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Neue Geldspritze der US-Notenbank erwartet

Hinweise auf neues Liquiditätsprogramm der Fed mehren sich.

Mitglieder des amerikanischen Federal Reserve Systems haben sich zuletzt für eine Fortsetzung von Wertpapierkäufen durch die US-Notenbank ausgesprochen. Wann kommt QE3? Der Goldpreis steigt.

Seit geraumer Zeit wird darüber spekuliert, ob die US-Notenbank Fed ein weiteres Programm zum Aufkauf von Wertpapieren auflegt. Im Rahmen des so genannten Quantitative Easing (QE) erwarb die Fed zwischen März 2009 und März 2010 Wertpapiere – vor allem US-Staatsanleihen – im Wert von mehr als einer Billion US-Dollar.

Fed-Statements
Die beiden Mitglieder des Federal Reserve Systems Eric Rosengren und Daniel Tarullo gaben in der vergangenen Woche unabhängig voneinander Kommentare in der Finanzpresse ab, die einem Votum für eine Fortsetzung des Aufkaufs von Hypotheken-gesicherten Wertpapieren (Mortgage-backed securities = MBS) glichen.

„Es gibt eine Notwendigkeit und reichlich Spielraum für zusätzliche Maßnahmen, um kurz- und mittelfristig die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu stärken, insbesondere angesichts der begrenzten Inflationsrisiken auf mittlere Sicht“, so Tarullo gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters. Ziel müsse es vor allem sein, die Hypothekenzinsen niedrig zu halten, um die Kreditkosten für Immobilienbesitzer erschwinglich zu gestalten. Zuletzt kaufte die Fed MBS-Papiere im Rahmen des ersten Quantitative-Easing- Programms (QE1).

Handlungsbedarf
Während des letzten Treffens des Offenmarktauschusses hatte die Fed eine Umschichtung von Staatsanleihen kürzerer Laufzeit in solche mit längerer Laufzeit beschlossen. Wie aus dem Protokoll der Sitzung hervorgeht, das Mitte Oktober veröffentlicht wurde, sprachen sich bereits diverse Mitglieder für zusätzliche Anleihenkäufe aus. Die schwache Entwicklung des Arbeitsmarktes, die weiter fallenden Häuserpreise und die gedämpften Konjunkturerwartungen in den USA sind Argumente für ein neuerliches Liquiditätsprogramm der Fed. Zudem fiel das amerikanische Konsumentenvertrauen im Oktober so schlecht aus, wie seit 2,5 Jahren nicht mehr.

Gold und Silber
Der Goldpreis legte in den vergangenen Tagen – auch vor dem Hintergrund dieser Erwartungen – wieder zu. Am heutigen Dienstagabend (17:30 Uhr) notierte die Feinunze bei 1.692 Dollar (1.216 Euro) und damit 2,5 Prozent höher als am Vortag. Silber stieg um 2,6 Prozent auf 32,48 Dollar (23,39 Euro). Ein mögliches QE3, oder wie auch immer man eine weitere Geldspritze der US-Notenbank nennen wird, dürfte den Edelmetallkursen neuen Aufwärtsschub verleihen.

Das nächste Treffen des Fed-Offenmarktausschusses (FOMC)  findet am 1. und 2. November statt.

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Eingetragen von am 25. Okt. 2011. gespeichert unter Banken, Fed, Gold, Goldpreis, News, US-Dollar, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

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