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Mehr europäische Länder rutschen in die Deflation

Mittlerweile weisen sieben Staaten der Europäischen Union negative Inflationsraten auf. In Deutschland und Österreich steigt die offizielle Rate aber wieder. Eine knifflige Lage für die EZB.

Wie die Statistikbehörde Eurostat am heutigen Vormittag mitgeteilte, lag die durchschnittliche jährliche Inflationsrate im Euroraum im April nach vorläufigen Zahlen bei 0,7 Prozent. Gegenüber Vormonat ist die offizielle Inflationsrate um 0,2 Prozentpunkte gestiegen. In Deutschland nahm die Inflationsrate von 0,9 Prozent im März auf zuletzt 1,1 Prozent zu. In Österreich stieg sie nach vorläufigen Schätzungen auf 1,6 %. Für die Schweiz werden 0,1 % Inflation ausgewiesen (folgende Grafiken jeweils von Eurostat).

Inflation Euroraum (Grafik: Eurostat)

Die höchsten jährlichen EU-Inflationsraten entfielen im April neben Österreich auf Rumänien (+1,6 %), Norwegen (+1,5 %) und Island (+1,3 %). Negativ fielen die jährlichen Raten in Griechenland (-1,6 %), Bulgarien (-1,3 %), Zypern (-0,4 %), Ungarn, Slowakei (jeweils -0,2 %) sowie Kroatien und Portugal (jeweils -0,1 %) aus. Im April des Vorjahres wiesen nur drei Länder negative Inflationsraten aus: Griechenland (-0,6 %) sowie Lettland und die Schweiz (jeweils -0,4 %).

Inflation Euroraum Staaten

Interessant dürfte sein, wie die Europäische Zentralbank auf die neuen Zahlen reagiert. Insbesondere Griechenland ist tiefer in den Deflation gerutscht. Auch in Portugal, Zypern und der Slowakei sind die Inflationsraten seit mindestens drei Monaten in Folge negativ, während die Inflationsraten in den stärkeren Volkswirtschaften zuletzt wieder etwas anzogen. Für den kommenden Juni hatte die EZB nach der letzten Ratssitzung mögliche Maßnahmen zu einer weiteren Lockerung der Geldpoltik angedeutet.

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Eingetragen von am 15. Mai. 2014. gespeichert unter Euro, Europa, Inflation, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

16 Kommentare für “Mehr europäische Länder rutschen in die Deflation”

    • Klar wird gelogen. Entscheidend ist aber, wie die Märkte das sehen. Wenn die offiziellen Inflationsraten fallen oder sich Deflation andeutet, dann rechnet man mit mehr Papiergeld (von der EZB). Und das stimuliert ja die Realwerte (wie Gold), vor allem wenn die EZB die Zinsen weiter drückt (niedriger oder negativer Realzins). Also ist die Info wichtig, auch wenn die den Eurorettern vor allem zur Rechtfertigung der eigenen Handlungen dient.

      0
  1. Deflation hat es in der Geschichte nie gegeben und wird es auch nie geben. Die kann es überhaupt nur in wenigen Bereichen geben, wie z.B. Staatsanleihen und technik-Spielzeuge wie Laptops/Smartphones. Was real benötigte Produkte betrifft, da ist es schlicht ein Mythos.

    Jeder, der von einer Deflation redet, ist somit sofort erkennbar als ein Feind des „normalen“ Volkes und ein Steigbügelhalter der Bankster/Politmafia.

    0
    • @tester
      Das betrifft die Wirtschaft. Wenn die Menschen kein Geld haben,können sie auch keine Waren kaufen.Dann müssen die Preise runter. Haben sie mal überlegt, wie es möglich ist für 30 EUR nach London zu fliegen ? sehen sie,das ist Deflation.Sicher, die Lebensnötigen Dinge deflationieren nicht, die Inflationieren immer.Aber davon kann die Industrie nicht leben, es sei denn, wir hätten einen reinen Bauernstaat.Und trotzdem, es gab Zeiten,da konnten sich einfache Arbeiter kein Fleisch leisten.
      Deflation ist gleichbedeutend mit Arbeitslosigkeit für viele. Es ist nur ein anderes Wort.Inflation ist eine boomende Wirtschaft mit Vollbeschäftigung und ständig fordender Gewerkschafter.Eine Lohn-Preispirale nach oben.
      Bitte nicht verwechseln mit Hyperinflation,das ist was völlig anderes.Schröder sagte mal, mir sind 5 % Inflation lieber als 5 % Arbeitslosigkeit.

      0
      • Auch wenn die Preise runter gehen, wird keiner was kaufen können und wollen. Wenn der Magen knurrt, braucht keiner mehr das neue iPhone oder neues Auto, so oder so.

        Die 30€ Flüge sind subventioniert, das ist keine Deflation sondern Bauernfängerei.

        Sie gehen hier stur der keynsianischen Lehre nach, allerdings hat diese mit der realität wenig zu tun. Sie düfen die Zinseszins-Spielchen nicht mit Industrie vermischen, dieses wiederum nicht mit der Landwirtschaft und das ganze hat mit dem Kaufverhalten im Land nur indirekt was zu tun. ein zusammenbruch der Wirtschaft ist keine Deflation, es ist eine herbeigeführte Zerstörung.

        Eindfache Aufgabe: prüfen Sie nach, wie das in diversen Krisenländern/Kriegen etc. tatsächlich gelaufen ist (gibt ja locker 10 relativ aktuelle Fälle, die man gut nachvollziehen kann). Wenn sie mir auch nur EIN Land finden, wo Essen, Energie und sonstige lebensnotwendige Sachen billiger wurden, gebe ich mich gern geschlagen.

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        • ^^ schnelles Tippen, sorry wegen den ganzen Fehlern…

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        • @Tester
          Da haben Sie recht, die lebensnötigen Dinge werden auch in einer Deflation nicht billiger.Wie denn auch,dass müssen die Menschen kaufen ob sie wollen oder nicht oder klauen.Aber die Industrieprodukte, die werden billiger und die Firmen u.U.ruinieren.Auf alle Fälle aber zu Kosteneinsparungen führen und das sind in erster Linie die Arbeitsplätze.
          Deshalb:Eine Deflation führt immer ! zu Arbeitslosigkeit und Verarmung der unteren und der mittleren Schichten.Nur die, die Arbeit haben wie Politiker und Superreiche, die profitieren davon.Warum ? weil sie unter anderem die Häuschen der Arbeiter nun billig aufkaufen können.
          Günther Hannich schrieb eine ganze Reihe zur Deflation und den eigentlichen Gefahren dieser.Eine Deflation ist weit gefährlicher als eine Inflation, da selbstverstärkend.Bisher ist noch kein Gegenmittel gegen eine Deflation gefunden worden.Auch Gelddrucken, wie Manard Keynes es vorschlug, hilft nicht.Das Beispiel Japan zeigt das.

          1+
  2. Kauft physisches Silber !

    Habt ihr einen neuen Sponsor bekommen, weil meine Kommentaren nicht mehr zugelassen werden und eure Nachrichten entgegen der Realität gerichtet sind ?

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    • Goldreporter

      Nein. Aber manchmal dauert es etwas, bis neue Kommentatoren freigeschaltet werden.

      0
      • Ich finde es super,dass Goldreporter immer so zügig Antwortet,+Info gibt!
        Danke :)

        0
  3. ladygaga_berlin

    Dass Länder, die unter dem Spardiktat leiden, in die Deflation rutschen, ist völlig logisch: die Leute haben kein Geld zum Ausgeben, folglich sinken die Preise. Apropos: schöne Bullenfalle heute im DAX. Besonders die Comba hat´s erwischt. Die ist bald wieder im Pennystocks, wenn man den Reverse-Split von 10:1 raus rechnet.

    Den Jackisch hat man heute Mittag in der Tagesschau einfach ausgeblendet, nachdem er es zu sagen wagte, das morgendliche Dax-ALL-TIME-HIGH sei den Notenbanken und ihrer Geldflut zu verdanken, fundamental stünde wenig dahinter… und schwupps: „DANKE, Rolf-Rainer, für IHRE Einschätzung!“

    Ich habe das 2006 und 2007 alles mit erlebt. Jeder, der vor dem (glasklaren) Platzen der US-Immo-Blase warnte, war ein Nestbeschmutzer und Verräter.

    2014 wird viel schlimmer. Diesmal sind die Retter von damals (Staaten und Notenbanken) ratloser denn je und ebenfalls pleite. Gott (oder Goldman) sei Dank, dass Belgien die ganzen Treasuries kauft. Auch die, die Russland und China nicht mehr haben wollen.

    Wenn Graf Draghi im Juni die Geldschleusen öffnet, „sehen“ wir vielleicht die 10.000 Punkte im DAX. Und dann – die Börsianer-Memmen tun ja immer so theatralisch- ein Blutbad an der Börsen. Oder auf den Strassen.

    0
  4. Überall wird gelogen; das Holz knirscht – man hört, wie sich die Balken biegen
    und brechen.

    Rußland wirft mit einem Schlag 20% seiner US-Staatsanleihen vor die US-Mülltonne (26 Mrd. US-Dollar).

    Das reizt natürlich, zu kontrollieren, wer diesen Schrott dann aufgekauft hat, denn die US-Fed darf den Hausmüll (US-TBonds) nicht über den Primärmarkt aufsaugen.

    Aha – wir ahnen es schon: das kleine Land Belgien (Mario Draghi, der
    alte Goldman-EZB-Drache) hat wieder einmal über Euroclear über 40 Mrd. US-Dollar an US-Staatsanleihen kaufen müssen;
    jetzt bunkert Belgien volle 381 Mrd. Dollar an US-Schrottanleihen.

    http://www.zerohedge.com/news/2014-05-15/russia-dumps-20-its-treasury-holdings-mystery-belgium-buyer-adds-another-whopping-40

    (Ja, wir wissen bereits – Euroclear ist eine Investmentfirma in Belgien, und der Gründer ist die linke Hand der Fed: JP.Morgan.)

    Der US-Fed muß der Ar..h ganz schön auf Grundwasser aufsitzen,
    wenn sie solche verdeckten Operationen durchführen muß, weil sonst das Fed-Balance-Sheet ausweisen würde, daß Janet Yellen gegenüber dem Kongreß lügt, daß im Monat „nur“ noch 45 Mrd. Dollar an T-Bonds/MBS aufgekauft würden; es sind in Wirklichkeit immer noch 100 Mrd. Dollar für QE-4, die über verdeckte Operationen und Derivate „verbraten“ werden.

    0
  5. 0177translator

    @Watchdog
    Wenn Belgien als Staat kollabiert, sei es durch den Austritt der Flamen oder die Überdosis an FED Bonds – was wird dann aus Eupen-Malmedy? Der Hennegau war doch bis vor dem Versailler Vertrag deutsches Staatsgebiet und wird von deutschsprachigen Leuten bewohnt. Was geschieht mit Nordirland, nachdem die Schotten die britische Union verlassen haben oder GB, das lt. Paul Craig Roberts mit 1.000% BIP verschuldet ist, implodiert?
    An die politischen Konsequenzen denkt keiner dieser Clowns.
    Werden weiter erzählen, Nationalstatten seien Auslaufmodelle.
    Und nationale Währungen (DM) etwas für ewig Gestrige.
    Ich werde am 25. Mai den Wahlvorstand in meinem Heimatdorf leiten.
    Mal sehen, welche Säue Draghi, van Rompuy & Co. danach rauslassen.

    1+
    • @0177translator

      Ich verfolge ihre comments schon sehr lange und stimme eigentlich immer zu;
      Aber: der Hennegau war auch vor dem Versailler Vertrag kein dt. Staatsgebiet. Das Gebiet „Hennegau“ liegt in Belgien an der Grenze zu Frankreich.
      Vielleicht meinten Sie den Sundgau. Das liegt im Elsass und gehörte bis zum Versailler Vertrag zum Dt. Reich….

      1+

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