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Kurzfristige Inflationsrisiken steigen

Die Lage an den Finanzmärkten hat sich zuletzt beruhigt. Die neuen Maßnahmen zur Griechenland-Rettung entlasten die Banken. Die Geldmenge steigt. Mit ihr die Inflationsrisiken, insbesondere in Deutschland.

Die aktuelle Entwicklung an den Märkten deutet auf eine Zunahme der kurzfristigen Inflationsrisiken hin. Die wahrgenommenen Unischerheiten im Bankensektor gehen zurück. Die Versicherungsprämien für Bankenpleiten (Credit Default Swaps = CDS) sind zuletzt deutlich gefallen, wie die folgende Tabelle zeigt.

Die angegebenen Basispunkte stellen die Versicherungsprämie dar, die der Versicherungsnehmer zu entrichten hat, um sich gegen einen Ausfall der Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten abzusichern. Beispiel: 200 Basispunkte bedeuten, dass der Versicherungsnehmer 200.000 Euro pro Jahr bezahlen muss, um sich gegen Anleihenausfälle im Umfang von 10 Millionen Euro zu versichern. Diese Prämien können noch zeitnäher und genauer als manche Ratings Aufschlüsse über die Bonität eines Emittenten geben. Auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise wurden Werte von bis zu 400 bei US-Banken notiert. Quelle: Deutscher Derivate Verband/Goldreporter-Newsletter

In dieser Woche sanken auch die Renditen der europäischen Staatsanleihen. Der neue Maßnahmen-Katalog zur Rettung Griechenlands hat wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Natürlich profitieren erneut die privaten Gläubiger, nicht etwa Volk und Wirtschaft Griechenlands, von den lebensverlängernden Maßnahmen.

Sollte sich die Lage weiter entspannen und auch die Wirtschaft – insbesondere in den USA – wieder stärker in Gang kommen, dann wird sich dies auch außerhalb des Energie- und Rohstoffsektors in steigenden Preisen äußern.

Die Euro-Geldmenge M3 ist im vergangenen Oktober mit plus 3,9 Prozent bereits so stark gestiegen wie zuletzt im April 2009. Wenn nun auch noch die Kreditvergabe an den Privatsektor zunimmt, stehen uns bald deutlich höhere Inflationsraten ins Haus. Die offizielle deutsche Inflationsrate für November wurde vom Statistischen Bundesamt in dieser Woche auf 1,9 Prozent geschätzt. Die Prognose könnte sich im Nachhinein als zu optimistisch herausstellen.

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Eingetragen von am 30. Nov. 2012. gespeichert unter Banken, Europa, Inflation, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

10 Kommentare für “Kurzfristige Inflationsrisiken steigen”

  1. Warum Sollte sich die Lage weiter entspannen und auch die Wirtschaft – insbesondere in den USA – wieder stärker in Gang kommen.
    Ist mir ein Rätsel.
    Wo doch jeder weiß,daß der Privatkonsum in den USA entscheidend ist.
    Wie soll das bei 47 Mill.Essensmarkenbezieher ,und knapp 20 Mill inoffiziellen Arbeitslosen,die Löhne sind im freien Fall, geschehen.
    Durch die Verbreitung von Opptimismus im Volksverblödungsfernsehen,Zeitschriften und Radio wird der kleine Michel ruhig gestellt. Aber irgendwann wird auch das nichts mehr helfen.
    Und das die geschönten Inflationsraten,jetzt schon bei 6-8% liegen weiß doch auch schon jeder. Deshalb heist es, rette jeder sein sauer verdientes Geld.
    Wer dieses nicht beherzigt,denn werden in ungefähr 2 Jahren die Tränen in den Augen stehen.

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    • @Pessimist
      genau so ist es. Nichts hat sich geändert, es geht weiter bergab wenn man die Fachleute unter 4 Augen fragt, nur in den Medien wird weiter Propaganda gemacht. Es ist wie auf der Titanic, da spielte die Kapelle auch noch bis zum Untergang.
      Als ich vor ca 22 Jahren einen Fachmann zur damaligen DDR und Wiedervereinigung fragte,sagte der mir wörtlich: „Um Gottes willen,das ist nie zu bezahlen, das gibt ein Desaster, aber bitte,von mir haben sie es nicht.“
      Derweil trommelten die Medien von blühenden Landschaften.Gibt es die wenigstens heute ?

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      • @anaconda
        Kleiner Lichtblick – in GB wird einer von Goldman Sachs der nächste Chef der Bank von England. Auf der Insel wird das Leben schön, vielleicht gehe ich da hin.

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        • @0177translator
          wenn es so ist,dann hat Lloyd Blankfein auch hier seine Finger drin. Doch war und ist England immer der verlängerte Arm der USA, eigentlich sind die in der EU fehl am Platz.Trotzdem, ich kenne die englische Wirtschaft und da ist Griechenland noch eine Heilige.Wenn da die Kreditblase platzt, dann gute Nacht. In England wird fast alles auf Pump gekauft genauso wie in den USA.Sparen: Fehlanzeige, Arbeitslosigkeit: Nicht weit von Spanien.Wie soll da die Wirtschaft in Gang kommen ? Mehr als 100% Pump geht nicht. Mit Verkauf von Finanzprodukten an die Doofen in Deutschland vielleicht ? Oder mit Schwarzgeld nach Schweizer Modell ? Viel mehr Möglichkeiten sehe ich da nicht.

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          • @anaconda
            Der Mann hat angeblich vor, das Pfund Sterling um 25% abzuwerten. Und in diesem Abwertungswettlauf wäre das Pfund dann in „bester“ Gesellschaft mit Dollar und Euro.
            Die Mainstream-Medium behaupten stur, daß die Zustimmungsrate der schottischen Separatisten ein Drittel nicht übersteigt. Sollte aber die City of London weiterhin Russisches Roulette spielen, wobei von 6 Patronenkammern im Revolver 5 geladen sind, dann sind die mit ihren Öl- und Erdgasreserven gut aufgestellten Schotten nicht mehr zu halten. Die nächste Frage ist dann, was mit Nordirland geschehen wird, nachdem die Schotten die britische Union verlassen haben.
            Diese Goldman-Sachs-Halunken sind dabei, Europa politisch zu zerlegen und zerstückeln, Katalonien wird kein Einzelfall bleiben.

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          • @0177translator
            Europa zerlegt sich von selbst…Aber war sie je eine richtige Einheit?
            Oft nicht einmal innerhalb der einzigen Ländern gibt es eine solche
            Also…Katalonien wollte sich schon ewig von Spanien trennen, nur jetzt wenn das gemeinsame Boot (Spanien) zu sinken droht, wird denen besonders dringlich und eilig… Rette sich wer kann und trampeln wir dabei die andere runter vom Boot!
            Miese Einstellung

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      • @Pessimist
        „Pessimist“…Endlich einer der sich traut sein wahres Ich zu zeigen! -;)
        Im Ernst: Solange alle in allen möglichen statistischen (also verfälschten) Zahlen verfangen bleiben, sei es über Inflation, Arbeitslosigkeit, etc… und die Messung der Realitäten nur über BSP geschieht und solche (Realitäten) nur an herumspringenden Zahlen und Verlauf von Kurven an den Börsen festgestellt zu werden… scheinen…, dann kann man keinen Medien die Schuld geben, denn alle (zu viele…) daran in der Welt Teilnehmende, sie gestalten doch alle selber diese alltägliche „Realität“.
        Andersrum und vielleicht etwas deutlicher ausgedrückt: Es gibt tatsächliche politische und wirtschaftliche Entscheidungen in der Welt, solche bewirken aber in dieser Parallelwelt der Börsen ganz eigenständige ,dazu noch so irrationale Entscheidungen, wo man sich dann wundern muss, was das mit der uns bekannten alltäglichen Realität ausserhalb der Börsenwelt noch zu tun haben könnte

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      • @anaconda
        Nein ,die Wiederverienigung wurde tatsächlich KEIN Desaster… Empfindet jemand das als solches?!… Denn es spielte sich in der Realität von richtigen politsichen und wirtschaftlichen Entscheidungen ab und nicht in der Parallelwelt der Börsen und Finanzen -NUR HIER entstanden die grössten fiunaziellen Desaster der letzten Jahrzehnte, geschweige jetzt lieber jene Zeit Anfang des letzten Jahrhundertes…
        Die deutsche Wiederverienigung spielt da wirklich keine Rolle

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        • @darius
          Wenn ich aber mit ehemals Ostdeutschen spreche, nicht wenigen wurde die ganze Lebensgrundlage entzogen,hatte ich doch den Eindruck eines Desasters….., aber tatsächlich, ich kann es nicht richtig beurteilen,da ich dort nicht gelebt habe.So nehme ich das Wort Desaster zurück.

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          • @anaconda
            Ostdeutschland wurde genau wie lange vorher Westdeutschland… GERETTET. Beides eigentlich Folgeereignisse vom Hitler-Stalin Pakt (nur, Stalin wirkte viel länger noch…) und das nach einer Rettung Schwerverletzte eine zeitlang an den Folgen der vorhergehenden jahrelangen Misshandlungen noch leiden müssen ist doch natürlich…

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