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Italiener wollen Goldreserven nicht für Schuldentilgung verkaufen

Goldreserven © V. Yakobchuk - Fotolia.com

Sollen die Krisenstaaten ihre Schatztruhe öffnen und das Währungsgold versilbern? Die Italiener meinen „No“!

Eine aktuelle Umfrage in Italien zeigt, dass die Italiener die Bedeutung der nationalen Goldreserven grundsätzlich begreifen. Dennoch, ein Großteil würde wohl einer zeitweiligen Verpfändung des Goldes zur Bewältigung der Krise zustimmen.

In den vergangenen Jahren gab es seitens der Politik immer wieder Überlegungen, Währungsgold zu verkaufen, um sich einen finanziellen Spielraum im Staatshaushalt zu verschaffen. Auch der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel wollte im Jahr 2005 mit deutschem Gold Haushaltslöcher stopfen. Doch die Bundesbank intervenierte (Link).

In der aktuellen Schuldenkrise kommen erneut Fragen zur möglichen Verwendung staatlicher Goldreserven beim Krisenmanagement auf. Die Marktforscher von Ipsos MORI führten deshalb in Italien – kurz nach der Wahl im vergangenen Februar – eine repräsentative Studie im Auftrag des World Gold Council durch. Man definierte zwei Gruppen von Probanden: Bürger und Führungskräfte aus der Wirtschaft. Das Thema: Die aktuelle Schuldenkrise und die mögliche Rolle der italienischen Goldreserven.

Die Ergebnisse: 91 Prozent der Führungskräfte und 85 Prozent der Bürger stimmten der Aussage zu, dass die Goldreserven des Landes eine wichtige und positive Rolle bei der Erholung von Italiens Wirtschaft spielen müssten.

88 Prozent der Führungskräfte und 87 Prozent der Bürger würden Pläne unterstützen, die nationalen Reserven (also nicht nur Gold)  in besserem Maße zur Verringerung der Schuldenlast und zur Belebung der Wirtschaft und Beschäftigung einzusetzen.

Und: 52 Prozent der Bürger und 61 Prozent der Führungskräfte würden es befürworten, wenn die Goldreserven dazu eingesetzt würden, die Schuldenrefinanzierung Italiens zu verringern. Anmerkung: Das Gold könnte beispielsweise als Pfand für Kredite oder bei der Ausgabe von mit Gold hinterlegten Anleihen verwendet werden. Es wäre dann für den Staat aber nicht mehr frei verfügbar.

Aber: Nur 4 Prozent aller Befragten wären damit einverstanden, dass Italiens Goldreserven zur Reduzierung des Schuldenproblems explizit verkauft würden.

Italien besitzt laut den aktuellen Zahlen des World Gold Council 2.451.8 Tonnen Gold. Das Land rangiert damit hinter den USA und Deutschland auf Platz 3 der Staaten mit den größten Goldreserven.

Goldreporter

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Eingetragen von am 28. Mrz. 2013. gespeichert unter Europa, Gold, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

6 Kommentare für “Italiener wollen Goldreserven nicht für Schuldentilgung verkaufen”

  1. Ich habe in meinem Beruf gelernt, ein best case Szenario und worst case Szenario als Portfolio zu entwickeln. Wer darauf setzt, dass man die Schulden schon zurückzahlen kann, der hat die moderne Finanzwirtschaft nicht verstanden, der verschleudert seine Assets durch die Hintertür.

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    • @Bernd
      Sie haben völlig recht,einem Nackten kann man nicht mehr in die Taschen greifen.Allerdings sollte es in einem modernen Rechtsstaat möglich sein,sein Geld risikolos anzulegen anstelle im Schließfach oder unter dem Kissen zu parken.Deshalb wäre wieder das Trennbankensysten einzuführen,eine Bank für normale Sparer und Girokontenbesitzer.Dies könnten die Sparkassen und Volksbanken sein,mit staatlicher Garantie und Aufsicht und die Investmentbanken,welche auch abgewickelt werden könnten und der Anleger
      vom Risiko des Totalverlustes Kenntnis nimmt.
      Wissen Sie warum man das Trennbankensystem abgeschaft hatte in den 80ern ? Weil die Zocker unter den Investmentbänkern dann unlimitierten Zugriff auf das Sparvermögen der Kunden der Sparerbanken bekamen. Den Politikern wurde diese Zusammenlegung als innovativ verkauft.
      Und heute will man das alles nicht mehr wissen und bürdert den Sparern einfach das Risiko mit auf.Das ist die eigentliche Sauerei.Unsere hochbezahlten Politiker segneten das auch noch ab,vergaßen aber,dass nun auch die Steuerzahler mit im Boot der Zocker saßen.

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  2. Schnell verpfänden und verkaufen,laut Gott fällt der Kurs auf1150$/oz.;)

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    • @Heiko
      Wenn Italien das Gold verkauft, wird die Bonität des Euro sinken.Das bedeutet,dass dann,auch wenn Gold auf 1150 $ sinkt,der Euro auf 80 cent rauscht und die Unze in Euro somit mehr als in Dollar wert ist.
      Gold ist nämlich eine Währungsreserve und geht in die Bonitätsberechnung mit ein.Gold ist halt ein Barometer und ein Barometer kann nicht das Wetter ändern sondern nur anzeigen.Zwar könnten Sie das Barometer manipulieren oder schief ablesen,aber trotzdem bleibt das Wetter wie es ist.

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  3. Putzig, die Goldreserven sind theoretisch rund 100 Milliarden € wert aber Italien hat ca. 2 Billionen € Schulden. Naja, die Zinsen könnte man ein paar Monate bezahlen.

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  4. Leider kann man zum Goldpreis keinen Kommentar abgeben.Ich bin jedoch immer schon der Meinung gewesen,dass Gold nicht gehandelt wird,sondern „gefixt“ von ein paar Banken.Deshalb haben normale Charts hier keinen Sinn.Der Handel spielt sich allenfalls im Schmuckbereich beim Gold ab,der angeblich der größte Anteil sein soll.Auch das glaube ich so nicht.Und so wird uns erzählt, Gold wird teurer,weil die Inder vermehrt Gold kaufen und umgekehrt.
    Das kennt man vom Öl, dort wird uns auch alles mögliche erzählt,warum Öl teurer wird,vom Feuerzeug des Scheichs bis hin zum Sack Reis der in China umfällt.Und überhaupt,die Chinesen sinds,weil Öl so teuer ist,diesmal nicht die Inder.Ich schreibe diese Zeilen,die euch langweilig vorkommen,weil ich das Spiel nun schon seit mehr als 40 Jahre verfolge.Immer die gleichen Argumente in der Presse und im Radio.
    Und ich bin seit nunmehr 30 Jahren felsenfest überzeugt,dass der Ölpreis,die Diamanten und der Goldpreis manipuliert wird.Wahrscheinlich noch andere Preise auch.Mit Markttechnik hat das allenfalls marginal zu tun,deshalb interessieren mich die Charts beim Öl, beim Gold (und auch bei Diamanten) nicht.
    Letztere kaufe ich ohnedies nicht.Ein Frohes Osterfest mit vielen „Goldhasen“ und „Goldenen Eiern“ an Alle.

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