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ifo-Präsident Sinn: „Griechenland-Rettung war Konkursverschleppung“

Hans-Werner Sinn

Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung

Man muss nur lange genug zuwarten. Dann kommen selbst in der Mainstream-Presse in Sachen Euro-Rettung bislang unausgesprochene Wahrheiten auf den Tisch.

Wenn sich die Wahrheit gar nicht mehr leugnen lässt, dann fällt es leicht, aufrichtig zu sein. Aktuelles Beispiel: Der drohende Haircut in Griechenland.

Vor gut einem Jahr wurde das Land mit Milliarden-Beträgen vor dem Bankrott gerettet. Damit sahen nicht wenige Politik und Talk-Experten die Sache als erledigt an.

Dass Griechenland sich zu Tode spart und die geliehenen Rettungsgelder möglicherweise nicht zurückzahlen kann, galt weitgehend als Ding der Unmöglichkeit. Zumindest bis Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sich bei Maybrit Illner verplapperte.

Nun spricht ganz Deutschland davon. Und unter den Gläubigern wird nur noch über den Prozentsatz des Schuldenschnitts diskutiert.

In der BR-Talkshow Münchner Runde („Euro gerettet – sind wir die Zahlmeister?“) kam in dieser Woche Hans-Werner Sinn zu Wort. Der Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung sagte: „Griechenland war letztes Jahr schon Pleite und was danach kam, war ehrlich gesagt Konkursverschleppung“.

Er schätzt, dass Deutschland bis zu einem Drittel der EU-Rettung stemmen muss, wenn die von ihm GIPS-Staaten genannten Länder (Griechenland, Irland, Portugal und Spanien) allesamt zahlungsunfähig würden.

Auf der Internetseite des Bayrischen Rundfunks gibt es einen Zusammenschnitt der Sendung, der allerdings die besonders kritischen Anmerkungen Sinns ausspart und sich lieber den positiven Seiten des Euros widmet.

Die gesamte Sendung finden Sie in der Mediathek von BR Online.

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Eingetragen von am 14. Apr. 2011. gespeichert unter Deutschland, Euro, Europa, News, Politik, Währung. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

2 Kommentare für “ifo-Präsident Sinn: „Griechenland-Rettung war Konkursverschleppung“”

  1. Man kann nur noch den Kopf schüttlen über das, was die letzten jahre gestümpert wurde. Nichts erkannt, nicht bereinigt, nichts begrigffen.
    Und so schlttern wir weiter, munter und fröhlich auf das nächste Desaster zu.
    Und was machte der bürger? Er glaubte all diesen Schönrednern und ließ sich einlullen, alles wird gut.
    Gewählt wurden genau diese Leute, die uns verscheissert haben , die uns zielstrebig immer tiefer in den sumpf führten. Man glaubte, alles könnte man mit Geld erkaufen. Dem ist jedoch nicht so. Das wird hoffentlich jetzt so manchem klar. leider ist das zu spät. Die Konkurswelle wird unaufhaltsam weiterrollen. am ende werden wir mit erfassst. Dann bin ich gespannt auf die Reaktionen, wenn es ans grenzenlose zahlen geht. Wer zahlt: DER BÜRGER! Viel. Vergnügen dabei.

    0
  2. Durch Verantwortungslosigkeit und politische Träumereien werden wir in den Ruin getrieben. Wieso nur denke ich immer öfter an die franz. Revolution?

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