Anzeige
|

Inflation in Großbritannien zieht überraschend deutlich an

Im Januar stiegen die Konsumentenpreise in Großbritannien gegenüber dem Vormonat um statte 3,5 Prozent. Sind dies die ersten Ausläufer einer kommenden Inflationswelle?

Großbritannien gehört neben Spanien zu den europäischen Ländern, die am stärksten von der Finanzkrise gebeutelt wurden. Der Crash des Immobilien-Marktes, hohe Arbeitslosigkeit und jede Menge Staatsschulden sind unter anderem zu beklagen. Wie Zentralbanken in aller Welt, pumpte auch die Bank of England Milliardensummen in die Finanzmärkte, um das System zu stabilisieren und den Wirtschaftsabschwung zu bekämpfen.

Während in den USA und in der Eurozone bei stabilen oder fallenden Preisen immer noch das Schreckgespenst einer Deflation durch die Köpfe der Währungshüter geistert, sprang die Inflation auf der britischen Insel im Januar überraschend an.

Die Konsumentenpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat um 3,5 Prozent. Das liegt deutlich über den Zielvorstellungen der Regierung und entspricht dem höchsten Wert seit 14 Monaten. Bereits im Dezember hatte der Consumer Price Index um 2,9 Prozent zugelegt. Für das gesamte letzte Quartal 2009 wurden aber nur 0,1 Prozent Inflation gemeldet.

Grundsätzlich hatten die Statistiker einen leichten Anstieg der Inflationsrate im Januar um etwa 0,8 Prozent erwartet. Der Mehrwertsteuersatz wurde im Januar – nach einer einjährigen Rücknahme – wieder von 15 Prozent auf 17,5 Prozent erhöht. Das Ausmaß des Preisanstiegs kam für die britische Regierung jedoch überraschend.

Und so ist der Governor der Bank of England, Mervyn King, nun laut Gesetz aufgefordert, einen Brief an den britischen Lordkanzler Jack Straw zu verfassen. Darin hat er zu erklären, warum die Zentralbank es zuließ, dass das Inflationsziel um mehr als 1 Prozent verfehlt wurde.

Derzeit rechnen britische Volkswirtschaftler mit erneut fallenden Inflationsraten im späteren Verlauf des Jahres. Howard Archer, Analyst von Global Insight erklärt gegenüber der englischen Zeitung The Guardian: „Die Konsumentenpreise könnten im Februar weiter steigen, da mehr Einzelhändler die Mehrwertsteuererhöhung vom Januar weiterreichen. Allerdings könnte dies dann der Scheitelpunkt sein. Die Inflation sollte im zweiten Quartal wieder zurückgehen“. Seine Begründung: Anhaltende Überkapazitäten, schwache Konjunkturerholung, Lohnzurückhaltung, Preiswettbewerb und limitierte Konsumausgaben.

Andrew Sentance, ein Mitglied des Monetary Policy Committee (MPC) – das Pendant zum EZB-Rat und dem Federal Open Market Commitee der amerikanischen Fed – ist in dieser Hinsicht skeptischer. Da sich der starke Anstieg der Inflationsraten im Dezember und Januar nicht nur durch die Mehrwertsteueranpassung erklären lassen, hält er ein schnelles Anspringen der britischen Wirtschaft für möglich. Dann müsse man die Leitzinsen gegebenenfalls rasch anheben. Aktuelles Niveau: 0,5%.

In der letzten großen Inflationsphase von Mitte der 70er-Jahre bis Anfang der Achtziger wurden in Großbritannien Preissteigerungsraten von teilweise über 22 Prozent gemessen.

Goldpreis in Britischen Pfund von 2007 bis heute (London Fix A.M.): Der Euro-Goldkurs hat bereits neue Rekordhöhen erreicht. Auch der Pfund-Kurs des Goldes befindet sich scheinbar kurz vor dem Sprung.


Anleitung für ein geniales Goldversteck: Gold vergraben, aber richtig!

Wie man Gold sicher extern lagert: Schließfach- und Depotlagerung

Short URL: http://www.goldreporter.de/?p=2057

Eingetragen von am 16. Feb. 2010. gespeichert unter Europa, Inflation, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

.............................................

Premium Service

.............................................

Buchtipp


………………………………………

Zuletzt kommentiert

  • 0177translator: @Boa Die leben gefährlich, die Saudis. Der Legende nach soll Putin dem Erdogan nur Stunden vor dem...
  • Klapperschlange: @Silbersurfer “Ich will ja nicht sagen, dass ich morgens nach dem Aufstehen etwas träge bin, aber...
  • Taipan: Na also. Meine geplante Aktie macht mich reich, für weitere 5Kg. http://mobil.n-tv.de/wirtsc...
  • Taipan: Ganz schlecht. Zum Glück ist auch der Euro rauf. Nun werden Shorts gekauft und die werfen Gold vor...
  • SilverSurfer: Da hat gestern John Williams ja ganze Arbeit geleistet im Goldmarkt
  • Boa-Constrictor: Das Außenhandels-Defizit der USA dürfte ebenfalls immer weiter steigen (2016: $481,6 Milliarden,...
  • Watchdog: „Financial (Fake) Times“: „Verkauft schnell Eure Bitcoin, weil…“ Folgerichtig...
  • Thanatos: Meinen Respekt! Das muss man der Finanzindustrie ja lassen – immer auf der Höhe der Zeit: Jetzt kann...
  • Klapperschlange: @Asterix „BITCOIN hat man nach der Geburt wohl dreimal hochgeworfen, aber nur 2 mal...
  • Klapperschlange: @0177translator Das wundert mich gar nicht! In meinem nordkoreanischen Kalender „dallyeog...

………………………………………………………………

Spezial-Reports von Goldreporter

NEU Schließfach- und Depotlagerung

…………………………………………..

▷ Der Falschgold–Report

…………………………………………..

▷ Der Fed-Report

…………………………………………..

▷ Der neue Präsident und das Gold

…………………………………………..

▷ Edelmetall sicher transportieren

…………………………………………..

▷ Gold vergraben, aber richtig!

…………………………………………..

▷ Historisches Gold als Geldanlage

…………………………………………..

▷ Investieren in Goldminen-Aktien

…………………………………………..

▷ Mit Gold durch den Zoll

…………………………………………..

▷ Mit Gold sicher durch den Crash

…………………………………………..

Ratgeber Tresorkauf

…………………………………………..

▷ Spezial-Report Tresore!

…………………………………………..

▷ Strategien für Goldbesitzer

…………………………………………..

▷ Wenn Gold wieder Geld wird

…………………………………………..

▷ Whisky als Geldanlage

…………………………………………..

Goldreporter-Newsletter

Hinweise für Kommentatoren