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Risiken im Bankensektor höher als 2010

Teure CDS-Papiere, hohe Übernachteinlagen bei der Europäischen Zentralbank: Entspannung im Finanzsektor sieht anders aus.

Die wahrgenommenen Risiken in der Bankenbranche bleiben hoch, trotz der Billionen-Geldspritze durch die Europäische Zentralbank im vergangenen Februar und Dezember. Die Versicherungsprämien für Zahlungsausfälle in diesem Sektor sind gegenüber der Vorwoche um durchschnittlich 5,49 Prozent gestiegen. Das geht aus den Daten des Deutschen Derivate Verbandes und Berechnungen von Goldreporter hervor.

Vergleicht man die Daten mit den Werten von Ende 2011, dann sieht das nach einer deutlichen Verbesserung der Lage aus. Wenn man allerdings betrachtet, was die Versicherung gegen eine Bankenpleite ein Jahr zuvor kostete, dann erkennt man das weiterhin deutlich erhöhte Risiko-Niveau.

Um sich beispielsweise mit dem Kauf von CDS-Papieren (Credit Default Swaps) gegen die Pleite einer französischen Großbank abzusichern (z.B. Société Générale, BNP Paribas) muss man heute fast doppelt so viel Geld auf den Tisch legen, wie Ende 2010 (siehe Tabelle oben; Quelle: Deutscher Derivate Verband/Goldreporter-Newsletter). Das Gleiche gilt für US-Banken wie Morgan Stanley und Goldman Sachs.

Hinweis zu den CDS-Werten: Die in der Tabelle angegebenen Basispunkte stellen die Versicherungsprämie dar, die der Versicherungsnehmer zu entrichten hat, um sich gegen einen Ausfall der Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten abzusichern. Beispiel: 200 Basispunkte bedeuten, dass der Versicherungsnehmer 200.000 Euro pro Jahr bezahlen muss, um sich gegen Anleihenausfälle im Umfang von 10 Millionen Euro zu versichern. Diese Prämien können noch zeitnäher und genauer als manche Ratings Aufschlüsse über die Bonität eines Emittenten geben. Auf dem Höhepunkt der Finanzmarktkrise wurden bei zahlreichen Banken 400 Basispunkten und mehr notiert. Quelle: Deutscher Derivate Verband / Goldreporter-Newsletter.

Wenig Entspannung auch im Interbankenverkehr: Die Übernachteinlagen der Geschäftsbanken bei der EZB tauen nicht ab. Der Wille, Geld untereinander zu verleihen, scheint im europäischen Bankensektor weiterhin nur schwach ausgeprägt zu sein.

Am gestrigen Donnerstag parkten die Institute weiterhin 786 Milliarden Euro auf diesen nur mit 0,25 Prozent verzinsten „Angstkonten“. Das Volumen liegt nur 5 Prozent unter dem bisherigen Rekordwert vom 5. März (827 Mrd. Euro).

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Eingetragen von am 30. Mrz. 2012. gespeichert unter Banken, Europa, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “Risiken im Bankensektor höher als 2010”

  1. ..hier können alle Bürger sich sinnvoll und friedlich am Protest gegen die „Parteien-Schluderderei“ und das „unkontrollierbare Anhäufen von Schulden“ beteiligen: “

    http://bündnis-bürgerwille.de/?id=166 „.

    Wir diesen „Parteien-Klüngel“ aus CDU/CSU/FDP und Grünen weiterhin wählt, wählt wohl seinen „Metzger“ selbst.

    Ich habe das Vertrauen in unsere Politik schon seit langem verloren. Dort zählt nur noch rechte Tasche, linke Tasche und „der Letzte macht dann das Licht aus“ (Nach mir die Sinnflut ist in meinen Augen noch treffender!).

    Reale Werte sind daher Pflicht und Trumpf, solange bis das Schuldsystem neu aufgestellt wird.

    • …Sorry, ich habe die „Volk-Verdummungs-Visionäre“ der SPD vergessen!

      Die sollten in der Aufzählung keinesfalls fehlen:-)

  2. Die friedlichen Proteste werden doch eh nicht ernst genommen und verhöhnt von den Politikern. Der Laden bricht zusammen und dann weht wieder ein anderer Wind. Man muss sich nur gut aufstellen und geht dann als Gewinner ins neue Finanzsystem.

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