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JP Morgan und HSBC wegen mutmaßlicher Silberpreis-Manipulation angeklagt

Die beiden Bullion Banken müssen sich vor Gericht verantworten, nachdem die Terminhandelsaufsicht Manipulations-Vorwürfe bestätigte und zwei Kläger nun ernst machen.

Konkrete Vorwürfe gibt es seit dem Jahr 2008. Nun scheint der Stein endgültig ins Rollen zu kommen. Kritiker werfen einigen großen US-Banken seit Jahren vor, die Edelmetallpreise – insbesondere den Silberkurs – über die Terminmärkte zu manipulieren. Der mit Abstand größte Player auf diesem Markt ist JP Morgan & Chase. Gemessen an der gehandelten Zahl von Terminmarktkontrakten beherrscht das Unternehmen den amerikanischen Derivatemarkt bei Gold und Silber zu gut 90 Prozent.

Im März dieses Jahres wurden von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) erstmals Kritiker angehört. Während dieses Meetings ging es in erster Linie um die mögliche Einführung von Positionslimits im Future-Handel. Die Kritiker hatten seinerzeit ausführlich Gelegenheit, ihre Standpunkte über die Manipulationsvermutungen darzulegen.

Mit Gary Gensler übernahm im Mai 2009 ein neuer Mann den Posten des CFTC-Chairman. Auf dessen Ehrgeiz bei der Verfolgung möglicher Marktstörungen ruhten die Hoffnungen der Banken-Gegner. In dieser Woche kam nun der große Paukenschlag: Genslers CFTC-Kollege Bart Chilton meldete sich zu Wort. „Ich bin der Ansicht, es gab wiederholte Versuche, Preise auf dem Silbermarkt zu beeinflussen.“ Seine Ankündigung: Jedweder Gesetzesverstoß sei gerichtlich zu verfolgen.

Nun berichtet der Nachrichtendienst Reuters, dass am vergangenen Mittwoch zwei Klagen gegen JP Morgan und HSBC Holdings Plc. eingereicht wurden. Bei den Klägern soll es sich um Händler handeln, die Silber in Form von Futures und Optionen an der COMEX handelten und die sich durch die beiden Bullion Banken betrogen fühlen.

Vertreter von JP Morgan und HSBC haben sich bislang noch nicht zu den Anschuldigungen geäußert. Nun darf man gespannt sein, wie der Fall ausgeht. In der 36-jährigen Geschichte der CFTC gab laut Reuters es nur einen einzigen Fall, in dem die Behörde eine Manipulationsklage erfolgreich zu Ende führte. Das war 1998 und da ging es um Strompreise.

Der Silberpreis legte seit der ersten CFTC-Anhörung im März unterdessen deutlich zu. Um 41 Prozent.

Goldreporter

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Eingetragen von am 28. Okt. 2010. gespeichert unter Banken, News, Silber, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können auf diesen Eintrag antworten oder ihn verfolgen

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  • W: Da sind die Asiaten uns schon ein großes Stück voraus. Allerdings konnten die mit ihren Währungen auch schon genug...
  • W: OK, dann verbessere ich mal: Physisches Gold wird nicht immer knapper. Auch hier gibt es Inflation. Es kommen zZ...
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  • Bernd: Womit sie nicht rechnen: wenn die Papierchen hyperbolisch steigen, dann kann so was noch eine Zeit aufgefangen...