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Nigel Farage: „Wir werden regiert von Großkonzernen, Großbanken und großen Bürokraten“

Der britische Querdenker Nigel Farage hielt eine denkwürdige Rede anlässlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Griechenland.

Zum Antritt der griechischen EU-Ratspräsidentschaft hielt Antonis Samaras Anfang des Jahres eine Rede vor dem Europäischen Parlament. Im Anschluss erhielt der griechische Premierminister  im Rahmen kurzer Wortmeldungen Lob von diversen Parlamentariern, insbesondere für den Konsolidierungskurs Athens.

Dann kam der britische Abgeordnete Nigel Farage (UKIP) an die Reihe. Sehen Sie das Video seiner kurzen, aber aussagekräftigen Rede. Sie erhält angesichts der kommenden Europawahlen im Mai neue Aktualität. Die deutsche Übersetzung im Wortlaut folgt weiter unten.

„Ich gratuliere ihnen, Herr Samaras. Dass die griechische Ratspräsidentschaft so großartig begonnen hat. Ihre erfolgreichen Übernachtverhandlungen über den MiFID [Anm. d. Red.: MiFID = Markets in Financial Instruments Directive = EU-Richtlinie zur Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt]. Ich bin mir sicher, die Leute werden durch die Straßen von Athen tanzen. Obwohl Ihr Land sehr dürftig von Goldman Sachs beraten wurde, einer Währung beizutreten, die niemals zu Ihnen gepasst hat. Obwohl 30 Prozent arbeitslos sind und 60 Prozent Jugendarbeitslosigkeit herrscht. Und obwohl eine Neonazi-Partei auf dem Vormarsch ist und es einen terroristischen Angriff auf die Deutsche Botschaft gab. Machen Sie sich nur keine Sorgen darum, denn die Verhandlungen zu unserem MiFID waren ja erfolgreich.

Und in vielerlei Hinsicht, fasst dies die beiden Europas zusammen. Das Europa, über das hier drinnen gesprochen wird, von den Träumern. Die, die neuen Vereinigten Staaten von Europa errichten wollen, mit einer Identität und einer Währung und einer realen Welt außen herum. Und Sie, Herr Samaras, kommen hier her und erzählen uns, dass Sie den souveränen Willen des griechischen Volkes repräsentieren. Es tut mir Leid. Aber Sie haben in Griechenland nichts mehr zu sagen. Ich schlage sogar vor, Sie benennen Ihre Partei um. Sie heißt „Neue Demokratie“. Ich schlage vor, Sie nennen sie „Keine Demokratie“. Denn Griechenland ist jetzt unter fremder Kontrolle. Sie können keine Entscheidungen treffen. Sie haben Rettungsgeld erhalten. Sie haben die Demokratie aufgegeben, die Sache, die ausgerechnet ihr Land erfunden hat. Sie dürfen nicht zugeben, dass der Beitritt zum Euro ein Fehler war. Denn Herr Papandreou tat das, stimmt’s nicht? Der sagte sogar, es solle in Griechenland ein Referendum geben. Und innerhalb von 48 Stunden ließ die unheilige Dreifaltigkeit, die jetzt diese Europäische Union regiert, ihn entfernen und durch eine ehemalige Goldman-Sachs-Marionette ersetzen.

Wir werden nun regiert von Großkonzernen und Großbanken und – im Schatten von Herrn Barroso – von großen Bürokraten. Und genau darum wird es bei den Europawahlen gehen. Es wird eine Schlacht von nationaler Demokratie gegen EU-Staatsbürokratie. Was immer Sie in diesem Haus sagen, die Leute da draußen wollen keine Vereinigten Staaten von Europa. Sie wollen ein Europa der souveränen Staaten, die gemeinsam handeln und arbeiten. Und ich denke, die Europawahlen werden einen Wendepunkt markieren. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat jeder gedacht, dass vielleicht einige die Entwicklungen in der Europäischen Union nicht gutheißen, es aber unumgänglich sei. Dieser Mythos, die Unumgänglichkeit, wird bei den Europawahlen in diesem Jahr erschüttert werden. Vielen Dank.“

Goldreporter

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Eingetragen von am 7. Apr. 2014. gespeichert unter Euro, Europa, News, Politik, Videos. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

14 Kommentare für “Nigel Farage: „Wir werden regiert von Großkonzernen, Großbanken und großen Bürokraten“”

  1. Na, mal sehen, wie lange DER’s noch macht…

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  2. hat er denn wenigstens eine Lösung in Getto?

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  3. „Herr Farage war ein ehrenwerter Mann mit tiefem Einblick in Wirtschaftsgeschehnissen. Wir bedauern zutiefst, dass er eine plötzliche Herzattacke nicht überlebte. Er war ein unbestreitbarer und nicht käuflicher Mann.“,

    das wird so etwa von der britischen Pressemacht dann veröffentlicht.

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  4. Man sollte nicht vergessen…
    Das Gute schläft nicht ;)

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  5. Gäbe es in Deutschland nur einen von dieser Sorte, kantig und geradeaus, es würde uns gut zu Gesicht stehen. Dieser Mann ist Klasse!!!!!!!!!!!!!!

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    • DerVonHoffnungErfüllte

      Na, da brauchst Du zum Glück nicht den Konjunktiv bemühen: wir haben doch in Gregor Gysi einen hervorragenden Vertreter dieser volksnahen Politik. Schau doch in der Mediathek des Bundestages einfach mal vorbei. Unter Gysis Reden, insbesondere den längeren (nicht seine kurzen Wortmeldungen) gibt es seit 2009/2010 unzählige Beiträge, in denen er Hernn Farage in jeder Hinsicht das Wasser reicht. Ich mache hier keine Werbung für die Linken, aber Gregor Gysi ist nicht auf den Kopf gefallen, wenn es darum geht, die Wahrheit – rhetorisch gut verpackt – ans Licht zu bringen! Absolut sehens-/höhrenswert…. und vor allem (be-)merkenswert!

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      • Herr Gysi schwingt tolle Reden —- Punkt. Das genießt er in der Opposition. Wenn es darum geht wirklich Veränderungen herbeizuführen tut er nichts oder hat er seit 2009 irgendetwas bewegt. Die Lachen ihn aus im Bundestag, weil Sie wissen, das er recht hat und nichts tun kann. Wer etwas verändern will macht keine Karriere in der Politik. Wer etwas verändern will, kritisch ist und hinterfragt kommt nämlich nicht weit.

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  6. Soetwas wird es bei uns nie geben, weil unser Land in Geiselhaft der linken Presse ist, und alles was nur im Ansatz gegen diese Mafia EU ist, sofort in der Luft zerrissen wird. Nazi-Keule, Verschwörungstheoretiker, Rechtspopulist, etc.
    Und die dummen Schafe, glauben es dann und die Gefahr ist im Keim erstickt.

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  7. Endlich ein Europäer, der den Mut hat allen die Wahrheit zu sagen und das scheitern des Eurowahns bestätigte.

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  8. Es ist tatsächlich so! Wir werden bestimmt von einer Hintergrundmacht, die nationale Regierungen, Großbanken Wirtschaft und Industrie als Marionetten lenken. Die Agenda dieser „Geheimen Macht, die über ca 90% des Kapitals verfügt“ ist eine neue Weltordnung. Eine Weltordnung in ihrem Sinne – ohne Rechte für die Masse, sondern Sklaventum! Wer genau hinschaut wird diese Zielsetzung ohne weiteres erkennen können.
    Doch nun die gute Nachricht! Der Plan wird nicht Realität – ganz im Gegenteil! Der Schuss geht nach hinten los und alle Machenschaften in diese Richtung werden unterbunden und diese Hintergrundmacht aufgedeckt und zerschlagen!

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