentwicklung niemals Schritt halten kann.
      Papiergeld ist auch Zinsgeld,aber nicht in diesem Maße.Zinsloses Geld, wie es der Islam propagiert ist nicht realistisch.Weil dann würde sich wohl jeder massiv in Geld zinslos verschulden und Gold kaufen und dann ruhig auf die Inflation warten.
      Sinnvoller wäre meines Erachtens ein Negativ-Zins für Papiergeld, weltweit, um es immer dem Kreislauf zurückzuführen. Erwirtschaftete Überschüsse (Das was man nicht verkneipt hat) sollten in Firmenbeteiligungen (Aktien) angelegt werden und da kann man dann am Firmenerfolg teilhaben (Dividenden, Aktiengewinne). Gehortetes Papiergeld aber altert und wird immer weniger wert.Könnte man mit einem Mikrochip auf dem Geldschein oder einer Chipkarte realisieren.Das wäre keine Inflation, da ja neues frisch verdientes Geld erst mal den Wert behalten würde, aber so nach einem Jahr beginnt es an Wert zu verlieren. Solange hätte man dann Zeit, sich Aktien zu kaufen. Bitte ausnahmsweise kein Gold, denn das bringt der Wirtschaft nichts. Aber Aktien, eventuell der Firma wo man auch arbeitet oder der heimischen Industrie vor Ort, was würde dagegen sprechen ? alle würden profitieren.
      Bis es soweit ist, hilft zur Vermögensversicherung tatsächlich nur Gold und Silber. Denn die Regierungen beginnen Amok zu laufen.

  3. Guten Tag!

    Was ich aus den Gedanke von Herrn Müller und seinem Gesprächspartner ableiten kann, ist nichts anderes die Abschaffung des fraktalen Reserve System(FRS), mit dessen Hilfe die vergangenen Jahrhunderte Vermögen von fleißig nach reich transferriert wurde. Denn zusammen mit den Zinsforderung und dem FRS, welches Geld immer als vertragliches Schuldverhältnis entstehen lässt (genau wie die Geldbasis[=Zentralbankengeld Grundlage des FRS]), führt das Nicht-Mitkreieren der Zinsforderung zu der Abhängikeit nach neuem Geld, dessen Schöpfungsrecht nur bei Geschäftsbanken (also einer kleine Gruppe liegt), zu einem garantiertem Profit seitens der Kreditschöpfer. Die exponentielle Verschuldungsspirale beginnt zu laufen.

    Was Müller meiner Ansicht wohl meint, ist diese Totgeburt des Geld (nämlich als Verschuldungsvertrag) zu beenden und das Geld „unbefleckt“ in die Interaktion von Menschen zu geben

  4. Man müsste die Bürger beteiligen: jeder darf Geld für 1% von der Zentralbank leihen und verleiht es dem Staat für 4% weiter. Wenn man das beliebig oft und mit beliebigen Summen machen kann, jedenfalls so viel wie der Staat an Krediten aufnimmt, hat man die Schuldenkrise gelöst und nicht nur die Banken sondern auch die Armen werden reich.

  5. Gar kein Geld ist die Lösung!
    Wozu noch Papiergeld? Weg damit und ein Punktesystem geschaffen. In der Stunde 14 Punkte. Dafür gibts dann 2 Pfund Kaffee und 1 Ds Büchsenmilch. Ganz einfach das!
    Verkaufe übrigends mein schönes Auto: 6700.- Punkte und weg damit.

    • @Gugug
      Und was soll mit den erwirtschafteten Punkten geschehen.Du hast zuviel Punkte und der Nachbar zuwenig. Also pumpt er Dich an, Du sollst ihm ein paar leihen. Umsonst ?? was wenn er die nicht zurückerstattet, weil er krank wird.?
      Was soll der Geschäftsmann tun, wenn er eine neue Maschine braucht ?
      Klar, es geht Bargeldlos, doch das wäre letztendlich denn wieder nichts anderes als Giralgeld.
      Geld gibt es neben Gold schon seit mehreren tausend Jahren, es hat die Funktion eines Tauschvermittlers. Oder willst Du mit den Krugerrand nach Italien reisen um dort den Urlaub zu bezahlen und Obst am Markt kaufen ?
      Es muss eine Instanz geben, die den Geldverkehr beaufsichtigt und das ist normalerweise die Notenbank und die darf sich von den ausgebefreudigen Politkern eben nicht erpressen lassen.So einfach ist das !
      Geld zum Tauschen und Anfassbares wie Edelmetalle, Immobilien und Aktien
      zum Vermögenserhalt. so hat das immer gut funktioniert. Es darf nur nicht vermischt werden. Wozu bewährtes auf Biegen und brechen ändern ?. Genausogut könnten wir wieder zur Pferdekutsche zurück, bloß weil eine Regierung zu ungeschickt den Strassenverkehr regelt und es einen riesigen Durcheinander gäbe. (Auto-Verkehr in Saudi Arabien im Vergleich zum Kamelverkehr)

  6. Ihr habt alle nichts kapiert. Wartet mal, nicht mehr lange und ihr MÜSST es lernen. Aber dann seit ihr schon im nächsten Laufrad.

  7. hunsrückbäuerlein

    ist ja äscht geil, jeder soll sein geld soviel er will selber machen dürfen….wow, wann geht´s los? ich bin dabei!

  8. dazu passt ein Artikel vom Deutschlandfunk:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1968379/

    Vollgeld statt Buchgeld
    Eine alte Idee taucht wieder auf
    Von Caspar Dohmen

    Münzen und Banknoten machen im Euroraum nicht einmal zehn Prozent der Geldmenge aus. Der Rest ist fiktives Geld, das Banken zum Beispiel durch Kreditvergabe schaffen und das nur auf dem Papier existiert. Mit dem Vollgeld-System würde sich das radikal ändern.

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