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Indien: Schmuggler schleusen bis zu 150 Tonnen Gold ins Land

Goldbarren

Die staatlichen Zwangsmaßnahmen gegen Importe lassen den Goldschmuggel in Indien florieren.

Regierung und Zentralbank Indiens bemühen sich um die Drosselung der Goldimporte. Dabei gelangt immer mehr Gold an den Behörden vorbei ins Land.

Im vergangenen Jahr wurden in Indien 864,2 Tonnen Gold nachgefragt. Der überwiegende Teil dieser Goldmenge muss im Ausland eingekauft werden. Regierung und Zentralbank verschärfen seit Jahren die Gesetze, um die Goldimporte zu drosseln und das Handelsbilanzdefizit zu schmälern (siehe Meldung von gestern).

Die staatliche Goldverhinderungstaktik wird jedoch zunehmend durch illegale Goldeinfuhr unterlaufen. Laut einer Schätzung der Handelsorganisation Kotak Commodities Service Ltd. werden in diesem Jahr rund 150 Tonnen Gold über Schmuggler nach Indien gelangen. Das entspräche annähernd 20 Prozent der indischen Goldnachfrage.

Im Zeitraum von Juni bis Mitte Juli hätten die indischen Zollbehörden an Flughäfen und bei anderen Kontrollpunkten rund acht Tonnen Gold illegal eingeführtes Gold beschlagnahmt. Und man gehe davon aus, dass bis zu zehnmal mehr Gold unentdeckt über die Grenze wandert. Das meldet die indische Zeitung Deccan Chronicle. Sie schildert Insider-Berichte.

Agenten in Dubai zahlten jungen, meist arbeitslosen Boten für den Transport von einem Kilogramm Gold nach Indien 1.000 Rupien (ca. 13 Euro). Der Betrag werde verdoppelt, wenn das Geld sicher beim Verkäufer eintreffe. Zuletzt sei ein 22-jähriger Student mit 13 Kilogramm Gold im Gepäck unentdeckt eingereist.

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Eingetragen von am 24. Jul. 2013. gespeichert unter Gold, Indien, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “Indien: Schmuggler schleusen bis zu 150 Tonnen Gold ins Land”

  1. Ja, war klar das sowas kommen musste. Die Inder lassen sich ihre Versicherung für schlechte Zeiten nicht wegnehmen.

    Das mit den arbeitslosen Boten klingt etwas unglaubwürdig. Menschen aus dem westlichen Kulturkreis können problemlos nach Dubai einreisen, keine Frage. Allerdings wird es der arbeitslose Bote oder Student aus Indien immens schwer haben in Dubai Einlass zu bekommen. Schon am Airport in Indien könnte Schluss sein, wenn die Airline das Visum sehen möchte. Klar kann man da bestimmt mit Bakschisch oder guten Onkels was regeln, aber für den Aufwand von 1000 Rupien pro Klio macht das niemand! Eine Taxifahrt vom Airport DXB zum Goldsouk und zurück kostet schon so viel. Essen, Übernachtung, Transport? Neee, kann ich nicht glauben.

    Meines Erachtens wird das Zeuchs über den Dhowhafen in Dubai rausgeschippert. Da fragt niemand wo die Dhow hin dümpelt und es ist egal wo diese anlandet. Aber sie wird es da tun, wo kein Zoll kontrolliert.

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  2. Soviel zum etwaigen Goldverbot in der EU-Zone!Zitterer, es gibt keine Bessere als eine Verbotssituation für ein Produkt!

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  3. Gerade ein Verbot macht es nun besonders reizvoll und ist die beste Reklame für Gold.Denn nun wird das gelbe Metall erst richtig gehortet und gekauft.Vielleicht nicht gerade von den Ängstlichen, Obrigkeits-Treuen und diejenigen welche mit vorauseilendem Gehorsam gesegnet sind,aber alle anderen bestimmt.Ganz sicher.

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