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Milliardär John Paulson halbiert Investment im größten Gold-ETF

HSBC-Vault in London: Hier werden laut Firmenangaben große Teile der SPDR-Goldbestände gelagert.

HSBC-Vault in London: Hier werden laut Firmenangaben große Teile der SPDR-Goldbestände gelagert.

Der Hedgefonds des US-Milliardärs John Paulson hat seine Position im Gold-ETF SPDR Gold Trust per Ende Juni um 11,6 Millionen Anteile reduziert.

Am Ende musste er wohl dem Druck nachgeben. Nachdem der Goldpreis seit seinem Höhepunkt im September 2011 um gut 30 Prozent eingebrochen ist, wurde auch das Gold-Investment des US-Milliardärs John Paulson dramatisch entwertet. Bis zum ersten Quartal hielt sein Hedgefonds noch an den 21,8 Millionen Anteilen am weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Trust fest. Diese standen Ende März mit 2,79 Milliarden US-Dollar in den Büchern. Er war damit der mit Abstand größte Anteilseigner des Exchange Traded Funds.

Die aktuellen Zahlen der US-Börsenaufsicht SEC zeigen nun, dass Paulson diese Position im zweiten Quartal um 51 Prozent auf 10,2 Millionen Anteile reduziert hat.

Seit Anfang 2013 sind die physischen Gold-Bestände des SPDR Gold Trust – mit denen die Anteilsscheine gedeckt werden – durch Mittelabflüsse um 32 Prozent auf 913,23 Tonnen gefallen. Der aktuelle Marktbericht des World Gold Councils für das zweite Quartal weist entsprechend einen Rückgang der Goldnachfrage aus ETFs im Umfang von rund 400 Tonnen aus.

Im zweiten Quartal haben sich weitere bedeutende Investoren von SPDR-Anteilen getrennt. Der Bankenriese JP Morgan stieß 1,59 Millionen Anteile ab. Das entspricht 15,73 Prozent des bisherigen Investments. Die Northern Trust Corp. reduzierte ihr Engagement in dem Fonds um 72,3 Prozent oder 4,99 Millionen Anteile. Das Teacher Retirement System of Texas verkaufte rund 1 Millionen Anteile und reduzierte ihre Position damit per Ende Juni um 67 Prozent. Der vielbeachtete Investor George Soros ist beim SPDR Gold Trust ganz ausgestiegen. Ende März hatte er noch 530.900 Shares im Wert von 82 Millionen US-Dollar.

Aber es gab auch Käufer. Der mit Abstand größte war der Vermögensverwalter Gruss & Co. Er investierte in 10,78 Millionen SPDR-Anteile, die einem Wert von 1,38 Milliarden US-Dollar entsprechen.

Hintergrund: Einmal im Quartal müssen die großen amerikanischen Kapitalverwalter der SEC ihre Wertpapierpositionen melden. Jeder SPDR-Anteil ist mit einer Zehntel Unze Gold verbrieft.

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Eingetragen von am 15. Aug. 2013. gespeichert unter Gold, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

15 Kommentare für “Milliardär John Paulson halbiert Investment im größten Gold-ETF”

  1. Allein Paulson hat also 11,6 Millionen Anteile (1,16 Millionen Unzen) auf den Markt geworfen – das meiste davon wohl ziemlich genau am 12. April. Nun, die Deckung mit physischem Gold wird schließlich immer weniger. Aber es gibt ja genug Möglichkeiten mit seinem Geld zu spielen, also kauft er sich mal eben Konzertflügel-Hersteller Steinway für 512 Millionen Dollar.

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    • @Jim Panse „Nun, die Deckung mit physischem Gold wird schließlich immer weniger.“

      Richtig, denn wieso gab es dann keinen Überschuss an physischem Gold zu kaufen, wo doch so viel auf den Markt geworfen worden sein soll! Es herrschte Mangel anstelle Überfluss infolge der sofort aufkommenden zusätzlichen Nachfrage.
      Nehme man doch die Börsenspekulationen mit Wetten, Leerverkäufen, wo keiner was davon wirklich hat, als das was es ist, oft nicht einmal Papier worauf es steht sondern nur Bites and Bytes.
      Da hat doch Bitcoin noch mehr realen Wert aufgrund der Herstellungskosten und Hardware, Zeit und Stromkosten als das, was hinter Leerverkäufen steht, was eben Wetten sind. ;) Aber das Traurige ist, dass so ein Großteil der Welt ausgenommen wird mit diesem Modell an Spekulation, Zinseszins, Monopol über die Geldschöpfung und man lese „Die City of London – Der mächtigste Staat der Erde“ (z.B. bei Stop Big Brother) und erhalte einen Einstieg, wie dieses System funktioniert.
      Die Rettung in teilweise Gold ist schon eine Sicherheit. Denn die Gier scheint das System zum bitteren Ende zu führen.

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    • Zusatz – gemeint war Stop Big Brother bei
      soz-net.neue-mitte-mv.de/profile/stop_big_brother
      Kommentar zu Artikel:
      „City of London: Mülleimer ermitteln Daten von vorübergehenden Passanten – City of London: trash can obtain data from people passing by“

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  2. Wenn ich es richtig sehe bedeutet ein Verkauf der Anteile NICHT, dass der Investor ausgestiegen ist. Evtl. wurde auch das Gold physisch geliefert! Gold gegen Anteilsschein…

    Das ist meine Annahme!

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    • Wer glaubt denn im erst, daß, wenn es kracht, jemand das Papiergold ausgezahlt bekommt? Papier ist geduldig, egal welches! Jeder, an der Börse wird wissen, was wir zu erwarten haben! Die Angst ist bestimmt täglich mit dabei.

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    • Wenn schon die Handelsteilnehmer der Comex größte Probleme haben, ihre Futures in Physisches umzuwandeln, dann werden es Paulson Anteilseigner nicht schneller schaffen, tonnenweise (!!!) Papier in Gold zu wandeln.

      Aus meiner Sicht, sind die Comex Bestände auch mit den ETF Beständen gleich. Schließlich wurde nicht geliefertes Comex Gold mit SPR/ETF Scheinen beglichen. Dadurch das der Comex Lagerstand sank, musste auch irgendwie der SPR/ETF Bestand sinken. Keine Ahnung wie man das Paulson und seinen Fondskunden „vermittelt“ hat. Aber es hat funktioniert.

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  3. Also wenn ich Paulson oder Soros wäre, käme ich auch in Versuchung, das Papier (ETF) abzustossen.Sicher würde das physische Gold dadurch gedrückt, aber mit dem Geld der verkauften ETF könnte ich dann physische Unzen kaufen und einlagern.Niemand weiß doch genau, wieviel die ETF tatsächlich physisch hinterlegt waren,denn Papier ist sehr geduldig.

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    • Warum Etf verkaufen und dann physisch kaufen? Ab einer bestimmten Summe kann man sich die Unzen liefern lassen! Das würde noch nicht einmal den Preis drücken…

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      • @daniel
        Ja,wenn die physischen Unzen denn da wären. Ich hatte einen Gold ETF,sicher nicht viel, ein paar hundert Gramm nur, aber gesehen habe ich keine einzige Unze.Außer auf dem Hochglanzprospekt.Auch bekam ich keine Unze geliefert beim Verkauf, sondern Dollars, diese wurden in EUR umgerechnet,die Gebühren abgezogen und das Geld auf mein Konto überwiesen.Und damit kaufte ich schließendlich die Unzen.Aber vielleicht war es ja bei Paulson und Soros anders und da lag das Gold wirlich im ETF Depot.
        Und nochwas, man kann sich vielleicht liefern lassen.was aber,wenn die das nicht tun ? Im Kleingedruckten steht nämlich……

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    • @Anaconda

      Paulson ist nur der Verwalter eines Fonds. Ziehen seine Kunden das Geld ab, muss er Anteile auf den Markt werfen, egal zu welchem Preis und ob er das will oder nicht.

      Nur wenn ich an seiner Stelle wäre und wüsste, dass ich auf den Markt werfen muss, dann hätte ich eine Gegenposition am Start. Paulson Funds #2 würde dann massiv Papiergoldshorts kaufen, wenn Paulson Funds #1 Gold ETFs liquidieren muss.

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      • @W
        Durchaus möglich.Man kann ja nun wirklich nicht behaupten,dass diese Leute nicht „kreativ“ wären.Trotzdem, nichts für uns,auch wenn lukrative Gewinne winken können (Auf dem Papier jedenfalls).Wie sagte mir mal ein schwäbischer Bekannter: „Nur das Gold in mei Täschle ist wirklich mei Gold“ Man kann sagen was man will, aber der Mann hatte recht.

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        • Natürlich. Allerdings haben so viele Leute Schiss bekommen und auch ihr Physisches auf den Markt geworfen, als wenn es kein Morgen gäbe. Selbst langjährige Investoren aus meinem Umfeld haben das Handtuch geworfen. Das war im Juni, als Goldpreise von 300$ ausgerufen wurden. Wir lachen drüber, andere verfallen in Panik. BTW: Mein lokaler Dealer teilte mir gestern mit, dass er in den letzten 3 Tagen noch nie soviel EM verkauft hat. Könnt ihr/du ähnliches berichten?

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          • @w
            Auf goldvorsorge.at wird angegeben,wieviele „Rettungsboote“ verkauft werden.Es ist eine Menge.Die kleinen Leute kaufen nun physisches und stecken es in die Taschen.So entsteht ein natürlicher Markt,unbeinflußt von G&S.
            Ich meine aus Befragungen in meinem Umfeld,dass meist diejenigen Gold verkauften, welche es geerbt, geschenkt oder gewonnen haben.Dafür gibts dann Iphone und Flachbildfernseher oder eine Traumurlaubsreise.Manche kauften sich auch ein Cabrio
            vom Ererbten Gold.Der Wirtschafts tut es gut und das Gold bekommt wenigstens einen vernünftigen Besitzer.
            Wer es sich selbst verdient hat, verkauft es nicht, bloß weil der Preis verrückt spielt. Denn der kennt den wahren Wert von Gold.
            So oder so, das Gold gelangt langsam in stärkere Hände.Insofern hat alles Schlechte auch etwas Gutes. (Mephisto, Faust):
            Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft „

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          • W@
            Bei meinem Stammhändler läuft das Geschäft seit April extrem gut. Bei meinem letzten Besuch erzählte er mir aber, dass viele eigentlich Stammkunden wären, die bei diesem Kurs ihren Bestand massiv aufstocken. Der private Goldbesitz verteilt sich nicht auf viele Kunden sondern wenige erhöhen nur den EM-Anteil in ihrer Vorsorge. In meinem Freundeskreis gibt es einige Spitzenverdiener aber nur zwei investieren in Edelmetalle. Alle Anderen sind entweder Konsumtrotteln die sich alles kaufen müssen oder sie stecken ihr Geld in die Finanzprodukte der Banken. Natürlich wurde heuer auch der Spottkübel im Spaß über mich geschüttet und ich musste mir die teilweise beachtlichen Renditen ihrer Veranlagungen anhören während ich mir nur vom Wertverlust meines eigenen Goldes einen Mercedes hätte kaufen können. Ich muss auch zugeben dass ich bei den massiven Kurseinbrüchen kurzfristig an meiner Entscheidung zugunsten des EM zweifelte aber ich habe trotzdem nachgekauft. Langfristig glaube ich, dass ich auf das richtige Pferd gesetzt habe aber nachher ist man immer klüger. Ende September wird in Österreich gewählt und danach wird uns der Steuertsunami überrollen. Ein guter Freund arbeitet im Finanzministerium(einer von den zwei) und wenn nur die Hälfte von dem kommt, was bei den Planungsspielen durchgerechnet wird, dann betoniere ich mein Gold im Keller ein.

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  4. Paulson ist eine Hedgefondmanager.Er wettete in der Suprime-Krise und verdiente Milliarden. Er ist ein typischer Zocker, ein Spieler.Der gewinnt manchmal und verliert auch.Wie gesagt, we zocken will, kauft ETF und andere Papiere und hofft, dass ihn Leute wie Paulson und Soros nicht abzocken.
    Übrigens ist schon interessant zu sehen, wohin das angeblich physische Gold des SPDR in London wandert.(Wenn es denn tatsächlich da ist und das nicht eine Fotomontage).Irgendwer kauft ja das Zeug auf und der ist bestimmt nicht
    allzu pessimistisch Gold gegenüber.Oder wird das Zeug ins Meer gekippt ?

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