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Italien enthüllt Details zu eigenen Goldreserven

Gold: Universelles Tauschmittel auch auf Zentralbankebene

Der Großteil des italienischen Goldes soll in der typischen Trapez-Form vorliegen. Durchschnittlicher Feingehalt: 996,2/1.000.

Etwa die Hälfte des italienischen Goldes lagert im Inland. Und nur zu diesem Gold macht die Banca d’Italia detaillierte Angaben über Umfang und Beschaffenheit.

Die offiziellen Goldreserven Italiens umfassen 2.451,8 Tonnen. Aktueller Marktwert: 74 Milliarden Euro. Italien steht damit hinter den USA, Deutschland und dem IWF auf Rang 4 der größten institutionellen Goldbesitzer in der Liste des World Gold Council. Wie in Deutschland fragen sich zuletzt auch viele die Italiener, ob dieses Volksvermögen wirklich noch vorhanden ist und wo es sich befindet.

Die Banca d’Italia (BdI) hat nun Details über ihre Goldbestände veröffentlicht, allerdings nur im Rahmen eines dreiseitigen, in Italienisch verfassten Reports, der Goldreporter vorliegt. Dort werden die Goldreserven Italiens per Ende 2013 mit 2.452 Tonnen Gold beziffert. Es sei  auf drei Lagerorte aufgeteilt. Demnach befinden sich 1.199,4 Tonnen Gold, also fast die Hälfte (48,9 %) im Inland. Genauer: Im Hochsicherheitstresor im Palazzo Koch auf der Via Nationale in Rom.

Zweitgrößter Lagerstandort sind die USA. Genaue Angaben werden allerdings nicht gemacht. Italienische Marktbeobachter gehen aber davon aus, dass bis zu einem Drittel des italienischen Goldes sich theoretisch in Tresoren der Federal Reserve Bank of New York befinden. „Kleinere Goldmengen“ sind laut BdI-Bericht bei der Bank of England und bei der Schweizerischen Nationalbank in Bern untergebracht. Genauere Angaben zur Beschaffenheit des Goldes macht die Banca d’Italia auch nur zu den heimischen Reserven. Zirka 1.195,3 Tonnen sollen in Form von Goldbarren vorliegen. Man spricht von 95.493 Barren. Jeder Barren sei damit durchschnittlich 12,5 Kilogramm schwer. Das wäre etwas mehr als das Gewicht eines Standardinvestmentbarrens (400 Unzen / 12,44 Kilo). Das Mindestgewicht der vorliegenden Barren betrage 4,2 Kilogramm, die schwersten hätten maximal 19,7 Kilo Gewicht.

Die Barren seien überwiegend in der üblichen Trapezform gegossen. Es lägen aber auch Barren aus US-amerikanischer Herstellung vor (U.S. Assay Office), die wie Ziegelsteine geformt sind  („Bricks“). Zudem verfüge man über einige englische Barren, in der Form ähnlich die wie ein Brotlaib („panetto oder „loaf“). Viele Barren verfügten über die Eigenschaft „scratch“, als Kontrollbeweis hinsichtlich der Güte des Metalls. Die Feinheit der Goldbarren liege bei durchschnittlich 996,2/1.000. Einige Goldbarren hätten sogar 999,99 Feinheit. Das gesamte in Rom gelagerte Gold werde jährlich von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Zusammenarbeit mit den internen Auditoren geprüft.

Darüber hinaus befänden sich in Rom 4,1 Tonnen an Goldmünzen: 871.713 Münzen lautet die genaue Anzahl. Daraus ergibt sich pro Münze durchschnittlich 0,1512 Unzen Gold.

Italien habe den Großteil seiner Goldreserven in den späten 1950ern und frühen 1960ern angehäuft, also ähnlich wie Deutschland. 1970 besaß man mit 2.560 Tonnen den bislang größten Goldbestand in der italienischen Geschichte. Seither haben die offiziellen Goldreserven des Landes nur wenig abgenommen. Seit 1999 (Übergang zur Europäischen Währungsunion) werden die die italienischen Goldreserven unverändert mit 2.451,8 Tonnen angegeben.

Goldreporter

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Eingetragen von am 5. Mai. 2014. gespeichert unter Banken, Europa, Gold, Goldbarren, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “Italien enthüllt Details zu eigenen Goldreserven”

  1. Das in den USA gelagerte Gold ist weg, das in Italien hat größtenteils die Mafia.
    Die ist zumindest nicht so blöd und gibt es den USA und ist da wahrscheinlich besser aufgehoben.

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    • ladygaga_berlin

      @anaconda

      Wenn das WorldGoldKonzil im April zu Chinas Goldbeständen IRGENDEINE andere Angabe als die bekannten 1054 to. gemacht hätte, würde ich den ganzen Zahlen und Angaben noch irgendeine Bedeutung beimessen.

      Meinetwegen kann sich Weidmann an 3300 to. Gold und GoldFORDERUNGEN in seiner Bilanz aufgeilen, durch die peinliche Repatriiation von 5 to. aus den USA haben sich die westlichen Notenbanken und deren Shortseller selbst verraten. Diese Menge importiert China über Hongkong an einem Tag.

      WIE AUCH IMMER: die Lager der Gold- und Silberhändler sind prall gefüllt mit Ankäufen verzweifelter „Anleger“, die spätestens seit 2012 auf die „Wertsteigerung“ warten. Für bspw. 10.000€ haben sie 7 oz. gekauft, und verscherbeln diese jetzt für 6500€. Es schlechteres Timing wäre kaum möglich gewesen. Wer nur den Preis der EM´e im Auge hat, hat im Grunde nichts begriffen.

      Der Preisverfall der Edelmetalle Gold und Silber seit einem Jahr wird in die Finanzgeschichte eingehen. Bis dahin werden sich noch einige Anleger in anderen Märkten wundern, wie das Schiff um die Klippen manövriert wird; irgendwann gehen sie raus, machen Cash, extreme Liquidität wird freigesetzt (QE!), und dem deflationären Schock folgt die Hyperinflation.

      Eine WR ist dann wirklich alternativlos. Das wäre das gute Ende…

      Das schlechte? Das schlechte Ende wäre, wenn von den Verantwortlichen (Noten-und Bänker, Politiker, Medien) niemand Schuld tragen soll. Dann ginge die Konkursverschleppung so lange, bis sich ein kriegerisches Ablenkungsmanöver fände. Will ich mir gar nicht vorstellen, dass zig Millionen Menschen verrecken müssen, damit die Finanzmafia fein raus ist.

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      • @ladygaga_berlin
        Also wenn jemand Gold 2012 kaufte und dann mit 35% minus wieder verkauft, muss ich am Geisteszustand zweifeln.Bei Aktien würde der gleiche Mensch das ausitzen und Nachkaufen, bei Immobilien wahrscheinlich nur aussitzen.
        Jedenfalls wandert das Gold von den schwachen Händen,auch nach W.E. Zitterer genannt, in nun stärkere Hände in Asien.Gold hat in einer wirklichen finanziellen Krise ein derartiges Potential, dass sich 30 % überhaupt nicht auswirken.Und Goldminen-aktien möglicherweise noch ein Vielfaches davon.Nur, wenn man es nicht hat, nützt es auch nichts.
        Mich würde allerdings interessieren,was so ein Goldzitterer mit dem nun gewonnen „Geld“ aus dem Münzenverkauf jetzt macht ? Kauft der nun Aktien oder zahlt den BMW an oder legt er das Geld aufs Sparbuch und dieses unters Kopfkissen ? Da ich kein solches Individuum kenne, kenne ich auch die Antwort nicht.

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      • @ladygaga_berlin
        Ach,ich habe vergessen: wenn die Anleger alle cash machen müßte das Geld schon in den Warenkreislauf gehen.Sprich,alle diese müßten neue Möbel, Autos und „Schmalzfleisch-Dosen“ kaufen.Werden sie aber nicht tun,sondern das Geld parken. Wo,na da wo immer,in US Anleihen zu 0 %. Eine Hyperinflation könnte nur dann entstehen, wenn alles Geld auf ein Warenangebot nach DDR Muster träfe und zwar weltweit im Dollarraum.So eine gewaltige Weltwirtschaftskrise möchte ich mir gar nicht vorstellen.
        Alan Greenspan sagte mal. In der Krise brauchen die Menschen das am meisten,was sie am wenigsten haben. Bargeld und Gold.
        Bargeld für das Deflationäre Szenario und Gold für das Deflationäre und Inflationäre Beispiel.

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  2. @ anaconda,

    wenn wir den ganzen Nebel beiseite schieben könnten und die definitiv vorhandenen Goldreserven der Bundesbank sehen könnten wäre es vielleicht auch nicht so gut.Meine Hoffnung liegt darin das die BUBA einen Proxi hat!!!
    Über diesen könnte man dann eine evtl DM 2.0 teil -decken.Ich hoffe das man das nicht vor uns,sondern vor unseren „Beschützern“ verbergen will .Aber wahrscheinlich ist der Wunsch der Vater des Gedanken.

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